Lightning Talks mit den Digital Media Women
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Formal Metadata
Title |
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Title of Series | ||
Part Number | 127 | |
Number of Parts | 177 | |
Author | ||
License | CC Attribution - ShareAlike 3.0 Germany: You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor and the work or content is shared also in adapted form only under the conditions of this | |
Identifiers | 10.5446/31903 (DOI) | |
Publisher | ||
Release Date | ||
Language | ||
Production Place | Berlin |
Content Metadata
Subject Area | ||
Genre | ||
Abstract |
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re:publica 2015127 / 177
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Lightning <Programm>XMLUMLComputer animationLecture/ConferenceMeeting/Interview
00:54
Meeting/InterviewLecture/Conference
01:56
Lecture/ConferenceMeeting/Interview
02:50
Workstation <Musikinstrument>Form (programming)Event horizonGRADELecture/ConferenceMeeting/InterviewComputer animation
03:47
Event horizonZahlLecture/Conference
04:59
Plane (geometry)DistanceInternetAlgorithmLecture/ConferenceMeeting/Interview
05:54
Perspective (visual)InternetAlgorithmMeeting/InterviewXML
06:44
Energy levelInternetSlide rule
07:31
Web browserMyspacePlane (geometry)GenderInternetLecture/ConferenceMeeting/Interview
08:26
ALT <Programm>AlgorithmPhysical quantityInternetFinite setLecture/ConferenceMeeting/Interview
09:54
AlgorithmGoogleFunction (mathematics)Decision theoryLecture/ConferenceComputer animation
11:25
Dynamic rangeAlgorithmFacebookSoftware developerDecision theoryMeeting/InterviewLecture/Conference
12:41
Dynamic rangeInternetAlgorithmDecision theorySystems <München>Complex systemMeeting/InterviewXMLLecture/Conference
13:58
AlgorithmSocial classGoogleMeeting/InterviewLecture/Conference
14:49
GoogleAlgorithmInternetMeeting/InterviewLecture/Conference
15:52
Focus (optics)Sound effectMathematical physicsSoftware developerAlgorithmLecture/ConferenceMeeting/Interview
16:53
Student's t-testLösung <Mathematik>AlgorithmCURRICULUM <Programm>Lecture/ConferenceMeeting/Interview
17:46
InformatikstudiumInformatikerinE-commerceETHICSPhysical lawAlgorithmTheoryInternetDirection (geometry)Urinary bladderLecture/ConferenceMeeting/Interview
19:50
BlogBloch waveLecture/Conference
20:47
Lecture/Conference
21:59
Series (mathematics)BlogHaar measureLecture/ConferenceMeeting/Interview
23:21
Computer animation
24:34
Computer animationLecture/Conference
25:27
Lecture/ConferenceComputer animation
26:48
Computing platformData modelDesigner <Programm>Lecture/Conference
28:17
Inclusion mapMoment (mathematics)Data modelVersion <Informatik>Meeting/Interview
30:17
BlogFacebookLecture/Conference
32:01
Web pageWebsiteData modelComputer animationLecture/Conference
33:05
Grand Unified TheoryData modelLecture/Conference
33:55
Normal (geometry)Lecture/Conference
34:45
Designer <Programm>Data modelDirection (geometry)Lecture/Conference
35:49
YouTubeTwitterSanitary sewerLecture/Conference
37:36
Terminierung <Informatik>Web pageExpert systemLecture/ConferenceMeeting/Interview
39:12
Grand Unified TheoryLecture/Conference
39:59
TOUR <Programm>POWER <Computerarchitektur>Lecture/Conference
41:28
Uniformer RaumAbteilungLecture/ConferenceComputer animation
42:55
BlogWeb pageBlock (periodic table)Ende <Graphentheorie>Lecture/Conference
44:28
Student's t-testEnde <Graphentheorie>Web portalLecture/Conference
45:48
XINGFacebookGebiet <Mathematik>Ende <Graphentheorie>Lecture/Conference
48:45
Grand Unified TheoryLecture/Conference
49:41
GRADEBlogWind waveTrailSocial classBlock (periodic table)Lecture/Conference
52:31
Concurrency (computer science)Series (mathematics)Lecture/Conference
53:56
FacebookMittelungsverfahrenLecture/Conference
55:02
MittelungsverfahrenLecture/Conference
56:08
Data typeMathematicianLecture/ConferenceMeeting/Interview
57:16
Lecture/Conference
58:28
Lecture/ConferenceMeeting/Interview
59:17
E-bookCodeiBookMeeting/InterviewLecture/Conference
01:00:04
Lecture/ConferenceComputer animation
Transcript: German(auto-generated)
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Schön, dass ihr trotz Bierlaune vorne schon hier hergekommen seid.
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Das Gute ist, wir haben so paar Chips dabei für Bier im Anschluss. Wir machen noch relativ häufig Veranstaltungen. Wir waren ja letztes Jahr auch hier und haben Lightning Talks gemacht und danach kam eine Frau auf mich zu und sagte, was machen die DMW eigentlich? Und da habe ich gedacht, oh das stimmt, haben wir ganz vergessen zu erzählen.
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Deswegen haben wir uns dieses Mal vorgenommen, dass wir noch einmal ganz kurz sagen, was steckt eigentlich hinter den DMW und das passt auch so wunderschön, weil wir nämlich im Mai fünf werden, was ziemlich cool ist. Wir sind vor fünf Jahren gestartet und zwar diese acht Frauen. Es war eine Konferenz in Berlin, die NEXT und dort sprachen
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überwiegend Männer auf der Bühne und es gab ein paar Frauen, die was erzählt haben und die haben über Frauen geredet, was ja immer sehr unglücklich ist, wenn man sehr wenige Frauen hat und die dann auch noch irgendwie über sich selber sprechen und das war so die Initialzündung zu sagen, wir wollen das irgendwie ändern und es
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ist auch immer sehr lange irgendwie unser Thema geblieben, Frauen auf die Bühne. Wir haben gesagt, wir wollen das ändern. Wir fangen selber an, ganz klein, erst mal, weil uns ging es ja auch irgendwie nicht anders, dass wir dann auch nicht unbedingt auf die Bühne wollten und haben 2010 beim Barcamp in Hamburg uns das erste Mal auf die
01:44
Bühne getraut und das Barcamp Hamburg ist für uns von der ganzen Gründungsgeschichte, wir sind sehr eng verbunden mit dem Barcamp Hamburg. Damals waren noch unter zehn Prozent der Menschen, die sich auf die Bühne gestellt haben und eine Session angeboten haben, Frauen. Ich glaube mittlerweile sind wir so bei 30 bis 40 Prozent beim
02:03
Barcamp in Hamburg und das lief so cool, das KickScar hier vorne, danach unter der Dusche, das war so geil, jetzt frage ich mir was bei der Republica ein und dann sagst du, okay, was machen wir jetzt und dann hat es echt geklappt und auf der Republica 2011 wurden
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Caro Neumann, KickScar und ich angenommen und haben dann erstmalig auf der Bühne gestanden, das war totaler Wahnsinn, wir waren total aufgeregt, haben mehrmals ja und uns gegenseitig gecoacht sozusagen, bevor wir uns hier irgendwie auf die Bühne gestellt haben und auf der Republica 2012 sind wir gewachsen,
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weil wir sind nämlich in Hamburg gestartet und haben in Hamburg immer Netzwerkveranstaltungen gemacht, sogenannte Themenabende, wo wir Frauen auf die Bühne geholt haben, wir haben geblockt und irgendwann kamen Damen aus Berlin und sagten, wir wollen das in Berlin auch und das war die erste Republica hier in der Station und mittlerweile nach
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fünf Jahren haben wir fünf Quartiere, so nennen wir sozusagen die lokalen Netzwerke, die wir haben, also Hamburg, Berlin, Köln, München und Rhein-Main und wir könnten eigentlich noch viel mehr machen, bislang haben wir es einfach nur noch nicht geschafft. Das ist ein Teil der organisierenden Frauen, wir versuchen,
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einmal bis zweimal im Jahr uns zusammenzusetzen und Visionen und Ziele zu definieren, was wir denn nämlich irgendwie ändern wollen. Und was machen wir eigentlich, um das jetzt einmal zu beantworten, wir haben Themenabende, wir hatten gerade über neue Formen der Arbeit ein Themenabend,
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wir hatten Kerstin Hoffmann, die in Berlin, äh nee, in München ein Themenabend jetzt kürzlich gemacht hat. Wir haben allein im letzten Jahr über 50 Events bundesweit organisiert und sind 3000 Frauen und Männer in der Community und das und Männer ist uns schon immer sehr wichtig gewesen, weil wenn wir was ändern wollen,
04:03
brauchen wir auch die Männer, die auch was ändern wollen und die eben an den entscheidenden Stellen sitzen. Die Republica zeigt, dass das mit Frauen auf der Bühne schon ganz gut läuft. Ich weiß, dass das nicht bei allen Themen so ist, aber wir können feststellen, dass sich in den letzten fünf Jahren
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wahnsinnig viel getan hat. Und hatten irgendwann mal gesagt, okay, wenn das gut läuft, dann hören wir auf. Mittlerweile ist es aber so, es gibt natürlich noch viele andere Themen, an denen wir arbeiten können. Das ist eine Zahl aus dem Hamburg Startup Monitor. In Hamburg ist es nach derzeitigem Erhebungsstand sind leider nur zwölf Prozent der
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Gründer weiblich. Das würden wir gerne ändern. Wir finden, wir könnten auch noch mehr Frauen in Führungspositionen haben und generell überhaupt auch noch mehr Women in Tech, also mehr Entwicklerinnen und so weiter. Von daher haben wir doch noch ein bisschen was zu tun. Und wer von euch sich engagieren möchte, kann sich gerne bei uns
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melden. Was wir machen, wir machen Frauen sichtbar auf unterschiedlichen Ebenen und holen tolle und spannende Frauen auf die Bühne. Und ich freue mich sehr, dass wir jetzt mit Friederike Kaltheuner starten. Wo bist du denn?
