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Außerschulische Bildungsangebote und die Frage, ob die Schule versagt

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Formale Metadaten

Titel
Außerschulische Bildungsangebote und die Frage, ob die Schule versagt
Serientitel
Anzahl der Teile
69
Autor
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Keine Open-Access-Lizenz:
Es gilt deutsches Urheberrecht. Der Film darf zum eigenen Gebrauch kostenfrei genutzt, aber nicht im Internet bereitgestellt oder an Außenstehende weitergegeben werden.
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Erscheinungsjahr
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Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet
Genre
Abstract
#INFORMATIK2018 STAGE JOSEPH, 26.09.2018: Panel - Außerschulische Bildungsangebote und die Frage, ob die Schule versagt Christian Zöllner, FabMobil Sebastian Hänsel, BTU Cottbus-Senftenberg Mario Pesch, senseBox Bela Seeger, Open Knowledge Foundation Moderation: Dr. Andrea Knaut, Gesellschaft für Informatik e.V.
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Vorschaubild
10:14
InformatikPerspektiveDigitalisierungInformatikstudiumRotationsflächeInformatikMengeStruktur <Mathematik>TkEigenwertproblemKurvenanpassungSchreiben <Datenverarbeitung>Klasse <Mathematik>FokalpunktEnde <Graphentheorie>DatenparallelitätUniformer RaumDatenmodellZahlenbereichWort <Informatik>EckeZugriffKanal <Bildverarbeitung>RechnenGeoinformatikÄhnlichkeitsgeometrieMobiler AgentDatenbusTOUR <Programm>InternetMittelungsverfahrenRichtungFächer <Mathematik>KraftAlgebraisch abgeschlossener KörperMomentenproblemMedizinische InformatikMobiles InternetProzess <Physik>Inhalt <Mathematik>WEBJSONXMLBesprechung/Interview
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
Bevor ich fragen, aus dem schrumpfenden Publikum zulasse, würde ich gerne so eine kleine Runde machen.
Mikrophone ist da, genau. Zur Ausgangsfrage. Wie seht ihr das? Werden solche Projekte wie unseres, wie eure eine Zukunft im ländlichen Raum? Werden die zum Beispiel, sagen wir mal, sie werden institutionalisierter und sind nicht so prekär, wie sie jetzt sind.
Werden die vielleicht Urbanität in den ländlichen Raum bringen? Werden die die Bildungslandschaft revolutionieren? Seht ihr dieses Potential? Gern mit Christian angefangen. Ja schon. Es ist tatsächlich so eine Kurve, seitdem wir so angefangen haben, das mal zu recherchieren, wie viele es von diesen Sachen gibt, tauchen immer mehr von diesen mobilen Bildungsangeboten auf.
Und ich meine, im Endeffekt ist es ja nichts Neues. Das ist ja, die Fabibliotheken gab es ja auch schon seit irgendwie, was weiß ich, 50 Jahren. Das ist ja genau dasselbe, nur dass das Wissen heutzutage eben nicht mehr zwischen zwei Buchdeckeln liegt, sondern im Internet und so weiter und so weiter.
Aber das Problem ist, dass die in den Schulen ja das Lesen und Rechnen lernen, aber diese ganzen anderen Sachen, nämlich dieser Zugang und der Umgang mit den Digitalmedien, da wird den halt nicht vermittelt. Bedeutet, da gibt es eine Lehrstelle in den Lehrplänen und diese Herausforderungen nehmen sich die aber die Kultusministerien beispielsweise nur sehr gering oder nur sehr langsam an.
Bedeutet, ganz viel wird auf uns sozusagen, auf die Initiativen zurückgespielt und wir müssen das halt irgendwie machen. Das bedeutet, ja, da gibt es eine Zukunft, aber es braucht eben
wirklich dieses starke Commitment eigentlich von den Landkreisen oder von den Ministerien sozusagen. Okay, wir schreiben das jetzt in den Haushalt rein und wir machen das jetzt wirklich so, weil sonst wird es halt so. Aber die Zukunft, ja, alles hat Zukunft.
Also von Revolution möchte ich vielleicht da nicht gerade sprechen, aber es gehört halt viel dazu, auch seitens der schulischen Akteure hat solche mobilen Angebote, wenn das im schulischen Rahmen stattfinden soll, an die Schulen zu holen. Ich habe schon angesprochen, es kommt immer zu Unterrichtsausfall, wenn zum Beispiel ein Informatiklehrer uns bucht,
dann kriegen wir Stunden von dem Chemielehrer und der ist dann natürlich in dem Fall nicht begeistert. Das heißt, wo muss man ansetzen? Muss natürlich neben der Fördergeschichte, der Finanzierung und diese Nachhaltigkeit dahinter auch im Schulministerium ansetzen und quasi solche Angebote in den Rahmen der Plan einbinden, zulassen in Form von Wahlpflichtangeboten etc. Ja, und dazu kommt aus meiner Sicht noch ein weiteres Problem, was
wir als mobiles Schülerlabor zum Beispiel haben. Wir machen ja eine Breitenförderung. Das ist eigentlich schön, aber ich sehe es als Problem an, weil wenn wir jetzt einen Chemiekurs machen, interessiert sich tatsächlich nicht jeder für Chemie. Trotzdem nimmt er daran teil, nimmt zwar auch was mit, aber es ist jetzt keine richtige Berufs- oder Studienorientierung, weil der sich vielleicht für Informatik orientiert.
Und dann müssen wir uns als Schülerlaborer, als Angebote auch ein bisschen individualisieren und Möglichkeiten finden, dass wir halt viel fertiger, wenn wir schon einmal in der Schule sind, bei dem Teilnehmer sind, das Ganze vorstellen können. Ja, ich glaube auch, dass wir beide gerade schon gesagt haben, dass vieles in der Schule auch stattfinden muss, dass einfach Freiräume dafür geschaffen werden.
Ich meine, die Erfahrung, die wir gemacht haben, ist, man muss engagierte Lehrer finden, die sagen, okay, mir ist es eigentlich gerade vollkommen egal, ob ein normaler Unterricht ausfällt. Ich finde das Angebot halt cool und ich mache das einfach. Und dass da auch so ein bisschen dahinter gedacht wird und gesagt wird, okay, das ist jetzt vielleicht, dafür fallen vielleicht meine Chemiestunden aus. Aber dafür nehmen die Schüler dann was aus dem Bereich Biologie mit, aus dem Bereich Elektrotechnik mit oder ähnliches.
