Die bisher größte Simulation des Wachstums kosmischer Strukturen und der Entwicklung von Galaxien, Quasaren und Schwarzen Löchern hat das Virgo-Konsortium, eine internationale Gruppe von Astrophysikern, im Juni 2005 in Nature veröffentlicht. Diese "Millennium-Simulation" benutzte mehr als zehn Milliarden fiktive Teilchen, die jeweils eine Masse von etwa einer Milliarde Sonnen repräsentieren, um die Entwicklung der Materieverteilung in einer würfelförmigen Region des Universums mit einer Kantenlänge von mehr als zwei Milliarden Lichtjahren zu verfolgen. Mit der neuen Simulation ist es den Astrophysikern möglich, die Entwicklungsgeschichte von etwa 20 Millionen Galaxien zu rekonstruieren sowie die Entstehung der superschweren Schwarzen Löcher, die gelegentlich als Quasare in ihren Herzen aufleuchten. |