05:21
Friederike hat Philosophie und Politik studiert und hat dann mit Abstand, glaube ich, den coolsten Mastertitel. Du bist nämlich Master auf Internet. Das kann man in Oxford studieren. Also wer von euch sein Master noch nicht gemacht hat, ich finde das ein ziemlich cooler
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Titel. Und du forscht zum Thema Ethik von Algorithmen. Und du bist jetzt in Berlin am Center of Internet and Human Rights. Und ich freue mich sehr, dass du hier wild gekommen bist. Hast du die Präsentation? Hast du die?
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Genau, vielen Dank für die nette Einführung. Und ich freue mich wirklich, hier einen Vortrag halten zu dürfen. Denn quasi die
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Mission der Digital Media-Mum finde ich auch persönlich nicht nur interessant, sondern auch super wichtig. Ich möchte heute über drei Dinge sprechen. Auf der einen Seite Algorithmen und Ethik. Und darüber auch ein bisschen erklären, warum man das Internet auch wissenschaftlich oder allgemein Technologie nicht nur aus einer technischen, sondern auch aus einer geistes- und
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sozialwissenschaftlichen Perspektive sich anschauen sollte. Und das zweite ist, ich habe noch eine kleine Challenge. Ich möchte die hässlichsten Slides der Republik haben. Weil das Thema nicht so ganz light ist, dachte ich, dadurch kann ich das ein bisschen ausgleichen. Da ist ein schlechter
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Übergang zum nächsten Slide, denn das ist ein Kunstwerk von Dullard, das heißt The Revolving Internet. Und quasi was sind Internetwissenschaften? Eine der häufigsten Fragen, die ich an meinem alten Universität oft von Kommilitonen gehört war immer, why study the Internet? Why didn't we have an institute of the facts
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machine in the 1980s? Und die Antwort darauf ist quasi, das Internet ist ja nicht nur eine spezielle Technologie, sondern ein Aspekt der Gesellschaft, die sich in ganz viele Bereiche hinein bezieht. Und genauso wie man irgendwie Development Studies studieren kann oder Geschlechterwissenschaften, ist es
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eben nur ein Fachbereich. Was interessant an dem Bereich ist, dass es zwei Ebenen gibt. Auf der einen Seite gibt es die sich ständig verändernde Technologie. Das ist jetzt ein alter Browser und MySpace. Und auf der anderen Seite gibt es die Art und Weise, wie über Technologie geredet wird oder wie Technologie interpretiert wird. Das
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ist jetzt klassisches Cyber, Surfing und 90er Jahre. Aber neuere Schlagwörter wären zum Beispiel Big Data in den letzten Jahren. Oder auch die Internet of Things. Also man muss sich quasi immer, wenn man sich mit dem Internet oder Technologie auseinandersetzt, zwei Dinge gleichzeitig anschauen. Das macht es auf der einen Seite sehr spannend, aber auch ein bisschen
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schwierig. Und die Wissenschaftlerinnen wirklich zufälligerweise fast nur Frauen, die ich richtig gut finde momentan, die kriegen genau eben diese Balance hin. Dass sie auf der einen Seite das Alte im Neuen und das Neue im Alten erkennen und immer die Unterscheidungen gut fällen können.
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Das versuche ich jetzt ein bisschen an dem Thema Algorithmen zu erklären. Kate Craffer, das ist eine meiner Lieblingswissenschaftlerinnen, hat 2015 das Jahr der großen Algorithmus Panik genannt. Und jetzt ist die Frage, sind Algorithmus wieder so ein Thema wie Big Data oder Internet of Things? Genau. Also Algorithmen als eine
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ganz einfache Erklärung. Algorithmen sind notwendig für Computer, um große Mengen an Daten zu analysieren. Und werden in immer mehr Lebensbereichen benutzt, also ganz traditionell. So Dinge wie der Arbeitsmarkt, der
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Finanzsektor, aber auch ganz neue Fragestellungen wie der Facebook Newsfeed, welche Netflix-Filme möchte man als nächstes sich eventuell anschauen. Genau. Und die Frage ist jetzt also, ist das was Neues oder was Altes oder was ist das Alte im Neuen und das Neue im Alten? Und die Soziologin Zeynep Tukfenci,
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die auch ganz tolle Arbeit macht, hat quasi drei Dinge herausgearbeitet oder drei Kriterien von Algorithmen, die sie zu einem öffentlichkeitsrelevanten Thema machen. Also nicht jeder Algorithmus ist automatisch problematisch. Aber wenn diese drei Kriterien erfüllt sind, dann muss man
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sich zumindest Gedanken machen. Und das erste ist Komplexität. Also es gibt Algorithmen, die sind sehr komplex und damit auch intransparent. Beispiel, viele Nutzer wissen gar nicht, dass es einen Facebook-Algorithmus gibt und denken, sie sehen bestimmte Nachrichten nicht, weil die Person sie nicht mag. Der zweite Punkt ist Gatekeeper, in der Gestaltung von
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Öffentlichkeiten wie Facebook, aber auch die Ergebnisse, die auf Google gezeigt werden, sind Algorithmus Gatekeeper und übernehmen ganz klassische Aufgaben, die früher zum Beispiel Medien innehaben. Und dass der dritte Punkt der Algorithmen relevant macht, ist, dass sie auch zunehmend subjektive Entscheidungen
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fällen. Zum Beispiel, was ist relevant, wer ist vertrauenswürdig, wen soll man einstellen und was ist wichtig. Dann gibt es natürlich wiederum Dinge, die überhaupt nicht neu sind. Und vielleicht der erste Punkt ist Menschen. Also auch Menschen
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erfüllen alle diese drei Funktionen. Also das beste Beispiel ist Einstellungen. Selbst wenn Algorithmen jetzt auswählen, wer der beste Arbeitnehmer ist und dabei Fehler machen, dann ist es natürlich so, dass Menschen genauso subjektiv in der Einstellung sind, dass irgendwie Resümes mit männlichen Vornamen
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bevorzugt werden etc. Dennoch ist es so, dass Algorithmen, wenn sie Fehler machen, diese Fehler eine ganz andere Qualität haben und neue Dynamiken entwickeln, als die Fehler, die von Menschen gemacht werden. Der zweite Punkt, der interessant ist, wenn man jetzt sich quasi auf das Thema Algorithmus stürzt, darf man natürlich nicht das große Ganze vergessen.