Dass vielleicht auch einfach da weniger in den Fächern gedacht wird, weil gerade da einfach auch die Angebote sehr, sehr viel Interdisziplinarität halt bieten und bieten können. Und dass dadurch dann solche Angebote auch einfach immer wichtiger werden, weil gerade das
in der Schule im Moment noch schwierig ist, das in den normalen Unterricht mit einzubauen. Und dass die Angebote dadurch auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung haben. Aber dennoch halt immer die Probleme sind mit, ja, was ist eigentlich der Mehrwert, der zeitliche Mehrwert, worüber immer diskutiert wird, dass da auf jeden Fall irgendwie eine Art von Umdenken auch stattfinden muss.
Ja, ich bin da eigentlich größtenteils d'accord. Also ich muss auch sagen, ich denke, es ist klar, dass es erst mal eine Notwendigkeit gibt von Projekten wie die, die wir jetzt hier gerade vorgestellt haben. So richtig den Ausgleich zu schaffen auf die Bildungslandschaft insgesamt ist, glaube ich, sehr schwierig. Einfach, auch wenn man sich die Zahlen anguckt, man müsse natürlich noch sehr viel
stärker wachsen, um wirklich eine größere Menge an Schülerinnen und Schülern dann auch zu erreichen. Dennoch denke ich, solange die Bildungslandschaft so noch aussieht, wie sie aussieht aktuell, müssen wir auf die Straße und müssen hinfahren und müssen machen sozusagen. Genau, und natürlich sehe ich es auch genauso wie das Webmobil, dass da eine Verstetigung der
Förderung auf jeden Fall notwendig wäre, weil natürlich wir alle wahrscheinlich mit dem Problem zu kämpfen haben, dass keiner bestehende Projekte fördern möchte, sondern alle wollen immer neue Sachen, ist ein großes Problem meiner Ansicht nach. Okay, also ihr seht sozusagen jetzt noch nicht die großen Revolutionen in der
Zukunft durch mobile Bildungsprojekte und eine neu entstehende Urbanität im ländlichen Raum dadurch, sondern backt jetzt mal kleinere Brötchen, würde ich sagen. Es hat sich ja auch bei allen Projekten so angehört, als ob die relativ prekär laufen. Also egal, ob es so was Tolles Riesiges ist oder so was schon so lange etabliert ist, wie das mobile Schülerlabor und das wahnsinnig aufwendige Webmobil, auch das Citizen Science Toolkit und auch unser Projekt,
wir sind alle sozusagen zeitlich begrenzt immer in der Förderung und es ist halt irgendwie, sagen wir dann immer, ja, wir stellen neue Förderanträge und so. Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, dass es stimmt, dass wir Lehrstellen in der Bildungslandschaft auch füllen, ja, dann schreit es ja sozusagen letztlich nach einer institutionalisierten
Stabilisierung. Das ist hier mal ein bisschen immer auch angeklungen. Ich frage mich dann aber, was heißt das denn? Stehen wir alle in Konkurrenz zueinander? Ist ja irgendwie so. Du hast vorhin auch so gesagt, kommt doch lieber zu, kommt auch lieber zum Webmobil und so.
Was denkt ihr dazu? Wird es jetzt so sein, dass die Bildungslandschaft sich immer mehr privatisiert, in Drittmittelprojekte auslagert und die in Konkurrenz zueinander treten? Im Digitalbereich vorhin? Also in Konkurrenz stehen wir auf keinen Fall. Wir ergänzen uns maximal, ja, oder mindestens.
Gut, wenn man mich nicht hört, ich glaube, ein bisschen lauter. In Brandenburg, Berlin haben wir, wie gesagt, das komfortable Arrangement mit 16 Schülerlaboren. Dieses Netzwerk erreicht im Jahr jetzt über 50.000 Schüler. Man könnte jetzt meinen, die sind durchaus in Konkurrenz zueinander, aber das stimmt nicht.
Ja, weil wir haben über 130.000 Schüler in Berlin, Brandenburg. Da ist so viel Luft nach oben, da können noch 20 mobile oder stationäre Projekte dazukommen. Meine unmittelbare Nachbarschaft und die werden auch nicht ausgelastet. Kommt natürlich auch auf die Angebotsqualität drauf an und so weiter. Aber da sehe ich überhaupt keine Gefahren, dass man sich da im Wege steht, sondern ist ja dann förderlich für die.
Ja, und ich meine, es findet ja auch viel Austausch statt. Ich meine, ihr habt ja auch zum Beispiel Materialien aus dem Schilderbo aus Aachen. Das, glaube ich, sind halt auch einfach so Aspekte, wo einfach einmal quer durch Deutschland was transferiert wurde, was vorher wahrscheinlich nicht. Also dadurch wäre das Informatik in Leiden kit wahrscheinlich nicht bis nach Cottbus gekommen, sodass da einfach der Austausch
auch total gut ist, weil an den Schülerlaboren und auch an den mobilen Schülerlaboren werden ja gute Angebote entwickelt. Die Angebote werden immer zu 99 Prozent frei zur Verfügung gestellt. Und gerade da ist es ja schön, wenn der Austausch stattfindet, wenn der Austausch funktioniert, weil dadurch die Angebote ja auch einfach vielfältiger werden.
Ja, und ich würde auch noch sagen, dass wenn es sozusagen, also es gibt diesen Punkt, dass man ja, wenn man die Erfahrung hat, wie haben wir gemacht, wir sind ja total mit diesen Ministerien in Kontakt. Wir sind ja die ganze Zeit am Reden und haben dadurch den Referenten und da und da die Ministerin
so durchführen. Also wir sind ja immer auf so einem Akquise-Level unterwegs, bis die das mal irgendwann schnallen. Also das ist so ein stetiges, eigentlich fast schon ehrenamtliches Arbeiten an so einer Bildungsrevolution, die aber tatsächlich erst kommt, wenn so eine jüngere Generation in diese Entscheidungsebenen irgendwie so hochrutscht.
