2 - Wir bilanzieren unser gesamtes Vermögen - Fremd- und Eigenkapital, Umlauf- und Anlagevermögen

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Title
2 - Wir bilanzieren unser gesamtes Vermögen - Fremd- und Eigenkapital, Umlauf- und Anlagevermögen
Title of Series
Part Number
2
Number of Parts
19
Author
Lauth, Jakob Günter (SciFox)
Contributors
Lauth, Anika (Medientechnik)
License
CC Attribution - NonCommercial 3.0 Germany:
You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal and non-commercial purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor.
DOI
Publisher
SciFox
Release Date
2013
Language
German

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Multiplication table
Lecture/Conference Decision theory
Zahl Lecture/Conference Decision theory
Lecture/Conference
Lecture/Conference
Grand Unified Theory Mass
Summation
Position Lecture/Conference
Lecture/Conference
Position Lecture/Conference
Lecture/Conference
Series (mathematics) Lecture/Conference Quotient Vertical direction Kennzahl Horizon Physical quantity
Lecture/Conference Quotient Kennzahl Horizon
Lecture/Conference Quotient Physical quantity
LAN party Lecture/Conference 9 (number)
Lecture/Conference Summation
Position Summation
Lecture/Conference
Lecture/Conference Summation
Lecture/Conference
Lecture/Conference
Willkommen zum kleinen Einmaleins der Kostenrechnung; mein Name is Dr. Lauth. Das heutige Thema lautet "Wie reich sind wir eigentlich?" Als Unternehmer (und auch Privatperson) sollten wir
Entscheidungen auf Basis des ökonomischen Prinzips treffen. Sinnvollerweise sollten unsere Entscheidungen
rational sein; sie sollten auf ganz konkreten Fakten basieren und die Kostenrechnung liefert
uns einige wichtige dieser Fakten als Zahlen.
Bevor wir jedoch über Entscheidungen sprechen - über Dinge, die in der Zukunft liegen, wollen wir zunächst den Status Quo betrachten. Wie sieht
unsere augenblickliche Vermögenssituation aus?
- Wie reich oder wie arm sind wir wirklich? Dazu müssen wir Bilanz ziehen. Die Bilanz ist eine
übersichtliche Darstellung der augenblicklichen Vermögens- und Kapital-Situation und sie basiert
auf einem Inventar. Das Inventar ist eine lange
Liste, auf der alle Vermögensgegenstände und alle Verbindlichkeiten (Schulden) aufgeführt sind. Als Saldo dieser beiden Positionen errechnet sich das sog. Reinvermögen (Eigenkapital). Wir listen zunächst auf, was alles vorhanden ist im Unternehmen: - Güter, die langfristig im Unternehmen sind (Anlagevermögen) - Güter, die nur kurzfrisitg im Unternehmen sein sollen (Umlaufvermögen) Vom Gesamtvermögen ziehen wir dann die Verbindlichkeiten (Fremdkapital) ab - kurz- mittel- und langfristige Schulden bei Banken und Lieferanten Als Differenz erhalten wir das Reinvermögen (oder das Eigenkapital). Das Eigenkapital ist ein Maß dafür, wie arm oder wie reich wir sind. Um
von diesen ausführlichen Inventar zur kurzen und übersichtlichen Bilanz zu kommen, machen wir folgendes: - Zum einen fassen wir viele Positionen zusammen. - und zum anderen formatieren wir diese Liste (in eine Zweispaltendarstellung) um. Im komprimiertesten Fall können wir das gesamte
Anlagevermögen zu einer Summe zusammenfassen. Wir komprimieren die gesamten langfristig in einem
Unternehmen vorhandenen Werte in einer Bilanz-Position: (alle Gebäude, alle Grundstücke, alle Maschinen) Genau so können wir das Umlaufvermögen
zu einer großen Position zusammenfassen Zum Umlaufvermögen gehören alle Kassenbestände, alle
Bankkonten, alle fertigen und unfertigen Erzeugnisse und alle Forderungen an Kunden. Anlagevermögen
und Umlaufvermögen bilden das Gesamtvermögen und das ist auch schon die linke Seite der Bilanz - die sogenannte Aktiva-Seite. Sie repräsentiert all das, was wir von außen vom Unternehmen sehen. Die rechte Seite der Bilanz beantwortet die
Frage, wem dieses Vermögen tatsächlich gehört. Zu welchem Anteil gehört es den Banken und sonstigen Geldgebern - ist also auf Fremd- Kapital basierend? Zu welchem Anteil ist es auf Eigenkapital basierend? Wir summieren dazu im Inventar die
gesamten Verbindlichkeiten (kurz-, mittel- und langfristige Kredite bei Banken, Hypothekenkredite, Lieferantenkredite) und erhalten die Bilanz-Position Fremdkapital (Verbindlichkeiten).