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Algorithmen sind Teil einer größeren, komplexeren Infrastruktur. Und dahinter sitzen natürlich immer Menschen, die das programmieren. Diese Menschen haben einen nicht sehr vielfältigen Hintergrund zum Teil. Die Digitalbranche hat eine ökonomische Logik. Es gibt Gründe, warum Facebook bestimmte Dinge machen muss, weil sie auf einem Geschäftsmodell basiert.
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Das heißt, wenn man sich diesen Trend- Algorithmus anguckt, sollte man das große Ganze nicht vergessen. Und der dritte Punkt ist Nudge. Also da gab es einen großartigen Vortrag auch auf der Republik. Also Nudge, das Thema. Viele Menschen wollen gar nicht die Entscheidungen selber treffen, zu denen wahrscheinlich jeder von uns auch manchmal gehört. Also Facebook hat jetzt verändert. Man kann den
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Algorithmen auch selber mitgestalten. Und es interessiert mich zu schauen, inwiefern die Nutzer das auch anwenden werden. Die Gefahr ist natürlich, und das macht Algorithmen dann doch wieder interessant, dass dadurch Umwelten oder Räume geschaffen werden, in denen das Verhalten von Menschen leicht manipuliert werden kann.
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Das ist auch nichts Neues. Das kennt man aus der Architektur. Aber trotzdem ist die Frage, ob es hier nochmal eine andere Dynamik gibt. Genau. Also ich habe versucht zu zeigen, ich glaube, dass Internetwissenschaften, es muss vielleicht gar keine Wissenschaft sein, aber dass zumindest die sozial- und geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung mit Technologie sehr
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wichtig ist. Und was jetzt das Thema Algorithmen speziell zeigt, ist, dass es auch wichtig ist, wer Vielfalt ist nicht nur wichtig auf Bühnen oder in der Gründerszene, sondern auch wirklich im Bereich, wer programmiert die Algorithmen, wer ist derjenige, der technologische Entscheidungen und Räume fällt.
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Genau. Das war mein Punkt. Dankeschön. Wer macht denn die Algorithmen? Sind das meistens weiße
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Männer eigentlich oder? Ja. Es sind nicht nur Algorithmen, das sind komplexe Systeme. Und natürlich, die sind oft selbstlernt. Das heißt, sie lernen anhand ganz einfacher Algorithmen wäre, wenn das, dann das, selbstlernende, ganz komplexe Algorithmen werden einfach nur mit Daten
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gefüttert, anhand dessen sie dann lernen. Aber auch da spielt wieder das Thema dann Geschlechterungleichheit rein. Wenn Twitter-Nutzer eher männlich sind und Pinterest-Nutzer eher weiblich zum Beispiel, dann sind die, die Datengrundlage hat schon einen Bias, würde man auf Englisch sagen. Kannst du da mal so ein Beispiel dafür nennen, wie
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ein diskriminierender Algorithmus aussehen könnte? Ein Beispiel ist zum Beispiel Online-Werbung. Und das ist ein sehr gutes Beispiel für Diskriminierung. Es wurde quasi aufgedeckt oder gesehen, dass afroamerikanische Vornahmen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben,
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Online-Werbung zu sehen, die Hilfe anbietet, im Fall von Resozialisierung nach einem Gefängnisaufenthalt. Da denkt man natürlich, wer von Google hat das programmiert? Unglaublich, das ist rassistisch. Es ist aber wahrscheinlich so, in einer ungleichen Gesellschaft, wie das die USA nun mal ist, sind Afroamerikaner eher im Gefängnis.
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Das heißt, wenn man dem Algorithmus, der die Werbung anzeigt, einfach nur die Daten gefüttert hat, wer klickt worauf, dann ist das das rationale Ergebnis oder das statistisch sinnvolle Ergebnis, was niemand eigentlich so gewollt hat. Ich würde sehr gerne eine Fragerunde jetzt eröffnen. Zum Beispiel, wenn ihr wissen wollt, wie man Master auf Internet wird.
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Wir haben ein Mikro hier vorne, das Fragen. Wenn man jetzt so Master auf Internet, dann von das ganze Internet, oder wie stellt man sich das vor?
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Das studieren wir das jetzt nicht, außer es gibt verschiedene auf der Welt einige, auch in Berlin, Forschungsinstitute, die sich mit dem Thema Technologie und ganz besonders Internettechnologie auseinandersetzen. Das macht natürlich Sinn, sich auf bestimmte Themen zu fokussieren. Aber was ich in meinem Studium im Forschungsinstitut, da sind
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Geologen, ein Philosoph, Mathematiker, Physiker, Computerwissenschaftler, Politikwissenschaftler. Also jeder hat so ein bisschen einen unterschiedlichen Hintergrund mitgebracht. Und das war im Endeffekt auch der Fokus während des Studiums für die meisten Leute. Genau. Hallo. Ich fand da einen Vortrag super spannend und generell die ganze
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Thematik, also insbesondere wenn es darum geht, dass man ethische Perspektiven auf die Technologie richtet. Was ich mich frage ist, oder was hast du für ein Gefühl, wie weit wird das in die Öffentlichkeit getragen? Weil ich habe das Gefühl, so einzelne Personen wie du jetzt zum Beispiel glücklicherweise beschäftigen sich damit. Aber ist das etwas,
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was im Allgemeinen bei den Entwicklern oder generell irgendwie auf Aufmerksamkeit stößt, oder muss da mehr Lobbyarbeit betrieben werden? Algorithmen ist ja ein unglaublich weites Thema. Das sind ganz unterschiedliche Fragestellungen. Und die Frage ist auch, ob sich die Lösungen von einem Bereich auf andere übertragen lassen.
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Also die Regulierung von Algorithmen im Finanzsektor, zum Beispiel Steinbrück im Wahlkampf, war eine seiner Forderungen. Das ist vielleicht in einem ganz anderen Bereich als die Newsfeed-Regulierung. Wir haben von dem Institut, wo ich arbeite, das Center for Internet and Human Rights, eine Konferenz organisiert. Und da sind dann
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viele Menschen, die, zum Beispiel, die hören sich diese Diskussionen an. Wie heißt die Konferenz? Wie bitte? Wie heißt die Konferenz? Hieß, hieß. Hieß leider. Aber es gibt gerade ganz viel zu dem Thema. Und vielleicht noch der dritte positive Punkt. Ich habe heute Nachmittag einen Vorzeig mit jemandem gehalten, der auch Computerwissenschaftler ist, der seinen Studenten
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Ethik beibringt und sich dafür einsetzt, dass das größerer Teil des Curriculums wird. Genau, das fände ich auch super spannend, ob das im Prinzip in dem Informatik- Studium, also in dem regulären, mitintegriert wird. Aber das ist wahrscheinlich aktuell nur vereinzelten dann der Fall, oder? Da ich ja keine Informatikerin bin. Aber ich denke, das ist nicht so systematisch Teil, wie es
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Business Ethics oder Ethics of Law gibt. Würde dann wahrscheinlich ja auch an der Stelle, wenn man von Medienkompetenz an Schulen spricht, würde man eigentlich auch sofort denken, das müsste dann an der Stelle ein Thema sein, um dann überhaupt aufzuklären.
