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5 - Wir berechnen den Wertverlust unseres Vermögens - lineare und degressive Abschreibung, Buchwert

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Willkommen zu unserem kleinen 1x1 der Kostenrechnung. Mein Name ist Dr. Lauth. Unsere Frage heute lautet: Was ist AfA? Wir haben über
den Unterschied zwischen Ausgabe und Aufwand gesprochen. Oft treffen diese beiden Terme gleichzeitig auf einen Geschäftsvorfall zu. Bei der AfA - der
Abschreibung - trifft dies jedoch nicht zu: Hier betrachten wir einen Aufwand, der nicht mit einer Auszahlung einhergeht. Wir werden ärmer - aber unsere flüssigen
Mittel werden nicht weniger. Das Finanzamt übersetzt
AfA mit "Absetzung für Abnutzung" im Handelsgesetzbuch steht es für "Aufwand für Abschreibung". Die Abschreibung quantifiziert den Wertverlust das Anlagevermögens.
Wir werden hier nur zweit Arten der
Abschreibung diskutieren, die lineare Abschreibung und die geometrisch- degressive Abschreibung. Dei der linearen Abschreibung sinkt der Wert eines Anlagegutes
linear mit der Zeit ab. Der Anfangswert sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. (in unserem
Beispiel "Verpackungsmaschine" 10000 €.) Unsere Maschine wird 10 Jahre
genutzt, danach ist der Wert auf 0 abgesunken. Pro Jahr verliert die Maschine 1000 € an Wert; wir haben einen linearen AfA-Satz von 10% - und einen
AfA-Betrag von 1000 Euro pro Jahr. Die Formeln zur Berechnung von Abschreibung
und Buchwert bei linearer AfA sind hier zusammen gestellt. Der AfA-Satz errechnet sich als 100 % durch Nutzungsdauer. Die lineare AfA ist das Produkt aus AfA-Satz mal Anschaffungskosten. Und der Restwert (oder Buchwert) ergibt sich als Buchwert der Vorperiode abzüglich der AfA. Win weiteres Beispiel: die
Anschaffungskosten einer Maschine betragen 100000
Euro; die Nutzungsdauer fünf Jahre. Wenn wir linear abschreiben, ist der AfA-Satz 100% durch fünf, also 20 %. Die lineare AfA errechnet sich zu 20 Prozent von 100 000 €, also 20 000 €. Der Restwert nach einem Jahr 80 000 €, nach zwei Jahren 60 000 €, nach drei Jahren 40 000 €, nach vier Jahren 20 000 €; nach fünf Jahren ist die Maschine abgeschrieben; sie steht mit einem Euro Erinnerungswert in den Büchern. Bewegliche
Güter des Anlagevermögens (namentlich Pkw) werden häufig geometrisch- degressiv abgeschrieben, d.h. sie verlieren am Anfang ihrer Nutzungsdauer mehr an Wert als am Ende. Auch
bei die degressive Abschreibung basiert auf einem AfA-Satz, dieser wird jedoch nicht auf den Anschaffungswert angewendet, sondern jeweils auf den Restwert.
Die AfA-Sätze bei der degressiven AfA sind deutlich höher als bei der linearen AfA - üblich sind z.B. das 3-fache oder 2,5-fache des linearen AfA-Satzes (manchmal gesetzlich nach oben limitiert) Die degressive AfA errechnet sich dann aus AfA-Satz mal Restwert der Vorperiode. und der Restwert (Buchwert) ist nach wie vor der Buchwert der Vorperiode minus AfA. Wenn wir im Beispiel von vorhier unser Anlagegut degressiv abschreiben - z.B. mit einem degressiven AfA-Satz von 25 % - verliert das Anlagegut im ersten Jahr 25 000 Euro an Wert (25 % von 100 000 €). Es bleiben also 75 000 € Restwert. Im zweiten Jahr müssen wir 25 Prozent von 75 000 € abschreiben, also 18 750 € als degressive AfA, im dritten Jahr verringert sich die AfA auf 14 074 €, im vierten Jahr auf 10 547 € und im fünften
Jahr auf Zehntausende im kommenden Jahr 7 910 €. Bei der degressiven AfA schreiben wir im Unterschied zur linearen AfA nicht auf Null ab, wir können deshalb auf die lineare AfA wechseln, um letztendlich doch zum Restwert Null zu gelangen. Für das externe Rechnungswesen - für "bilanzielle Abschreibungen" ist die AfA gesetzlich reglementiert, für das interne Rechnungswesen (die Kostenrechnung) können wir die "kalkulatorischen Abschreibungen" prinzipiell
frei gestalten. Bilanziell schreiben wir gemäß der AfA-Tabellen ab - kalkulatorisch schreiben wir (möglichst realistisch) nach der zu erwartenden Nutzungsdauer ab.
