Finanzierung von Open-Access-Artikeln

Video thumbnail (Frame 0) Video thumbnail (Frame 245) Video thumbnail (Frame 362) Video thumbnail (Frame 570) Video thumbnail (Frame 1761) Video thumbnail (Frame 2300) Video thumbnail (Frame 2487) Video thumbnail (Frame 2987) Video thumbnail (Frame 3605) Video thumbnail (Frame 4924) Video thumbnail (Frame 5607)
Video in TIB AV-Portal: Finanzierung von Open-Access-Artikeln

Formal Metadata

Title
Finanzierung von Open-Access-Artikeln
Title of Series
Author
Contributors
License
CC Attribution 3.0 Germany:
You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor.
Identifiers
Publisher
Release Date
2020
Language
German

Content Metadata

Subject Area
Abstract
Die Frage nach der Finanzierung von Open-Access-Veröffentlichungen begleitet viele Autor*innen. Helene Brinken (TIB) beschreibt in diesem Video welche Möglichkeiten Autor*innen haben, mit anfallenden Kosten für Open-Access-Artikel umzugehen. Dieses Video wurde im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network aufgenommen.
Internet
Spring (hydrology) Counting Mittelungsverfahren Absolute value
Scientific modelling
Business model
Information Software repository ACCESS <Programm> Software repository
Was kommt eigentlich finanziell auf Sie zu, wenn Sie Ihren Artikel Open Access publizieren und welche Möglichkeiten haben Autor*innen ihre Kosten zu decken?
Durch Open Access können Leser*innen über das Internet aus aller Welt ohne zu bezahlen auf wissenschaftliche Informationen zugreifen dennoch entstehen auf Seiten des Journals natürlich Kosten bei einer Publikation. Um diese zu decken, erheben viele Open-Access-Zeitschriften eine Gebühr für die Veröffentlichung: diese sogenannten
Article Processing Charges oder kurz APCs . können je nach Journal vierhundert oder auch viertausend Euro betragen. Auch traditionelle Zeitschriften, die normalerweise nur gegen Bezahlung gelesen werden können, ermöglichen die Freischaltung einzelner Artikel. Zeitschriften, die dieses Modell nutzen, werden auch als Hybrid bezeichnet. das Problematische es hier, dass sie Einnahmen aus zwei Quellen generieren einmal aus Abonnements von Bibliotheken und dann noch aus den Zahlungen für einzelne Open-Access-Artikel. Wie sieht es nun mit der Finanzierung aus? Die Publikationsgebühren werden in der Regel den Autor*innen persönlich in Rechnung gestellt, aber diese Ausgaben sollen selbstverständlich nicht auf den Schultern der Wissenschaftler*innen lasten. Viele Einrichtungen stellen deshalb Mittel für die APC-Finanzierung zur Verfügung.
Aus diesen sogenannten Publikationsfonds kann die Übernahme der Gebühren beantragt werden.
Das geht schnell und unkompliziert allerdings sollten sie sich vor der Antragstellung nach den Förderbedingungen erkundigen. Viele Publikationsfonds unterstützen zum Beispiel keine Artikel in hybriden Modellen. Zudem gelten oftmals Kostenobergrenzen für die Erstattung und die Open-Access-Zeitschrift muss selbstverständlich bestimmten Qualitätsansprüchen genügen. Diese können einfach im Directory of Open Access Journals überprüft werden.
Tatsächlich erheben nicht alle Open-Access-Zeitschriften APCs. Zum einen gibt es alternative Geschäftsmodelle oder Einrichtungen schließen oft Rahmenverträge mit Verlagen ab, dann wird alles direkt mit der Hochschule beziehungsweise der Bibliothek abgerechnet. Am besten informieren sie sich bereits vor der Einreichung des Artikels ob ein Vertrag zur Kostenübernahme existiert und auf was Sie noch achten sollten.
Neben Institutionen unterstützen auch viele Forschungsförderer die Finanzierung von Open Access. Wenn sie voraussichtliche Open Access Publikationen Kosten bereits im Antrag eines Forschungsprojekt spezifizieren, kann auch nichts mehr schief gehen. Wenn Sie weder über Drittmittel verfügen, noch Zugang zu einem Publikationsfonds haben, gibt es noch eine dritte Möglichkeit: die Zweitveröffentlichung. Diese Option ist ebenfalls sinnvoll, wenn ein Artikel in einer hybriden Zeitschrift veröffentlicht werden soll. Denn fast immer besteht die Möglichkeit den Artikel nach Ablauf einer Sperrfrist in ein Open Access Repositorium zu stellen. Die sogenannte Embargofrist wird direkt mit dem Verlag ausgehandelt und liegt meist zwischen sechs und zwölf Monaten. Nach zwölf Monaten sind Autor*innen in Deutschland sogar rechtlich befugt ihre Publikation frei zugänglich zu machen, wenn diese aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde.
Manchmal ist es nicht eindeutig, ob eine Zweitveröffentlichung oder die Selbstarchivierung die Rechte Dritter verletzt. In soweit geht der Grundsatz: erst fragen dann posten. Es empfiehlt sich aber, auch wenn dies im Einzelfall gar nicht notwendig sein sollte, immer eine Vereinbarung mit dem Verlag zu treffen. Geeignete Repositorium, in denen sie ihren Artikel dauerhaft kostenfrei archivieren können, werden an den meisten Hochschulbibliotheken betrieben. Für weitere Informationen besuchen Sie uns gerne auf open-access.net. Wenn Sie spezifische Fragen haben, wenden Sie sich an unseren Helpdesk oder tauschen Sie sich im Open-Access-Forum aus.
Feedback