18:25
Gibt es eine politische Wahrnehmung in die Richtung? Weil ich hätte jetzt auch gesagt, also ich habe ehrlich gesagt auch so noch nicht so wahnsinnig viel um die Auseinandersetzung zu dem Thema gehört. Also wenn du jetzt sagst, okay, hier wird es jetzt diskutiert und es gibt
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Konferenzen, die sich damit auseinandersetzen, ist das ja sicherlich sehr blase. Also ich glaube jetzt so auf dem es gibt zum Beispiel die Social Media Week, die sich ja schon sehr öffnet, sage ich mal, wo auch sehr viele undigitale hinkommen, um dann so Veranstaltungen zu machen, da ist sowas dann aber eher kein Thema und politisch wahrscheinlich schon mal gar nicht oder wie stellt sich das dort dar?
19:02
Ich glaube dazu bin ich zu sehr um der Blase, um das eigentlich richtig sagen zu können. Aber es ist natürlich wieder so ein Internet Research Thema, jetzt sich um Algorithmen zu kümmern und ganz viele Themen und Problemen, um die es geht, werden seit Jahren diskutiert. Also das Thema Algorithmen ist ganz eng verzahlt mit dem Thema Daten, denn Algorithmen basieren
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ja auf Daten, auf großen Daten, die man dann Big Data nennt, die zum Teil gar nicht, also die nicht neutral sind, aus denen man nicht einfach wertneutral irgendwelche Theorien ableiten kann. Also das sind Diskussionen, die schon länger stattfinden, die eigentlich auch unter das Themengebiet fallen oder Privatsphäre
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oder Überwachung. Man kann ja, Algorithmen sind ja essentieller Bestandteil auch von Überwachung. Also es werden Algorithmen benutzt, um Drohnenopfer, Terroristen zu identifizieren, um Terroristen von Nicht-Terroristen zu unterscheiden. Also ich denke schon, dass das Thema diskutiert wird, aber klar, das ist der Bedarf.
20:02
Dann danke ich dir ganz herzlich. Vielen Dank für die Einladung, dass du uns hier gewesen bist. Jetzt freue ich mich ganz besonders auf Anastasia.
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Anastasia wetten wir euch vor anderthalb Jahren in Hamburg auf der Social Media Week einmal einen Slot gemeinsam gehabt und merkt euch unbedingt den Blog von Anastasia, anastasia-umrik.de einer meiner persönlichen Lieblingsblogs,
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weil anders sind sie alle. Das ist immer auch dein Motto, mit dem du irgendwie durchs Leben gehst und Anastasia sitzt im Rollstuhl und findet ihr Leben aber völlig normal und das ist genau die Attitude, mit der du Themen ja irgendwie angehst, was ich sehr schön finde und du hast ein ganz tolles Ziel, nämlich Behinderung attraktiv zu machen. Und Anastasia
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macht sehr viele unterschiedliche Projekte und das wird sie uns jetzt einmal kurz erzählen und dafür möchte ich dich einmal auf die Bühne bitten. Vielen Dank.
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Ich bin heute besonders aufgeregt, weil ich stehe eigentlich öfter auf Bühnen und präsentiere meine Arbeit und ich weiß, wofür
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ich kämpfe und ich weiß, was ich mache. Ich habe noch ein Problem. Ich habe ein Problem mit Zeit. Wenn ich unter Zeitdruck bin, dann werde ich total hibbelig und weiß gar nicht mehr, wo ich bin und warum und was wichtig ist. Ja und einer meiner Schwächen ist auch ein bisschen
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Auszuatmen. Ich fange dann immer an über meine Kindheit und Pubertät und mein Leben zu schwächen und alles mögliche und komme dann nur auf den Punkt. Meistens in den letzten zwei, drei Minuten und dann ist es leider vorbei. Ich habe mir heute vorgenommen, es besser zu machen und möchte
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mich auf ein Projekt von mir konzentrieren. Es gibt eigentlich insgesamt drei Stück. Wie Sanja eben schon erwähnt hat, ich schreibe einen Blog und beobachte das Leben aus der sitzenden Perspektive, sage ich mal.
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Es ist manchmal ganz schön, da sieht man viele Hintern vor sich. Manchmal auch nicht schön, muss ich zugeben. Dann gibt es noch ein Modelabel von mir, Inkluvas und dann gibt es Anderstark. Anderstark ist mein Baby.
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Es war schon immer mein Baby. Darüber möchte ich erzählen. Was ist Anderstark eigentlich? Es ist Stärke, nur anders. So bin ich überhaupt drauf gekommen. Da könnte man jetzt darüber sprechen, was ist Stärke, was ist anders.
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Aber ich hatte es schon wieder aus. So ist das nicht. Begon hat Anderstark mit einem Fotoprojekt vor vier Jahren. Stärke braucht Muskeln. Manchmal braucht die Stärke Muskeln.
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Ich habe sie aber nicht. Ich habe eine Muskelerkrankung. Das erwähne ich aber eigentlich nur, weil ich die Fragezeichen sehe. Was hat sie denn? Ich traue mich nicht zu fragen.
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Vielen Dank. Bin ich zu laut? Jedenfalls bin ich völlig was zum Konzept. Stärke braucht keine Muskeln. Ein Fotoprojekt. Eigentlich habe ich gedacht, machen wir eine kleine Sache. Zehn Fotoshootings
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stellen das in einer kleinen Bar in Hamburg aus. Und dann ist es vorbei. Es ist dann so groß geworden, dass ich in verschiedenen Städten ausstellen durfte. International und national.
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Bei der ersten Vernissage von dem Fotoprojekt habe ich gedacht, um einen Zuschauer zu locken, könnte man ja auch Spaß im Modenschau machen. Ich mache sehr viele Dinge aus Spaß. Erstmal öffnen, habe ich noch nie gemacht. Könnte man probieren.
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Ich habe mit 300 Leuten gerechnet, habe keinen Eintritt genommen und dann sind 1000 Menschen gekommen. Hätte ich mal Eintritt genommen.
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Meine Idee war, zu zeigen, dass Behinderung nicht etwas ist, was schockiert, was in irgendeiner Form immer provoziert.
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Sondern Behinderung ist ein Teil von unserer Gesellschaft. Ich wollte zeigen, dass die Frauen im Rollstuhl oder die eine Amputation haben, normal Lust auf Fashion haben.
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Mir ist es immer noch zu zeigen, dass das Selbstbewusstsein von Menschen unabhängig von ihrem Körper ist. Ich habe schon viele Leute, besonders Frauen,
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in meinem Leben kennengelernt. Dünne, dicke, große, kleine, mit verschiedenen Haut- und Haarfarben. Viele von ihnen hatten Probleme mit sich selbst. Ich habe mich gefragt, woher das kommt, woanders liegt.
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Ich habe mir dann überlegt, man könnte mit Ander Fashion, das ist die Modenschau, wo Fashion im Vordergrund steht, die Welt verändern. Dass behinderte Models
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auf dem Laufstich sind, ist keine Neuigkeit. Patrick Moore hat das gemacht, ein großer Designer. Und auch Quasi, glaube ich, auf der letzten Fashion Week in Berlin hat es auch probiert,
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provoziert. Die Medien finden das schön. Mich persönlich langweilt es, weil es immer nur um Schock geht, es geht immer nur um Drama. Ich möchte das nicht.
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Eins der Ziele von Ander Fashion ist es, auch den jungen Designern eine Plattform zu bieten, ihre Kleidung zu präsentieren, aber vor allem auch neue Körper kennenzulernen. Ich kenne einige Designer
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und sie bekommen an den Hochschulen immer gelehrt, wie man Größe 36 näht, stehend. Ich würde gerne zeigen, es gibt auch noch andere Körper, ein klein, ein groß,
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Größe 34, 38, 40 und mehr. Ich würde einfach gerne auch den Models eine Chance geben, ihr Selbstbewusstsein zu pushen, und da spreche ich nicht von den Models mit Behinderung.
