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Ein Projekt zur Implementierung von Open Access an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und den Pädagogischen Hochschulen (PH) in Baden-Württemberg

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Ein Projekt zur Implementierung von Open Access an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und den Pädagogischen Hochschulen (PH) in Baden-Württemberg
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Die HAWen in Baden-Württemberg beschäftigen sich neben Lehre und Weiterbildung mit anwendungsorientierter Forschung, Entwicklung und Transfer in Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie und die PHen mit bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschung in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Im Vergleich zum universitären Setting spielen (Open-Access-)Publikationen eine eher untergeordnete Rolle, u.a. aufgrund von Urheberrecht und Vertraulichkeits-/Geheimhaltungsklauseln im Rahmen von Forschungskooperationen mit privaten Firmen sowie aufgrund verschiedener Datenformate und Forschungsmethoden. Open Access gewinnt zunehmend an Bedeutung, dennoch mangelt es an entsprechenden Strukturen und Informationen. Methoden/Design: Das Projekt „Implementierung von Open Access an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWen) und den Pädagogischen Hochschulen (PHen) in Baden-Württemberg“ zielt darauf ab, eine nachhaltige Open-Access-Kultur an den HAWen und PHen in Baden-Württemberg zu implementieren. Im Vortrag werden die Status-quo-Umfragen für die Bibliotheksleitungen und Wissenschaftler*innen vorgestellt. Auf Grundlage der Umfragen werden im Laufe des Projekts standardisierte und institutionalisierte Open-Access-Dienstleistungsstrukturen mit spezifischen Musterkonzepten in den Themenfeldern Publikationsserver, Hochschulbibliographie, Information, Beratung, Publikationsservice sowie Open-Access-Policy systematisch aufgebaut und initial umgesetzt. Der Vortrag erläutert zudem die Wichtigkeit der Recherche regionaler und nationaler Open-Access-Aktivitäten sowie der Vernetzung in der Open-Access-Community für die Qualität des Projekts.
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Mein Name ist Nadine Reime. Ich werde zusammen mit meiner Kollegin, der Frau Dr. Verena Halper, den Vortrag halten zu unserem Projekt zur Implementierung von Open Access an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und den pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg. Das ist ein großes Projekt, ein Projekt von vielen. Dazu werde ich gleich ein bisschen genauer eingehen.
Referentinnen, das hat die Frau Belanger jetzt schon ausgiebig erklärt, wer wir sind, was wir machen. Das würde ich die Folie einmal überspringen und direkt zum Projekt kommen. Das Projekt, was wir seit März angefangen haben, ist ein Projekt, das im Rahmen des BWB-BIVA-Programms stattfindet.
Das BWB-BIVA-Programm ist ein Förderprogramm für Hochschulbibliotheken, für wissenschaftliche Hochschulbibliotheken, was 15 Projekte umfasst. Wir sind ein Projekt davon. Wir freuen uns, dass wir dieses spannende Projekt an den pädagogischen Hochschulen und an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften umsetzen dürfen.
Projektpartner sind zum einen die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen, die pädagogische Hochschule Weingarten, die Hochschule Ravensburg Weingarten. In Konstanz haben wir die Hochschule Konstanz HTWG Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Eine auch sehr wichtige Projektpartnerin ist die Frau Dr. Oberländer.
Sie ist eine bekannte Open Access Akteurin, die wir glücklicherweise bei uns mit dem Projekt haben. Sie ist quasi die Vertretung der Universität Konstanz. Und dann haben wir noch das Bibliotheks-Servicezentrum Baden-Württemberg mit im Projekt. Also viele Projektpartner. Seit März läuft das Projekt. Geplant ist es bis Dezember 2021.
Zum Hintergrund Hochschulen für angewandte Wissenschaften und pädagogische Hochschulen. Das ist ein bisschen anderes Klientel als die Universitäten. Besonderheiten haben wir hier vor allem auf dem Fokus der Hochschulen. Der liegt bei den Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf der Lehre und der weitere Bildung,
aber auch auf der anwendungsorientierten Forschung, Entwicklung und Transfer in die Gesellschaft, in die Industrie, in die Wirtschaft. Das ist so das Charakteristik der HAW. Bei den pädagogischen Hochschulen haben wir vor allem den Fokus auf der Lehre und auf der Weiterbildung im Bereich Schulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Wenn wir den Vergleich zu den Universitäten ziehen, stellt man sehr schnell fest, dass der Fokus, wie gesagt, auf der Lehre liegt, eher weniger auf der Forschung. Deshalb ist das Thema Publizieren, Open Access publizieren, nicht so groß wie bei Universitäten, wo das ja schon ein sehr großes Thema ist.