Also die sind halt alle halt weiß und männlich und das macht das immer so ein bisschen schwierig, weil die dann alle ihre Freunde so weg stoppen. Und wir merken aber, okay, das braucht einfach einfach einen Haufen Zeit und einen Haufen Ausdauer und immer
wieder neue Projekte machen ist so das eine und das andere eben auch was du meintest mit den Schulen. Als wir angefangen haben, bei uns war der Zeitband relativ tight, haben wir auch ganz viele Schulen angeschrieben, waren auf so Lehrerstammtischen, haben alles, sind wirklich ganz proaktiv und möglichst versucht auf Augenhöhe den Lehrern zu begegnen und die sagen dann immer,
Wir wissen noch nicht mal, wo wir den Mathelehrer für das nächste Schuljahr herholen sollen. Voll das geile Angebot, aber bringt mir mal lieber einen Mathelehrer. Und da merken wir so, okay, die haben noch ganz andere Probleme eigentlich in diesem Bildungssektor, als sich mit so Sahne wie unserer zu beschäftigen.
Ich glaube, das ist so eine Sache, die wir einfach feststellen und wenn eben dann der Chemieunterricht ausfällt, ich meine, selbst der Chemielehrer wird sagen, oh nee, jetzt kommt schon wieder die mit ihrem Theater. Ich will auch nur Chemie machen und also dieses Gegeneinander ausspielen, was dann dadurch entsteht,
dass es eben nie wirklich integriert ist, sondern eben als so ein Add-on angesetzt wird. Das erzeugt eigentlich eher so eine Missstimmung weniger unter den einzelnen Akteuren, die sich gar nicht um diese Add-ons streiten müssen, sondern eigentlich zwischen dem Regulärbetrieb, der quasi bis hier oben hin steht und wir, die vielleicht aus einer anderen Ecke kommen, dadurch
vielleicht ein bisschen spritziger wirken als die überstressten Lehrer und das ist eigentlich das, was wir immer merken, was wir vermeiden wollen. Ich würde gerne nochmal ergänzen, also ich glaube, die Lehrer, die stehen uns nicht im Weg, auch nicht der Chemielehrer, weil die buchen uns zum Beispiel und zwar Jahrgangsübergreifend.
Die wissen ja genau und das ist halt der Vorteil von einem etablierten, längerfristigen Projekt oder Angebot, dass sie genau wissen, was kann ich mit meinen Schülern nächstes Jahr noch machen und übernächstes Jahr. Sie können ihren Unterricht darauf anpassen und das bedarf eben verstetigte Prozesse oder Projektstrukturen, sonst funktioniert das nicht.
Problematisch sind dann eher die übergeordneten Leute wie Referenten in den Kultusministerien oder eben Schulleiter, die dann natürlich immer die Konkurrenz der anderen Lehrer auch haben. Ja, vielleicht noch ergänzend, also wir haben auch öfter die Erfahrung gemacht, dass es sehr abhängig vom Lehrer ist, dem man dann im jeweiligen Fall quasi vor sich hat, wenn man solche Angebote an Schulen bringen will,
weil manche das wirklich dann sehr engagiert betrachten und auch wirklich mitmachen und da auch reingehen und sagen ja und ihre Schüler und Schülerinnen vorbereiten darauf. Und dann gibt es aber auch viele, die das tatsächlich einfach nur so als gut habe ich endlich mal einen Tag lang Pause so ungefähr und lassen sich da so ein bisschen berieseln. Also da gibt es auch wieder sehr große Unterschiede.
Ansonsten stimme ich zu, dass wir uns auch nicht in Konkurrenz stehen. Auf jeden Fall werden wir auch alle so ein bisschen unterschiedliche Ansätze irgendwo ja Verstetigungen herzustellen. Und ich glaube Fertmobil fährt ja die Schulen immer wieder, immer wieder dieselben Schulen an sozusagen. Und da gibt es ein sehr lang laufendes Projekt. Also da kommen wir wahrscheinlich auch noch mal drauf zu sprechen später.
Da gab es schon eine Frage aus dem Publikum. Ich habe ja auch gesprochen. Ich wollte da noch mal ein bisschen auf den Punkt hinweisen, den ich da auch kurz vorgestellt habe zur Evaluation. Und wir standen eigentlich genau davor. Wir hatten eigentlich gar keine personellen Ressourcen. Es war mehr oder weniger ein Glücksfall, dass das Weißmauminstitut sich da so ein bisschen eingeklinkt hat und ein Letter of Intent geschrieben hat.
Und jetzt hat Dr. Gagana Vladova das einfach mit ihrem Team gemacht. Das hätten wir mit dem Kernteam niemals stemmen können. Und ich bin auch nicht so ein ultimativer Freund von Zahlen, weil wenn man vor Ort ist, dann ist das ein ganz anderer Eindruck. Aber ich glaube schon, dass das interessant wäre, das vielleicht zu kreuz korrelieren mit der Lehrplansituation.
Wir haben zum Beispiel Bundesländer erlebt, da ist Informatik nicht mehr Pflichtfach geworden. Also wir haben Situationen erlebt, wo wir vor Ort einfach nur ein Wasser trinken wollten, weil wir es halt nicht mit hatten. Und dann die Schülerinnen gefragt haben, wo bekommen wir denn hier ein Wasser? Und die haben uns groß angeguckt, ja gar nicht. Also die Eltern geben es mit und so etwas. Also es war gar keine Möglichkeit.
Und das war schon ein bisschen erschreckend, dass es manchmal an ganz anderen Ecken und Enden fehlt und das sozusagen nur ein Topf war. Aber ich glaube, genau dafür brauchen wir eigentlich so etwas wie eine Evaluation oder eine Begleitung, um vielleicht auch evidenzbasiert bei den Ministerien mal dann nachzufragen. Und das ist, das können eigentlich wir oder ihr, ihr könnt das eigentlich nicht leisten.
Und da wäre vielleicht noch begleitende Projekte, vielleicht auch hier ein Aufruf auch an den Livestream Leute, die das didaktisch begleiten wollen, vielleicht auch ihre Masterarbeit dann darüber schreiben wollten über so ein Projekt. Das wäre vielleicht ganz, ganz großartig. Ja, es gab jetzt noch eine Meldung im Publikum, lieber die Meldung, ja gut.
