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Köpfvorgang bei der Zuckerrübenernte mit dem Bunkerköpfroder

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Formal Metadata

Title
Köpfvorgang bei der Zuckerrübenernte mit dem Bunkerköpfroder
Alternative Title
Sugar Beet Topping with a One-row Harvester
Author
Contributors
License
CC Attribution - NonCommercial - NoDerivatives 3.0 Germany:
You are free to use, copy, distribute and transmit the work or content in unchanged form for any legal and non-commercial purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor.
Identifiers
IWF SignatureB 1319
Publisher
Release Date
Language
Producer
Production Year1977

Technical Metadata

IWF Technical DataFilm, 16 mm, LT, 135 m ; F, 12 1/2 min

Content Metadata

Subject Area
Genre
Abstract
German
German
Köpfen der Rüben durch das vom Tastrad geführte Messer mit 20facher Zeitdehnung an verschiedenen Rübenbeständen. Ursache zu hoher und zu tiefer Köpfschnitte.
English
English
The film shows a single-row beet harvester in action during the sugar beet harvest. The topping of the beets is shown at normal speed. The test conditions used are explained.
Keywords
German
German
English
English
IWF Classification
German
German
English
English
MachineSugar
VehicleHarvestersZuckerfabrik
Fahrgeschwindigkeit
HarvestersScheinwerfer
Paper
Paper
MachineAbtastungRoad slipperinessKnifeRad (unit)FahrgeschwindigkeitNachlauf <Verfahrenstechnik>
TastschalterVelocity
VelocityCollisionElectrical contactsKnifeFahrgeschwindigkeitTastschalter
FahrgeschwindigkeitTastschalterSpring (device)Knife
FahrgeschwindigkeitSpring (device)CollisionTastschalterNormal
Bruch
FahrgeschwindigkeitVelocityMachine
FahrgeschwindigkeitVelocityCollisionKnifeTastschalterPhysical quantity
Machine
Transcript: German(auto-generated)
Zuckerrüben nutzen auch im Herbst die Strahlungsenergie zur Bildung von Zucker. Die Ernte beginnt deshalb relativ spät. Sie wird meist mit dem Bunkerköpfroder durchgeführt.
Diese Maschine köpft, rodet, reinigt und sammelt die Rüben in einem Arbeitsgang. Der Fahrer muss neben seinem Fahrzeug auch die Erntemaschine steuern und überwachen. Besonders sorgfältig kontrolliert er das Köpfaggregat, denn eine falsche Einstellung oder schlechte Arbeit des Köpfers
kann zu erheblichen Verlusten sowohl für den Landwirt als auch für die Zuckerfabrik führen. Eine exakte, unmittelbare Kontrolle des Schnittvorgangs ist wegen der hohen Fahrgeschwindigkeit und der sichtbehinderten Rübenblätter allerdings nicht möglich. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung
sollte der Schnittvorgang einmal genauer beobachtet werden. Zu diesem Zweck wurden an die Erntemaschine eine Spezialkamera und Scheinwerfer montiert, um zeitgedehnte Filmaufnahmen machen zu können. Die Untersuchungen sind an unterschiedlichen Rübenbeständen bei normalen Erntebedingungen, aber etwas gekürztem Rübenblatt durchgeführt worden.
Bei 20-facher Zeitdehnung und ungekürztem Rübenblatt lassen sich die Bewegungen des Tastrades zwar genau verfolgen, doch der Schnittvorgang ist hinter den Blättern kaum zu sehen.
Wird das Blatt etwas gekürzt, kann man das Abtasten einzelner Rüben und den Köpfsschnitt deutlich erkennen. Das aus mehreren Zahnringen bestehende Rad tastet zwischen den Blattstängeln den Rübenkopf ab. Das Köpfmesser in einem bestimmten Abstand zum Tastrad eingestellt, folgt der Tastbewegung.
Ein seitlich vor dem Tastrad laufendes Bodenrad verhindert, dass das Tastrad und das Messer im Boden laufen. Das Messer ist an dieser Maschine federnd gelagert, um zum Beispiel Beschädigungen durch Steine zu vermeiden.
Das Tastrad wird mit einer Voreilung im Verhältnis zur Fahrgeschwindigkeit angetrieben. Die Zähne an den Ringen erleichtern durch gute Griffigkeit das Klettern des Tastrades. Beim Aufsteigen des Rades wird die Voreilung wegen des zusätzlichen Weges kleiner. Eine gleichbleibend zur Fahrgeschwindigkeit eingestellte Voreilung bedeutet nicht,
dass sie immer gleichbleibend wirksam ist. In den nun folgenden Aufnahmen wird der Ablauf des Köpfsschnittes bei verschiedenen Rübenbeständen mit niedriger und anschließend mittlerer und hoher Fahrgeschwindigkeit gezeigt.
Für den Köpfvorgang ist die Wuchshöhe von besonderer Bedeutung. Wenn die Rüben dicht beieinander stehen, wachsen sie trotz ungleichmäßiger Verteilung nur geringfügig aus dem Boden, so dass der Taster keine großen Höhenunterschiede zu überwinden hat. Wenn dazu noch wie hier mit einer sehr niedrigen Geschwindigkeit gefahren wird,
wie diese zu Beginn der Erntemechanisierung üblich war, so kann der Taster jede Rübe genau abtasten.
Bei geringer Bestandesdichte wachsen große Rüben weit aus dem Boden. Der Abstand des Messers zum Tastrad wurde entsprechend vergrößert. Die Rübe erhält im Augenblick des Kontaktes mit dem Tastrad einen Stoß, weicht aus, wird zurückgezogen und geköpft. Bei hohen Rüben verliert der Taster nach dem Aufprall häufig den Kontakt zur Rübe,