Da wollen wir mit unserem Projekt ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, wie die Strukturen an den HAW und PAH aktuell aussehen und wo man ansetzen kann, um Open Access zu fördern. Ein weiterer Vergleich zu den Universitäten kann im Bereich der Motivation für die Forschung gezogen werden.
Das ist natürlich im Universitätssetting ein bisschen anders. Da ist die Motivation auf einer anderen Ebene. Bei unseren PAHs bzw. an den HAWs ist die Motivation bei den Forschungen fast ausschließlich intrinsisch. Bei den HAWs ist häufig eine Schwierigkeit bzw. eine Hürde im Publikationswesen, dass Projekte häufig in Zusammenarbeit mit Firmen stattfinden.
Deshalb gibt es natürlich häufig durch den Anwendungsbezug gewisse Geheimhaltungsklauseln, die in Verträgen festgehalten sind. Und das erschwert natürlich so einen gewissen Veröffentlichungsprozess auch. Begrenzte Finanzen und begrenzte Stellen ist auch eine weitere Schwierigkeit.
Also gerade im Bereich Bibliothek ist häufig der Literaturzugang für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erschwert. Und was die Stellen im Mittelbau angeht, gibt es weniger Doktoranden und weniger wissenschaftliche Mitarbeitende als an Universitäten. Festhalten kann man, dass Open Access ein immer wichtiger werdendes Thema ist,
nicht nur im Bereich Universitäten, sondern gerade auch im Bereich HAWs und PAHs. Dennoch muss man sagen, ist ein gewisser Mangel bzw. eine gewisse Unkenntnis gegenüber Open Access einfach da. Und das ist genau das, worauf unser Projekt auch abzielt. Die Zielsetzung unseres Projekts ist in erster Linie eine nachhaltige Open Access Struktur an HAWs und PAHs in Baden-Württemberg zu entwickeln.
Dazu haben wir im Projekt vier größere Bereiche, die wir bearbeiten. Zum einen ist ein sehr großer Bereich die Ermittlung von Bedürfnissen und Hemmnissen von HAWs und PAHs auf baden-württembergischer Ebene.
Das findet statt in Form einer Status Quo Erhebung von Bibliotheksleitungen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Auf dieser Status Quo Erhebung aufbauend ist das Ziel, dass wir spezifische Dienstleistungen für spezifische Hochschulen entwickeln und diese initial implementieren.
Ein ganz wichtiger Bereich, ich glaube, das ist für sehr viele Projekte im Open Access Bereich unabdingbar, ist die Netzwerkbildung. Das ist bei uns ein sehr großer Baustein und wie wir festgestellt haben auch ein extrem wichtiger und gewinnbringender Baustein. Aber dazu später mehr.
Zunächst zum ersten Baustein, den Ermittlungen von Hemmnissen und Bedürfnissen. Wie schon angesprochen ist, wir führen eine Umfrage durch mit Bibliotheksleitungen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Zum Hintergrund ist noch zu sagen, dass wir angefangen haben mit explorativen Leitfragen bzw. Leitfaden-Interviews, die wir zu Beginn des Projekts, also März und April, durchgeführt haben.
Diese Leitfaden-Interviews haben wir mit verschiedenen Akteurinnen und Akteurinnen von Hochschulen durchgeführt. Wir sind hier nochmal aufgelistet auf der Folie Prorektoren, Prorektorinnen, Forschende, Professoren, Professoren, Bibliotheksleitungen, Transfermanager, Transfermanagerinnen und Forschungsreferentinnen und Forschungsreferenten.