Ja, das schließt natürlich direkt. Also ich wollte quasi genauso was fragen. Wisst ihr, wie nachhaltig das ist? Weil ich habe halt auch die Erfahrung gemacht mit solchen Projekten. Ich habe auch ein großes Projekt. Und da ist halt so, naja, es gibt so ein paar, da läuft das dann weiter. Oder wenn die Infrastruktur nicht da ist, ist es komplett tot.
Und die machen das dann einmal und dann vergessen es alle. Also ihr habt ja irgendeine Ahnung, wie das sich verstetigt, ob das sich überhaupt verstetigt. Also weil das ja immer die Hoffnung, die man da hat. Also ich meine, man ist ja da nicht der Bespaßer, der hingeht und einmal dieses Ding macht, sondern man hofft ja eigentlich, dass da irgendwas draus entsteht. Also dazu kann ich kurz was sagen.
Also wir sind ja in so einer, also wir haben das jetzt ein Jahr gemacht, wurden ein Jahr gefördert und graben uns jetzt sozusagen so in die Folgeförderung. Und unser Ziel ist es oder wir wollten das ja erst mal prüfen, ob das überhaupt geht. Und wir können sagen, ja, das wird angenommen, das finden alle super. Wir kriegen die Lehrer und die Schulleiter schreiben so an die Sächsische Staatskanzlei schon Briefe hier.
Wir wollen, dass es das weiter gibt. Also der Wille ist sozusagen da. Das ist schon mal okay. Die Verstetigung ist natürlich die, es braucht tatsächlich wahrscheinlich so wie hier irgendwie mal so zehn Jahre da sein. Also ich glaube, das ist einfach, das ist einfach nötig. Und dann kann man überhaupt erst mal gucken, was hat sich denn da schon in dieser Zeit etabliert?
Und was wir immer machen ist, dadurch, dass wir eben in so einer dezentralen Struktur im ländlichen Raum so ein mobiler Agent sind, sind wir ja da und wieder weg. Und wenn wir, und unser Ziel ist aber jetzt sozusagen dort, wo wir sind, einfach Strukturen und Wissenspunkte zu entwickeln, dass wir dort eigentlich nicht mehr hin müssen.
Also das heißt, das coole am 3D-Drucker ist, dass der sich ja selber druckt. Also dass man sozusagen sagt, okay, wir machen jetzt einen Kurs. Wir bauen jetzt hier zusammen in der Schule einen 3D-Drucker. Dann gibt es quasi eine Peer Group drumrum, die den betreut und die was damit machen kann. Und dann fahren wir eigentlich zur nächsten. Das ist noch mal was anderes, als wenn wir irgendwie Kurven dahinstellen und so weiter und so.
Nach und nach eben in Schulen oder eben in soziokulturellen Zentren diese Werkstätten errichten und einfach so Aufbauhilfe machen. Das ist einfach nur unsere Strategie, weil wir ja auch nicht wissen, wie weit wir selber noch für eine Nachhaltigkeit verantwortlich sein können. Wir können halt nur immer diese diese Impulse setzen und eigentlich möglichst obsolet machen.
Das wäre so unsere Strategie eigentlich. Ja, als fast verstetigtes Projekt arbeiten wir nachhaltig. Das sehen wir einfach an diesen Buchungszahlen. Wir sind mit dem Schülerlabor ausgebucht bis Anfang 2020, weil eben uns die Lehrer auch für die nächsten Jahrgangsstufen schon buchen, obwohl sie ja noch nicht mal wissen, wie groß ist meine Klasse? Wann habe ich die Stunden überhaupt? Wann schreibe ich eine Klausur?
Weil Sie eben daran interessiert sind. Und was quasi das Ergebnis des Ganzen ist. Also bewegt man wirklich Leute zu den einzelnen Kanälen hin? Ja, kann ich auch positiv beantworten, weil wir sehen natürlich an der Uni viele Studienanfänger, die bei uns auch in den Kursen saßen. Es ist trotzdem schwer messbar.
Muss evaluiert werden. Wir arbeiten gerade daran, dass wir es zumindest hochschulintern evaluieren. aber durch die Vielfältigkeit der Projekte und dadurch, dass es eben nicht über, es gibt zwar ein Bundesverband der Schülerlabore, aber der kann das auch nicht bewerkstelligen, dass quasi jedes Schülerlabor oder jedes Projekt sich auf eine Basis stellt, wo man es evaluieren kann.
Und damit ist das halt bundesweit auf keinen Fall möglich momentan. Schade. Aber selbst, wir sollten halt daran arbeiten, dass es überhaupt in der Institution erstmal möglich sein wird. Ich weiß nicht, wie das in Münster ist an der Uni, ob ihr quasi seht, wie viele Leute Geoinformatik studieren. Also wir haben, ich sag mal, wir haben so dieses typische
Beispiel, der hat bei uns einen Workshop gemacht, hat dann Geoinformatik angefangen, hat dann auch bei uns im Projekt angefangen zu arbeiten. Das gibt es teilweise. Wir merken, dass wir Erfolg haben, gerade ich sag mal in den Schulen, die wir drum herum betreut haben, einfach dadurch, dass die Lehrerinnen und Lehrer später uns Materialien schicken und
hier wir haben eure Materialien genommen. Wir haben das ein bisschen angepasst. Wir haben eine Lehrplaneinbindung bei uns im schulinteren Curriculum jetzt drin, das dann nicht nur im Informatikunterricht, sondern teilweise auch im Geografieunterricht oder ähnliches. Da merken wir, dass es ankommt, auch wenn das dann natürlich Leuchtturmprojekte sind und auch Leuchtturmschulen dann für uns natürlich. Aber das gibt uns dann immer auch die
Hoffnung, dass wir das einfach weitertragen können. Und oftmals wird es dann diskutiert, wie kann sowas weiterhin auch in den Schulen finanziert werden. Dann versucht man wieder über Stiftungen und ähnliches die Möglichkeit für die Schule einfach zu schaffen, dass die auch Geräte bekommen zum Beispiel, weil gerade auch oftmals daran scheidet ist ja dann,
dass dann wir einmal da gewesen sind, aber die Geräte nehmen wir wieder mit nach Hause, dass dadurch dann natürlich auch noch mal ja so eine Hürde geschaffen wird. Aber wenn die Hürde so ein bisschen übersprungen wurde durch irgendwelche Möglichkeiten, Förderverein oder ähnliches, dass dann auch wirklich ein nachhaltiges Arbeiten an der Schule damit
stattfindet. Das ist so die Erfahrung, die wir einfach damit machen. Ich weiß nicht, ob du am Anfang da warst bei dem Vortrag zum Touringbus, wahrscheinlich nicht. Ja, also wir haben natürlich versucht, also allein schon im Konzept unseres Projekts sozusagen viele lokale Akteure, die es bereits schon gibt. Also Fab Labs, OK Labs, wir haben auch die Sensebox Öffnung mal dabei gehabt. Also
wir haben wirklich versucht, Orte, Projekte und Akteure mitzunehmen, die bereits eigene Sachen haben, die auch weiterlaufen, die auch nach unserer Tour noch weiterlaufen und die eben als Gäste bei uns mit dabei gehabt. Für uns als Projekt natürlich versuchen wir auch jetzt gerade, wie wahrscheinlich alle, eine Anschlussfinanzierung zu bekommen. Für nächstes Jahr war auch
jetzt erst mal nur ein einjähriges Projekt und hoffen natürlich dann da auch irgendwann auf einen Fördertopf, der es uns erlaubt, länger als ein Jahr planen zu können, was natürlich eigentlich eher kurz ist. Genau und haben dadurch sozusagen versucht, inhaltlich und auch eben durch die Evaluation vielleicht auch zu zeigen, ja, dass das ein gutes Projekt ist, das weiter finanziert werden sollte und versuchen das jetzt gerade.
