6 - Kostenrechnung kurz und bündig - der Weg der Kosten durch Kostenarten- Kostenstellen und Kostenträgerrechnung

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Title
6 - Kostenrechnung kurz und bündig - der Weg der Kosten durch Kostenarten- Kostenstellen und Kostenträgerrechnung
Title of Series
Part Number
6
Number of Parts
19
Author
Lauth, Jakob Günter (SciFox)
Contributors
Lauth, Anika (Medientechnik)
License
CC Attribution - NonCommercial 3.0 Germany:
You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal and non-commercial purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor.
DOI
Publisher
SciFox
Release Date
2013
Language
German

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Zahl Lecture/Conference
Zahl Lecture/Conference
Zahl Lecture/Conference
Lecture/Conference
Product (category theory) Lecture/Conference
Lecture/Conference Gebiet <Mathematik>
Product (category theory) Abteilung Lecture/Conference
Lecture/Conference Gebiet <Mathematik>
Lecture/Conference
Lecture/Conference
Lecture/Conference
Lecture/Conference
Product (category theory) Lecture/Conference
Lecture/Conference Diagram
Carry (arithmetic) Zahl Lecture/Conference
Lecture/Conference Diagram
Lecture/Conference
Product (category theory) Lecture/Conference
Lecture/Conference
Bevor wir mit der Kostenrechnung starten, lassen Sie mich die Kostenartenrechnung in das gesamte System der Kostenrechnung
einordnen. Die Buchführung ist für die meisten Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben, das heißt, auf die Zahlen des externen Rechnungswesens können wir
problemlos zurückgreifen. Das externe Rechnungswesen (wie der Name sagt) informiert externe Adressaten, insbesondere
das Finanzamt. Wir nehmen die Zahlen des externen Rechnungswesens - insbesondere die Aufwendungen - und filtern daraus die Zahlen, die für uns relevant sind - insbesondere die Kosten. Also solche
Zahlen, die für das Management relevant sind, zum Beispiel zur Entscheidungsfindung, zum Beispiel für die Kalkulation, zum Beispiel für Vergleichsrechnungen.
Dieses Herausfiltern und ggf. Korrigieren von Zahlen auf dem externen Rechnungswesen nennen wir Kostenartenrechnung. Es geht bei dieser Abgrenzungsrechnung im
wesentlichen darum, die Aufwendungen in Kosten umzuwandeln. In vielen Fällen sind die Kosten tatsächlich identisch
zu den Aufwendungen - wir sprechen dann von Grundkosten - in einigen Fällen
müssen wir die Aufwendungen etwas abändern, um daraus Kosten zu erhalten, in wieder anderen Fällen müssen wir die Aufwendungen ganz aus der Kostenliste streichen und gegebenenfalls neue Kostenpositionen (die keine Aufwendungen darstellen)
kreieren. Am Ende der Kostenartenrechnung haben wir aus dem Zahlenmaterial der Buchführung eine komplette Liste unserer Kosten erstellt. In einem zweiten
Schritt sortieren wir unsere Kosten. Wir fragen uns beispielsweise, ob wir die Kosten unseren Produkten direkt zuordnen können. Wir befinden uns damit
schon teilweise im Gebiet der Kostenträgerrechnung.
Wenn wir Kostenpositionen finden, für die EIN Produkt alleine verantwortlich ist, dann sprechen wir von Kostenträger-Einzelkosten (oder vereinfacht kurz von Einzelkosten). Ist diese
Zuordnung nicht möglich, werden die Kosten also nicht direkt nur von einem Produkt verursacht, dann sprechen wir von Kostenträger-Gemeinkosten (oder vereinfacht
kurz von Gemeinkosten). Die Sortierung unserer Kosten geht weiter. Wenn wir die Gemeinkosten auch nicht auf Produkte umlegen können, so können wir doch versuchen, sie auf Abteilungen umzulegen.
Damit begeben wir uns auf das Gebiet der Kostenstellenrechnung. Wir verteilen
die Kostenträger-Gemeinkosten auf die
verschiedenen Kostenstellen. Kostenstellen sind definierte Bereiche im Unternehmen;
üblich ist häufig eine Aufteilung in mindestens vier Hauptkostenstellen Material, Fertigung, Vertrieb und Verwaltung.
Die Aufgabe der Kostenstellenrechnung ist es nun, die Gemeinkosten auf die einzelnen Kostenstellen verursachungsgerecht
zu verteilen. Bei dieser Sortierung können ähnliche Probleme auftreten wie bei der Kostenträgerrechnung. Manche Kosten lassen sich eindeutig einer Kostenstelle zuordnen (KS-Einzelkosten),
andere wiederum nicht (KS-Gemeinkosten). Bei den Kostenstellen unterscheidet man üblicherweise zwischen den sog. Endkostenstellen, die tatsächlich "Kontakt mit dem Produkt" haben und den
Vorkostenstellen, die keinen direkten Kontakt zu den Kostenträgern haben. In einem weiteren Schritt der Kostenstellenrechnung
werden die Kosten der Vorkostenstellen auf Endkostenstellen umgelegt. Wenn die
Kosten aller Endkostenstellen ermittelt sind, kommt wieder die Kostenträgerrechnung
ins Spiel. Je nach Anspruchnahme eines Produktes für eine Endkostenstelle werden jetzt die Kostenstellen-Kosten
auf die Kostenträger (auf die Produkte) umgelegt. Letztendlich haben wir damit
die Selbstkosten unserer gesamten Produktpalette ermittelt. Konkret: Wir wissen dann, wie viel uns die Herstellung
eines MUSTA family oder eines MUSTA City kostet. Lassen Sie mich zwei Beispiele geben, wie dieses Diagramm funktioniert. Unser Unternehmen kauft
die Heckscheiben für den MUSTA family extern ein. Wntsprechend finden sich
Aufwendungen für diese Heckscheiben in den Zahlen des externen Rechnungswesens. Diese Aufwendungen werden von der Kostenartenrechnung in Kosten (Materialkosten) übertragen. Diese Materialkosten für
die Heckscheibe lassen sich direkt dem Kostenträger zuordnen, landen also (unten rechts im Diagramm) beim MUSTA family.
Ein weiteres Beispiel: Unser Unternehmen hat eine externe Firma beauftragt, die Räumlichkeiten des Marketings zu
reinigen. Daher erscheint in der Gewinn- und Verlustrechnung eine Positionen "Aufwendungen für Reinigung". Diese
Aufwendungen würden als "Reinigungskosten" von der Kostenartenrechnung übernommen, können aber nicht direkt auf die Kostenträger umgelegt werden (denn keines
unserer Produkte ist allein für die Reinigungskosten verantwortlich). Die
Reinigungskosten sind (Kostenträger-) Gemeinkosten und werden von der Kostenstellenrechnung auf die verursachende Kostenstelle (in diesem Fall den Vertrieb) umgelegt. Letztendlich werden sie dann
Teil der Vertriebskosten (hellblau gezeichnet), die in einem letzten Schritt (wieder möglichst verursachungsgerecht) auf die Kostenträger umgelegt werden.
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