Uns war wichtig, dass wir möglichst viele verschiedene Berufsfelder in den Hochschulen abdecken mit den explorativen Leitfaden-Interviews, dass wir verschiedene Einblicke bekommen. Und zum anderen war uns auch wichtig, dass wir verschiedene Hochschultypen abgefragen. Also wir haben hier in die Leitfaden-Interviews auch Universitäten eingeschlossen und uns nicht
nur auf die HAWs und PHAs begrenzt, sondern das ganze Feld ein bisschen breitergefasst. DHBWs sind die dualen Hochschulen in Baden-Württemberg und private Hochschulen waren auch noch mit in der Befragung drin. Insgesamt haben wir 19 Leitfaden-Interviews geführt und haben darauf aufbauend und vor allem auch, das ist auch noch ein ganz wichtiger Aspekt,
mithilfe des Netzwerks, das wir uns nebenbei aufgebaut haben, zwei Umfragen entwickelt. Zum einen für die Bibliotheksleitungen, zum anderen für die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Da war es uns wichtig, dass wir zwei verschiedene Umfragen entwickeln, weil die Ansichten bzw. die
Sichtweisen doch ein bisschen unterschiedlich sind und wir uns dadurch ein bisschen mehr Spezifizität auch oft haben. Bei den Bibliotheksleitungen haben wir alle Bibliotheksleitungen von HAWs, PHAs, DHBWs, Kunst- und Musikhochschulen,
nicht staatlichen Hochschulen und Akademien für Filme, Darstellende, Kunst und Pop befragt in Form einer Online-Befragung in der Quantitativen. Insgesamt haben wir 47 Bibliotheksleitungen befragt, das ist also eine Vollerhebung, jetzt im Juli und August 2020 und haben auch eine sehr gute Resonanz bekommen.
Wir haben sehr viele Bibliotheksleitungen mitgemacht und die ersten Ergebnisse werden wir auch im späteren Verlauf der Präsentation vorstellen. Die Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler-Umfrage steht soweit, ist allerdings noch nicht durchgeführt, das findet Ende September und im Oktober 2020 statt.
Hier fokussieren wir uns auf spezifische Hochschulen im Bereich HAW, PHA und die ein oder andere kleinere Hochschule nehmen wir noch mit dazu, sodass wir insgesamt auf 4 bis 8 Hochschulen kommen, ist also eher eine Stichprobenerhebung und wir gucken, dass wir mindestens 250 bis 300 Datensätze dann haben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschulen,
dass wir das ein bisschen auch im Vergleich zu der Sicht der Bibliotheksleitungen sehen können. Ein weiteres Feld, was sich jetzt im Rahmen unserer Netzwerkarbeit, aber auch hochschulintern aufgetan hat, ist, dass die Befragung von Forschungsreferentinnen und Forschungsreferenten sicherlich auch noch Sinn machen wird.
Da sind wir gerade noch in der Planungsphase, wie eine Befragung stattfinden kann, ob wir das auch digital machen über ein Online-Tool oder ob wir Interviews führen. Aber das ist auf jeden Fall noch so die dritte Sparte in diesem Bereich. Das ist sicherlich auch noch eine sehr wichtige Perspektive.
Zur Netzwerkbildung. Ich habe schon angesprochen, dass es bei unseren Projekten ein sehr wichtiger Baustein war. Vernetzung mit regionalen, nationalen Open Access Akteurinnen und Akteuren ist vorgesehen. Da haben wir sehr frühzeitig angefangen, uns zu vernetzen und haben auch festgestellt, dass die Open Access Community sehr offen ist, sehr unterstützend.
Das war für unser Projekt natürlich auch extrem hilfreich. Hier haben wir vor allem sehr intensiven Austausch gepflegt mit dem Open Access Büro in Berlin und Maxi Kindling. Mit der FH Berlin, die ein sehr ähnliches Projekt haben, mit der Katharina Schulz und Frau Ilg.
Und natürlich mit dem KIM der Universität Konstanz, die ja auch Projektpartner sind und Dr. Anja Oberländer. Also das waren so die wichtigsten Akteure, die uns auch gerade bei der Fragebogenentwicklung sehr unterstützt haben. Und da gibt es natürlich noch viele andere Open Access Akteure, Akteurinnen, mit denen wir uns ausgetauscht haben und wo wir auch noch im regen Austausch stehen.
Ziel des Projektes ist es Dienstleistungsstrategien nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis initial zu implementieren. Hierbei fokussieren wir uns auf die Status Quo Erhebung, dass wir ganz spezifische
Publikationscharakteristiken der einzelnen Hochschulen, aber auch der Fachbereiche entwickeln können, die miteinander vergleichen können. Also das ist das Ziel des Projekts, sich wirklich von diesen universitären Dienstleistungen Stückwert auch abzuheben und spezifisch auf die HAW und PH-Ebene zu gehen, uns das anzuschauen.