Und der Witz ist ja auch der, dass man mit Menschen arbeitet und die. Also ich kenne das aus meiner Schulzeit oder aus dem Studium. Die ersten zwei Jahre völlig woanders gewesen und dann aber dann so
während der späteren Arbeit. Ach, das hat er damals damit gemeint. Also das kommt einfach auch alles ein bisschen versetzt. Also man kann jetzt nicht einfach danach sagen, jetzt können die das, sondern die merken, jetzt brauche ich das und jetzt weiß ich, wo es im Internet steht. Das ist ja schon mal so der erste Schritt. Irgendwie man, sind ja keine Maschinen, die Menschen.
Ja, was ich mich so ein bisschen frage ist, inwieweit nutzen Sie denn Synergie nach untereinander? Ich habe so das Gefühl, wir haben das auch gemacht. Wir hatten auch so einen Drak. Wir hatten nicht nur Informatik, wir haben Mint gehabt, aber immer so dieses Problem. Man hat ja eigentlich zwei Herausforderungen, nämlich man muss das Ding inhaltlich ans Laufen bringen.
Das heißt, man braucht die Leute, die die Aufgaben entwickeln. Sie haben das sehr schön dargestellt. Ganz so professionell haben wir das nicht gemacht, aber es kostet erst mal viel Zeit, Konzepte zu testen und dann auf die Straße zu bringen. Und das Zweite ist doch, man braucht den Drak und die Personen, die dann immer wieder hinfahren. Und mein Wunsch wäre irgendwie, wenn wir heute auf der Informatik 2018 sind, zu sagen, wir entwickeln letztendlich ein standardisiertes
Format, wie wir solche Aufgaben im Bereich der Informatik beschreiben. Man tut letztendlich diese Aufgaben zusammen im Topf werfen. Da gibt es irgendwie Arduino. Das machen sicherlich ganz viele Leute, was in diesem Bereich und hat letztendlich ein Schema am Ende des Tages, sodass man sagt, man erleichtert auch die Gründung von neuen Drax und von neuen Dingen und
überlegt auch mal, ob man so ein System nicht skalieren kann. Also dass man sagt, man hat nicht einen Drak, weil das irgendwie für mich irgendwie so regional, jeder macht was Eigenes. Warum macht man nicht ein Konzept mit 16 Drax für 16 Bundesländer? Um einfach auch die Leute regelmäßig zu erreichen. Und ich glaube, am Ende geht es gar nicht drum, dort was zu etablieren, sondern es geht drum, diesen Kanal dauerhaft offen zu haben, dass
dauerhaft jemand kommt. Das heißt, das kommt nie zum Ende, selbst wenn dann ein 3D Drucker an der an der Schule steht, dann kommt ja das nächste Thema. Das heißt, diese Digitalisierung voranzutreiben mit dem Ziel zu sagen, mehr Leute studieren am Ende Informatik jetzt mal aus dieser Perspektive gesprochen, weil sie einfach wissen, was Informatik
bedeutet. Und das, glaube ich, geht mit den jetzigen Informatiklehrern noch nicht so. Das wäre mal so ein Diskussionsgedanke von meiner Seite. Also vielleicht einmal nur noch zu dem Synergie Gedanken jetzt noch mal der Kommentar. Wie gesagt, der Touringbus hat mit diesen beiden Projekten sozusagen zusammengearbeitet. Wir haben uns vorher auch abgesprochen, haben auch, waren auch schon in Planung, da zusammen zu agieren.
Ist jetzt in dem ersten Jahr einfach noch ein bisschen schwierig gewesen. Wir versuchen das auf jeden Fall. Und dann ist halt eben auch ein Gedanke, es gibt noch ein weiteres Projekt von der Open Knowledge Foundation. Das nennt sich EduLabs, wo man dann online Aufgaben, Bildungsmaterialien auch offen darstellen kann, nach, ja, nach Lehrplan sortiert, nach Alter sortiert, nach Kompetenzen sortiert.
Und da ist auch für die Zukunft, zumindest was den Touringbus angeht, ganz klar der Plan, auch mehr offene Bildungsmaterialien zu veröffentlichen, um dann genau, wie Sie es vorgeschlagen haben, anderen Playern das auch zu erlauben, das nachzumachen, mitzumachen. Skalian kann man's und das tun wir ja auch schon. Wir sind ja nicht quasi die einzigen Pizze im Wald, sondern
Münster tut das, ihr verschickt die Boxen, verkauft sie, Aachen Schülerlabor Informatik macht das auch, sie skalieren. Und was auf Truck-Ebene ist, der Verband Gesamtmetall, der hat zwölf Trucks, die sind unterwegs, die haben ein Budget von 14 Millionen Euro gehabt, um die auf die Beine zu stellen. Also sowas gibt es schon.
