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Schleusenmodell Uelzen II

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Automatisierte Medienanalyse

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Schleuse Uelzen I im Elbe-Seiten-Kanal. Der Kanal verbindet den Mittellandkanal mit der Elbe. Der Höhenunterschied beträgt 23 Meter. Daneben ist eine neue, größere Schleuse im Bau: Uelzen II Es sind Sparschleusen, die den Wasserverbrauch reduzieren Bei der vorhergehenden Der Großteil des für die Entleerung wurden sie gefüllt. Schleusenfüllung erforderlichen Wassers wird aus Sparbecken Das fehlende Wasser wird aus neben der Schleuse entnommen. der oberen Kanalstrecke entnommen. Diese Wassermenge pumpt man nachts aus der unteren Kanalstrecke zurück. Bevor man mit dem Bau der neuen Schleuse begonnen hatte, wurde die Funktionsweise der Schleusenanlagen im Modell in der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe untersucht und optimiert. Hier hat man die neue Schleuse Uelzen II, im Maßstab 1:20 aufgebaut. Die Sparbecken der neuen Schleuse sind links und rechts der Schleusenkammer senkrecht übereinander angeordnet; das spart Platz. In Sparschleusen müssen in möglichst kurzer Zeit große Wassermengen zwischen der Schleuse und den Sparbecken hin und her bewegt werden. Dabei entstehen hohe Strömungs-Geschwindigkeiten, Wirbel und Wellen, die die Schiffe z. B. gegen die
Schleusenwand drücken und gefährden können. Das Wasser strömt aus den Sparbecken von unten in die Schleusenkammer. Das geht sehr schnell, wie man mit Hilfe von schwarz gefärbtem Wasser aus dem
zweiten Sparbecken sehen kann. Dabei soll das Schiff möglichst sanft angehoben werden. Die Quer- und Längskräfte am Schiff werden mittels Sensoren gemessen und an einen Computer übertragen. Um
Laserstrahlen sichtbar zu machen, wird das Wasser mit
einer milchigen Flüssigkeit eingefärbt. Mit Hilfe der Lasertechnik werden nach dem Dopplerverfahren Strömungsgeschwindigkeiten gemessen.
Die sich ändernden Wasserspiegel in den Sparbecken werden mit
diesen Ultraschall-Messgeräten verfolgt. Das Rohr ist mit der Schleusenkammer verbunden und zeigt die augenblickliche Lage des Wasserspiegels. Die Ultraschall-Messgeräte erfassen die Modellwasserspiegel auf 1/10 mm exakt, was einer Genauigkeit von 2 mm in der Realität entspricht. Jedes der vier Sparbecken ist
auf beiden Seiten mit Ultraschall-Messgeräten ausgestattet. Die Höhen der sich ändernden Wasserspiegel werden elektronisch in die Messkabine übertragen. Aber auch die
anderen Messwerte werden hier gesammelt und im Computer aufbereitet. Die auf das Schiff einwirkenden Kräfte dürfen den jeweils zulässigen Wert nicht übersteigen. Die
Kräfte am Bug und am Heck des Schiffes erfassen Kraftsensoren. Steigt der Wasserspiegel bei der Schleusung in der Kammer relativ schnell, so wechseln die Kräfte heftig um mehrere Kilo Newton. Erst
wenn der Pegel zur Ruhe
kommt, beruhigt sich auch das Schiff. Eine Schleuse ist ein komplexes System mit zahlreichen dynamischen Parametern und verfügt sowohl im Modell
als auch draußen über einen hohen Automatisierungsgrad. Es zählen qualitativ hochwertige Daten. Die Schleuse wird am Modell optimiert,
das macht sich in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht bezahlt. Die Schleuse Uelzen II startete im Dezember 2006 ihren Betrieb und ist eine
der größten Sparschleusen der Welt. Wie im Modell gezeigt,
befinden sich auf jeder
Seite der Schleusenkammer 4 Sparbecken stockwerkartig übereinander. Die Sparbecken
der Schleuse Uelzen II
speichern rund 70% des Wassers, das zum Füllen der
Schleusenkammer benötigt
wird; etwas mehr als bei der
Schleuse Uelzen I. Für Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie in Spitzenzeiten mit bis zu 86
Schleusungen pro Tag bleibt auch Uelzen I in Betrieb und zwar 362 Tage im Jahr.
Sensor
Kraftpapier
Common-Rail-Einspritzanlage
Computeranimation
Ultraschall
Wasserverbrauch
Pegel
Meter
Wirbel <Physik>
Schleuse
Füllfederhalter
Platz
Strömungsgeschwindigkeit
Messwert
Bug
Kämmen <Textiltechnik>
Übertrager
Schiff
Heck
Wasserbau
Längskraft
Physikalische Größe
Kraftsensor
Kanal
Schleusenkammer

Metadaten

Formale Metadaten

Titel Schleusenmodell Uelzen II
Alternativer Titel The Uelzen II Lock Model
Autor Schledding, Thomas
Mitwirkende Bernd Hentschel (wissenschaftliche Betreuung)
Udo Pfrommer (wissenschaftliche Betreuung)
Eberhard Grimm (wissenschaftliche Betreuung)
Kuno Lechner (Kamera)
Wolfgang Blöhm (Kamera)
Thomas Gerstenberg (Ton)
Abbas Yousefpour (Schnitt)
Lizenz CC-Namensnennung 4.0 International:
Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt zu jedem legalen Zweck nutzen, verändern und in unveränderter oder veränderter Form vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.
DOI 10.5446/14871
IWF-Signatur C 13226
Herausgeber Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
Erscheinungsjahr 2010
Sprache Deutsch
Produzent IWF (Göttingen)
Produktionsjahr 2008

Technische Metadaten

IWF-Filmdaten Video-Clip ; F, 5 min

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet Technik
Abstract Bevor man mit dem Bau der neuen Schleuse Uelzen II begann, wurde die Funktionsweise der Schleusenanlagen im Modell in der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe untersucht und optimiert. Aus Platzgründen befinden sich die Sparbecken der neuen Schleuse links und rechts der Schleusenkammer senkrecht übereinander. Sparbecken verringern den Wasserverbrauch aus der oberen Kanalstrecke beim Schleusen. In der Schleusenkammer sollen die auf die Schiffe einwirkenden Kräfte möglichst gering und die Schleusung soll möglichst schnell sein. Eine Schleuse am Modell zu analysieren und zu optimieren, macht sich in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht bezahlt.
Before starting the construction of the new Uelzen II lock, the functionality of the lock was tested in a model at BAW. The water saving basins of the new lock are stacked vertically at the left and right side of the lock chamber for reasons of space. Water saving basins reduce the consumption of water taken from the upper part of the canal during the locking process. The forces acting on ships in the lock chamber should be minimised as far as possible and the locking time should be as short as possible. Analysing and optimising a lock by means of a model pays off from a technical and economical point of view.
Schlagwörter Schifffahrt
Bauwerksmodell
physikalisches Modell
Kraftsensor
Ultraschall Wasserspiegel Messgerät
Schwall
Schleusenkammer
Sparschleuse
Uelzen II
Schleuse
Wasserbau
hydraulic engineering
lock
Uelzen II
recuperation lock
lock chamber
flush
ultra sonic water level meter
force sensor
physical model
construction model
shipping

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