Wo hier Bedürfnisse liegen und entsprechend Dienstleistungen aufzubauen. Zu den Ergebnissen bei den explorativen Leitfaden-Interviews, die ich am Anfang schon vorgestellt habe, wie das abgelaufen ist, die haben wir per Telefon geführt. Da waren die Professorinnen, Professoren, die Forschungsreferenten, also alle, die wir befragt haben, waren sehr offen bei diesem Thema Open Access.
Zum Teil sehr viel Erfahrung, zum Teil sehr wenig Erfahrung. So haben wir ein ganz gutes Bild bekommen und haben aus diesen Leitfaden -Interviews vier Kernpunkte herausgefiltert, die im Bereich Open Access sehr wichtig zu sein scheinen.
Zum einen das Image von Open Access. Häufig hört man mit dieses Vorurteil, dass Open Access eine schlechtere Qualität hat bzw. dass es prädestiniert ist für Fake Journals. Das ist wohl eine häufige Annahme im Bereich der Wissenschaft. Dann natürlich der Fokus auf die Lehre.
Dass Forschung einfach nicht so im Fokus steht wie zum Beispiel im universitären Setting. Dann der Bedarf von Unterstützung für Forschungs- und Publikationsmöglichkeiten im Allgemeinen. Und als vierten Punkt haben wir noch die HAW und PH, die einfach andere Bedürfnisse haben als große Universitäten und Institute.
Also das deckt sich so ein bisschen mit dem, wie die HAW und PH von Haus aus charakterisiert sind. Auch in der Praxis, in der Befragung von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und anderen Akteuren im Hochschulbereich. Genau die Ergebnisse für die Bibliotheksleitungsumfrage wird meine Kollegin vorstellen, Dr. Verena Halper.
Da übergebe ich einmal das Wort. Vielen Dank. Also tatsächlich, wir sind jetzt mitten in der Erhebungsphase oder in der Auswertungsphase. Also hier wurde gerade der erste Teil der Status Quo-Erhebung vorgestellt. Also die explorativen Leitfadeninterviews.
Und jetzt gehen wir einen Schritt weiter und zeigen die Umfrage bei den Bibliotheksleiterinnen. Bibliotheksleitung in Baden-Württemberg, die jetzt gerade abgeschlossen wurde. Also es geht uns wirklich darum, dass wir eine empirische Erhebung machen wollten, um bedarfsgerichtete Service zu konzipieren.
Also das Stichwort ist bedarfsgerichtet. Und wir wollten einfach herausfinden, wo liegen die Bedarfe, Wünsche, Meinungen. Es ist eine empirische, quantitative Befragung mit einem Online-Software-Tool. Und wir haben tatsächlich von diesen teilnehmenden Hochschulen, wir haben fast einen Rücklauf von, da steht jetzt 75, 74 Prozent.
Aber es kam noch eine Umfrage dazu. Das heißt, wir sind bei guten 75, 70 Prozent. Das ist für Online-Umfragen eigentlich phänomenal, muss ich sagen. Deswegen befragt wurden die Bibliotheksleitung. 15 Minuten. Wie man ja sieht, haben wir eine breite Erhebung. Ein breites Portfolio der Hochschullandschafts.
Haben sowohl pHen mitgemacht, HAWen, DHBWs, die dualen Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen. Jetzt haben wir gefragt, wie sieht es bei Ihnen aus? Mit Open Access-Beauftragten. Das so als grundlegendes Thema an die Bibliotheksleitung gibt, hat ihre Hochschule einen Open Access-Beauftragten.
Und man sieht, dass lediglich 17 Prozent der befragten Hochschulen einen Open Access-Beauftragten haben. Wenn man jetzt auf die Hochschulebene geht, wenn man sich das anschaut, wie es differenziert ist bei den HAWen, pHen und sonstigen Hochschulen, dann sieht man, dass bei HAWen und pHen 20 Prozent, also die grünen Kuchenstückchen,
20 Prozent Open Access-Beauftragten haben. Bei den sonstigen Hochschulen sind es 10 Prozent. Also das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 10 Prozent der teilnehmenden Hochschulen haben einen Open Access-Beauftragten. Also gibt es noch Luft nach oben. Okay, ich sehe hier zwei Minuten. Gebt Gas. Geht weiter.
