Am Anfang war der Wintergarten
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Formal Metadata
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Title of Series | ||
Number of Parts | 5 | |
Author | ||
Contributors | ||
License | No Open Access License: German copyright law applies. This film may be used for your own use but it may not be distributed via the internet or passed on to external parties. | |
Identifiers | 10.5446/36988 (DOI) | |
Publisher | ||
Release Date | ||
Language | ||
Producer | ||
Production Year | 2009 |
Content Metadata
Subject Area | ||
Genre | ||
Abstract |
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ArchitectComputer animation
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Conservatory (greenhouse)Computer animation
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Nature (innate)FacadeInterior spaceVisualization
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Conservatory (greenhouse)Interior spaceFacadeVisualization
00:57
BauherrArchitectMeeting/Interview
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Meeting/Interview
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Oberlicht
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Conservatory (greenhouse)RoofWandscheibeKaminWohnbereichPlatzInterior spaceEngineering drawing
02:43
Terrace (geology)BuildingInterior space
03:08
WohnbereichApartmentBauablauf
03:23
Electronic componentDämmstoffBuildingBauherrFoundation (engineering)BasementWärmedämmverbundsystemFacadeFacadeBuilding
05:12
Demolition
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Building
05:32
Westfassade
05:44
VerglasungBuildingGlazier
06:25
Interior spaceFacadeBuilding
06:35
Interior space
06:50
Architect
07:02
ArchitectMeeting/Interview
07:20
Foundation (engineering)Lecture/Conference
07:31
Foundation (engineering)WohnraumFoundation (engineering)Domestic roof constructionVerglasungScreedFußbodenheizungMeeting/InterviewInterior spaceFacade
07:48
RohbauWohnraumWandInterior spaceFacadeLecture/Conference
08:08
WandTile
08:16
TileHouseMeeting/Interview
08:58
Interior space
09:08
Interior space
09:21
Interior spaceVisualization
09:36
Classical orderInterior space
09:49
Interior spaceVisualization
09:59
AußenanlageInterior spaceFacade
10:12
BauwesenSpatial planningArchitectStadtentwicklungBauen
Transcript: German(auto-generated)
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Wir haben uns das eine oder andere Alternativhaus sozusagen angeguckt, aber das war uns irgendwie nicht so zugesagt und dann haben wir dann irgendwann gesagt, wir bleiben hier, weil uns die Umgebung gefällt und auch die
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sozialen Beziehungen halt für uns wichtig sind und der Grundgedanke war eigentlich nur eine energetische Sanierung und meine Frau wollte ganz gerne auch einen Wintergarten dabei haben und naja, da wir nicht einfach so eine Kiste dran klatschen wollten, haben wir gesagt, dass wir uns dann mit dem Architekten zusammensetzen und eine vernünftige Lösung finden und so
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ist das dann so ein bisschen gewachsen und mit der Beschäftigung, mit der ganzen Idee, mit dem Vorhaben sind natürlich wieder neue Erkenntnisse dazugekommen, so dass von der kleinen geplanten Maßnahme jetzt ein bisschen mehr draus geworden ist.
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Und das jetzt die Situation, wie sie sich darstellt, mit diesem versetzten Satta bzw. Pulta und diesem kleinen Appendix, der da heute dran ist, der dann in Zukunft eben nicht mehr da sein wird, die Maßnahme, die vorschlagen ist, den
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eben zu entfernen und durch einen, das größtmaßstäglicheren Kubus zu ersetzen, der eben zweiseitig verglast ist, von oben ein Oberlicht hat, der also diesem Thema des Wintergardens sehr nahe kommt, auch wenn er nicht rein vierseitig vollständig aus Glas ist.
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Wenn man das Dach mal abnimmt, kann man ihn auch nach innen sehen und wir werden also die Zugangssituation der Küche hier schließen und dann die Küche eben komplett zum Essplatz hin öffnen und auch den Essplatz, der jetzt ja noch durch diese Wandscheibe am Kamin vom Wohnbereich getrennt ist, eben auch öffnen, sodass sich so ein,
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ein kleines Raumcontinuum ergibt, eben über die Küche, den Essplatz in dem offenen Wohnbereich. Und das wird ein Kubus sein, der soll ein besonderes Material erhalten und das wird eine Metallverkleidung werden,
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die wir hier mal als Muster mitgebracht haben. Hier sieht man eben so ein Panelsystem, ein Stecksystem, horizontal liegenden Elementen, die dann den Kubus seitlich und auch in der Blende oben verkleiden und dieses Material läuft eben rum und fängt sich letztendlich in dieser Terrassenscheibe.