Das fehlt natürlich im informatischen Bereich. Das fehlt genauso gut in anderen Bereichen. Aber es scheitert halt tatsächlich meistens an der Personalfinanzierung, nicht mal an der Sachmittelfinanzierung. Und da braucht es halt einfach die behördliche Förderung. Ja, und erst mal Personal finden. Also ich glaube, das ist ja das.
Also es bringt ja nichts, wenn jemand aus Schleswig-Holstein nach Ostsachsen fährt und dort den Leuten erzählt, wie das mit der Digitalität funktioniert. Das war ja so ein Witz von uns. Das sind ja so eine Granitschädel in der Ecke. Also wir haben den Bus in einer Tischlerei vor Ort ausbauen lassen.
Wir haben den Bus beim regionalen ÖPNV in die ÖPNV-Werkstatt gebracht. Also wirklich so sich so in die Gesellschaft so reingeknetet, um diese Akzeptanz überhaupt zu schaffen. Weil es ja vor allen Dingen erst mal bedeutet, da kommt jemand und weißt es besser. So, da ist der Aussicht ein bisschen geschädigt. Und dann machen die sofort zu.
Und es ist irgendwie viel besser, wenn das aus der Region, wenn das aus der Region heraus auch entwickelt wird. Dann ist natürlich cool, Zugriff auf so einen Bus zu haben. Das wäre das eine. Und dann aber wir planen auch eigentlich einen zweiten Bus, weil wir es gar nicht schaffen, alles abzudecken. Aber wir haben eher das Problem, die Leute zu finden,
die das Commitment haben und gut ausgebildet sind, Zeit haben, diese, ich sag mal, diese pädagogischen Skills zu haben, um dann überhaupt sich den Busführerschein, also ein LKW-Führerschein, da kommen ja ganz viele Sachen dazu, die, die da so eine Verstetigung eher verkomplizieren oder so eine Skalierung. Plus, dass wir es eigentlich ganz cool finden,
so ein flitziger, mobiler Agent zu sein, der mehr oder weniger überall sein kann. Das seid ihr noch schneller mit eurem Bus. Aber es gibt so, ich glaube, es gibt so eine Glasdecke, wo eine Skalierung dann einfach anstößt. Das wäre einfach das, was ich denke.
Oh, da gibt es noch eine Meldung. Ich würde, wollen Sie direkt daran anschließen? Was anderes? Weil ich habe gerade auch noch so ein bisschen bei dieser Institutionalisierungsfrage, schiebe ich mal eine Frage noch dazwischen. Und zwar habe ich, ist mir so aufgefallen, dass das natürlich beim Fab Lab gerade in dem Film
auch nochmal sehr, sehr starken politischer Anspruch da war. Auch bei uns mit dem Versuch, mündigkeit mündig in die Arbeitswelt der Zukunft zu gehen, war ein starker politischer Anspruch da. Natürlich sind diese Projekte auch zur Wissenschaftskommunikation da und sind auch irgendwie Roadshow, also bei uns zum Beispiel auch Roadshow, um Leute in so ein Informatikstudium zu führen.
Aber darum geht es natürlich nicht nur. Also das ist sozusagen, ich finde sozusagen dieser idealistische Anteil geht natürlich sehr schnell verloren, wenn man anfängt mit Standardisierung, Hochskalieren und in riesigen Dimensionen zu denken. Also jedenfalls zumindest bei mir kommt dann sofort so ein Streck, okay, was bleibt dann am Ende noch von Citizen
Science und Idealismus übrig? Aber andererseits, wenn wir eine Institutionalisierung wollen, ja, bleibt dieser Idealismus dann vielleicht doch sowieso durch die Institutionalisierung schon auf der Strecke? Warte ich mal schnell, nee, überhaupt gar nicht. Also ich finde das ja total super.
Also lieber, also, oder eher größere dieses Netzwerk. Also ich habe ja diese ganzen Sensebox-Sachen, weil ich denke, oh geil, das sieht nach einem super Workshop-Format aus. Da kann man, das ist durchgetakt, das ist evaluiert und funktioniert. Da sehe ich so Leonard, der sozusagen bei uns fürs Coding verantwortlich ist, der freut sich da
drüber, da ist locker mal einen Tag vor Berettung gespart und den zu wissen, okay, das kann man nehmen, da kann man sogar die Kids miteinander vernetzen, weil die das da hochladen können. Alles schon fertig, voll geil. Und ich glaube, wenn es das ist, was Sie meinen, dann auf jeden Fall Skalierung. Aber jeder macht ja dann auch seinen eigenen Schuh raus. Die einen bauen das dann so, der andere
hat eher den Fokus auf das. Und schon im Detail blüht das dann sehr vielfältig. Ich glaube, deswegen mache ich mir über diesen Idealismus gar keine Sorgen. Aber ich sage mal, auch gerade da, es blüht vielfältig. Also es ist für uns zum Beispiel das Schöne, wenn wir dann zum Beispiel das Feedback bekommen von anderen Leuten, die das Ganze einsetzen und einfach sagen, hey,
guck mal, wir haben das und das damit gemacht. Das sind dann oftmals Sachen, wo wir gedacht haben, ja, cool, haben wir noch gar nicht drüber nachgedacht, in diesem Anwendungsfall das Ganze einzusetzen. Und dadurch treibt sich das Ganze natürlich auch wieder an. Dann kommt das bei uns an. Wir versuchen das wieder zu multiplizieren. Und ich glaube, das ist ganz wichtig, ist gerade solche Sachen einfach untereinander zu kommunizieren und
dann halt auch in diesen Austausch zu treten. Und ich meine, gerade da war natürlich so ein bisschen dieses Glück. Okay, es konnte auch teilweise Material verteilt werden. Ich meine, davon habt ihr auch profitiert im Endeffekt, dass das Ganze verteilt werden konnte. Und ich glaube, dass solche Sachen auch einfach total wichtig sind.