Hat Ihre Hochschule eine Open Access-Policy verabschiedet? Mehr wie die Hälfte der Bibliotheksleitungen sind der Meinung, ja, es gibt eine Open Access-Policy. Und wenn man es jetzt interessanterweise auf diese Hochschultippen verteilt anschaut, sieht man, dass 80 Prozent in der Mitte der von der pHs wirklich eine Open Access-Policy verabschiedet haben.
Also ich finde, das ist schon ein Wort im Vergleich zu HAWen oder sonstigen Hochschulen mit 30. Vielleicht kann man hier noch sagen, auch diese, wenn man sich die anschaut, wer hat eine Hochschule, wer hat eine Hochschul-Open Access-Policy, wie verbindlich ist die? Also von denen, die eine haben, haben tatsächlich 80 Prozent eine relativ wenig verbindliche Hochschul-Policy,
also wo viel empfiehlt und ermutigt drin steht. So ich springe jetzt einfach auf das nächste Hochschuldienstleistung. Wir haben die Bibliotheksleitung gefragt, welche konkreten Dienstleistungen wünschen Sie sich oder welchen denken Sie, dass die Wissenschaftler sich wünschen?
Und das ist so, wie man es eigentlich denkt oder so erwartet hätten. Also Betrieb eines Repositoriums wird sehr stark vorangetrieben. Auch das Auffinden von qualitativ hochwertigen Zeitschriften wird von Bibliotheksleitung übernommen, aber auch Publikationskosten. Man sieht hier auch mit den bunten Balken, ja ich bin in einer Minute,
sieht man unterschiedlich bei verschiedenen HAWs, pHs und sonstigen Hochschulen. Also Publikationskosten bei pHs wahrscheinlich eine große Rolle. Open Access, HAW bei genau, wenn man jetzt sieht Finanzierung. Insgesamt spielen in verschiedenen Hochschulkategorien unterschiedliche Arten von Finanzierung eine wichtige Rolle.
Also eigentlich wird Trittmittel in 100 Prozent der HAW genannt. Das ist, wie die Finanzierung stattfindet. Und bei pH wird in 100 Prozent der Fälle genannt MBK. Man muss ja auch sagen, das ist nicht ausschließlich Finanzierung, sondern wir haben gefragt, welche Arten der Finanzierung gibt es bei Ihnen an der Hochschule? Also es gibt unterschiedliche Arten der Finanzierung an unterschiedlichen Hochschulen.
Jetzt, um es zu beschleunigen, gehen wir direkt, hast du noch diese Folien? Nee, genau, dann haben wir die Folien nicht. Also wenn man jetzt diese konkreten Ergebnisse sieht, geht es darum, also was kann man jetzt sehen? Wir sehen, die Ergebnisse der Hochschulbefragung haben ein breites Bild gegeben.
Wir haben eine hohe Ausschöpfungsquote. 17 Prozent haben Open Access beauftragt und nur knapp die Hälfte hat eine Hochschul Open Access Policy. Das heißt, da hat es noch Luft nach oben. Implementierung von Open Access an HAW und pH ist ein Thema. Schon allein von grundständigen Strukturen, wie es weitergeht.
Wir sehen auch, die Finanzierung ist unterschiedlich je nach Hochschultyp. Das heißt, es ist bedarfsgerichtet nicht nur nach Fachgruppen, wo wir sagen, nicht nur nach Facheinheiten, sondern wir denken auch, bedarfsgerichtet muss es nach Hochschultyp implementiert werden. Ist es eine HAW, ist es eine pH oder sind es diese sonstigen Hochschulen, wie die Kunst- und Musikhochschulen? Das weitere Vorgehen, da fehlt die Folie.
Ich sage es jetzt einfach so, wir machen die Umfrage unter Wissenschaftlerin, Forschungsreferentin, um da eben auch abzugleichen. Ist es das, was die Bibliothek denkt, auch das, was die Wissenschaftler wollen und usw. Also wir haben die ähnlichen Fragen, gleiche Fragen, stellen es gegenüber. Uns gibt ein Workshop nächste Woche, wo es darum geht, wo wir diese ersten Bedarfe von den explorativen Interviews,
letzter Satz, dann bin ich fertig, explorativen Interviews und auch von diesen Bibliotheksleiter befragen, gleich einbauen. Es gibt ein Workshop zu Opus und die Hochschulbibliografie, also Opus als deszentrale Repository im in Baden-Württemberg vor HAWn und pHn. Es gibt ein Routinehandbuch, das ist erstellt worden, nächste Woche wahrscheinlich online auf unserer Webseite.