die dann meist zu hoch geköpft wird. Doch ist die Schnittabweichung bei dieser niedrigen Geschwindigkeit relativ gering, im Vergleich zu den Abweichungen bei einer hohen Fahrgeschwindigkeit.
Wenn das Messer tief zum Schnitt angesetzt wird, verläuft der Schnitt häufig schräg nach unten.
Bei engstehenden Rüben löst sich der Taster auch bei etwas erhöhter Fahrgeschwindigkeit relativ selten von der Rübe, weil das große Tastrad nur geringe Höhenunterschiede zu überwinden hat
und durch die dichte Schnittfolge am Springen gehindert wird. Wenn die Rüben schmal sind, besteht die Gefahr, dass der Rübenkopf zwischen den Ringen eingeklemmt wird. Sehr tief im Boden stehende Rüben werden dagegen vom Messer nicht immer erreicht.
Bei weit auseinanderstehenden und hoch aus dem Boden herausgewachsenen Rüben
neigt das Tastrad bereits bei einer mittleren Fahrgeschwindigkeit zum Springen. Die Veränderung der Voreilung bei starker Belastung und nach dem Loslassen des Rübenkörpers wird deutlich. Sind wie hier geringere Höhenunterschiede zu überwinden, so ist der Köpfschnitt noch etwas hoch, aber schon zufriedenstellend.
Sobald der Taster hochsteigen muss oder sich Hindernisse wie diese Schossrübe in den Weg stellen, besteht die Gefahr von Fehlschnitten. In diesem Falle war der Schnitt noch gut.
In welchem Maße die Rübe umgebogen wird, hängt in erster Linie von den Bodenverhältnissen, aber auch von der Sorte ab. Bei dieser standfesten zuckerreichen Sorte werden Rüben mittlerer Größe kaum verformt.
Selbst große Rüben geben nur wenig nach, so dass das Tastrad, dessen Stoß dann relativ wenig gedämpft wird, zum Springen neigt.
Ertragreiche Rübensorten sind in der Regel weniger standfest und daher anfälliger für Verluste durch Umstoßen. Eine schlanke Rübenform begünstigt einen tiefen Schnittansatz.
Beim Umbiegen von hoch herausgewachsenen Rüben wird die Voreilung des Tastrades verzögert. Anschließend dreht das Rad dann wieder voll durch. Diese Rübensorte wächst besonders hoch aus dem Boden heraus. Dies schließt aber nicht aus, dass beachtliche Unterschiede in der Wuchsform einzelner Rüben auftreten.
Wenn das Tastrad von einer hochstehenden Rübe aus im Sprung auf die nächste auftrifft, kann diese beschädigt werden und dann beim Köpfen zu Bruch gehen.
Bei einer hohen Fahrgeschwindigkeit und einem entsprechend schnellen Abtastvorgang scheinen die Blattstängel weniger genau eingefädelt, dafür aber stärker umgebogen zu werden. Offenbar werden die Sprungbewegungen des Tastrades dadurch gedämpft. Wenn trotz der hohen Geschwindigkeit noch ein befriedigender Köpfschnitt gelingt,
so liegt dies an der hier relativ gleichmäßigen Wuchshöhe und der richtigen Einstellung des Messerabstandes. Sehr tief im Boden steckende Rübenköpfe werden vom Köpfmesser schlecht erreicht. Hier ist ein Fehlschnitt kaum zu vermeiden. Stehen zwei Rüben dicht aneinander, wird bei hoher Geschwindigkeit die zweite Rübe häufig zu hoch geköpft.
Sind Schossrüben ausnahmsweise nicht rechtzeitig beseitigt worden, so werden sie bei aufrechtem und standfestem Wuchs zwar wie hier geköpft,
aber nicht selten bereitet dann der Schosstrieb erhebliche Schwierigkeiten durch Verstopfung der Transportwege in der Maschine.
Hochstehende Rüben können bei einer Fahrgeschwindigkeit von 8 km pro Stunde nicht mehr sauber geköpft werden. Sie stellen bei dieser Geschwindigkeit für das Tastrad ein Hindernis dar.
Der Stoß des Tasters wird von den Rüben durch Zurückweichen und Umbiegen etwas aufgefangen. Dennoch wird das Tastrad hochgeschleudert und der Schnitt zu hoch ausgeführt. Da dies alles sehr schnell erfolgt, kann die Rübe nicht mehr voll zurückfedern. Hohe Rüben werden deshalb oft nicht nur zu hoch, sondern auch schräg geköpft.
Hierzu trägt auch bei, dass das Messer noch während des Schnittes durch den springenden Taster nach oben gezogen wird. Auch Messerschwingungen stellen sich dann verstärkt ein. Schräge Schnitte sind schon deshalb unerwünscht, weil dann fast immer ein Teil des Kopfes und der Stängel an den Rüben bleibt.
Besonders die Grünteile erschweren die Verarbeitung der Rüben in der Fabrik. Große Rüben sind in der Regel die qualitativ schlechteren Rüben.
Durch einen zu hohen oder schrägen Köpf-Schnitt wird die Qualität zusätzlich vermindert. Hohe Produktionskosten und niedrige Zuckerausbeute sind die Folge. Verluste bei der Rübenernte werden sich nie ganz vermeiden lassen. Doch je genauer deren Ursachen bekannt sind, umso eher ist es möglich, die Verluste niedrig zu hatten.
Neben züchterischen und maschinentechnischen Verbesserungen ist es vor allem die richtige Handhabung der Maschine, mit der die Ernteverluste gesenkt werden können.