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Wisdom of OS

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Formale Metadaten

Titel
Wisdom of OS
Untertitel
An Inquiry into the Limits of the Possible
Serientitel
Anzahl der Teile
102
Autor
Lizenz
CC-Namensnennung 4.0 International:
Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt zu jedem legalen Zweck nutzen, verändern und in unveränderter oder veränderter Form vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.
Identifikatoren
Herausgeber
Erscheinungsjahr
Sprache

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet
Genre
Abstract
Klimakrise, Artensterben, die Grundlagen des Leben – unsere Herausforderungen sind dringend, global und komplex. Seit dem Anthropozän wissen wir, dass der Planet in unserer Hand liegt. Jetzt müssen wir unsere Köpfe zusammenstecken und gemeinsam Lösungen entwickeln. Anknüpfend an historischen Konzepte von einer das Weltwissen allgemein zugänglich machenden World Encyclopedia und des künstlich intelligenten Word Brain kann eine interdisziplinäre Betrachtung durch unterschiedliche Herangehensweisen spannende neue Sichtweisen eröffnen. Die Wahrnehmung von Betriebssystemen als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, die Auswirkung von Softwarelizenzen auf die Gestaltung der Verhältnisse zwischen Maschinen, Menschen, Firmen und Staaten und die mit einer weltweiten Vernetzung entstehenden Chancen und Risiken können aus Hackersicht von einem sehr technischen Startpunkt analysiert werden. Das Anthropzän verlangt den Übergang in die Noosphäre. Und das heißt, wir müssen das Urheberrecht als juristisches Betriebssystem unserer Wissensordnung in Ordnung bringen, das Netz als seine technische Infrastruktur redezentralisieren und semantifizieren, unser wissenschaftliches, journalistisches und künstlerisches Sensorium stärken und Werkzeuge entwickeln, die es uns erlauben, gemeinsam zu denken und zu enstscheiden. Mehr als künstliche brauchen wir menschliche kollektive Intelligenz, um die Betriebssysteme unserer Gesellschaft mit kollektiver Weisheit auszustatten.
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BetriebssystemMulti-Tier-ArchitekturJSONXMLVorlesung/Konferenz
BetriebssystemMengeHackerDigitalisierungEbeneGRADETechnische InformatikComputeranimationVorlesung/Konferenz
DigitalisierungGeschwindigkeitKommunikationBetriebliches InformationssystemDigitalisierungRichtungHook <Programmierung>Computeranimation
ImplikationGeschwindigkeitPrognoseProzessorHypermediaProgrammcodeVorlesung/Konferenz
DigitalisierungRundungPriorität <Informatik>Switch <Kommunikationstechnik>XMLComputeranimation
TouchscreenMathematikerRang <Mathematik>ImplementierungVerschlingungCAMMomentenproblemInternetLokalität <Informatik>Vorlesung/KonferenzXMLComputeranimation
PAPFaltungsoperatorVorlesung/Konferenz
Arthur <Betriebssystem>PrognoseMittelungsverfahrenInformatikKünstliche IntelligenzÜbergangJSONXMLVorlesung/Konferenz
ObjektorientierungObjektorientierungProgrammierspracheObjekt <Kategorie>XMLComputeranimation
BetriebssystemHardwareSchnittstellePrognoseBetriebssystemHardwareSchnittstelleSpeicherverwaltungt-TestVorlesung/KonferenzJSONXMLComputeranimation
BetriebssystemGNU <Software>LINUXTorvalds, LinusBetriebssystemEbene KurveProgrammiererE-MailLINUXMusterspracheProgrammierungWINDOWS <Programm>MINIXProgrammcodeVorlesung/KonferenzComputeranimation
MINIXMittelungsverfahrenImplikationKritischer Punkt <Mathematik>KanteWort <Informatik>Vorlesung/KonferenzComputeranimation
SoftwareDigitalisierungLINUXApple <Marke>ProviderQuellcodeMINIXWINDOWS <Programm>Web logHTMLIntelHackerImplikationMINIXStallman, RichardHackerDigitalisierungIntelLINUXHumanoider RoboterSoftwareDarstellung <Mathematik>KanteUntergruppeHöheMacOSSystems <München>Vorlesung/KonferenzComputeranimation
UnendlichkeitIntelWINDOWS <Programm>FehlermeldungMinimumQuellcodeMINIXVorlesung/Konferenz
HackerHardy-RaumImputationstechnikTICSWorld Wide WebMathematikMathematikerZahlentheorieLösung <Mathematik>Elementare ZahlentheorieEin-AusgabeZahlHaar-MaßRAMPunktGeschlecht <Mathematik>t-TestSystems <München>Ende <Graphentheorie>Computeranimation
DigitalisierungInformatikMathematikerRundungDigitalisierungUniformer RaumRichtungSoftwareentwicklerVorlesung/KonferenzComputeranimation
InformationsgesellschaftCodeSoftwareindustrieOpen SourceProgrammiererHTTPFestplatteOpen SourceRechnenPhysikalische Größe
URLUNIXHTTPSoftwareHardwareQuellcodeMomentenproblemFAMOS <Programm>BetriebssystemUNIXServerFolge <Mathematik>Systems <München>Programm/Quellcode
QuellcodeVorlesung/Konferenz
Digital Object IdentifierQuellcodeMomentenproblemHTTPKommunikationMittelungsverfahrenInternetSoftwareentwickler
VererbungshierarchieLarry <Programm>WikiStallman, RichardInformationVerknüpfungsgliedErzeugendeWirbelströmungInternetNewsgroupQuelle <Physik>BrowserTorsion <Mathematik>UseNetTelnetComputeranimation
SoftwareTOUR <Programm>InternetWhiteboardExpertensystemNetzadresseNoten <Programm>WikiMengeVerschlingungVorlesung/KonferenzXML
FaktorisierungParametersystemART-NetzWort <Informatik>Vorlesung/Konferenz
FaktorisierungALT <Programm>Schnitt <Mathematik>LiniePASS <Programm>Vorlesung/KonferenzComputeranimation
TOUR <Programm>WechselsprungTelekommunikationVerknüpfungsgliedComputeranimation
BetriebssystemWASPComputeranimationBesprechung/InterviewVorlesung/Konferenz
DatenverarbeitungssystemInformationAbbildung <Physik>SIMPL <Programmiersprache>Lösung <Mathematik>Laurent-ReiheEckeComputeranimation
TOUR <Programm>EnergieRichtungGEOLOGMathematikerAtom <Informatik>Vorlesung/Konferenz
TOUR <Programm>Omega <Programm>HypercubeVorlesung/KonferenzComputeranimation
MembranErweiterungÜbergangMembranErweiterungVorlesung/Konferenz
HackerSoftwareInternetPhysikalische GrößeDigitalsignalRepository <Informatik>Omega <Programm>Neue MedienWissensorganisationComputeranimationVorlesung/Konferenz
MenütechnikSystemplattformUmsetzung <Informatik>InformationSoftwareZahlSphäreInternetSystemplattformURLStandardabweichungJames <Programm>Computeranimation
APPELL <Programm>ProzessautomationAlgorithmusKünstliche IntelligenzInternetKünstliche IntelligenzInformationssystemNeue MedienInternetSupremum <Mathematik>DickeSchwarmintelligenzWissensorganisationComputeranimationVorlesung/Konferenz
SoliDARCHIVE <Programm>InternetWikiSystems <München>KommunikationWeb-SeiteBesprechung/Interview
GoogleHardwareMicrosoftGoogleGoogle KalenderStreuungsdiagrammComputeranimation
BestimmtheitsmaßLESStreuungsdiagrammOpen SourceSystems <München>DigitalsignalFRAMEWORK <Programm>Element <Mathematik>Einfache GenauigkeitVorlesung/Konferenz
BetriebssystemWissensorganisationBetriebssystemAnwendungssoftwareGesetz <Physik>Prozess <Physik>ProzessorSoftwareentwicklerVorlesung/KonferenzComputeranimation
TOUR <Programm>RechenschieberVorlesung/Konferenz
JSONComputeranimation
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
mit ganz großem persönlichen Interesse und extremer Vorfreude, dass ich euch heute
Rudi und Volker ankündigen darf, die mit ihrem Talk Wisdom of OS ein bisschen was erzählen werden zu dem gesellschaftlichen Betriebssystem und wie wir das vielleicht neu justieren können. Deswegen, und weil ich selber höchst interessiert bin, was wir dazu heute lernen werden, einen ganz warmen Applaus für Rudi und Volker bitte.
