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Schwebefähre über die Oste, Baujahr 1909, Osten (Land Hadeln)

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E 2233 de Im norddeutschen Flachland zwischen Elbe und Weser ist die Schwebefähre Osten im Kreis Land Hadeln als Flußübergang über die Oste 1909 in Betrieb genommen worden. Sie wurde von der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg erbaut und ersetzte eine Prahmfähre, die an gleicher Stelle betrieben wurde. Die Zufahrt zur Fähre befindet sich in Osten rechts neben
diesem Gasthaus. Die Prahmfähre und die Gastwirtschaft wurden früher durch den gleichen Besitzer betrieben, bis die Gemeinde Osten die alten Fährrechte erwarb und die Schwebefähre erbaut werden konnte.
Durch eine Deichlücke erfolgt der Zugang zur Fähre.
Die Fährgondel hat am Ostufer des Flusses angelegt. Links neben der Fahrbahn befinden sich der Bedienungsstand und ein Raum für die Fußgänger.
Nach Schließen der beiden Schranken, eine leichte aus Holz am Ufer und eine schwere Eisenschranke auf der Fährgondel, wird durch den Fährmann die elektrisch betriebene Anlage in
Gang gebracht. Die Überfahrt kann beginnen.
Die Fähre hat eine Tragfähigkeit von 18 t.
Die Fahrbahn hat eine Breite von 4,20 m bei einer nutzbaren Länge zwischen den Schranken von 15 ½ m. Durch die Zunahme des Verkehrs, besonders in den Sommermonaten, reichte die Kapazität der Fähre nicht mehr aus. Es wurde daher im Jahre 1966 eine neue Fährgondel mit größerer Fahrbahnfläche gebaut. Die Gondel hängt an einem auf Schienen
laufenden Wagen mit vier Rädern.
Das Gleis befindet sich in dem Kastenträger einer brückenartigen Konstruktion. Die Schienen mußten wegen der damals noch auf der Oste verkehrenden Segelschiffe mit ihren hohen Masten hoch über Wasser angeordnet werden. Die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt beträgt bei mittlerem Hochwasser 29 m, während die Gondel
nur einige Meter über dem Wasser schwebt. Die Brückenkonstruktion hat eine Spannweite von 80 m und ruht auf vier Betonfundamenten, je zwei an jedem Flußufer,
mit einem Abstand untereinander von 25 m.
Der Wagen wird durch einen Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe über die Laufräder angetrieben. Kurz vor dem anderen Ufer wird die Fahrt durch Änderung der
Fahrstufen des Antriebsmotors verlangsamt. Eine
verschiebbare Stange schaltet im Bedienungsstand eine Signallampe ein; ferner wird zur Sicherheit beim Erreichen des Ufers der Motor ausgeschaltet. Unter
der Stange befindet sich eine Verriegelungsvorrichtung, mit der die Gondel am Ufer festgelegt werden kann.
Mit dem Handrad werden die Fahrstufen geschaltet.
Das Westufer der Oste ist erreicht.
Zur Zeit der Erbauung der Schwebefähre ermöglichten mehrere Prahmfähren ein Übersetzen über die Oste. Bei Eisgang im
Winter konnte nur die Schwebefähre betrieben werden. Ein ganzjähriger Zugang zur Bahnlinie Harburg-Cuxhaven war somit für die Bewohner östlich des Flußufers gewährleistet.
Die Fähre kehrt zur Ortschaft Osten zurück.
Der Laufwagen hat einen Achsstand von 8 m und eine Spurweite
von rund 10 m und läuft auf einem Gleis von 90 m Länge.
Für eine Überfahrt werden 4 Minuten benötigt.
Auf der Landseite ist die Vorrichtung zum Verankern der Fähre sichtbar.
Die Schaltstange berührt das Ufer.
Fast jeden Tag müssen während der ruhigeren Betriebszeiten Wartungsarbeiten an der Antriebsanlage ausgeführt werden. Der zuständige Betriebsleiter der Schwebefähre
gelangt über eine Leiter zum Laufwagen.
Die Endstellung des Wagens befindet sich hier auf dem überkragenden Teil der Brückenkonstruktion. Der Fährmann und der Mann oben am Laufwagen müssen sich durch Zurufen verständigen, wenn die Fähre
bei Bedarf oder für Wartungsarbeiten verkehren muß.
Viele Bereiche können nur bei Stillstand begangen werden. Auch manche Schmierarbeiten können nur
dann ausgeführt werden.
Nach Schließen der Schranken kann eine neue Fahrt beginnen.
Der Strom wird aus einer Fahrleitung durch Rollenstromabnehmer
entnommen. Bei längerem Netzausfall kann ein an Land stehender Dieselmotor mit Generator die Stromversorgung übernehmen. Die vier Antriebsräder haben einen
Durchmesser von 1,70 m. Der auf dem Laufwagen unter einer
Verkleidung angebrachte Drehstrommotor mit einer Leistung von 16 kW genügt zum Betrieb. Beim Abschalten des Motors wird der Laufwagen automatisch
gebremst. Die Anlage wurde früher mit Gleichstrom betrieben. Über ein
Schneckengetriebe am Motor, lange Achswellen und weitere Untersetzungsgetriebe werden die
vier großen Räder angetrieben. Sie sind zur Führung des Wagens auf dem Gleis mit doppelten Spurkränzen versehen. Die Gleise werden
während der Fahrt von einer Plattform aus gefettet, um bessere Laufeigenschaften zu erzielen.
Ein zweiter Laufgang befindet sich in 10 m Abstand bei den beiden anderen Antriebsrädern. Die Fähre fährt in Richtung der Ortschaft Basbeck.
Die vielen Verstrebungen des Kastenträgers sind zu erkennen; daran ist
auch die Fahrleitung befestigt.
Am Ende der Schienen befinden sich
auf beiden Seiten gefederte Puffer.
Wenn die Gondel unten an der Rampe anschlägt, dann hat
auch der Wagen oben im Gerüst die Endstellung erreicht.
Besonders an Wochenenden entsteht, bedingt durch den Ausflugsverkehr, ein größerer Andrang.
Auf der Fährgondel ist Platz für 6 Personenwagen. In der Stunde können ungefähr 30 Fahrzeuge in jeder Richtung befördert werden.
Die Schwebefähre ist ein Eigenbetrieb der Gemeinde Osten. Sie fährt Tag und Nacht jeweils bei
Bedarf. Es wird ein natürliches Gewässer überquert. Daher wird ein Fährgeld verlangt, das von dem Fährmann während der Fahrt kassiert wird.
Die Gondel fährt in die Richtung des Ortes Osten.
Außerhalb des Deiches warten Fährbenutzer auf eine Überfahrt.
Wegen der nahe gelegenen Küste wird der Wasserstand in Osten durch die Gezeiten beeinflußt. Der mittlere Wasserstandsunterschied beträgt in diesem Flußbereich noch
2,30 m. Vor der Erbauung des Oste-Sperrwerkes an der Mündung zur Elbe mußten bei Sturmfluten
die Deichlücken durch Nutenbretter verschlossen werden. Die Fähre war dann außer Betrieb.
Omnibusse werden bevorzugt übergesetzt. Nur schwere Lastzüge können nicht befördert werden. Die von MAN in Gustavsburg gebaute Schwebefähre
wird nach Fertigstellung einer festen Brücke 1974 stillgelegt. Die Baukosten
der Fähre waren damals wesentlich niedriger als die für eine bewegliche Brücke. Es sind nur
wenige Fähren dieser Art gebaut worden.
Schwebefähre
Badehaus
Computeranimation
Schwebefähre
Fähre
Fähre
Fahrbahn
Vorlesung/Konferenz
Kraftfahrzeug
Anlage <Unterhaltungselektronik>
Kapazität
Tragfähigkeit
Gondel <Boot>
Fähre
Schrank
Fahrbahn
Kastenträger
Gleis
Axt
Wagen
Transporttechnik
Rad
Mast
Gondel <Boot>
Segelschiff
Meter
Stützweite
Wagen
Untersetzungsgetriebe
Elektromotor
Laufrad <Strömungsmaschine>
Gondel <Boot>
Handrad
Schwebefähre
Spurweite
Fähre
Gleis
Vorrichtung
Fähre
Schwebefähre
Leiter
Endstelle
Wagen
Fähre
Schrank
Treibrad
Dieselmotor
Fahrleitung
Vorlesung/Konferenz
Kraftfahrzeug
Generator
Motor
Abschaltung
Drehstrommotor
Schneckengetriebe
Achswelle
Untersetzungsgetriebe
Anlage <Unterhaltungselektronik>
Gleis
Wagen
Laufeigenschaft
Plattform <Kraftfahrzeugbau>
Treibrad
Kastenträger
Laufgang
Applikation
Gedeckter Güterwagen
Fähre
Richtung
Fahrleitung
Endstelle
Wagen
Gondel <Boot>
Gerüst
Puffer
Personenkraftwagen
Fahrzeug
Platz
Richtung
Schwebefähre
Ahle <Werkzeug>
Gondel <Boot>
Richtung
Deich
Schwebefähre
Lastzug
Fähre
Bewegliche Brücke
Fähre
Schifffahrtsmuseum
Fähre
Computeranimation

