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Darum geht es! - Vielfalt des Unterrichts

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Formal Metadata

Title
Darum geht es! - Vielfalt des Unterrichts
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Number of Parts
17
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Language
Content (media)MathematicsComputer animation
Transcript: German(auto-generated)
Vielfalt des Unterrichts Inklusiver Unterricht führt zu einer Vielfalt des Unterrichts, um den individuellen Vermögen, den individuellen Bedürfnissen und den vielfältigen Lernprozessen von SchülerInnen gerecht zu werden.
Individuelles Vermögen Verschiedene Kinder können und müssen nicht erreichen. Der Inklusionsforscher Hans Wocken sagt dazu, ein Inklusiver Unterricht verlangt von allen Kindern genau das, was sie leisten können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das heißt, Kinder mit besonderen mathematischen Begabungen sollen und müssen mehr leisten als Kinder mit
Schwierigkeiten beim Mathematiklernen. Beispielsweise wird von Kindern mit motorischen Einschränkungen ja auch nicht verlangt, genauso schnell zu laufen oder weit zu springen, wie es motorisch unbeeinträchtigte Kinder tun. Entsprechend sollte jedes Kind seine
individuellen Fähigkeiten und seine Persönlichkeit entfalten können. Inklusiver Unterricht ist damit folglich zieldifferenter Unterricht. Individuelle Bedürfnisse Verschiedene Kinder haben verschiedene Bedürfnisse und Interessen. Daher sollte ein Inklusiver Unterricht Möglichkeiten
schaffen, unterschiedliche mathematische Inhalte lernen zu können. Dazu Wocken, es muss gestattet sein, dass Kinder etwas für sich lernen, ihre eigenen Interessen inhaltlich einbringen und durch ihre Wahlthemen und Fächer ein persönliches Bildungsprofil ausbilden können. Ein Inklusiver Unterricht ermöglicht also nicht nur zieldifferentes, sondern auch
Individuelle Lernprozesse Die Unterschiedlichkeit der Kinder zeigt sich auch darin, dass sie verschieden lernen – mit unterschiedlichem Lerntempo, auf unterschiedlichen Wegen und mit verschiedenen Voraussetzungen. Ein Inklusiver Unterricht zeichnet sich deshalb durch eine
breite Variation von Lehr- und Lernformen aus. Der inklusive Mathematikunterricht hat das Ziel, Schülerinnen, unabhängig von ihren Vermögen und Kompetenzen, Lernprozessen und Voraussetzungen sowie Interessen und Bedürfnissen, Lernangebote zu machen, die individuell anschlussfähig sind,
und Mathematiklernen in Gemeinschaft mit anderen ermöglichen. Beim gemeinsamen Lernen von Mathematik braucht es eine gemeinsame Idee – einen sogenannten gemeinsamen Gegenstand nach Häuser, während eine Fokussierung, die sich allein auf die Individualität jedes einzelnen
Kindes richtet, auch zu einer Vielfalt an Themen, Ideen und Gegenständen führen kann. Wocken 1987 beschreibt dies als Balance-Akt, als dialektisches Spannungsverhältnis von individuellen und gemeinsamen Lernprozessen, die in ausgewogener Weise zur Geltung kommen
wollen. Auf Grundlage dieser Überlegungen stillert er schon 2010 charakteristische Lernsituationen des inklusiven Unterrichts, die in der Literatur vielfach aufgegriffen und weiterentwickelt wurden und auch die Basis für die skizzierten vier Lernsituationen bilden. Siehe Video zu Lernsituationen im inklusiven Mathematikunterricht.