Danke. Ja, schönen guten Tag. Also es ist ja schon bei der Einleitung gesagt, Wisdom of OS, das ist ein Titel, wo man sich vielleicht nicht auf ersten Blick was vorstellen kann und erlaubt mir da wirklich eine ganz interessante Geschichte, wie diese Idee dann doch in die Diskussion
gekommen ist und weitergesprochen worden ist. Ich finde es eigentlich auch ganz interessant, da eine weitere nördische Rekursionsebene einzuführen. Ich bin eingeladen worden am Arbeitskreis der Hochschulrektorenkonferenz zum Thema Digitalisierung im Bildungswesen und musste da lächeln als langjähriger Fachschaftvertreter
und ASTA-Vorsitzender, war Hochschulrektorenkonferenz so über Jahrzehnte irgendwie immer der politische Gegenpart, der also sehr stark für Verschulung und Wirtschaftsorientierung
eingetreten ist und aus dem Grund habe ich mir überlegt, eigentlich müsste man eigentlich hinfahren und in die Meinung sagen und nach einer gewissen Weise habe ich dann noch mal die nächste Teil der Einladung gesehen und da war die äußerste Bitte, dass ich natürlich, da es eine fachübergreifende Konferenz ist, die Wahrnehmung dieser
Digitalisierung im Bildungswesen von meinem Fach aus sehe und da dachte ich das Hacker Lämmer, okay, halte mal mein Bier, es gibt überraschend viele interessante Zusammenspiele zwischen Betriebssysteme, Lizenzen und Bildung und ich habe da jetzt auch angefangen mal wirklich im ersten Teil des Vortrags von der relativ technischen,
informatischen, sogar mathematischen Ebene die Sache zu beleuchten, es ist mir eine besondere Freude, dass mit Volker Grasmuk, einer der bekanntesten Mediensoziologen, da die andere Sichtweise bringen kann und wir hatten heute Nachmittag bei der Talk
Vorbereitung eigentlich eine große Menge an Freude, weil diese Art und Weise, die teilweise wirklich nah am Brainstorming ist, fanden wir ungeheuer unterhaltsam und ich hoffe, dass einiges von der Freude, die wir bei dieser Vorbereitung hatten, hier jetzt auch zu kommunizieren möglich ist. Also, wie schon gesagt, als ich die
Einladung gesehen, Digitalisierung im Bildungswesen war meine Reaktion, hallo, wir haben eigentlich als erste unsere Kommunikation digitalisiert, wir haben eine jahrtausendnahe Erfahrung wirklich klassisch als Wissenschaftler, in der Idee, dass ein freier Austausch von
Gedanken möglich sein müsste, dass eigentlich Wissensvermehrung durch das Teilen von Wissen kommt und habe ich dann ja, also dass einiges an diesem Hackerspirit ist in der Tat noch viel älter, als man annimmt, also es ist wirklich ein Teil der Grundausrichtung von dem wissenschaftlichen Diskurs. Da habe ich mir dann überlegt,
schrittweise ranzugehen, Digitalisierung, was bedeutet das und da ist es manchmal hilfreich, wenn man dann ganz stur auf eine technische Sichtweise geht und da habe ich irgendwie zwei Punkte gefunden, die sehr interessant sind, weil sie irgendwie unterschiedliche Aspekte beleuchten und zwei Sachen sind da zu sehen, erstens die
Speicherkosten streben gegen Null plus Epsilon, es wird nie Null erreicht werden, aber es wird pro zu speichernder Einheit immer weniger Geld verbraucht und die Kommunikationsgeschwindigkeit strebt gegen Lichtgeschwindigkeit minus Epsilon, also wir haben ja von Douglas Adams gelernt, dass sich nichts schneller bewegt als das
mit der Ausnahme von üblen Gerüchten und insofern also da nochmal der Hinweis, das ist jetzt weniger fancy, als wenn man sich überlegt, weil wenn man sich jetzt anguckt, aktuelle Prozessorengeschwindigkeiten, sind wir wirklich in der
Situation, dass für einige Probleme die Lichtgeschwindigkeit zu langsam ist. Wir machen dann irgendwie sowas wie Vorhersagen, Codausführungen, also es ist schon witzig, selbst in diesem Bereich kann man durchaus viele interessante Fragen zum Thema Gleichzeitigkeit und so weiter stellen, aber insgesamt möchte
ich nochmal betonen, der Hauptpunkt bei der digitalisierten Speicherkosten springen gegen Null, überlegen wir uns, was das für Implikation hat, Kommunikationsgeschwindigkeit strebt gegen Lichtgeschwindigkeit, das hat Auswirkungen und alle Leute beömmeln sich immer um das Neuland Zitat und das sollten eigentlich nur
Leute besonders viel Spott ausschütten, die wirklich mehr glaubhaft sagen, dass diese Situation, wie die eine Folie war, also das größte Reiseveranstalter der Welt hat keine Hotels, der größte Taxi-Aunemann hat keine Taxis und so weiter und so weiter, es ist wirklich so, dass in einigen
Bereichen da massive Umbrüche da sind. Zweiter Punkt ist die Komplexität, die streng monoton steigen, also es wird immer schwerer, die Sache komplett zu zersplicken und das ist auch ein Punkt, wo wir uns überlegen sollten, was im Bereich Bildung da zu tun ist,
dass wir wirklich gewahr werden, dass die Welt immer komplexer wird, dass es immer wichtiger ist, dass man sich auch fachübergreifend austauscht und ohne die letzte Folie auch schon jetzt zu spoilern, ich bin der Meinung, dass fachübergreifender Dialog und alles, was irgendwie nicht
in einem sehr, sehr reduzierten Studienplan drinsteht, dass dafür Luft sein müsste und deswegen also die erste Priorität, möglichst kurze Studienzeiten, in meinen Augen falsch bis verheerend sind. Aber kommen wir zu den angenehmeren Sachen und ich habe mir dann ein
bisschen Zeit genommen und ich muss ehrlich sagen, das ist jetzt gar nicht so einfach. Ich bin eigentlich wirklich über eine Sache von HD Wells, die meisten kennen ihn wahrscheinlich von der Time Machine Sache und der hat in der Tat 1938 einen Beitrag geschrieben namens World Brain, wo er