Hier nochmal Werbung, Webseite hier und weitere Workshops zu verschiedenen Themen folgen. Vielen, vielen Dank. Diese Diskussionspunkte werde ich jetzt zusammen mit der Frau Belanger vielleicht durchgehen. Ich habe hier noch andere, wie auf dieser Folie, aber wir passen das vielleicht zusammen dann an.
Ganz, ganz herzlichen Dank für Ihren Vortrag und auch, dass Sie sich so beeilt haben. Wir haben jetzt noch knappe zehn Minuten Zeit. Wir haben ja nicht Punkt G9 angefangen, aber knappe zehn Minuten Zeit, damit wir drin bleiben. Und wir haben hier auch schon die ersten Fragen, die sich stellen.
Ich werde sie mal kurz vorlesen vielleicht, dass wir die auch so im Blick haben und dann miteinander angucken, was Sie noch an Fragen stellen. Genau. Also wir haben hier einen Kommentar bzw. Frage. Es scheint eine Diskrepanz zu geben zwischen der wahrnehmenden Forscherin und Praktikerin an den Hochschulen und den Bibliotheksleitenden. Wenn es so wenig wissenschaftlich publiziert wird, braucht es dann Open Access zu praxisbezogenen Inhalten?
Ist das dann Open Educational Resources? Das war eine Frage, die aus dem Publikum kam. Darf ich da gleich darauf antworten? Also es geht gar nicht. Also vielleicht haben wir das ein bisschen schlecht dargestellt oder es eurem HAW publizieren.
Publizieren sogar sehr gut und auf viel auf hohem Niveau. Aber es publizieren eben nicht alle Professorinnen und Professoren, alle wissenschaftlichen Mitarbeitern. Also da ist die Spanne zwischen denen, die überhaupt nicht publizieren und denen, die sehr viel publizieren. Auch sehr stark, sehr gut. Einfach groß.
Das kommt auch ein bisschen von der Geschichte der HAWs und PFHs. Früher waren es Lehre. Das war irgendwie eher schulisch ausgerichtet. Und jetzt in den letzten Jahren hat sich das auch gewandelt. Hin zu ja auch universitären Kontakten. Also dass man publiziert, dass auch die Leistung nach Forschung bemessen wird.
Also es geht nicht um Open Educational Resources, sondern es geht tatsächlich um das klassische Veröffentlichung. Golder Weg, grüner Weg. Also es gibt Veröffentlichungen nicht so viele. Dann gibt es eine weitere Frage bzw. einen weiteren Kommentar.
Herzlichen Dank für den tollen Überblick. Glauben Sie, dass die HAW unter anderem einen anderen Weg gehen sollte? Wer sollte oder werden wird, gehen wird als Unis vor 15 Jahren. Was ist vielleicht anders im Vergleich zu den Universitäten? Oder ist das Ziel über alle Hochschultypen dasselbe? Also das ist jetzt so ein Punkt, den ich gern zur Diskussion stellen würde.
Ist es diese one size fits all Strategie, die wir fahren sollten in Baden-Württemberg oder insgesamt? Also one size fits all sollen wir praktisch genau das so machen, wie die großen Universitäten ist es das gleiche. Ich denke, HAWs und pHs haben wirklich andere Bedarfe, weil es anwendungsorientiert ist.
Grundständige Forschung, aber auch es geht auch viel um Transfer. Also Transfer jetzt nicht, also wenn ich es jetzt mal pauschalisiere, Elfenbeinturm, sondern Transfer in regionale Unternehmen. Das ist auch eigentlich so die Ausrichtung von vielen HAWs und pHs, also für die nähere Umgebung da Mehrwert zu schaffen.
Also es geht viel um Transfer in die Wirtschaft und ich denke, da sollte man einen anderen Weg gehen. Also ich glaube nicht, dass es der gleiche Weg sein sollte wie an Universitäten. Und ich denke, dass wir hier in dem Projekt tatsächlich auch Ansatzpunkte finden werden, welche Richtung wir gehen sollen.