Bilanziell sind wir an die Abschreibungsbasis Anschaffungs- oder Herstellkosten gebunden - kalkulatorisch schreiben wir auf die erwarteten Wiederbeschaffungskosten ab.
Hier ein kleiner Auszug aus einer AfA-Tabelle. Pkw sind sind zum Beispiel "ordentlich" innerhalb von sechs Jahren abzuschreiben, Notebooks
innerhalb von drei Jahren. Gesetzlich ist momentan in Deutschland nur die lineare Abschreibung zulässig. Bis 2007 war auch degressive Abschreibung für bewegliche Güter des Anlagevermögens erlaubt. (mit Grenz-AfA-Sätzen) Seitdem ist (mit der Ausnahme der Jahre 2009 und 2010) nur noch lineare bilanzielle AfA zulässig. Wenn sich das
Eigenkapital in einer Periode erhöht, haben wir einen Gewinn erwirtschaftet. Wenn sich das Eigenkapital vermindert, erwirtschafteten wir einen Verlust. Gewinn und Verlust fassen wir mit
dem Oberbegriff "Erfolg" zusammen. Eine Möglichkeit der Erfolgsermittlung ist die Bildung der Differenz zwischen dem Eigenkapital am Ende und am Anfang einer Periode G/V=EK(n)-EK(v) Eine andere Möglichkeit der Erfolgsrechnung besteht in der Saldierung geeigneter
Strömungsgrößen: Wir addieren all das, was uns reicher macht (alle Erträge) und ziehen davon
alles ab, was uns ärmer gemacht hat (alle Aufwendungen) und erhalten damit ebenfalls den Erfolg einer Periode. Diese Art von Erfolgsrechnung, die auf
Strömungsgrößen basiert, nennen wir Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV. Diese Rechnung ist (genau wie die Bilanz) für die meisten Unternehmen vorgeschrieben.
Man addiert zunächst alle Erlöse (im wesentlichen die Umsatzerlöse), zieht dann alle Aufwendungen ab (Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungsaufwand) und erhält das
"Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" (für die Muster GmbH: 275 Millionen) Dieses operative Ergebnis entspricht ungefähr dem EBIT - earnings before
interest and taxes. Vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehen noch die Steuern ab und
wir erhalten schließlich das Jahresergebnis. Das Jahresergebnis entspricht genau dem Zuwachs an Eigenkapital,
welches wir aus Schlußbilanz und Eröffnungsbilanz erhalten haben. Wir können nicht nur die Strömungsgrößen,
welche unser Eigenkapital-Konto betreffen, saldieren. (also Aufwendungen und Erträge) Sondern wir können auch die Strömungsgrößen, die unser Geldvermögen tangieren, saldieren, nämlich Einzahlungen und Auszahlungen. Wir erhalten als Ergebnis dann nicht den "Erfolg" sondern den sogenannten "Cash Flow".
Der Cash Flow ist (genau wie der Ertrag) eine wichtige
Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit; enthält aber (im Gegensatz zum Erfolg) NICHT die Abschreibungen (= nicht zahlungswirksamer Aufwand) und wird deshalb
von einigen Analysten bevorzugt. Man kann den Cash Flow aus dem Erfolg abschätzen, wenn man die
Auszahlung <Spieltheorie>
Vorlesung/Konferenz
Term
Mittelungsverfahren
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Berechnung
Vorlesung/Konferenz
Große Vereinheitlichung
Bewegung
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Große Vereinheitlichung
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Prozessfähigkeit <Qualitätsmanagement>
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Auszahlung <Spieltheorie>
Kennzahl
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz

Metadaten

Formale Metadaten

Titel 5 - Wir berechnen den Wertverlust unseres Vermögens - lineare und degressive Abschreibung, Buchwert
Serientitel Kleines Einmaleins der Kostenrechnung - Grundlagen der Kostenrechnung für Ingenieure
Teil 5
Anzahl der Teile 19
Autor Lauth, Günter Jakob
Mitwirkende Lauth, Anika (Medientechnik)
Lizenz CC-Namensnennung - keine kommerzielle Nutzung 3.0 Deutschland:
Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt zu jedem legalen und nicht-kommerziellen Zweck nutzen, verändern und in unveränderter oder veränderter Form vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.
DOI 10.5446/17898
Herausgeber Günter Jakob Lauth (SciFox)
Erscheinungsjahr 2013
Sprache Deutsch

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet Mathematik

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