sich überlegt hat, kann man das Wissen der ganzen Welt demokratisch und verteilt erfassen und allen zur Verfügung stehen und da Volker ja auch nochmal ein bisschen ausführlicher dran ist, möchte ich nur auf diesen auch hacker recursiven Link hinweisen, dass in der Wikipedia ein Artikel über World Brain geschrieben ist, der natürlich auch
die Frage beleuchtet, ob diese Wikipedia schlicht und einfach eine Implementierung von World Brain ist, also da sollte man auf jeden Fall mal reinschauen und was mir als Fuhrer Mathematiker ganz besonders gefallen hat, ist, dass da in der ersten Arbeit eigentlich
noch gar nicht Netze berücksichtigt worden sind, sondern eben dieses Argument, was ich gesagt habe, dass die lokalen Speicherkosten immer geringer werden, aus dem Grund wurde vorgeschlagen, das Weltwissen
auf Microfilm zu bannen und dann zu verteilen und ich habe hier das Wort colored when necessary auch nochmal hervorgehoben, es ist schön, wenn man sich mal abstrakt überlegt, er hat gesagt, wir verteilen Mikrofilm schwarz-weiß, also diese Idee, alles als normalen Text darzustellen, kann man da schon sich auch irgendwie nochmal vor Augen
halten und colored when necessary, wenn die Leute sagen, dass es interessanter ist, dann kann man unter Umständen da auch ein bisschen Farbe reinwerfen, das ist auch eine Diskussion, wo einige Leute hier glaube ich schon im Saal lächeln, weil diese Diskussion braucht man das unbedingt, also sieht man, dass die auch da waren, aber
für mich nochmal ein ganz wichtiger Punkt, wirklich ganz deutlich zu sagen, wir sollten im Hinterkopf haben, dass lokaler Speicher im Moment ungeheuer erschwinglich ist, also insofern die Sache, die wir auf dem Cam vor 20 Jahren gesagt haben, ist es wichtig, alle Daten erst mal zu kopieren, weil auch Sachen verschwinden aus dem Internet, ist glaube ich gar nicht so von der Hand zu
weisen und wenn man sich überlegt, wie die Speicherkosten da sind, bin ich inzwischen ein großer Fan, wenn es Wissenschaftliche Paper gibt, die dich interessieren, lade sie runter und lösche nie wieder was, weil die Speicherkosten sind so gering, dass meine Arbeitszeit und Überlegungszeit
und löschen oder nicht löschen meistens deutlich aufwendiger ist, also insofern auch hier der interessante Punkt, wenn Speicherkosten immer geringer werden, dann kann man sich auch überlegen, wie man Wissen anders verteilt und wenn Netze immer instabiler oder immer voller werden mit allen möglichen Videoübertragungen, ist es vielleicht
auch ein interessanter Punkt zu sagen, wir sollten wirklich diese Möglichkeit lokal zu speichern in einigen Bereichen wirklich weit stärker berücksichtigen, als es vielleicht heute der Fall ist. Ja, das nächste Interessante, also wie gesagt, der HC Clark ist von 1938, insofern auch da relativ faszinierende
Vorhersage. Die andere Sache ist AC Clark, also da werden die Leute gleich die leuchtenden Augen kriegen und sich an 2001 und andere Sachen erinnern. Der hat eine Sache gemacht, die natürlich deutlich später kommt und insofern, wenn man eine Profitiemetrik machen will, natürlich ein bisschen im Nachteil ist gegen die Arbeit
von 1938, aber, und da sind alle angeladen, die Originalarbeit vielleicht mal nochmal kurz reinzuschauen, ist faszinierend, dass er zwei Schritte irgendwie sagt. Er sagt, er hat erst ein World Library, also das, was in World Play im letzten Satz, also ein Lexikon für alle, ein weltweites Lexikon und er schreibt, dass
dann der nächste Schritt ist, dass da so was wie ein denkendes Netz da kommt. Und das wäre schon interessant genug, aber was ich fast gruselig finde, ist, dass er glaube ich den Übergang nach dem Motto, wir werden Ende 2000er Jahre, werden wir so was wie ein Lexikon haben und dann werden wir
in dieses künstliche Intelligenz kommen, dass das fast bis aufs Jahr genau irgendwie richtig vorausgesagt worden ist. Also man wird das sagen, aber auf jeden Fall ist es der Fall zu sehen, dass da einige interessante Sachen da lagen. Woran liegt das? Da kann man als Informatiker natürlich eine schönere Gesichter reinbringen, nämlich von
L&K. Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist sie selber zu entwickeln und L&K ist eigentlich der Mensch, der mit Objektorientierung, ich fand das Zitat so schön, dass ich mal reingeschrieben habe, er ist selber über den
Begriff Objektorientierung alles andere als glücklich, was ich dann auch mal wieder eine gewisse Nerdironie finde. Er hat grafische Oberflächen, war er in der Gruppe, die dann weit vorne dran waren und auch alles, was wir an Notebook-Konzepten haben, findet man dann schon in diesen Arbeiten von K.E. wirklich in Anfang der siebziger Jahre. Also für die Leute, die gerne Programmiersprachen, dann
natürlich auch Small, Talk und so weiter. Also diese Sachen, dass da Technologien, die sich Jahrzehnte später als wirklich so komplett allesprägend machen, das ist interessant, dass das schon in den siebziger Jahren da angedacht werden. Und wie gesagt, diese Idee, die eigentlich auch
in unserem Hacker-Spirit drin ist, also wenn wir die Zukunft vorhersagen wollen, dann sollten wir sie versuchen massiv zu gestalten. Gut, kommen wir dann wie gesagt noch mal vielleicht zu der Begriffssache, die ich vorhin angekündigt habe. Also Bildung als Betriebssystem muss sich dann erst grinsen und dann habe ich überlegt, na ja, was ist ein Betriebssystem?