Wir haben ja auch schon einiges da in die Richtung gefunden. Dann gibt es nochmal zwei Bitten und Nachfragen, ob sie zum einen die Umfrageergebnisse Open Access stellen werden. Und ich denke, falls ja, wäre natürlich die Neugier, wo sie dann zugänglich sein werden, ob über die Webseite oder über Opus oder über welche Repositorien.
Und dann auch nochmal die Bitte, vielleicht die Drittmittelfolie erneut zu zeigen. Sie ist noch nicht mit einer Frage verbunden, aber wahrscheinlich mit dem Wunsch nochmal kurz zu gucken, wo welche Gelder herkommen. Ich übernehme mit, Frau Nadine, möchtest du was zu, also zu Datenschutz sagen wir ein bisschen jetzt zum Thema Daten zur Verfügung stellen.
Man wird zu Datenschutzexperten und Urheberrechtsexpertin, also Expertin würde ich mich nicht nennen, Menschen, die Berührung mit den Themen haben in dem Bereich. Also wir können diese Daten nicht so online stellen, denn sie sind personenbezogen. Wir werden aber versuchen, in welcher Form auch immer die aggregiert schon Open Access zu stellen.
Gerne stay tuned, wir halten sie auf dem laufenden Website. Zu den Drittmitteln kam noch nicht nochmal eine Frage, aber es kam nochmal eine Rückfrage eigentlich zu den unterschiedlichen Universitäten, Fachhochschulen und ein bisschen zu der Frage,
nochmal ob die Argumente eventuell auch wirklich andere sein müssen, weil die Karrierewege an den Fachhochschulen andere sind. Also die Argumente und Strategien andere sind und ich denke dann ist die Anschlussfrage, falls sie anders sein sollten, in welche Richtung sie denn gehen sollten.
Also super Frage, denn das trifft jetzt genau die nächste Umfrage von uns Wissenschaftlerinnen. Wir fragen tatsächlich ab, wo geht ihre Karriere hin? Also geht Wissenschaftlerinnen an den Fachhochschulen, wollen die Richtung Professor gehen, Professoren wollen die in die Wirtschaft gehen. Wo möchten sie hingehen, weil wir denken, vielleicht ist Art die Vorstellung wieviel.
Stichwort peer-viewed für Bewerbungsverfahren, für Berufungsverfahren, also wo man hingeht, doch ziemlich wichtig für die Strategien. Ich denke vielleicht an Universitäten sind die Karrierewege klarer, wenn
auch nicht einfacher, aber vielleicht irgendwie klarer, wo es hingehen sollte. An Fachhochschulen sind die Karrierewege dann doch so stark raus, deswegen braucht es tatsächlich andere Argumente und Strategien. Wir haben zum Beispiel Argumente, sind auch Open Access, ist ja auch gerade für die Nicht-Wissenschaftlerinnen sinnvoll, denn wenn man zum Beispiel für eine Firma,
wenn man irgendeinen Artikel geschrieben hat, ich habe was zum Biogas geschrieben, dann sitzen die Leute vor Ort und würden gerne den zugreifen. Und wenn man für den Artikel 30 Dollar zahlt, ist es vielleicht gerade für die, die in der Wirtschaft sitzen, ja nicht wirklich so ein hoher Anreiz, das zu lesen. Deswegen denke ich, sind da Argumente da, gerade auch über den Transfer und
ich finde, da sollten wir auch ansetzen, da Open Access Werbung zu machen. Dann hatte ich eine Handmeldung im Publikum gesehen und möchte die Person bitten, vielleicht ihre Frage oder ihren Kommentar vielleicht kurz bei Fragen und Antworten oder im Chat auch zu ergänzen.
Und währenddessen habe ich hier einen weiteren Kommentar, auch den ich gerne vorlesen möchte. Es ist wichtig, die Unterschiedlichkeit der Wege zur Open Access anzuerkennen und mit Selbstbewusstsein gegebenenfalls auch anders zu gehen als die Universitäten. Es wäre wunderbar, wenn die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und die pädagogischen Hochschulen sich hier länderübergreifend vernetzen könnten.
Die Fachhochschule Bielefeld wäre sicher dabei. Haben wir schon Kontakt aufgenommen, sehr gerne weiter Frau Dr. Elik. Und dann kommt hier noch eine weitere Frage. Planen Sie die verwendeten Fragebögen bzw. Dateien für die verwendeten technischen Umfragesysteme Open Access zu publizieren?
