TZ digital.nrw - Toleranzen und Passungen leicht - ISO-Toleranzen und Passungen
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Formal Metadata
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Number of Parts | 84 | |
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License | CC Attribution 4.0 International: You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor. | |
Identifiers | 10.5446/64307 (DOI) | |
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TZ digital.nrw57 / 84
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PresspassungElectronic componentFeinschleifenHoning (metalworking)LappingBohrerOutline of industrial organizationDrill bitBoring (earth)MeasurementInnenrundschleifenInnendrehenReamerOlympic weightliftingBoring (earth)MeasurementWerkstückFranz KlammerSurgical sutureReamerElectronic componentBohrerWendelbohrenPresspassungOutline of industrial organizationFeinschleifenNew Austrian Tunnelling methodEngineering toleranceComputer animation
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Zweck ist dabei, bestimmte Eigenschaften zu erreichen, unabhängig vom Nennmaß. Beispielsweise weiß man, dass in dem Fall, wo man die Teile mit groß H7, klein G6 toleriert, eine Spielpassung mit angemessenem Spiel vorliegt, bei H7R6 eine Presspassung mit mittlerer Fügekraft.
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Charakteristisch ist dabei, dass dies unabhängig vom Nennmaß ist. Das heißt also, bei einem Durchmesser 10 wäre ein relativ kleines Spiel vorhanden, sodass die Teile leicht beweglich sind. Bei Durchmesser 1000 wäre ein entsprechend größeres Spiel vorhanden,
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sodass aber immer noch die Teile leicht beweglich sind. Würde man dieses sozusagen zu Fuß festlegen wollen, wäre es sehr, sehr schwierig, weil man nicht erkennen kann, welches Spiel bei Durchmesser 10 oder Durchmesser 1000 erforderlich wäre. Aus diesem Grunde kann man mit Hilfe der Isotoleranzen auf Erfahrungswerte zurückgreifen
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und hat, in dem Moment, wo man das System beherrscht, es wesentlich einfacher in der Tolerierung der Bauteile. Theoretisch betrachtet man, wie zuvor auch, immer die Extremfälle, beispielsweise die Paarung der kleinsten zulässigen Welle mit der größten Bohrung oder umgekehrt.
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Statistisch gesehen tauchen diese Extremfälle sehr, sehr selten auf. Vielmehr wird irgendwo am häufigsten der Mittelwert auftreten. Isotoleranzen werden gekennzeichnet durch einen Buchstaben und eine Zahl,
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also zum Beispiel Durchmesser 25, groß H7 oder Durchmesser 25, klein F6. Der Buchstabe gibt die Lage des Toleranzfelles an, und zwar bei Wellen das Oberabmaß, bei Bohrungen das Unterabmaß. Bei groß H ist das Unterabmaß gleich Null.
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Das bedeutet also Durchmesser 50, groß H11, kann man anschaulich mit größer gleich 50 beschreiben. Bei klein H, bei Wellen, ist das Oberabmaß gleich Null. Eine Welle Durchmesser 50, klein H11, wäre also kleiner gleich 50 mm.
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Näheres ist einer Tabelle zu entnehmen, die wir später anschauen werden. Die Zahl gibt durchmesserabhängig die Breite des Toleranzfelles an. Je größer die Zahl, desto breiter das Toleranzfeld, oder anders umgesprochen, desto ungenauer ist das Bauteil.
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Es gilt die sogenannte Ohrregel, die besagt, Bohrungen werden mit Großbuchstaben toleriert, und die schreibt man vorzugsweise, wenn man beide Buchstaben angibt, bei Passungen nach oben. Wellen werden mit kleinen Buchstaben toleriert, die man dann nach unten schreiben würde.
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Innenmaße sind wie Bohrungen zu behandeln, Außenmaße wie Wellen. Gibt man beide Toleranzen an, schreibt man sie entweder übereinander, wie zuvor angegeben, oder hintereinander, wie in diesem Bild zu erkennen. Hier bezieht sich die Toleranz groß H7 auf die Bohrung, die Toleranz klein J auf die darin steckende Welle.