Betriebssystem ist zum einen eine Schnittstelle zur Hardware. Das bedeutet, wird organisiert, dass die Sachen sich nicht in die Quere kommen, Speichermanagement und so weiter und zum anderen eine Schnittstelle zum User, der damit eine schöner API, also ein schöneres Interface hat. Und was ist Bildung? Naja, Bildung ist Schnittstelle zu den wissenschaftlichen
Resultaten. Das soll sehr hart sein, sehr genau sein, aber es ist auf der anderen Seite auch die Schnittstelle zu den Menschen. Es muss den Studenten schlicht und einfach auch vermittelt werden. Also insofern ist die Frage, ob mal Bildung als Betriebssystem hat zumindest einige interessante Gedanken, aber ich habe
ja gesagt, ich mache den technischen Teil etwas umfangreicher und das fällt mir auch relativ leicht, weil bis auf Windows das ein bisschen ein anderer Fall liegt. Das will ich jetzt mal ganz kurz zurückstellen, auch weil es in den wichtigen Markten wie Mobilfunk inzwischen keine Rolle mehr
spielt. Alles andere, was an Betriebssystem kreucht und hat direkte, sehr enge Bildung, sehr enge Verbindung zum Bildungsbereich. Ich werde das exemplarisch sagen an Minix. Es war eigentlich eines der ersten Systeme, das war 1987, schon da, das irgendwie deutlich die
Programmierung von Linux beeinflusst hat. Also schlicht und einfach hat Linus Torvalds aus diesem Minix Buch gelernt, war eigentlich auch ganz interessant, war eigentlich das erste Buch, das Betriebssysteme ernst genommen hat, in dem Sinne zu sagen, es ist ein Thema, das vielleicht mathematisch nicht besonders aufregend ist, aber sehr wichtig ist und wir
machen das und wir machen zusätzlich Code dazu. Und da war eigentlich das Tannenbaum Bauch und Wirklichen Pionierbuch und es war halt in einem interessanten Slot der Zeit halt aktiv so, dass das eigentlich die Blaubrause von Linux war. Wir haben GNU, die eigentlich insbesondere für zwei wichtige Betriebssysteme steht,
einmal für Emacs, mit dem ich auch natürlich meine Folien hier gemacht hat, und zum Zweiten für GNU-Linux, das ist auch ein relativ weit verbreitetes System, nicht so weit verbreitet wie Minix. Wer jetzt lacht, soll zwei Folien abwarten. Und die andere Welt, die auch faszinierend ist, weil sie
zeigt, dass minimale Änderungen eigentlich nur wenige Sätze irgendwie eine komplette Welt unterschiedlich gestalten können, ist auch eine sehr faszinierende Fahrgestellung. Ich bin in zeitlich ein bisschen unter Druck insofern nur mal ganz kurz. Also Minix wurde 1987 in Amsterdam entwickelt und
das ist der kritische Punkt, den ich jetzt hier also in vortragen. Die Lizenz war ein Lehrbuchanhang. Es war eine Lizenz, die sagte, ja, das ist irgendwie ein Buch drin, wir wissen nicht, ob du das weiter verbringen kannst. Und das ist mir zu wichtig, weil hier, das ist das System, das sehr bedeutend ist und war 87 im
Markt. Das Einzige, was richtig falsch gemacht wurde, war eine falsche Lizenz zu nehmen. Und insofern kennen die meisten Leute Minix wahrscheinlich gar nicht, was eine interessante Implikation ist. Die andere bekannte Lizenz, die auch wahrscheinlich Volker noch mal kurz deutlicher machen würden, ist die von Richard Stallman entwickelte GPL, die zwei
Jahre später kommen, also 1989, war im MIT. Und heute können wir einfach mal sagen, GPL-Software bildet das Rückgrat der Digitalisierung. Auch Java und Großteile von Android haben GPL, auch Handelskonflikte eskalieren nicht völlig, weil Teile unter GPL sind, kann man mindestens ein paar Vorträge füllen. Dazu vielleicht
später mehr. Ich möchte jetzt allerdings noch mal Linux erwähnen. Linux war, ist technologisch die Grundlage für alle Android-Systeme und alles, was im Smart Home kreucht und fleucht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit Linux beleidigt. Kommen wir mal zur BSD-Lizenz. Die BSD-Lizenz ist vielleicht, wenn
man die Praktik voransitzt, ist unter anderem die Grundlage für die Apple-System ist eine Lizenz und jetzt mache ich das, was man eigentlich pädagogisch gar nicht machen soll. Ich tue so eine vorspare juristische Lizenz komplett darstellen. Eins, zwei, drei, fertig.
Also es sind nur drei Sachen und wer jetzt nicht folgen konnte, der möchte ich noch mal eine Rekursur-Ebene höher oder tiefer gehen. Die neue Linux-3-Lizenz war eine BSD-Lizenz und da beschreibt Andy Tannenbaum, Linux 3 ist ein Klon der BSD-Lizenz. Im Wesentlichen bedeutet, du kannst machen, was du willst, außer uns
verklagen. Und wer die Geschichte kennt, weiß, wenn man in der Industrie sagt, also ihr dürft alles machen, was ihr wollt, aber bitte verklagt uns nicht, dann geht es nur wenige Tage bis die erste Klage reinkam und der Historiker ist natürlich im BSD-Bereich auch. Das witzige ist und da ist mir beinahe alles aus der
Hand gefallen, als ich das mitgekriegt habe, war irgendwie das übliche, 2017 gab es die schönen Trinkspiele, immer wenn jemand russischer Hacker sagt, muss man trinken, weil die waren in der Zeit für alles verantwortlich und als ich dann russischer Hacker nutze, hacken Intel ME und als ich
dann gesehen habe, Intel ME benutzt Minix und das ist rausgekommen, weil ich nicht alles so respektlos sein will, aber ein nicht so schön formulärer englischer Fehlermeldung war halt wörtliche Minix-Source-Code und eine Source-Code von dieser
Management-Engine, aber jetzt nicht allzu sehr ins Technische zu gehen, weil meine Zeit auch wegfällt, will nur darauf hinweisen, dass wir jetzt die Situation haben, dass Minix 3 auf mehr Computersystemen läuft als Windows und Mac zusammen, weil es in allen Intel-Systemen, da ist glaube ich, die nach 2014 auf den Markt
gestrebt sind. Auch da habe ich im letzten Talk einige interessante technische Sachen gemacht, wo ich jetzt hier leider ein bisschen abkürzen muss. Es war mir auch eine große Freude, der HAK eine umfangreiche Beschreibung der Hacker-Etik zu machen, da habe ich mir auch viel Zeit genommen, das war glaube ich auch eine schöne Bildungsauftrag, den ich hatte. Kommen wir dann
wirklich jetzt mal zu den Folien. Und das ist nämlich auch ganz interessant, nämlich auch eine philosophische Frage, muss Wissenschaft nützlich sein? Nein. Und als Mathematiker ist mein Lieblingszitat immer eins, das eigentlich schon sehr lange dümpelt, ist die Begründung,
wenn die Mathematik die Königin der Wissenschaften ist, was niemand bezweifeln sollte, dann ist die Theorie der Zahl, also die Zahlentheorie die Königin der Mathematik und die Begründung ist natürlich Herz aller Liebst, because of the supreme uselessness. Also ich weiß nicht, wie ich supreme am
schönsten übersetzen sollte, aber ganz aus hervorgehobene Nutzlosigkeit. Und das Schöne ist, das ist eine Arbeit von Herrn Hardy von 1940 und er hat dann auch gesagt, das ist so edel und rein, macht euch keine Sorgen. Insbesondere ist es klar, dass keine kriegerische Verwendbarkeit von
