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Gummibären-Hölle

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Formal Metadata

Title
Gummibären-Hölle
Title of Series
Number of Parts
48
Author
Contributors
License
CC Attribution - NonCommercial - ShareAlike 3.0 Germany:
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Identifiers
Publisher
Release Date
Language
Production Year2021
Production PlaceFlensburg
14
15
46
Chemical reactionExotherme ReaktionDisproportionationComputer animation
Abzug <Chemisches Labor>Chemical experiment
Chemical reactionErhitzenBunsen burnerBunsen burner
Human body temperaturePotassiumBoilingOxygen
KaliumchloridOxygenGlucoseCarbon dioxideChemical reactionSugarCarbon dioxideGelatinDisproportionationOxygenChemical reactionGlucoseGasSaccharoseComputer animation
KaliumchloridOxygenCarbon dioxideGlucoseChemical reactionGlucoseComputer animation
Transcript: German(auto-generated)
Hallo und herzlich willkommen zu diesem Video des Experiments die Gummibärenhölle. Für diesen eindrucksvollen Lehrerversuch benötigen Sie ein Gummibärchen, eine Tiegelzange, einen Bunsenbrenner, ein feuerfestes Reagenzglas, einen Löffel, Stativmaterial und Kaliumchlorat.
Das Experiment wird aufgrund der großen Rauchentwicklung und der Spritzgefahr am besten unter dem Abzug durchgeführt. Als allererstes wird das Experiment aufgebaut. Ein großes feuerfestes Reagenzglas wird am Stativ befestigt. Dass ein Reagenzglas feuerfest ist, können Sie daran erkennen,
dass es einen Aufdruck hat, auf dem Schott oder Schottduran steht. Für das Experiment empfehlen wir ein großes Reagenzglas zu verwenden, da es einfacher ist, dort später das Gummibärchen hineinzuwerfen, sodass es nicht an der Wand des Reagenzglases kleben bleibt. Das Stativ wird beim Aufbau so hingestellt, dass der Stativfuß
in die Richtung zeigt, in der Gewicht an das Stativ gehängt wird. Andernfalls könnte das Stativ umkippen. In diesem Falle zeigt der Stativfuß zu uns, weil wir auch von vorne das Reagenzglas am Stativ befestigen. Aufgrund der Spritzgefahr wird das Reagenzglas leicht schräg so befestigt,
dass die Öffnung nach hinten zur Abzugwand und nicht auf Menschen zeigt. Außerdem sollte man beim Aufbau von Demonstrationsexperimenten unsere Lesrichtung von links nach rechts beachten. Dies erleichtert den SchülerInnen das Verfolgen des Experimentes. Der Versuch wird daher so aufgebaut, dass sich das untere Ende des Reagenzglases,
welches im späteren Versuchsablauf als allererster Versuchsschritt erhitzt wird, auf der linken Seite befindet, während die Öffnung, die im späteren Versuchsverlauf ein Gummibärchen gegeben wird, nach rechts zeigt. Während sie experimentieren, arbeiten sie dann von links nach rechts,
so wie es unsere Lesrichtung ist. Nun werden die Gummibärchen und die Tiegelzange bereitgelegt. Nachdem der Versuch so weit aufgebaut ist, wird bei Verwendung eines großen Reagenzglases ein gehäufter Löffel Kaliumchlorat in das Reagenzglas gegeben. Der Brenner wird entzündet und das Kaliumchlorat so lange erhitzt,
bis eine klare farblose Schmelze entstanden ist, die zu Sieden beginnt. Während des Erhitzens des Reagenzglases sollten sie darauf achten, dieses nicht punktuell zu erwärmen, sondern den Bunsenbrenner immer leicht hin und her zu schwenken.
Denn auch ein feuerfestes Reagenzglas kann sich aufgrund der Hitze des Bunsenbrenners verformen bzw. kaputt gehen. Sobald sie Blasen in der Schmelze aufsteigen sehen, entfernen sie den Brenner und geben mit der Tiegelzange
das Gummibärchen in das Reagenzglas.
Wie ist der Versuch zu erklären? Die Gummibärenhölle zeigt schön, dass bei chemischen Reaktionen neue Stoffe mit eigenen Eigenschaften entstehen und ein Energieumsatz gegeben ist. Der Energieumsatz wird unter anderem in Form einer rötlichen Feuerscheinung sichtbar.
Die rötliche Flamme kommt nicht etwa aus den Gummibärchen. Schülerinnen denken oft, dass die Flamme rot ist, wenn beispielsweise ein rotes Gummibärchen verwendet wird. Dies ist aber nicht der Fall. Die Flammenfarbe kommt durch das Kalium zustande. Zu Beginn des Versuchs wird das Kaliumchlorat bis zum Schmelzen bzw. sogar bis zum Sieden erhitzt.
Bei Temperaturen über 400°C disproportioniert dieses und reagiert zu Kaliumperchlorat, Kaliumchlorat und Sauerstoff. Die einzelnen Reaktionsschritte werden Ihnen hier eingeblendet. Das Gummibärchen besteht hauptsächlich aus Zuckern
wie Saccharose oder Glucose und Gelatine oder anderen Verdickungsmitteln. Die Gelatine und Zucker reagieren nun mit dem entstandenen Sauerstoff unter einer Feuerscheinung zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Das Brummen und Hüpfen des Gummibärchens kommt zustande, da die bei allen Teilreaktionen entstehenden Gase wie zum Beispiel Kunststoffdioxid oder Wasserdampf
das Gummibärchen mitreißen. Der weiße Rauch, welcher auch am Ende im Reagenzglas zu sehen ist, besteht hauptsächlich aus Kaliumchlorid, welches bei der Disproportionierung frei wird. Alle Teilreaktionen sind exotherm, sodass durch eine Summierung die Heftigkeit der Reaktionen gesteigert wird.
Die Gesamtreaktion am Beispiel der Glucose lautet insgesamt
Wir wünschen Ihnen nun viel Freude und viel Erfolg beim Nachmachen dieses tollen Versuches.