Zuerst stand da die Idee, zum G20-Gipfel nach Hamburg zu fahren. Dann stand da die Erkenntnis, dass ich zu wenig Erfahrungen von solchen Ereignissen habe. Und dann stand da plötzlich ein Podcast-Konzept, das mich über vier Folgen begleiten sollte: Zuhörenden etwas über eigene Erlebnisse zu berichten und die Möglichkeit, sich auch als Demo-Neuling zurecht zu finden. Nach dem G20-Gipfel in Hamburg wurde mir klar, dass genau die Punkte, die mich zuerst zweifeln ließen ob ein Podcast zur Berichterstattung taugt, genau die Punkte sind, die ich mit der Erfahrung aus Hamburg als positiv bewerte. So war ich zum Beispiel nicht "gezwungen" in den Kanon der Polizeitweets einzustimmen und die PR-Arbeit mit Pressearbeit zu verwechseln. Das Podcasten nach einer Demonstration in einem ruhigen Umfeld bietet all denen Schutz, die sich ebenfalls auf dieser Demo befinden. Audio hat den Vorteil, kein Bildmaterial ins Netz zu blasen (Foto und Video). Mit etwas eigener Disziplin was andere Beteiligte an Demonstrationen angeht, war es möglich, vier Folgen lang keine Namen oder Orte zu nennen, an denen sich andere Personen aufgehalten haben. Es bleibt in Zukunft wichtig – und könnte sogar noch wichtiger werden (weitere Verschärfungen des Demonstrationsrechts sind geplant) – über Demonstrationen und Ereignisse wie den G20-Gipfel zu berichten. |