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Community Proofreading: Zielstellung, Implementation, Evaluation

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Title
Community Proofreading: Zielstellung, Implementation, Evaluation
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Number of Parts
11
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CC Attribution 4.0 International:
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Um eine widerstandsfähige und tragfähige wissenschaftsgeführte OA-Publikationsplattform wie z.B. Language Science Press aufzubauen und zu betreiben, ist die Einbindung der Community zentral. Nur wenn die Community die Verlagsplattform als "ihre" Plattform annimmt und ihr eine wesentliche Position in der Publikationslandschaft zuschreibt, kann solch eine Plattform längerfristig Bestand haben. Eine neuartige Form des Community-Buildings ist das sogenannte Community-Proofreading. Hierbei wird statt eines klassichen Korrektorats die formale Qualitätssicherung an die Leser "crowdgesourct". Einzelne Forscher*innen lesen und korrigieren die Vorabversion je eines Kapitel eines neuen Buches. Hierzu wird die Plattform PaperHive verwendet. Westedt (2018) hat eine erste qualitative Analyse dieses Vorgehens vorgenommen. Ihre Arbeit wird in diesem Vortrag ergänzt um eine quantitative Analyse von über 43.000 Kommentaren von 228 verschiedenen Accounts in insgesamt 52 Büchern, die bei Language Science Press Community-Proofreading durchlaufen haben. Hierbei zeigt sich, dass diese Kommentare (unter CC-BY-Lizenz) eine eigene Textsorte darstellen, die Einblicke in psychologische Prozesse beim Lesen und Korrigieren ermöglicht. Die Verwendung einer interoperablen und vernetzten Plattform wie PaperHive mit einer offenen API eröffnet hier ganz neue Nachnutzungsmöglichkeiten von Daten, die im Publikationsprozess bisher eher als Nebenprodukt angesehen wurden. Durch den Verzicht auf eine Gatekeeper-Funktion des Verlages können diese Daten der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. In einer weiteren Analyse wird gezeigt, dass die Autorenbindung durch Community-Proofreading gestärkt wird und dass zukünftige Autoren schon während des Studiums an die "community-eigene" Plattform herangeführt werden. Die strikte Trennung der Rollen von Autor*in, Leser*in und Gutachter*in verschwimmt in kollaborativen Prozessen, wie wir sie bei Open-Access-Publikationen finden. Community-Proofreading bildet die stärkere Einbindung der Leserin in den Publikationsprozess ab und leistet so einen wichtigen Beitrag zu community-based/scholar-led Publishing. Referenz Westedt, Lole. 2018. Community Proofreading am Beispiel Language Science Press: „Gratis-Korrekturlesen“ oder auch inhaltlich anreichernd? Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Humboldt-Universität Berlin. Skripte und Daten werden unter eine freien Lizenz zur Verfügung gestellt