Schäden an Waldbäumen durch holzzerstörende Pilze
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Formal Metadata
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Author | ||
License | CC Attribution - NonCommercial - NoDerivatives 3.0 Germany: You are free to use, copy, distribute and transmit the work or content in unchanged form for any legal and non-commercial purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor. | |
Identifiers | 10.3203/IWF/C-1594 (DOI) | |
IWF Signature | C 1594 | |
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Production Year | 1984 |
Technical Metadata
IWF Technical Data | Film, 16 mm, LT, 69 m ; F, 6 1/2 min |
Content Metadata
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IWF Classification |
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Transcript: German(auto-generated)
00:30
Sturmkatastrophen haben in der Vergangenheit verheerende Schäden in unseren Wäldern angerichtet.
00:42
Dieser Baum ist umgestürzt, da der Kern durch Pilzbefall seine Festigkeit verloren hat. Pilze befallen auch die tiefreichenden Wurzeln. Wenige derart geschwächte Bäume können für ein ganzes Waldstück verhängnisvoll sein.
01:05
Die Lücken, die sie reißen, bieten dem Sturm neue Angriffssflächen. Auch gesunde Bäume sind dann gefährdet. Im Wurzelbereich dieser Fichte wachsen Fruchtkörper des Wurzelschwammes Heterobasidion anosum.
01:24
Eine weiße Porenschicht bedeckt die Unterseite der Fruchtkörper. In Europa werden schätzungsweise 10% des geschlagenen Fichtenholzes durch Stammfäule entwertet, die der Wurzelschwamm verursacht.
01:43
Da der Pilz die Fichte in der Regel durch die Wurzel infiziert, breitet er sich von dort nach oben in den Stamm aus. Das angegriffene Holz ist rot-braun verfärbt durch Farbstoffe, die der Wurzelschwamm beim Abbau von Zellulose und Lignin bildet.
02:06
Man spricht von Rotfäule. Fortgeschrittene Stadien des Befalls erkennt man an der typischen Flaschenform der Stämme. Sie kommt dadurch zustande, dass das Gewicht des Stammes die Basis mit ihrem zerstörten Kern zusammenstaucht.
02:29
Fichtenmonokulturen können an ungünstigen Standorten wie auf Kalkböden bis zu 90% befallen sein. Laubbäume werden durch Letyporus Sulphurius den Schwefelporling befallen.
02:45
Er verursacht die Kernfäule der Eiche, eine Braunfäule. Seine Fruchtkörper werden bis zu einem Zentner schwer. Auch dicke Bäume werden durch den Parasiten ihrer Festigkeit beraubt und von Stürmen umgebrochen.
03:06
Durch die Braunfäule wird das Holz mürbe, leicht brüchig und bekommt Längs- und Querrisse. Schließlich zerbricht es würfelig.
03:26
Der Braunfäule-Erreger baut die gesamte Zellulose ab und lässt Lignin unangegriffen. In älteren Eichenwäldern findet man einen Parasiten, der Weißfäule verursacht, den Eichenfeuerschwamm Felinus robustus.
03:47
Die ausdauernden Fruchtkörper sind auf der Oberseite von Algen bewachsen. Die Zerstörung des Kernholzes durch das Mycel führt zum Umstürzen.
04:02
Die Bruchstelle zeigt eine helle Verfärbung, verursacht durch den Abbau von Lignin. Daneben ist auch Zellulose zerstört. Das Holz erhält dadurch eine weiche, faserige Konsistenz und verliert seine mechanische Festigkeit.
04:36
Die Zerstörung von Holz durch parasitische Pilze ist unter frostlichen und ökonomischen Gesichtspunkten ein Schaden.
04:47
Andererseits bietet ein kranker bzw. ein toter Baum eine Vielzahl von Kleinlebewesen, Lebensraum und Nahrung.
05:02
Auch höhere Lebewesen wie dieser Buntspecht richten sich in einem Baumstamm häuslich ein, der durch den Pilzbefall mürbe wurde. Derartige Baumruinen bieten ganzen Familien Unterschlupf und Nahrung.
05:28
Verlassene Höhlen werden gern von Nachmietern, wie diesem Star bezogen, ein Beispiel für die Subzession der verschiedenen Lebewesen im befallenen Baum.