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Eine besondere Herausforderung stellt sicherlich die Tatsache dar, dass die Familie Eckert während der Umbau-Maßnahmen im Gebäude wohnen bleiben wird. Da man eben nicht nur in den Wohnbereich sehr massiv eingreift, indem man nämlich einen Teil abreißt, aber auch noch Zwischenwände herausnimmt, muss man sich sehr genau überlegen, wie das im Bauablauf
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funktionieren kann. Das ist sicherlich mit Einschränkungen verbunden. Darüber ist sich die Familie im Klaren. Der Zeitraum ist übersehbar und andere Alternative haben wir nicht, weil wir es vernünftig machen wollen. Und da muss man halt etwas leidensfähig sein.
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Es ist auf jeden Fall wichtig, gerade zu Beginn ein Gesamtkonzept zu erstellen. Gerade bei Samierungsmaßnahmen kann man auch sonst viel Geld des Bauherren verschwinden, wenn man nicht von vornherein konsequent an einem Ziel arbeitet, ein Gesamtkonzept erstellt, bevor man loslegt. Es ist natürlich auch ein Wechselspiel. Es gibt schon Überlegungen, was wollen wir eigentlich gestalten, was
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wollen wir machen? Passt das zu den energetischen Ansprüchen, die gestellt werden? Wo muss man eingreifen? Wo muss vielleicht die Dämmung erhöht werden, die Glasart geändert werden? Das muss schon untereinander sehr sorgfältig abstimmen. Bei der energetischen Betrachtung des Gebäudes müssen alle im Hüllen in Flächen betrachtet werden. Das
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ist zum einen die Bodenplatte. Das ist beim Bestandsgebäude natürlich schwierig. Das ist hier auch Teil unter Keller. Das heißt, die hat es eine Dämmung mit Polystyrolschaum unter der Kellerdecke gegeben. Dann gibt es die Wandbauteile mit dem Wärmedämmverbundsystem an den weißen Fassaden und eben
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am Neubaukörper, der mit einer Blechverkleidung versehen wird, die hinterlüftete Dämmung und die Dachdämmung. In der Dachfläche wird von innen die Verkleidung aufgenommen und 20 cm Mineralwolle eingebracht. Bei den Fassadenteilen ist es so, dass es unterschiedliche Dämmmaterialien gibt, die dort verwendet werden können.
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Das können ökologische Dämmstoffe sein, das können Mineralwollen sein, wie sie beispielsweise hier sind, oder auch EPS, sogenannte explodierte Polystyrol-Hardschäume, genannt Styropor. Dann wird 14 cm dieser Dämmung aufgetragen. Auf der Dämmung gibt es ein Armierungsgewebe, eine Zwischenputzlage und einen
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Oberputz, der mit der entsprechenden Körnung dann sicherstellt, dass das Gebäude warm gehalten wird und gleichzeitig winzig ist. Die Dämmung wird dann mit dem Wind und Wetter abgehalten werden. Bei der Blechfassade ist es so, dass sie hinterlüftet ist, dass eine Mineralwolle da verwendet worden ist, und die
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metallischen Fassadentafeln sitzen dann auf Abstand, sodass sichergestellt wird, dass wenn beispielsweise mal in den Fugen der Verblechung Wasser eindringen könnte, das auf der Innenseite entsprechend abläuft, bzw. durch die Luftzirkulation abtrocknen kann. Dann gibt es noch die verglasenden Teile des Gebäudes, die sind entsprechend des Nachweises mit einem
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Dämmwert versehen worden, und da muss eben darauf geachtet werden, dass die verwendeten Gläser diesen Dämmstandard entsprechen.