Ja, was ist Ihre Erfahrung? Wie reagieren speziell Schülerinnen auf ihren Gebäudes? Bekannt, dass sehr wenige Frauen Informatik studieren. Haben Sie da schon gewisse Anzeichen, dass sich Schülerinnen gar nicht interessieren oder gibt es irgendwelche andere Probleme? Was kann man da machen, um mehr Frauen für die Informatik, für das Informatikstudium zu bewegen?
Ich sag mal so, dadurch, dass wir immer in normalen Klassen agieren. Also wir haben einfach normale Klassenzusammensetzung. Oftmals am Gymnasium hat man dann ja doch die Tendenz, dass eher mehr Mädchen teilweise da sind als Jungen. Zumindest ist es in NRW so, sag ich mal, aus meiner Erfahrung. Wie dann, sag ich mal,
nachher natürlich der Output ist. Erschaffen wir es dadurch, erreichen wir dadurch mehr Frauen, dass sie später sagen, ich möchte wirklich Informatik studieren, ist schwierig zu sagen, weil wir wenig Zugriff da natürlich auf solche Zahlen halt haben. Was wir aber schon feststellen ist, wenn der Zugang einmal da ist, fallen sehr schnell
diese Vorurteile. Ich kann das ja nicht. Gerade wenn man mit jüngeren Schülerinnen arbeitet, in der vierten, fünften Klasse teilweise schon, die sowas einfach mal in die Hand kriegen und die sich da was zusammenbauen und es fängt dann zu leuchten, dann sind die begeistert dafür. Ob die jetzt nachher Informatik studieren aufgrund dieser leuchtenden LED, sag ich mal, weiß ich nicht.
Aber genauso wenig ist es, glaube ich, bei den Jungs auch. Ganz kurz nur die. Also wenn man Frauen als Workshopleiterin hat, dann die das sozusagen als Role Model schon vorzeigen. Das ist unglaublich, wie super das funktioniert. Also das haben wir so festgestellt. Wir haben Tini, unsere unsere neue Workshopleiterin, die wir haben wollen, aber die war jetzt schon mal zum Probearbeiten da.
Und das hat so geil funktioniert. Das ist ein ganz anderer Spirit, der da plötzlich drin ist. Und das würde ich nur mal sagen. Das funktioniert super. Ja, genau. Genau da ist dann oftmals wieder das Problem, weil die, die man findet, wie das auch schon gesagt ist, die muss man doch erst mal wieder catchen. Aber ich glaube, genau, finden und binden. Aber ich meine, es gibt ja auch da gerade
viele Initiativen. Ich meine, in Berlin gibt es auch einige, die genau auf dieser Schiene ja arbeiten, die einfach sagen, OK, wir gehen explizit mit den Frauen da rein. Oder wenn wir Workshops Teams haben, dann sind das immer gemischt-geschlechtig die Workshopleiter Teams. Und ich glaube, auch das hilft auf jeden Fall. Klar, das ebnet den Weg, aber das kann ich ganz klar negieren.
Also wenn ich jetzt zu uns in den Hörsaal reingucke, erste Semester Medizin Informatik. Maximal zwei Damen. Ja, echt schwierig, die zu kriegen. Aber die kriegt man halt auch nicht durch ein einmaliges Incentive pro Jahr in einer Schule. Da braucht es dauerhafte Angebote und die Integration in den Rahmenunterricht.
Erst dann kann man überlegen, ob das wirklich Erfolg hat oder nicht. Dazu würde ich gerne noch antworten, bevor die nächste Frage aus dem Publikum kommt, weil wir das wir hatten tatsächlich beim Girls Day, der ja in Brandenburg Zukunftstag ist und auch explizit für Jungen und Mädchen haben wir ein Mädchentag
an der BTU Cottbus Senftenberg gemacht. War ein bisschen schwierig durchzusetzen mit der Administration, was bei uns wirklich nur Girls dabei sind. Und das war zum Beispiel auch so eine ähnliche Erfahrung, die wir gemacht haben, dass da die Mädchen, die waren glaube ich 9. 10. Klasse, die haben gesagt, hätten sie so was mal so ein Workshop mal früher mitgemacht, würden sie doch Informatik als Wahlpflicht gewählt haben.
So das war sozusagen und das habe ich jetzt auch schon in anderen Workshops hier gehört, dass sozusagen einfach sozusagen diese spielerische, was dann oft bei diesen Schüler mobilen oder bei unseren Ansätzen mehr da ist und jenseits dieses langweiligen Informatikunterricht, das ist leider noch so Informatikunterricht, wird nach wie vor sehr langweilig wahrgenommen,
dass dann plötzlich so ein irgendwas zündet und die auch Lust haben und kann auch sein, weil das zum Beispiel eine Kollegin und ich gemacht haben, kann durchaus sein. Also ich bin ja auch große Verwächterin von solchen reinen Mädchen Workshops, weil dann eben dieser Druck raus ist, dass die Jungs das sowieso schon immer besser können.
