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Traubesche Zelle

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Zur Demonstration der Traubeschen Zelle wird in eine 4%ige Kupfersulfatlösung ein Kristall von Kaliumhexacyanoferrat-II eingebracht. Der Kristall beginnt sich zu
lösen. Augenblicklich entsteht, in leichter Zeitraffung dargestellt, eine Niederschlagsmembran von Kupferhexacyanoferrat. Durch Platzen und Neubildung der Membran entsteht ein unregelmäßig wachsendes Gebilde. Nachdem Chemiker und Weingroßhändler Moritz Traube aus Radibor, der diesen Versuch im Jahre 1867 erstmals durchführte, wird dieses Gebilde als Traubesche Zelle bezeichnet. Die Niederschlagsmembran ist semipermeabel. Sie hält die gelösten Salze zurück und läßt nur Wasser hindurch. Vom Kristall geht ständig Kaliumhexacyanoferrat in Lösung. Die Konzentration im Inneren der Traubeschen Zelle erhöht sich. Aufgrund des Konzentrationsgefälles strömt Wasser in den Innenraum ein. Der Druck steigt an bis die Membran platzt. An der Berührungsfläche mit Kupfersulfat, bildet sich eine neue Niederschlagsmembran. Dieser Vorgang wiederholt sich fortgesetzt, die Traubesche
Zelle wächst .Bei stärkerer Vergrößerung ist das Platzen und die Neubildung der Membran deutlich zu verfolgen. Die Niederschlagsmembran ist braun gefärbt und begrenzt elastisch. Die Form der Traubeschen Zelle wird bestimmt durch die Höhe des Innendrucks und die zufällige Verteilung der dünnen Stellen in der Membran. Der Innendruck stabilisiert die
Traubesche Zelle. Ihr Gewicht kann jedoch so groß werden, daß sie einknickt und umfällt. Der letzte Versuch zeigt die Traubesche
Zelle in Dunkelfeldbeleuchtung. In der Kupfersulfatlösung werden Schwebeteilchen sichtbar. Bei
genauem Hinsehen, erkennt man auch innerhalb der Traubeschen Zelle Teilchen. Sie bewegen sich von der Basis zur Spitze. Bisweilen steigen Luftblasen auf, die längere Zeit an der Membran haften. Sie ziehen die Membran nach oben. Die Traubesche Zelle kann als
Modell einer pflanzlichen Zelle angesehen werden. Die Pflanzenzelle platzt jedoch nicht, da sie von einer festen Zellwand umgeben ist.
Zelle
Blutlaugensalze
Zelle
Internationaler Freiname
Traube, Moritz
Lipopolysaccharide
Chemiker
Kupferhexacyanoferrat
Niederschlagsmembran
Aluminiumsalze
Konzentration
Lösung
Membran <Verfahrenstechnik>
Zelle
Reisstärke
Membran <Verfahrenstechnik>
Zelle
Zelle
Zellwand
Computeranimation
Membran <Verfahrenstechnik>

Metadaten

Formale Metadaten

Titel Traubesche Zelle
Alternativer Titel Traube Cell
Autor Nultsch, Wilhelm
Schuchart, Hartwig
Mitwirkende Trude Hard (Redaktion)
Horst Wittmann (Kamera und Schnitt)
Lizenz Keine Open-Access-Lizenz:
Es gilt deutsches Urheberrecht. Der Film darf zum eigenen Gebrauch kostenfrei genutzt, aber nicht im Internet bereitgestellt oder an Außenstehende weitergegeben werden.
DOI 10.3203/IWF/C-1454
IWF-Signatur C 1454
Herausgeber IWF (Göttingen)
Erscheinungsjahr 1982
Sprache Deutsch
Produzent IWF
Produktionsjahr 1980

Technische Metadaten

IWF-Filmdaten Film, 16 mm, LT, 51 m ; F, 5 min

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet Chemie
Abstract Entstehung einer Traubeschen Zelle vom Einbringen eines Kaliumhexacyanoferrat-2-Kristalls in 4%iges Kupfersulfat bis zum Platzen der semipermeablen Niederschlagsmembran und zum Umkippen der Zelle in leichter Zeitraffung.
Formation of a Traube Cell is followed in time-lapse photography starting from a crystal of potassium hexacyanoferrate II in a 4% copper sulphate solution through its development until the destruction of the semipermeable deposit membrane and reversal of the cell.
Schlagwörter Hydrodynamik
Traubesche Zelle
Membranen / semipermeable
semipermeable Membran
Osmose
osmosis
semipermeable membran
membrane / semipermeable
Traube cell
hydrodynamics

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