Zahlentheorien und Relativität gegeben ist und ein paar Jahre später wurde das die Nutzbarkeit der Relativität doch einigermaßen optisch unschön demonstriert. Gut, kommen wir dann wirklich zu den Punkten, die ich dann auch nochmal weitertragen wollte. Also diese Historiensachen sind ganz
schön, aber ich möchte noch darauf hinweisen, dass zwei Technologien, die nicht ganz unwichtig sind, nämlich das WWW, ich weiß nicht, ob es sich durchsetzt, aber das ist aus diesem CERN herausgegeben worden und auch Cloud Computing hat wirklich eine bedeutende Input gekriegt von dieser CERN-Grundlagenforschung, das
ist Grundlagenforschung, die wirklich in der Philosophie klar hat, dass er zu nichts Nutzer sein muss. Aber dann sollte man die deutschen Hochschulrektoren auch schon mal ein bisschen mit Humboldt bewerfen, Zweck war ja, Wissenschaft ist die Nützlichste, da sie für unvorgesehenen bedarfsfälle Lösungen bieten,
bereithielte, die in der Praxis, die eine auf Praxis und Verwertbarkeit ausgerichtete Wissenschaft nie geahnt hätte. Und wie gesagt, da die Hochschulrektorenkonferenz eine große Verantwortung hat, über das ständige Geschrei zur Studienzeitwörter gezogen, habe ich mir noch als
letzte Folie die kurze Zusammenfassung gesagt, also wir brauchen mehr Langzeitstudenten allerlei Geschlechter, Verschulungen und kurze Studienzeiten sind nicht geeignet, die Herausforderung der Digitalisierung zu begegnen. Und das ist mir auch ein Punkt, dass ich wirklich darauf hinweise, dass
gerade so Sachen wie fächerübergreifender Dialog, dass man sich als Mathematiker und wirklich sehr bittnahe Informatiker mit Geisteswissenschaft und Sozialwissenschaftlern austauscht, das kann nur passieren, wenn im Studium Zeit und Luft ist, nicht nur Sachen zu machen, die
hintereinander abzuprüfen sind. Und deswegen ist mir das eigentlich auch ganz wichtig, nochmal darauf hinzuweisen, das bedeutet nicht, dass ich jetzt alle dazu anhalte, ewig zu studieren, niemals fertig zu werden, aber ich möchte darauf hinweisen, das könnte ich, wenn mehr Zeit ist, dass ein Großteil der Entwicklungen, und bei Miniskrei war ich selber schlicht und einfach innoviert,
schlicht und einfach von Leuten, die Langzeitstudenten gekommen sind, die irgendwann an der Uni hängen geblieben ist und auf schlecht bezahlten Stellen dann weiter programmiert haben und gerade die Leute waren ungeheuer wichtig. Also insofern eine komplette Diskriminierung von Langzeitstudenten ist nicht das Richtige, sondern wieder ein bisschen mehr Streben in Richtung der
Humboldtschen Wissenschaft. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ich übergebe gerne an Volker. Ja, ich bin der Teil 2, das ist mein Untertitel, unser Haupttitel Wisdom of Oz knüpft natürlich an die Wizards of OS an. Das war
Rüdis Vorschlag, nicht meiner, aber ich bin natürlich gerne darauf eingestiegen. Was uns beiden in dem Augenblick, wo wir den Titel festgelegt haben, gar nicht klar war, es sind genau 20 Jahre her, dass die Wizards of OS 1 stattgefunden hat. Und ich habe, sieht man denn was,
ach so, ich kann nicht so richtig zeigen, da, so. Als ich Richard Sormann eingeladen habe, fragte er sofort nach, ob OS denn für Open Source stehe, dann würde er nicht kommen. Ich konnte ihm aber erfolgreich versichern, nein, es steht für Operating Systems und wie man sieht, er ist dann tatsächlich gekommen,
hatte seine Großrechner Festplatte als heiligen Schein auf und hat am Schluss seines Vortrags uns den Sankt Ignutius gegeben und er hat im Doppelpack mit Benny Herrlin gesprochen, auf den ich gleich noch zurückkomme. Vorlage für die Wars war natürlich der Unix Wizard,
ein offizieller Jobtitel in den 80er Jahren und natürlich die ursprünglichen Unix Wizards, nämlich Dennis Ritchie und Ken Thompson, die Unix ab 1969 entwickelt haben. Und ganz klar, die Inspiration war der glorreiche Aufstieg von GNU-Linux zum Betriebssystem des Digitalzeitalters zumindest auf der
Serverseite. Es ging um Betriebssysteme, ganz klar, aber auch auf der ersten Wizards of Oz bereits um mehr, um das sogenannte geistige Eigentum, das haben wir auf der Folie mit Richard Sorme bereits gesehen und da sollte man diesen Ausdruck geistiges Eigentum sollte man in Richards Anwesenheit besser nicht
aussprechen, das hat böse Folgen. Es ging um die Systeme Bildung, Wirtschaft, Recht, Kultur und ihre jeweiligen Betriebssysteme und auch um die Kontrolle über das Erbgut des Lebens. Benny Herrlin war mal freier Journalist, vor allen Dingen
für die Taz, dann saß er 1984 bis 89 im Europaparlament. 84 war die zweite Wahl zum Europaparlament überhaupt, war also in Deutschland noch nicht so wichtig. Die beiden, also Benny Herrlin und Michael Klöckner saßen zu dem Zeitpunkt im Knast, die standen nämlich im
Finanzregister für die Zeitungskooperative, die die Zeitschrift radikal herausgegeben hat und die wurde damals verfolgt wegen 129a, also Werbung für eine terroristische Vereinigung oder für mehrere, wenn wir ehrlich sind. Die saßen also im Knast,
die Grünen haben die auf einen erfolgversprechenden Platz auf der Liste für das Europaparlament gesetzt und in der Tat kamen sie aus dem Knast direkt ins Europaparlament. Dort hat Benny sich dann mit Gentechnik beschäftigt, hat das genetische Netzwerk gegründet und 1999 bei der VOS1 war er der Koordinator der
Internationalen Genetic Engineering Kampagne von Greenpeace. Der Titel seines Vortrags lautete The Source Code of Life, Monsanto Domain or Public Domain. Auch das ein Thema, das uns weiter beschäftigt. Rudy hat bereits über für den war Bildung ganz wichtig. Er
ist von einem Menschenbild ausgegangen, dass wir lernende und erziehbare Kreaturen sind und ganz wichtig für die aktuelle Entwicklung und die Vernetzung der Menschen. Das Zitat hier, die Mittel der Interkommunikation und der gegenseitigen Hilfe und Verletzung
haben sich erstaunlich entwickelt. Wohlgemerkt, er redet nicht über das Internet, sondern über Telegrafen, Telefon, das Radio, den Völkerverbund und den heraufziehenden Krieg. Er war Vertreter von Sozialismus und Weltfrieden. Er sah das Eigentums- und Geldsystem als
einer dringenden Überholung bedürftig. Das Weltgehirn ist, wenn man das näher nachliest, eigentlich eine Vernetzung der bestehenden Institutionen für Wissenserzeugung und Wissensvermittlung, also Universitäten, Forschungseinrichtungen,
Bildungssysteme. Das hat also nichts mit KI zu tun. Die politische Haltung hier nochmal ganz klar ausgedrückt, wir wollen keine Diktatoren, wir wollen keine oligarchischen Parteien oder Klassenherrschaft. Wir wollen eine weit verbreitete Weltintelligenz, die sich ihrer selbst bewusst ist.