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Es geht jetzt mit den Einschränkungen eigentlich jetzt erst entscheidend los, weil bei uns jetzt Bände durchgebrochen werden, dass die einzige Einschränkung, die wir bisher hatten, war, dass der Garten nicht mehr zu genießen ist und dass wir kein Wohnzimmer mehr hatten. Das war also eine Beschränkung, mit der man leben konnte. Jetzt geht es aber los, dass wir demnächst nicht mehr
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in die Küche können und so weiter und so fort, aber das wird dann schon ein bisschen wie Camping oder Segeln. Man muss sich schon ganz schön tief in die Sache reindenken und sich einlassen und mit Handwerkern nicht ganz so viel, aber mit Architekten schon intensiv diskutieren, wie was ist, und man mag schon, dass wenn man über die gleichen Dinge redet, nicht immer dasselbe meint.
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Es gibt halt schon mal, sagen wir mal, Meinungsunterschiede, was den Geschmack betrifft vielleicht oder bestimmte Ansichten, aber im Großen und Ganzen läuft das gut ab und sind wir froh, dass wir mit Architekten zusammenarbeiten. Alleine hätten wir das in der Form nicht bewerkstelligen können und nicht geschafft.
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Das haben wir gemacht zwischenzeitlich, wir haben die Bodenplatte verlängert vom Wohnraum, wir haben die Fundamente neu gesetzt, haben auf diese Tragkonstruktion dann den Stahl eingebaut, der auch die hölzerne Dachkonstruktion trägt und dann anschließend diese Fassadenelemente aus Aluminium aufgestellt.
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Hier fehlt jetzt noch die Verglasung und im weiteren wird hier natürlich noch ein neuer Estrich mit Fußbodenheizung verlegt und dann ist dieser Bereich im erweiterten Rohbau fertig. Im folgenden werden wir dann noch zum Wohnraum hin die Wand aufreißen, den Küchenplatz,
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den Essplatz bis hin in die dann geöffnete Küche erweitern und dort auch die Bodenflächen, Wandflächen mit neuen Fliesen belegen und fertigstellen.
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Ich habe mir schon vorgestellt, dass das eine sehr aufwendige Geschichte wird, weil es ist ein Haus, das schon ein paar Jahrchen auf dem Buckel hat und man ist doch, wie man von anderen hört, vor Überraschung nicht gefreit.
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Und wenn Sie mich so fragen, ich hätte es mir so in dem Ausmaß nicht vorgestellt, dass wir ganz viel anfassen müssen, das war klar, aber dass es dann letztendlich in der allumfassenden Möglichkeit
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dann auch noch so etwas Schönes hingekriegt haben, das hätte ich mir so eigentlich auch nicht vorgestellt. Man fängt an, man hat einen gewissen Plan, aber dann kommt da eine Unwägbarkeit und dort eine Unwägbarkeit, aber es gab immer gute Lösungen und man darf nicht vor Bange werden.
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Also was ich gelernt habe ist, man muss klar definieren und man muss die richtigen Fragen lernen zu stellen. Es beschäftigt einen natürlich über mehrere Monate, man ist ja quasi täglich auch einmal hier, guckt sich das an, bearbeitet das,
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es geht im Kopf weiter, es gibt Wünsche, Änderungsvorschläge des Bauherrns, es gibt Probleme mit Handwerkern, das lässt einen natürlich nicht los. Das ist immer wieder dieser Prozess, eigene Vorstellungen, die das Bauherrn dann irgendwie zusammenzubringen. Zum Schluss ist es dann auch ein etwas schwieriger Prozess, sich dann wieder abzunabeln. Man muss auch dann zu dem Punkt kommen, wo man sagt, so jetzt ist das Thema abgeschlossen, ab hier muss man
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dann auch die Familie oder den Bauherrn dann alleine lassen, denn das Projekt ist ja quasi mit unserem Weggang nicht abgeschlossen. Dann gibt es dann auch Außenanlagen, dann gibt es Eingänge, irgendwas, was vielleicht doch noch vom Bauherrn individuell gestaltet wird. Da muss man dann auch den Mut haben zu sagen, so ab hier ist quasi auch eine gewisse Abnabelung erfordert.