Das ist dann wie vielleicht jetzt eine Folgefrage zu den Datenschutzfragen, also ob zumindest die Fragebögen publiziert werden, auch vor dem Hintergrund, dass eben damit eine Unterstützung der weiteren Kollegen z.B. aus Berlin oder anderen Fachhochschulen möglich wäre. Planen wir sehr gerne. Wir wissen bloß noch nicht wie und wo, aber die werden öffentlich zur Verfügung stehen.
Wenn jemand tolle Ideen hat, gerne auf uns zukommen. Gut. Jetzt kommt noch eine Anmerkung und dann würde ich Ihnen vielleicht zum Abschluss dann nochmal das Wort geben, aber würde jetzt noch kurz die Anmerkungen nochmal vorlesen.
Zur Aufwendbarkeit hochwertiger Open Access Journals gemessen an Zitationsmetriken kann ich die Liste des nationalen Open Access Kontaktpunktes empfehlen. Zusätzlich zu der Tabelle bietet der Simago Journal Rank eine Übersicht über Open Access Fachzeitschriften. Neuerdings kann man auch bei Web of Science noch OA Journals filtern. Ich denke, das ist generell hilfreich. Wahrscheinlich ist das aber auch nochmal ein Hinweis für die
Vermittlung in den Fachhochschulen, was es denn an Organen gäbe, die interessant sein könnten für die Publikation. Frau Halperr und Frau Reimer, genau, es kommt noch ein weiterer Kommentar.
Genau, der passt dann gleich auch zum Übergang, aber dann eine gute Idee, eben jetzt bezogen auf die Liste der möglichen Vernetzung zwischen den Fachhochschulen. In der Schweiz gibt es ein entsprechendes Fachhochschul Open Access Netzwerk, das von Valérie Andres, die gleich im Folgevortrag eben auch mit dabei ist, organisiert wird.
Vielleicht wäre hier auch eine Möglichkeit, nicht nur für die Schweiz, sondern für Deutschland und die Schweiz zu denken und sich auszutauschen, weil vermutlich einige der Fragen auch dort zusammen kommen. Okay, vielen Dank für Ihre Zeit. Gut, es kommen jetzt mir noch ein paar weitere Fragen. Ich lese die einfach ganz kurz vor, würde aber
damit jetzt hier auch meinerseits den Beitrag schließen, aber Ihnen noch kurz das Wort geben, Frau Halperr und Frau Reimer, dann möchten Sie noch abschließend eine wichtige Botschaft, nochmal eine Frage aufgreifen, etwas ergänzen.
Ich bedanke mich sehr herzlich für die rege Beteiligung. Ich habe gesehen, knapp 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Also es freut uns sehr, dass da so großes Interesse besteht und wir sind sehr, sehr offen für weitere Vernetzung und Kooperationen und sind auch sehr bereit, unsere Fragebögen zu teilen. Vielen Dank. Frau Halperr, von Ihnen noch etwas? Vielen Dank jetzt auch für die
tollen Open Access Tage. Ich glaube, da nehmen wir sehr viel für das Projekt mit. Und ich finde es total spannend, auch diese verschiedenen Akteure jetzt zu sehen, die verschieden zusammenkommen, Bibliotheken, Wissenschaftlerinnen, unterschiedliche Hochschultypen. Und ich finde, persönlich freue ich mich tatsächlich, dass das Thema jetzt
HAWs ist oder Hochschulverangewandte Wissenschaften, weil ich denke, die haben ihre eigene Daseinsberechtigung. Die haben starke Sachen, starke Forschung, die vielleicht in dieser großen Internationalforschung nicht so immer sichtbar ist. Und ich denke, da ist auch um die eScience Strategie von unserem Land, ich glaube, da
werden wir es stark voranschreiten können, wenn wir die HAWs und anderen Hochschulen mit in Fokus nehmen. Ich sehe das jetzt auch als politische Aufgabe von unserem Projekt da mitzuspielen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Herzlichen Dank nochmal. Und aus dem Forum nehme ich eben auch mit, vielleicht
jetzt auch nun für den nächsten und den folgenden Vortrag, zum einen die Anmerkung, dass eventuell die Stakeholder an den Hochschulen noch mal mit anders einbezogen werden müssen und eventuell auch auf den Open Access Net Seiten und Unterseiten eventuell eine spezifische Rubrik für die angewandten Wissenschaften und die verschiedenen Hochschultypen integriert und ergänzt werden sollte.