Ein Name dafür ist die Noosphere, auf die ich gleich noch zurückkomme. Es braucht vor allen Dingen auch eine öffentliche Meinung oder eine Öffentlichkeit mit Informationen und Debatte und dann vermischt sich das. Dann wird das Weltgehirn, also diese
Organisation, die Superuniversität, wie er das nennt, auch zu einem Projekt einer Welt Enzyklopädie, die aus diesen Institutionen heraus entsteht, ständig überarbeitet wird und jeweils die neuesten Forschungsergebnisse mit einbezieht. Und das ist eine Idee, die sich natürlich unmittelbar mit dem
Internet verbunden hat. Einer der frühesten Projekte einer Enzyklopädie im Netz war Rick Gates, nicht zu verwechseln mit Bill Gates. Das war ein Bibliothekar, der Berühmtheit dadurch erlangt hat, dass er seit 1992 die Internet-Hand veranstaltet hat. Er hat also jede Woche eine Frage ins Netz gestellt,
die zu beantworten war, ausschließlich mit Internet-Quellen, die auch belegt werden mussten, dass andere Leute den Findungsweg sozusagen nachvollziehen konnten. Und Internet-Quellen damals war Usenet, FDP, Gopher, Telnet und so weiter, also Webbrowser und so
was gab es noch nicht. Und 1993 hat Gates dann in einer Usenet News Group vorgeschlagen, lasst uns doch eine Enzyklopädie zusammen machen. Das hat einigen Wirbel verursacht, das ist aber nicht wirklich, hat nicht wirklich abgehoben. Das gleiche Schicksal war auch dem Projekt von Richard Stormen beschieden, einer Gnupedia.
So ging es dann auch tatsächlich beim ersten Projekt von Jimmy Wills und Larry Sanger, nämlich der Gnupedia. Die war ganz traditionell konzipiert. Also Experten schreiben Artikel, andere Experten machen ein Peer-Review dazu, wie man sich denken kann, ein sehr aufwändiger, zeitaufwändiger Prozess. Ganz
ehrlich gesagt, viele Leute wollten mitmachen, fanden das prima waren aber frustriert und Ende 2000 haben die beiden dann WikiWiki von Ward Cunningham entdeckt und haben gesagt Mensch, dann machen wir doch einfach ein Wiki parallel zur Gnupedia auf, das ist im Januar 2001 gestartet unter der
adresse wikipedia.com. Und wir wissen, was daraus erfolgt, auch da gibt es einen direkt einen Link zur Wizards of Oz, nämlich auf der Nummer 3 im Juni 2004 hat sich dort die Wikimedia Deutschland gegründet.
Wir haben also ein Weltnetz und eine Weltencyklopädie, das sind alles wichtige Bausteine für die Noh-Sphäre, wir haben eine Menge sehr komplexe und globale Probleme, ein zentraler Begriff dafür ist das Anthropozän, also die Idee, dass wir in einer vollständig menschengemachten
Welt leben. Vorgeschlagen wurde der Begriff im Jahr 2000 von zwei niederländischen Wissenschaftlern und deren Idee war, die Menschheit ist zu einem geologischen Faktor geworden und wir müssen das irgendwie abbilden.
Und für die Ausrufung eines neuen Ehrzeitalters ist die stratigraphische Kommission der geologischen Gesellschaft in London zuständig. Die hat es 2080 angesehen und fand überzeugende Argumente für diese These der beiden Niederländer, vor allen Dingen Treibhausgase, Übersäuerung der Ozeane, Vernichtung von Arten waren
Faktoren für dieses Gremium zu sagen, ja da passiert was. Die haben also eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die ersten Ergebnisse sind auf dem Internationalen Geologischen Kongress 2016 vorgestellt worden und auch verabschiedet worden mit dem Ziel bis 2021 einen Entwurf für die offizielle Einführung dieses
neuen Ehrzeitalters vorzulegen, einschließlich des Beginnjahres oder Zeitpunktes. Hier mal so einen Schnitt sozusagen, wenn man einen Berg aufschneidet, sieht man die verschiedenen Schichten, ganz unten im Cambrium gibt es die Pfeilschwanzkrebse,
die gibt es heute tatsächlich immer noch, im Jura dann natürlich die Dinosaurier, die oberste Schicht ist das Holozeen, die letzten 11.000 Jahre relativ stabiler Zustand in der Zwischeneiszeit und ganz obendrauf, das wäre hier in der Darstellung eine haarfeine Linie, liegt dann das Anthropozän und zwei Marker für dieses
Zeitalter ist der radioaktive Niederschlag, der mit den Atomwaffentests und Einsätzen seit 45 beginnt und das Plastik erfunden im zweiten Weltkrieg und das hat sich so weit ausgebreitet, dass wir jetzt den Great Pacific Garbage Patch haben, jetzt kam gerade die
Mikroplastik sich im frisch gefallenen Schnee wiederfindet, das heißt die Partikel sind so klein und fein, dass die aufsteigen und dann mit dem Regen und mit dem Schnee wieder runterkommen und sich auf der ganzen Welt verbreiten. Hier der Kohlenstoffverbrauch und man sieht auch 1950, da geht es durch die Decke. Hier die, oh das ist, da sehe
ich es besser, sozioökonomischen Trends, die Darstellung beginnt 1750, ich habe den linken Teil mal ein bisschen abgeschnitten, weil auch hier geht es ab 1950 wieder durch die Decke, Tourismus, Telekommunikation, Transport, Wasser- und Energieverbrauch,
Dünger, Verstätterung, Bundesbruttonationalprodukt, Weltbevölkerung, all das explodiert. Und jetzt das ganze nochmal in Insta, früher war der Eisbär happy, heute nicht Ein weiteres Jubiläum vor ziemlich genau einem Jahr hat Greta Thunberg angefangen,
sich vor das schwedische Parlament zu setzen. Zu Zeiten von der Voss 1 ging es um die Freiheit in Betriebssystemen und im Wissen. Die freien Betriebssysteme hatten, wie Rüdiger sehr schön dargestellt hat, ihre Heimat in den Universitäten. Heute
geht es ums ganze Klimakrise, Artensterben, Weltfrieden, die Grundlagen des Lebens und die zielführendste Initiative nach meiner Einschätzung kommt aus den Schulen. Also auch diese Generation beschäftigt nicht nur Fortnite und TikTok, sondern auch hier gibt es rebellische Elemente, die eine weltweite Bewegung in Gang gesetzt
hat, die jetzt überall Politik und Gesellschaft vor sich hertreibt. Was die beiden Jahrestage gemeinsam haben, Voss und FFF ist, Wissen. Beide kommen aus Bildungseinrichtungen, beide zielen auf Aufklärung, nämlich die jeweils eigene und die der Gesellschaft.