Aber gut, das ist vielleicht ein anderes Thema. Ich jetzt gebe mal weiter an Zuschauerfrage. Ich gebe mir hier gerade so ein bisschen den Eindruck, dass so ein impliziter Fokus auf MINT-Bereiche in den Anwendungsdomänen vorherrscht. Aber es gibt ja auch Informatikanwendungen in den Geisteswissenschaften, in der Kunst,
auch wenn bisweilen belächelt und oder vernachlässigt. Gibt es denn da vergleichbare Projekte, die dann zum Beispiel sagen, wir machen jetzt hier Corpus-Analyse oder sowas? Also Analyse von Text-Corpora auf Häufigkeiten von Wörtern und was man da rausfinden kann
oder irgendwie Projekte in Richtung Kunst, Installationen, Medien-Kunst, Web-Kunst und so Zeug? Also wir sind quasi alles Designer und Künstler und ein paar Ingenieure, die das bei uns machen. Und wir haben schon explizit den Fokus, wenn wir das
mit den Jugendlichen machen, dass das einen ästhetischen, künstlerischen und dadurch aus unserer Perspektive auch gestalterischen, gesellschaftlichen Mehrwert hat. Man muss mal gucken, was schafft man eigentlich mit den Jugendlichen in den kurzen Zeiträumen, die man ab an den Schulen zur Verfügung hat oder an den Orten, plus den kurzen Aufmerksamkeitsspann,
der Schüler und Schülerinnen. Was kriegt man wirklich in die Tiefe hin? Und das, was sozusagen unter Netzkunst, Medienkunst kombiniert, da würde ich sagen, da liegen wir schon so Grundsteine, aber es ist sehr schwierig, diese, ich sage mal, auch diese Qualitätslevel und auch diese diskursiven Level, die man, wenn man sozusagen Kunst macht,
zu erreichen, zu erreichen. Also das, da merke ich so, wird es knifflig. Also wir sind wir noch eher wahrscheinlich so von allen eher an der Kunst-Ecke dran, als hier, wo es eher so um, also was heißt eher, wo es vor allen Dingen um um Science oder eben Informatik Bildung geht. Und ich muss ganz kurz, ich muss schon auf die nächste
Veranstaltung. Deswegen vielen, ich danke nochmal. Ja, ich glaube, daran fehlt es. Und das ist das, was ich auch vorhin schon mal gesagt habe. Man muss verschiedene Sachen, die wir in die Schule bringen, egal ob das jetzt was chemisches ist oder so, als eher als Toolkit begreifen, um sie zu kanalisieren in verschiedensten Richtungen,
für die sie sich interessieren. Ich kann halt, wie gesagt, ich habe 20 Schüler drinne setzen und zwei interessieren sich vielleicht für Chemie und die anderen nehmen es gerne mit. Aber da bewirken wir nichts Nachhaltiges. Und da müssen wir konzeptionell einfach uns weiterentwickeln und auch andere Wissenschaftsdisziplinen integrieren. Ist aber halt schwierig, weil man geht ja in die Schulen
oder diese Angebote haben immer nur eine geringe Personaldecke und dementsprechend auch einen geringen Betreuungsschlüssel. Und ich kann nun mal nicht einen Geisteswissenschaftler mitnehmen, einen Kunstpädagogen, einen Informatiker, einen Chemiker und einen Biotechnologen. Das funktioniert nicht. Deswegen müssen wir halt konzeptionell ganz anders in Zukunft versuchen, zu denken. Zumindest versuchen wir das.
Momentan steckt aber noch in den kleinsten Kinderschuhen. Ja, also ich würde nur noch sagen, dass wir als Open Knowledge Foundation einfach sehr viel politische Arbeit auch machen und auch versucht haben, auch wenn man das jetzt noch stärker machen könnte in der Zukunft, versucht haben auf unserer Tour auch das ein bisschen zu verbreiten und zu vermitteln, auch durch die Akteure, die wir eingeladen haben,
also gerade die OK Labs haben zwar auch oft mit Informatik, sag ich jetzt mal, als solches zu tun, aber es ist in der Regel eigentlich eher Mittel zum Zweck für eben Kampagnen, wie zum Beispiel in Stuttgart passiert mit den Feinstaubsensoren, wo die Bürger quasi Feinstaubverschmutzungen gemessen haben und dann letztendlich festgestellt haben, OK, die Werte werden hier auch konstant überschritten.
Und dann ist letztendlich auch eine Klage gegen die Stadt Stuttgart gab, also wo man dann auch sieht, wie dann Technologie hier genutzt wird, um zivilgesellschaftliches Engagement eigentlich umzusetzen. Also da sind wir als OKF insbesondere daran interessiert. Aber Kunst, stimm ich zu, ist noch ein Mangel.
Gut, vielen Dank. Wenn es jetzt keine Fragen mehr aus dem Publikum gibt, würde ich jetzt in eine kleine Abschlussrunde gehen, die jetzt ja nur noch mit drei Leuten da ist. Vielleicht kurz und knackig zwei bis drei Forderungen für die Nachhaltigkeit mobiler Bildungsprojekte. Was fällt euch da ein?
Als Schlusswort? Ja, also ich denke, man kann auf jeden Fall sagen nachhaltigere Förderungen. Also diese kurzen Töpfe sind, glaube ich, einfach generelles Problem, das es gibt in diesen öffentlichen Geldern. Aber gerade für uns als Bildungsprojekte ist es, finde ich, sehr schwierig. Dann natürlich noch mehr Synergien vielleicht
auch zwischen den Projekten. Ich denke, wie man wie auch schon festgestellt wurde, wenn man ein bisschen schaut, man findet sehr viele von diesen mobilen Bildungsprojekten und auch viele kleinere Akteure da einfach vielleicht so ein bisschen die Kraft der Masse nutzen, sich zusammenschließen. Und genau, das wäre so mein Plenum. Genau, und dazu sage ich mal,
würde ich also finde ich super wichtig, herausbrechen aus diesen Denken in einzelnen Fächern hin zu was können wir an einem Projekttag in verschiedenen Bereichen wirklich erreichen? Das muss nicht nur Informatik sein. Das kann auch eine Kombi aus Informatik und Biologie und Kunst zum Beispiel sein, dass da einfach ein Umdenken stattfindet und dass dem einfach auch wirklich Raum gegeben wird.
Also dass wir das nicht machen können, wenn wir die Aufgabe bekommen, 45 Minuten Chemieunterricht, sondern dann muss es einfach heißen, OK, macht mal ein Projekttag. Es ist eigentlich egal, welches Fach darum kommt, dass das finde ich ist auch noch einmal wichtig, dass einfach dann ein Umdenken stattfindet und dass dem einfach auch Raum gegeben wird.
Genau, also das Inhaltliche ist das eine, aber wie du es schon gesagt hast, hat die Vordergeschichte, das ist halt wirklich der Sockel von allem, ja, leider, weil ohne die Finanzierung kann man es nicht bewerkstelligen, egal ob jetzt Personal vielleicht vorhanden ist oder Sachmittel nur da sind. Das spielt jetzt erst mal keine Rolle. Aber eben daran sollte man halt arbeiten, dass die Förderinstrumente
auch so aufgestellt werden, dass eine lange Langzeitförderung auch möglich ist, weil was etabliert sich schon nach zwei Jahren oder nach drei Jahren? Das ging wirklich nach dem fünften, sechsten, siebten, achten, neunten Jahr. Und daran müssen halt die Fördermittelgeber und Institutionen einfach auch denken, dass das möglich sein muss.
Gut, knete her für auch mobile digitale Bildung. Das ist der Abschluss. Vielen Dank an die Referenten. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich würde um einen kleinen Applaus noch bitten und dann.