28:41
Im Gegenteil, ich spreche eigentlich von den Models, die im Mittelpunkt stehen, die auf High-Heels laufen, aber eigentlich lieber Barfuß zu werden und Frauen im Hochschul natürlich auch. Das Publikum bekommt ein
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Eventerlebnis, eine Inspiration und alle bekommen davon, wie funktioniert eigentlich Inklusion. Davon sprechen sie also immer. Ich würde gerne nicht immer nur darüber sprechen, auch hier auf der
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Republik gab es einige Themen darüber. Ich finde es schön, ich finde es super, dass es immer mehr Filme darüber gibt, immer mehr Aktivisten. Ich würde aber gerne zeigen, was ist Inklusion überhaupt? Und eigentlich ist es, wenn wir nicht mehr darüber sprechen.
29:45
Im Moment haben wir ein Crowdfunding-Konzept erstellt und es ist auch online. Es sind jetzt nur noch wenige Tage üblich. Man kann sich gutes Karma kaufen,
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zum Beispiel, für nur 10 Euro, 15 Euro mit Himberduft. Mit dem Crowdfunding-Konzept wollen wir auch den Leuten eine Chance geben,
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ein Teil des Ganzen zu werden. Sowohl als Karma-Besitzer, als auch der erste Zuschauer der Show, die im September stattfinden soll. Mit uns verändert man die Welt. Ich würde gerne alle
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einladen, in irgendeiner Form ein Teil davon zu werden und über Inklusion, egal ob im Fashion-Bereich oder in anderen Bereichen, nicht darüber mehr zu sprechen, sondern einfach versuchen zu leben, wie wir uns es alle wünschen würden.
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Alles gut. Genau, das knackt so ein bisschen.
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Ich kann euch auch nochmal empfehlen, also ich glaube, man hat schon einen ganz schönen Einblick bekommen in das, was du machst. Ich kann euch trotzdem nochmal empfehlen, ihr Blog zu lesen. Also ich liebe immer die Postings auf Facebook von Anastasia, die ich in meiner Timeline habe, weil du ebenso spannend mit dem Thema umgehst. Fragen an Anastasia, nutzt die Chance.
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Ich habe gleich eine Frage. Du hattest ja gesagt, es sind jetzt nur noch ein paar Tage. Wie viele Tage haben wir jetzt noch, um da was zu machen bei Kickstarter? Ich glaube noch
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26 Tage. Doch noch? Okay. Wie viel brauchst du noch? Wie viel Geld brauchst du noch? Von 8.000 sind bis jetzt nur 200. Okay, da können wir ja noch ein bisschen was dran machen. Ja.
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Ist auch alles auf der Webseite anderstark.de. Kann man noch mehr lesen unter meine Webseiten, den anderen auch. Ich wollte nur sagen, danke für den Vortrag und ich finde
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anderstark ein richtig schönes Wort, was ich in den Wortschatz aufnehmen werde. Und die andere Frage, also die Frage ist, was war die Reaktion, als du das schon mal gemacht hast, von den Models, quasi auf dem Laufsteg? Die Reaktion war...
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Du meinst jetzt die Fashion Show? Genau. Das war ganz witzig. Ich stand selber im Publikum und teilweise wussten die Besucher gar nicht, dass meine Idee war, das war ganz witzig. Als Pause gab es dann Fernsehbeiträge mit mir.
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Und dann habe ich Stimmen gehört aus dem Publikum. Oh, jetzt ist sie schon wieder. Fand ich sehr witzig. Die Leute waren teilweise überrascht. Ich habe nur Gutes gehört, weil weder die Musik noch das Licht oder irgendwas hat sich
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verändert, wenn irgendein Model auf die Bühne kam. Das war mir immer sehr wichtig, weil ich habe von einem Designer gehört, der war jetzt irgendwie auf der Berliner Fashion Show, Fashion Week und am Ende kam dann Frau im Rollstuhl und dann wurde das Licht ganz
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hell und die Musik ganz dramatisch, das fand ich dann doch ein bisschen übertrieben. Das war mir wichtig, das nicht zu machen. Ich glaube, das fanden die Leute positiv neu. Die waren auch ein bisschen verwirrt, glaube ich.
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Hallo. Hallo Anastasia, hier spricht Marijke. Wenn wir die normalen Fashion Shows sehen, ist ja ganz klar, was dieser Schönheitsstandard ist. Wie wird man bei dir eigentlich in den Rollstuhl? Wie wählst du die Frauen aus, die bei dir über den Laufsteg gehen oder rollen? Was ist Schönheit?
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Das entscheide gar nicht ich, sondern ich arbeite mit verschiedenen Designern zusammen in Hamburg und je nachdem, welche Kollektion sie haben, das ist leider das Problem wieder, weil die meisten lernen, wie sie auf Größe 16, 30
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umschneidern. Das heißt, ihre Kollektion hat meistens die Größe 36 und dann müssen die Models auch die 36 erfüllen. Das ist ein bisschen blöd, ich weiß. Habe ich nicht so ganz in der Hand, weil wie gesagt, ich das nicht entscheide.
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Eine Voraussetzung ist aber, dass die Designer mindestens ein Outfit umschneidern für eine Frau mit besonderen Herausforderungen. Das heißt, wenn sie sitzt oder wenn sie einen Arm weniger hat oder wie auch immer, dass man die Kleidung darauf anpasst.
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Hier vorne eine Frage. Meine Frage geht ein bisschen in eine andere Richtung. Ich habe gerade mit so einer 15-jährigen Mädchen gesprochen, die eine spastische Behinderung hat und viel auf Social Media aktiv ist, YouTube und Twitter und sie hat mir erzählt, dass
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für sie das so eine Möglichkeit ist, sich mitzuteilen, anders wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ist deine Erfahrung nach auch die Kanäle, Social Media und Koblocks und so weiter, Leuten mit Handicap eine Möglichkeit, ein Stück normaler zu sein, weil wir doch ein bisschen vielleicht ausgrenzende Gesellschaft haben? Sehe ich anders. Ich glaube eher,
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dass es eine Chance für die nicht-behinderten Menschen ist, um am Leben, dass sie noch nicht teilzuhaben. Ich glaube, das ist viel mehr der Punkt, als die Menschen mit Behinderung sich normal fühlen zu lassen. Weil ich wundere mich tatsächlich auch oft
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über Dinge, die man mich zum Beispiel fragt. Und wie fühlst du dich? Und ah, normal. Was mich eben viel mehr beschäftigt hat. Wie komme ich elegant die Rampe hoch? Das sind viel mehr die Sachen, wo ich dann hoffe,
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normal zu sein. Und die Leute stellen mir aber eher total Fragen wie, gehst du gerne essen? Ja. Oder, gehst du gerne aus? Ja. Deine Freunde haben keine Behinderung?
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Auch. Ich weiß es teilweise schon. Ich verstehe die Fragen gar nicht. Und deswegen, glaube ich, ist es aber auch eine Win-win-Situation. Herzlichen Dank, Anastasia.
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Ich könnte jetzt auch wieder dir ganz viele Fragen stellen, aber wir haben gar nicht mehr so viel Zeit. Und wir haben ja noch eine tolle Speakerin. Deswegen herzlichen Dank. Danke auch. Wie komme ich jetzt in den Gans hier runter? Das sieht super aus.
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Ich freue mich jetzt auf unsere dritte Speakerin, das ist die Ute. Und Ute habe ich kennengelernt, weil sie mich interviewt hat über die Digital Media, wo man sie hat verschiedene
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Netzwerke vorgestellt. In ihrem Magazin Business Ladies. Ute ist Unternehmerin und Expertin für Karriere-Themen. Und als wir uns da kennengelernt haben, fand sie die DMW so toll, dass sie nämlich die initiiert hat, dass es in Köln eben auch ein Quartier gibt,
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was anfängt, lokal Netzwerkkräften und Themenabende zu organisieren. Und mittlerweile bist du auch bei uns im Vorstand. Deswegen ganz kurze Werbeeinblendung. Wir machen das alle ehrenamtlich in so einem ehrenamtlichen Verein. Ihr könnt bei uns auf die Webseite gehen und das so unterstützt uns und da könnt ihr Fördermitglied werden. Damit aber jetzt auch schon wieder Schluss.