Und Wissen kann bekanntlich Leben retten. Aber wir haben ein Komplexitätsproblem, hat Rüdiger auch schon angedeutet. Also hier Rechenleistungen alle 12 Monate verdoppelt, Moore's Law, Datenmenge alle 18 Monate verdoppelt und das
haben genommen ergibt eine systemische Komplexität, die ansteigt. Das, die Abbildung stammt aus dem digitalen Manifest, das ich ganz am Schluss noch erwähnen werde. Also Komplexität hat technische, informationelle und systematische Seiten und individuelle Seiten, denn unser individuelles Gehirn
ist einfach zu klein, ist kognitiv überfordert und das ist sozusagen eine performative Folie, weil ihr jetzt kognitiv überfordert seid mit viel zu viel Text auf einer Darstellung. Wichtig ist aber, sind die Texte in den jeweiligen Ecken, also too much information, not enough meaning, need to act fast und das ist ein Rezept für Katastrophen. Also und für das
individuelle Gehirn ist Komplexitätsreduktion unvermeidlich, im schlimmsten Fall durch simple Antworten, simple Lösungen, Populisten, Führer, die sagen wo es lang geht. Aber selbst im besten Fall können wir dem kognitiven Bias nicht entkommen, außer wir stecken
unsere Köpfe zusammen und damit kommen wir zur Noosphere und gehen nochmal zurück in der Geschichte, nämlich in die 1920er Jahre. In einem Dreiergespräch an der Sorbonne ist dieser Begriff entwickelt worden. Wir haben hier den Paläontologen, Anthropologen und Jesuiten,
Pierre-Thalade Chardon, wir haben den Philosophen und Mathematiker, Rudi, Eduard Leroy und den Geologen und Geochemiker Vladimir Vernadsky und die drei waren sich einig in dem grundsätzlichen Modell, es gibt die Geosphäre, darüber die Biosphäre und darum entsteht
jetzt eine Noosphere des kollektiven Denkens oder des Geistes. Noos steht für Denken und die haben die in verschiedene Richtungen weiterentwickelt, für Vernadsky war der Beginn der Noosphere die Beherrschung des Atoms, er war dann beteiligt Radioaktivität zu
erforschen und die Fähigkeit Energie durch Transmutation der Elemente zu gewinnen, die würde führen zur Abschaffung von Hunger, Elend und Krieg. Atom hatten wir ja gesehen, wesentlicher Marker für das Anthropozän. Für den Jesuiten Thalade Chardon hat die Noosphere
eine christologische Bedeutung, der Geist führt zur Komplexität und dann zwei Phasen, nämlich einmal eine Phase der Divergenz mit der Besitzergreifung der Erde, ein Auseinanderstreben, auch Divergenz unter den Menschen, gefolgt von einer zweiten Phase der Konvergenz
mit einem Einandersuchen und aufeinander zugehen, in der die Menschheit auf eine gemeinsame Mitte hin tendiert, auf ein hyperpersonales Zentrum hin zum Punkt Omega, also Alpha und Omega Anfang und Ende im christlichen Modell. Ich mache jetzt keine christliche Propaganda, aber es wird
wichtig, weil dieser Herr, also für alle drei der Original-Entwickler dieses Begriffes waren Kommunikationsmittel zentral für die Entwicklung hin zur Noosphere. Kein Wunder also, dass dieser Begriff auch Eingang in die Medienwissenschaften hielt und zwar über den
Literaturwissenschaftler und ebenfalls Jesuiten Walter Ong, der in den 80ern ein wichtiges Buch geschrieben hatte, hat über den Übergang von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit. Und Ong wiederum machte seinen Lehrer Marshall McLuhan auf Desjardins und auf die Noosphere aufmerksam. Der hat
das dann aufgegriffen, ganz unchristlich, und dann die vor allen Dingen Fernseher, Radio, Massenmedienwelt, Satelliten, die er gesehen hat, verstanden als Noosphere, als eine kosmische Membran, die sich
durch die elektrische Erweiterung unserer verschiedenen Sinne rund um den Globus gelegt hat, also ein technisches Gehirn für die Welt. Der Begriff Noosphere ist dann natürlich auch angewendet worden auf das Internet insgesamt, in verschiedenen Diskussionen wieder aufgetaucht, hier in der Freien Software. Wichtiger Text damals, man
kann von Eric Raymond halten, was man will, aber dieser Text war definitiv wichtig. Hier ein aktuelles Beispiel, ein großes russisches Open Access Repository namens Noosphere.ru. Wir haben das Internet, wir haben die Wikipedia, wir haben Freilizenzen, die eine Lösung sind
für das Urheberrechtsproblem, aber damit noch nicht die Noosphere und ganz zu schweigenden Weltfrieden oder gar den Punkt Omega. Es ist also noch einiges zu tun für die Wissensordnung digitaler Medien. Moment, die To-do sind weg. Ups, na gut, dann machen wir die eine
nach dem anderen. Urheberrecht ist ein To-do, völlig klar, jetzt aktuell mit der Umsetzung der EU-Richtlinie, aber auch die E-Commerce-Richtlinie wird gerade novelliert und das ist die Grundlage, so ein Quergesetz für Plattformregulierung. Da steht zum Beispiel das Verbot von allgemeiner Überwachung drin.