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Bei Bedarf kann man die Abmaße zusätzlich in Klammern angeben, entweder als Abmaße oder als zusätzliche Grenzmaße, wie hier dargestellt. In der Regel spart man sich den dafür erforderlichen Aufwand.
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Welche Toleranzen sind nun üblich? Die sogenannten ISO-Qualitäten IT01 bis 5 sind hochpräzise und werden vorzugsweise für Lehren- und Messwerkzeuge eingesetzt. Für allgemeine Werkstücke verwendet man IT6 bis IT14.
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Üblich ist IT15 bis IT18 für sehr grobe Werkstücke im allgemeinen Maschinenbau, also eher unüblich. Passungen werden üblicherweise mit IT4 bis IT11 gekennzeichnet im allgemeinen Maschinenbau,
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in der Regel bei der Bohrung mit 7, bei der Welle mit 6. Schauen wir uns einmal die Bearbeitungsverfahren an. Die Präzisionsverfahren wie Läppen, Hohnen, Feinschleifen liefern die ISO-Qualität 01 bis 04. Gängige Bearbeitungsverfahren 5 bis 11, drehen, schleifen, reiben, ziehen, räumen, fräsen, hobeln.
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Und die sparnlosen Verfahren, stanzen, pressen, schmieden, IT12 bis IT18. Fertigung und Messung ist das nächste Thema. Wellen sind grundsätzlich besser zu fertigen und zu messen als Bohrungen.
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Dort muss man die Messwerkzeuge innen ansetzen, man kann sie gegebenenfalls schief ansetzen, was zu Fehlern führt. Also wird man die Gesamttoleranz, die man hat, so aufteilen, dass die Welle möglichst eine ISO-Qualität genauer ist. Das heißt, die Zahl um eins kleiner. Eine typische Toleranz wäre zum Beispiel groß H7 für die Bohrung und klein G6 für die Welle.
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Die Welle wäre etwas präziser zu fertigen als die Bohrung. Fertigt man eine Bohrung mittels eines Wendelbohrers, eines sogenannten Spiralbohrers, so erhält man in der Regel die Toleranz groß H14.
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Dies ist für Passungen sehr ungenau. Dies ist darin begründet, dass der Wendelbohrer insbesondere durch die Späneabfuhr und beim Durchtreten reißt und damit also die Bohrung größer und ungenauer werden lässt. Abhilfe kann man dadurch schaffen, dass man gewissermaßen einen Bohrer ohne Wendel verwendet.
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Dieser Bohrer heißt Reibahle. Er liefert die ISO-Toleranz groß H7 und das ist eine übliche Toleranz für Bohrungen. Zur Not kann man auch eine Bohrung innen drehen oder innen rund schleifen und erhält dann die wesentlich präziseren Bohrungstoleranzen groß H6 oder groß H5, die auch erheblich teurer sind.
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Hier noch einmal gegenübergestellt der Wendelbohrer und die Reibahle. Natürlich kann eine Reibahle nur eine Bohrung minimal aufbohren. Man hat damit keine Möglichkeit, in ein volles Werkstück zu bohren.
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Die Messung einer Bohrung ist relativ schwierig. Stattdessen wird sie in der Regel geleert mittels eines Grenzleerdorns und auch hier ist es wieder sinnvoll, einheitliche Bohrungen zu verwenden. Die Messung einer Bohrung ist relativ schwierig.
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Aus diesem Grunde ist es üblich, sie mittels eines Grenzleerdorns zu prüfen, zu lehren. Auch hier ist es wieder sinnvoll, einheitliche Toleranzen, insbesondere groß H7 zu verwenden. Man braucht dadurch einheitliche Grenzleerdorne und einheitliche Reibahle.