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Und Ute, das ist so ein bisschen, so finde ich, ein Ritterschlag für Experten, wenn man von einem Verlag gefragt wird, ob man ein Buch schreiben möchte zu dem Thema, für das man eben als Expertin steht. Und das ist Ute passiert. Und darüber wird Ute
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uns jetzt gleich was erzählen. Und ich verrate euch jetzt schon mal so viel. Wir verlosen nämlich noch drei Ausgaben von einem Buch. Und zwar würden wir nämlich während deines Vortrags vielleicht schon einmal hier diese Box rumgehen lassen. Und wer mag, von euch darf seine Visitenkarte reinstecken. Und wir haben drei Exemplare vom Buch per Netzwerk
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zum Job. Ute? Komm bitte auf die Bühne. Wunderbar. Geht das?
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Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht hier vertue und in den Pointer irgendwie reinspreche und nicht ins Mikro. Okay. Bis dann gleich die Präsentation steht. Ganz kurz.
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Also wie gesagt, heute verlosen wir drei Exemplare des Buches. Die Kiste geht rum, einfach einen Zettel reinschmeißen oder eure Visitenkarte und dann könnt ihr ein Exemplar gewinnen. Und falls ihr keins gewinnt, ist das auch kein Problem. Ich habe hinten noch ein paar Postkarten hingelegt, da habt ihr sozusagen die zehn Netzwerktipps to go.
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Ihr könnt euch einfach am Ausgang dann mitnehmen. Ja, und tatsächlich ist es so, das ist natürlich irgendwie ganz schwierig, wenn man natürlich von so einem tollen Projekt von Anastasia dann kommt. Und ich glaube, das ist ein sehr politischen Thema.
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Und sozusagen mein Part heute auf der Bühne ist sozusagen das Empowerment für euch alle. Auch zu sagen, wenn ihr irgendwie Lust habt, so ein Herzensprojekt zu machen. Also für mich ist tatsächlich auch ein Buch ist auch ein Herzensprojekt. Und für mich war es das auch einfach. Und das hatte ein bisschen was damit zu tun, dass ich immer schon ein Buch schreiben
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wollte. Also ich beschäftige mich seit 99, seit ich mit meinem Studium fertig geworden bin mit dem Thema Karriere und Berufseinstieg. Hauptsächlich für ja, Berufseinstieg sagt schon Absolventen, also Leute, die von der Uni kommen. Das sind so die Leute Studierende. Absolventen, mit denen
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kenne ich mich einfach total gut aus. Weil seit 99 habe ich mit denen zu tun. So. Und ich dachte immer, das müsste doch eine coole Geschichte sein. Zu sagen, hey, ich habe voll die gute Idee. Ich schreibe ein Karrierebuch. Also voll die innovative Idee. Gibt es auch gar nicht. Ich meine, braucht nur einer mal zu
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Mayaschen Buchhandlung zu gehen. Ich glaube, es gibt irgendwie zwei Abteilungen mit 70 Regalen. Mit Karrierebewerbung schießt mich tot. ehrlich gesagt dazu sagen, ich gehe hin als Ute Blinder und sage, ich möchte jetzt ein Buch schreiben zum Thema Karriere.
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Sehr, sehr unwahrscheinlich. Ja. Jetzt ist aber natürlich die Frage, dieses Herzenprojekt bleibt natürlich. Das geht ja nicht weg. Das heißt, es ist ein bisschen was passiert. Also ich habe ja schon gesagt, ich beschäftige mich mit diesem Thema Berufseinstieg Karriere seit 99.
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Seit 2006 mit meinem eigenen Unternehmen. Seit ungefähr 2008 wurde dieser Gedanke, das Buch zu schreiben, immer stärker. Das heißt, ich habe angefangen, Konzepte zu schreiben, habe überlegt, kann ich selber veröffentlichen, habe mir Literatur gekauft, habe mich damit auseinandergesetzt. Also habe
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wirklich von vorne bis hinten mich mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe auch schon gedacht, ich nehme Geld in die Hand und verlege das selber, weil letztendlich, ich bin ja an der Zielgruppe dran. Also ich kann es auch selber vertreiben. Aber es ist immer so zu sagen, da ist so ein Verlag, der sagt irgendwie, mach das oder machen Sie das bitte, ist einfach noch mal eine andere Geschichte, als wenn man selber hingeht
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und irgendwie sagt, ich klöppel mir da so ein Buch zurecht. Und dann ja, das sieht einfach nicht so toll aus, wenn man sagt irgendwie, Book on Demand ist einfach nicht so schick. Also das fand ich einfach nicht schick genug. So, dann ist aber was passiert. Und das ist das, was ich euch mit ans Herz lege, nämlich zu sagen,
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einfach das Thema, einfach mal Zeit, so ein Ding muss reifen. Also das darf auch mal in der Schublade liegen, da darf auch mal ein Konzept sein und dann darf man das über den Haufen schmeißen und dann darf man nochmal drüber nachdenken. Dann darf man das irgendwo mal auf seinen Blog schreiben, dann darf man das auf seine Webseite schreiben, also immer auch mal wieder sagen,
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ich will ein Buch schreiben, ich weiß noch nicht genau, was das Thema sein wird, weil ehrlich gesagt, Leute, es ist auch gar nicht so, letzten Endes, das Allerwichtigste, dass man das super innovative Konzept in der Schublade hat. Das kann manchmal genau das Richtige sein, aber das muss es nicht. Aber sich immer wieder mit diesem Thema zu beschäftigen, das halte ich für total
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wichtig und das geht halt einfach über die Zeit hinweg. So, dann war es aber tatsächlich so, ich hatte immer diese Idee meiner Schublade und ich kannte meine Zielgruppe extrem gut. Also was Studenten, Absolventen anbelangt, Berufseinsteiger, mir braucht niemand was zu erzählen, wie die Generation Y tickt und ich bin
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sowieso der Meinung, die tickt ein bisschen anders als das in den Medien geschrieben wird, aber gut. Und dann ist Folgendes passiert. Ich habe bei ganz vielen Leuten darüber gesprochen, dass ich ein Buch schreiben will. Also ich habe mit allen Menschen, die ich irgendwann getroffen habe und mit denen ich genetzwerkt habe, also mich zum Mittagessen getroffen habe, immer wieder gesprochen, ja, ich will ein Buch
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schreiben und ich kann das und das richtig gut. Und schreiben habe ich natürlich schon auch jeden Tag eigentlich gemacht, weil letzten Endes ist mein Unternehmen, das sind zwei Karriereportale für junge und auch ältere Leute und das heißt, ich beschäftige mich mit diesem Thema einfach jeden Tag. Das heißt, ich kenne mich einfach aus. Aber wichtig ist, dieses zu sagen,
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ich will das machen. Und wenn Leute euch dann zum Beispiel sagen, ah, das ist aber total schwierig und du musst ein fertiges, total innovatives Konzept haben und das muss ganz genau positioniert sein, ja, das stimmt alles, aber redet trotzdem darüber, redet mit allen Menschen. Und dann ist Folgendes passiert,
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ich habe mit allen Menschen darüber geredet und unter anderem auch mit einer sehr bekannten Autorin aus Hamburg, die auch in meinem Umfeld sich bewegt und tatsächlich war es dann so, dass dann irgendwann ich eine Nachricht bekam auf Xing vom Campusverlag. Und wer jetzt halt sich in diesem
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Karriereumfeld auskennt, weiß, dass zu meinem Herzensprojekt auch ein Herzensverlag gehört und für mich war das immer der Campusverlag. Also ehrlich, also im Bereich Karriere gibt es für mich einfach im deutschsprachigen Raum keinen Verlag, den ich toller finde, also ganz, ganz persönlich. Und jetzt schrieb mich diese Lektorin an und sagte, ja, Frau Blindert, hätten Sie Lust, ein Buch zu schreiben?