Da müssen wir echt aufpassen, was da passiert. Das Bild habe ich hier genommen, weil es zeigt, dass eine Content-Selbstkontrolle sehr wohl funktionieren kann in einer freien Community. Die Wikipedia hat eine winzige Zahl von DMCA-Takedown-Notices
bekommen im Vergleich zu allen anderen Plattformen. Das heißt, die Community schafft das sehr gut selber und das ist auch ein Modell, was wir in die Gesamtgesellschaft einbringen können. Ich hatte über die, also hier nochmal Wells die Vorstellung, wir brauchen eine Ergänzung, wir
brauchen eine reichhaltige, starke öffentliche Sphäre mit Information und Meinung, die, das so teilweise bei ihm abgedeckt ist mit der Welt-Enzyklopädie, da ist aber nicht wirklich Journalismus drin, aber was bei ihm bereits wichtig war, es braucht eine gemeinsame Interpretation der Realität, die die Gesellschaft zusammenhält. Und das beste,
was wir da haben im Augenblick, sind die öffentlich-rechtlichen Medien, die müssen aber ins digitale Zeitalter transponiert werden und sich öffnen. Die Debatte läuft aber tatsächlich. Hier sind vier Projekte, die eine digitale
europäische Öffentlichkeit schaffen wurden unter Einbindung von öffentlich-rechtlichen Medien, aber auch Wikipedia, auch Europeaner, selbstverständlich basierend auf freien Standards und freier Software. Die Folien werde ich hinterher zur Verfügung stellen, also muss jetzt niemand die URLs mitschreiben, wer sich
dafür interessiert. Redezentralisierung des Internet ist, glaube ich, für die Wissensordnung digitaler Medien auch ein Schlüsselelement. 2015 haben neun europäische Big-Data-Spezialisten dieses Manifest herausgegeben, gesagt, wir sind an einem Scheideweg. Der eine Weg führt in eine neue Form der Diktatur mit der zentralen
technokratischen Verhaltens- und Gesellschaftssteuerung durch ein super intelligentes Informationssystem und der andere Weg führt in die kollektive Intelligenz. Ja, wir brauchen KI, aber weniger im Sinne von künstlicher Intelligenz als im Sinne von kollektiver Intelligenz. Auch
hier ein paar Beispiele, die wahrscheinlich auch weiterhin bekannt sind. Mein vierter Punkt ist, wir brauchen Denk- und Partizipationswerkzeuge. Also wir brauchen nicht KI mit Maschinen, die für uns denken,
sondern wir brauchen Maschinen und Systeme, die uns erlauben, gemeinsam zu denken. Und das ist gar nicht schwierig, weil mit diesem eigentlich letztlich total simplen Werkzeug des Wiki hat Ward Cunningham es erlaubt, Webseiten zu schreiben. Auch das ist jetzt erstmal nicht revolutionär und so. Aber er hat damit
ermöglicht, diesen lang gehegten Traum, das Gesamtwissens der Menschheit durch Kommunikation hervorbringen zu lassen, möglich zu machen. Auch hier ein paar Beispiele für kollektive Meinungs- und Entscheidungsfindungen. Atocracy natürlich, Citizen Assembly in Irland bin ich gerade besonders fasziniert
von und Next Cloud natürlich. Bei jedem neuen Projekt kommt die Frage, was sind die Tools, die wir verwenden? Und typischerweise kommt dann Google Docs und Google Calendar und da, da, da, da, da. Obwohl wir eine wunderbare Alternative haben, an der sich ganz viel anderes anlagert, LibreOffice, alle
möglichen anderen wunderbaren Dinge. Und letzter Punkt zu Bildung. Da ein wichtiges Thema, Leute, die in der Bildung aktiv sind, haben das natürlich auf der Peilung, der DigitalPakt Schule, der fünf Milliarden Bundesmittel in die Schulen
bringen sollen, um dort Hardware, Netz und Cloud zu ermöglichen. Und da ist die große Frage, wer, also wenn ein Bundesland für alle Schulen eine Cloud bereitstellt, ist das, kommt die dann von Microsoft, von Google oder was im Augenblick besonders, also sozusagen der Favorit ist von
Microsoft, also Plattner, was aber auch kein freies System ist oder schaffen wir es als freie Kultur, freie Softwarekultur hier andere Alternativen zu platzieren, zum Beispiel Next Cloud mit ORR. Auch das liegt mir sehr im Herzen. Der generelle
Rahmen für Politik in Europa ist der Digital Single Market und damit steht Market ganz im Zentrum und die drei Leute haben sich zusammengesetzt und mit ganz vielen anderen geredet, eine Alternative dazu entwickelt, a Shared Digital Europe mit diesen
Elementen, also Commons, die Almende spielt eine wichtige Rolle, rechts unten aber auch öffentliche Institutionen, die gestärkt werden müssen und ich sehe das als ein Framework für die Operationalisierung der Noosphere. Die Weisheit der
Betriebssysteme, was hat das nun damit mit unserem Titel eigentlich auf sich? Die Idee ist eine Analogie aufzumachen von Betriebssystemen technischer und sozialer Systeme, in beiden Fällen also eine Infrastrukturschicht auf der Anwendungen aufsitzen, das können zum Beispiel
auch Gesetze sein, das wäre im Rechtssystem die Betriebssystemschicht und darauf setzen dann individuelle Streitigkeiten und Prozesse auf. Es braucht, um diese Betriebssysteme tatsächlich mit Weisheit zu entwickeln, ein tiefes Verständnis für die Umwelt, die ein solches Betriebssystem schafft, es braucht Vernunft im Interesse des öffentlichen Wohls,
Freilizenzen sind ein Schlüsselelement, es braucht Weitsicht, um eine Nachhaltigkeit zu schaffen, die sowohl Entwicklungsoffenheit, aber auch eine gewisse Stabilität durch Rückwärtskompatibilität ermöglicht. Ich glaube, viele hier sind an dem einen oder anderen Thema ohnehin dran, Rudi und ich werden daran weiter
basteln und vielleicht auch nochmal öffentlich was dazu erzählen, aber wir hoffen, wir haben euch damit angeregt, in sozusagen breiteren, größeren, globaleren, zeitgeschichtlichen Rahmen zu denken, euer eigenes Tun dort sozusagen
mit einzufügen in das große Ganze und damit danke ich und wir kommen, wenn wir noch Zeit haben, zu Q&A. Leider nicht, wir sind sogar ein bisschen über der Zeit, deswegen müssen wir den Vortrag hier schon beenden. Vielen Dank an Rudi und Volker. Genau, eure Kontaktdaten
waren ja in den Slides und auch seid ihr ja hier auf dem Camp anwesend, das heißt, falls jemand anwesenden Fragen hat oder auch der Zuschauer, weiß man, wie man euch erreichen kann. Wir sind auf jeden Fall wo gehen wir raus, hier links ist mehr Schatten oder rechts und sind jetzt direkt
noch ansprechbar und ansonsten findet man uns beide auch im Netz. Super, vielen Dank. Dankeschön.