Metadaten

Formale Metadaten

Titel Schwebefähre über die Oste, Baujahr 1909, Osten (Land Hadeln)
Alternativer Titel Transporter Bridge, Built in 1909, across the River Oste at Osten (Land Hadeln)
Autor Luckmann, Detlev
Lizenz CC-Namensnennung - keine kommerzielle Nutzung - keine Bearbeitung 3.0 Deutschland:
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DOI 10.3203/IWF/E-2233
IWF-Signatur E 2233
Herausgeber IWF (Göttingen)
Erscheinungsjahr 1977
Sprache Deutsch
Produzent IWF
Produktionsjahr 1974

Technische Metadaten

IWF-Filmdaten Film, 16 mm, LT, 128 m ; F, 12 min

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet Technik
Abstract Beschreibung der bis 1974 betriebenen Schwebefähre. Beispiele vom Betrieb der Fähre: Übersetzen eines landwirtschaftlichen Fahrzeugs, Ausflugverkehr an einem Sonntag mit Übersetzen eines Omnibusses. Wartungsarbeiten an der elektrisch betriebenen Antriebsanlage.
The transporter bridge Osten, operated as a regular service until 1974, is described. The operation of the ferry is demonstrated, showing as an example the transfer of an agricultural vehicle, the most important technical specifications being givem at the same time. Some necessary maintennance work on the electrically operated drive system on the bogie wagon (trolley) is also shown. This is followed by shots of excursion traffic on a Sunday some three weeks prior to cessation of the ferry service, a bus being also among the vehicles ferried across on that occasion.
Schlagwörter Schwebefähre
Wasserfahrzeuge / Fähren
Fähren / Schwebefähre
Fahrzeuge / Wasserfahrzeuge
vehicles / watercrafts
ferry / transporter bridge
watercrafts / ferries
transporter bridge

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