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Warum? Ich hatte immer noch kein bombastisches Konzept denen vorgestellt, weil die haben ja erstmal gefragt, hätten Sie überhaupt Lust, das zu machen? Es hatte was mit meiner Zielgruppe zu tun. Die haben sich überlegt, wir wollen ein neues Konzept machen für Leute, die halt gerade fertig werden im Studium, also Berufseinsteiger.
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Und es gibt nun wirklich auf dem Gebiet nicht so viele Leute, die sich so auf diese Zielgruppe spezialisiert hatten. Und darüber kam halt diese Empfehlung zu sagen, sprechen Sie doch mal mit der Frau Blindert, die kennt sich da wirklich gut aus. Und dann haben wir miteinander telefoniert. Und ich will euch eines verraten, mir war es fast egal, über was ich
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schreibe, solange es um das Thema irgendwie Karriere ging und irgendwie meine Zielgruppe betraf, weil es mir total wichtig war, in diesem Verlag was zu machen. Weil ich habe das immer so verstanden als ein Türöffner. Zu sagen, ich will da dann mein erstes
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Buch machen und es soll auch nicht mein letztes Buch da gewesen sein. Das heißt, die haben mir was vorgeschlagen, das war ein anderes Thema als das, was letzten Endes dann jetzt das Buch geworden ist. Und ich habe dann gesagt, ja, das Thema finde ich ganz gut, aber ich hätte da eine andere Idee. Und bin dann halt mit dem Netzwerkthema gekommen, habe gesagt, na ja, wir sollten eigentlich überlegen, sollen wir nicht was machen zum Thema per Netzwerk
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zum Job. Die jungen Leute kennen sich teilweise nicht so gut aus, was die Themen singen und LinkedIn anbelangt. Die sind alle auf Facebook, nutzen das aber nicht beruflich. Ich finde zum Beispiel, dass es für viele Geisteswissenschaftler eine total gute Geschichte ist, sich mit diesen ganzen, auch technischen Möglichkeiten von Netzwerken auseinanderzusetzen.
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Das Ganze und natürlich die ganzen anderen Netzwerkmöglichkeiten. Und das hat die so überzeugt, dass sie gesagt haben, okay, wir machen das. Und dann ist tatsächlich dieser Buchvertrag, letztes Jahr auf der Republika hatte ich den Vertrag hinterher im Büro liegen. Also vor einem Jahr war der unterschrieben von beiden Seiten.
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Gut. Dann war natürlich klar, wann musste das Buch fertig werden? Das sollte in diesem Frühjahr erscheinen. Das heißt, ich hatte Zeit von 8. Mai bis 31. August zum Fertigwerden. Das heißt, wir sprechen hier über dreieinhalb Monate minus Sommerferien. Ich bin Familienmutter. Das heißt, wir sprechen
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im Grunde über drei Monate und schreibt mal ein Buch von 200 Seiten. So und jetzt kommt die Frage, wo ihr mich dann vielleicht fragt, ist doch egal, du hast es ja irgendwie gemacht. Ich will euch damit nur Folgendes sagen. Mein Konzept war einfach zu sagen, ich arbeite zum Beispiel total gerne mit Excel Tabellen. Also ich habe dann einfach gesagt, ich mach jeden Tag muss ich irgendwie, keine Ahnung, 5000 Zeichen
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schreiben. Und wenn ich den einen Tag nicht 5000 geschafft habe, habe ich den nächsten Tag 10.000 geschrieben. Ich will euch nur beruhigen, das ist meine Methode. Wenn ihr zum Beispiel welche seid, die dann zum Beispiel sagen, ich brauche am Schluss irgendwie zwei Monate und arbeite dann komplett durch. Das ist auch total in Ordnung. Oder wenn ihr sagt, ich arbeite von Kapitel zu Kapitel, das
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kann man alles machen. Und da ist mein Tipp an euch wirklich zu sagen, da gibt es genug Literatur, sehr, sehr gute Fach Literatur, um zu sagen, wie kann ich das Projektmanagement machen. Für mich war das meine Methode und die hat super gut funktioniert und für mich würde das immer wieder so machen. Das war perfekt. Also fertig. Es ist dann irgendwie
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am 5. März ist es erschienen und war fertig. Es ist aber so, also wenn man jetzt denkt, irgendwie man könnte damit Geld verdienen, das ist eher nicht so. bei Vertragsabschluss gibt es halt einen Vorschuss und da ist tatsächlich so ein alter Verlag,
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so ein gestandenes Unternehmen tatsächlich richtig super, weil es gibt einen ordentlichen Vertrag, es gibt einen ordentlichen Vorschuss und beim Abgabe des Manuskrips gibt es den letzten Teil des Vorschusses und am Ende wird dann irgendwann über die Jahre hinweg abgerechnet. Aber leben kann man davon nicht, das heißt ihr müsst euren ordentlichen Job nebenher haben und ich habe tatsächlich einen Teil der Sommerferien im letzten Jahr, also den
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August, wirklich genutzt und habe Tag und Nacht das Buch zu Ende geschrieben und war total froh, dass wir keinen Kölner Sommer hatten, der normalerweise mit 35 Grad einhergeht, sondern ich in Ruhe irgendwie im Büro sitzen konnte und dieses Buch zu Ende machen konnte. So und eigentlich geht die Arbeit danach erst so richtig los. Also dann zu sagen, irgendwie man hat
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dann die Presseanfragen und so weiter. Ich habe zu dem Buch auch ein eigenes Blog aufgesetzt, um das dann entsprechend zu vermarkten. Tatsächlich ist es so, dieses eigentliche über Buch halt Geld zu verdienen, das ist halt nicht das Ding, aber es ist natürlich sehr, sehr wichtig zu sagen, man nutzt diese Welle des Buches,
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um die zu reiten, um dann zu sagen, okay, wie kann zum Beispiel das zweite Thema entstehen und wie kann im Grunde man das nutzen, um zum Beispiel Trainings zu verkaufen oder Vorträge und so weiter. So, ich muss jetzt gleich zum Ende kommen. Ja, das mache ich dann auch jetzt. Was hat es gebracht? Also,
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ganz viel Stolz. Also, ich, keine, also, ich, ja, Herzensprojekt, ne? Also, also, ich muss, ich muss euch eine Sache muss ich euch noch sagen. Also, was für mich wirklich den meisten Stolz bedeutet hat, war, das Vorwort zu schreiben, wo ich all den Menschen danken konnte, die mir
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das mit ermöglicht haben, also die DMW und der VDI hat mir super geholfen und so weiter, und die Danksagung zu schreiben, wo ich dann irgendwie meinem Mann und meinen Kindern danken konnte und meinen Eltern. Und das war für mich so ein schönes Gefühl. Und deswegen ist es natürlich auch so schön, das ist ja was Gedrucktes und was Bleibendes und das ist einfach total klasse. Ja, wahnsinnig viel Arbeit nach wie
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vor. Natürlich ganz viel Öffentlichkeit, das ist sehr klasse. Sichtbarkeit, Geld auch ein bisschen, ja, und hoffentlich das nächste Buch. Und, ja, und was ich euch jetzt gerne noch so mit ans Herz legen würde, wer, also, wer hätte jetzt nochmal das angeboten? Ich kretsche einfach einmal rein, Entschuldigung Ute.
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Ich würde nämlich total gerne euch noch die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Ich weiß nicht, wer von euch würde nämlich gerne, wollte schon immer mal ein Buch schreiben? Hallo, ich habe die Frage, wie hat dich der Verlag im Marketing unterstützt?
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Ich habe von einer anderen Buchautorin mal gehört, das war ein anderer Verlag, aber auch ein sehr renommierter, der hat sie gar nicht unterstützt, sie musste das alles alleine machen. man arbeitet natürlich mit Profis zusammen, was schon so ist, man merkt die sind extrem gut im Projektmanagement. Die sind auch sehr, sehr gut in der Pressearbeit,
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aber es ist natürlich klar, als Erstlingsautorin, jetzt in Konkurrenz zum Beispiel mit Günter Dück zum Beispiel, oder ich weiß nicht, Malik oder wer auch immer, also diese ganzen Superstars, ist es für mich halt klar, ich bin da Nummer wahrscheinlich Nummer 99 von 100, das ist mir total,
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das ist einfach normal. Was ich dann wirklich gemacht habe, also ich habe ein Teil meines Honorars wieder genommen und habe dann wirklich einen sehr guten Pressedienst benutzt, also in Anspruch genommen, die haben auch wirklich Geld in die Hand genommen, die dann für mich im Grunde nochmal eine Presseverteilung gemacht haben. Und darüber ist ganz, ganz viel passiert. Also dieses Buch war zum Beispiel unter den spannendsten 20 Wittersbüchern im Frühjahr
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im Handelsblatt online. Es war zwar ein Platz 20 von 20, aber in einer Reihe mit Suta und Naomi Klein und so weiter, das ist natürlich schon klasse. Aber ich bin da einfach realistisch. Allerdings, was ich sagen muss, wenn man selber aktiv ist und sagt so hey, ich habe hier einen Pressekontakt und
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könnt ihr das bitte mal bitte weiter twittern und auf Facebook habe ich da was geliked und könnt ihr das bitte nochmal teilen und so weiter, dann machen die das. Aber man muss ganz schön so selber seine Sachen in die Hand nehmen und dann mit denen sprechen und sagen, hier, ich mache da ganz viel, aber ich brauche euch dann einfach nochmal mit eurer, klar, wenn Campus dann mit seinen, weiß ich,
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wie viele Tausend Followern dann nochmal was teilt auf Facebook, das ist dann schon auch gut und da muss man die aber so ein bisschen schubsen, muss ich sagen. Aber dann machen sie auch, also die sind wirklich dann total nett und unterstützend. Ich habe noch Fragen, du hast ja von dieser Exel das erzählt, da bin ich total beeindruckt, das war ja nicht mein... Ich hasse Exel. Ich hasse Exel.
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Das ist ganz toll. Ich mache auch immer alle Formeln kaputt. Aber es hört sich ja schon so sehr diszipliniert an, irgendwie in drei Monaten. Also klar, also ich war eher auch immer die an der Uni, die dann so, ich habe meine Magisterarbeit damals in vier Wochen geschrieben. Ich habe vorher natürlich ganz viel gelesen und so, aber das auf den letzten Punkt
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zu machen. Du sagtest, so kann man irgendwie so machen, aber eigentlich muss man schon auch ein bisschen diszipliniert sein, oder? Ja, es ist tatsächlich so, dass man sich, wenn man anfängt, das zu machen, sich einmal damit auseinandersetzen sollte, was ist man für ein Typ Schreiber? Also wie ist das Projektmanagement?
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Wie sollte das sein? Wenn du zum Beispiel merkst, es ist für dich zum Beispiel schwer, so von der Zeit hinzubekommen, dann wäre zum Beispiel mein Tipp, hol dich immer an die Seite. Und wenn es irgendwie nur eine Freundin ist, wo du sagst, wir machen irgendwie so, da unterstütze ich dich, da unterstützt du mich. Weil in vier Wochen kannst du es nicht zu Ende schreiben, jedenfalls nicht in einer guten Qualität.
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Das geht einfach nicht. Also da muss man schon einfach anders sauber dran gehen. Und sag mal, du hast jetzt hier zehn Netzwerktipps. Was wäre jetzt so ein, du wegen der Zeit und so? Das wäre jetzt so der eine Tipp, den du jetzt hier einem nochmal mitgeben würdest? Ja, mein Netzwerktipp an sich ist, das hatten wir heute auch schon mal gehört, ist zu sagen, eigentlich muss man sich selber bewusst sein,
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wer man ist und was man will, um dann zu sagen, ich kann dann auch überlegen, wie ich netzwerke. Also wenn ich zum Beispiel eher ein schüchterner Typ bin, sollte ich anders netzwerken, als wenn ich jetzt eher so ein Typ bin, der ganz gerne auch irgendwie rausgeht und auf Partys geht und mit Leuten sprechen kann.
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Also um authentisch zu bleiben, sozusagen, hat jeder, also es gibt einen Weg für jede einzelne Person zum netzwerken. Jetzt haben wir etwas superes, drei Bücher irgendwie dabei und wir hatten diese Box mit den Visitenkarten und haben alle von euch eingeworfen oder hat jemand die Box noch nicht gehabt? Dann da wäre jetzt nochmal die Chance,
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zu mir nach vorne zu kommen und die Karte zuzustecken. Und ich habe ja schon gesagt, wir sind ein Netzwerk, das ehrenamtlich arbeitet und wir freuen uns immer total, wenn wir von Partnern unterstützt werden, also wie zum Beispiel auch von der Republika. Und
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gestern habe ich ganz spontan von der lieben Tina Kulo von Facebook ein bisschen Geld bekommen für Bier und Wein. Fanta auch, oder Cola oder Wasser. Und ich freue mich total, weil das macht das Netzwerk
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ein Jahr haben alle. Das macht das Netzwerk ein Jahr manchmal ein bisschen einfacher. Aber ich freue mich nämlich total, dass wir werden gleich da vorne, Bettina, magst du einmal aufstehen? Das ist Bettina von den Berliner Digital Media Women und wir haben so einen Beutel und ihr könnt gerne einfach auf uns zukommen und euch einen Chip
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abholen und wir freuen uns auch. Ich freue mich auf euch gleich vor der Refill Bar. Das ist vorne auf dem Hof, links die Bar, wo es da zu dem Club geht. Oh! Wir hatten überlegt, ob wir die Box ordentlich mit nach Hause nehmen
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und dann eine offizielle Verlosung mit Notar machen. Aber so endet das hier gerade. Ja? Okay, also ich bin jetzt die Glücksfee? Ja, du bist die Glücksfee. Und wir müssen fertig werden, wir müssen uns beeilen.
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Sandra Weber. Sandra Weber hat ein Exemplar gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, hallo.
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Achtung, dass du die nächste ziehst. Über den nächsten. Analu Kitserov Strich M. Herzlichen Glückwunsch.
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Herzlichen Glückwunsch. Hast du noch eins? Ute hat gesagt, er hat noch eins. Gibt es vier Bücher. Herzlichen Glückwunsch. Also ich habe mir gerade überlegt, ich habe noch eins hier.
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Ich würde das jetzt auch nochmal mit in den Ring schmeißen. Also wir machen jetzt noch die vierte. Julia Loske.
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Danke schön. Ihr habt gleichzeitig mit dem Buch das E-Book noch mit dabei. Und ein Webinar zum Thema Netzwerken, was wahrscheinlich im Mai, Juni das nächste stattfinden wird. Also es ist automatisch mit dem Buch jetzt mit dabei. Die Codes stehen hinten im Buch drin. Also immer mit einem Buch gibt es drei Sachen.
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Also das ist voll cool. Vielen Dank, Ute. Und genau, wie gesagt, wir freuen uns sehr, euch zum Netzwerken gleich vor der Reefable zu sehen. Genau, vielen herzlichen Dank nochmal an die vier Digital Women from the Media, die wir hier hatten. Vielen herzlichen Dank.
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Die nächste Veranstaltung hier ist um 20 Uhr, 6 degrees auf Wikipedia, wie man sich in der Wikipedia verläuft und wieder rausfindet.