Als letzte Position der Bilanz errechnen wir als Differenz aus Gesamtvermögen und Verbindlichkeiten das Eigenkapital (Reinvermögen), die wichtigste Position der Bilanz. Eigenkapital und Verbindlichkeiten
zusammen ergeben das Gesamtkapital, die sog. Passiva. Sie entsprechen exakt den Aktiva - (daher auch der Name Bilanz von bilancia = Waage) Die Bilanz ist eine stichtagsbezogene Aufstellung
des Vermögens. Interessant sind nun die
Veränderungen in der Bilanz, die sich nach Ablauf einer Periode ergeben - vor allem hinsichtlich des Eigenkapitals. hat sich das Eigenkapital vergrößert, dann hat das Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet, dann sind wir sozusagen reicher geworden. Hat sich das Eigenkapital hingegen vermindert,
so hat das Unternehmen einen Verlust erwirtschaftet - wir sind ärmer geworden. Selbstverständlich
sind die anderen Positionen in der Bilanz nicht unwichtig. Es gibt in der Bilanzanalyse
eine Reihe von Kennzahlen aus Größen der Bilanz, z.B. der Liquiditätsgrad als Quotient aus Umlaufvermögen und Fremdkapital oder die vertikale Kapitalstruktur als Quotient aus Eigenkapital und Fremdkapital oder die horizontale Kapitalstruktur (das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen) Vielleicht kennen Sie die "goldene Bilanzregel",
die besagt, dass das Anlagevermögen eines Unternehmens durch das Eigenkapital gedeckt sein sollte. Weitere Kenngrößen der Wirtschaftlichkeit,
welche Bilanz-Positionen beinhalten, sind - die Eigenkapital-Rentabilität (return on equity) als Quotient aus Gewinn und Eigenkapital. - die Gesamtkapital-Rentabilität (Return on Invest) der
Quotient aus (Gewinn plus Fremdkapitalzinsen) und Gesamtkapital und - die Umsatzrentabilität (return on sales) Quotient aus Gewinn und Umsatz. Diese Größen sind unter anderem dazu geeignet,
Unternehmen verschiedener Branchen miteinander zu vergleichen. Wir sehen uns die Bilanz der MUSTA
GmbH für das Jahr 2011 an und werfen zunächst einen
Blick auf die Aktiva: Das Anlagevermögen ist unterteilt in immaterielle Gegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen, insgesamt 335 Mio. €. Das Umlaufvermögen ist unterteilt in Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und flüssige Mittel - insgesamt 653 Mio. € In Summe besitzen wir ein Gesamtvermögen vorn 990 Mio.
€ Auf der Passiva Seite stehen zum einen die Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Lieferanten (273 Mio. €) Außerdem gehören auch die Rückstellungen (460 Mio. €) zum Fremkapital. Die Differenz
aus Gesamtvermögen und Fremdkapital ist das Eigenkapital - wie schon erwähnt die wichtigste Position in der Bilanz - 273 Mio. € Die Bilanz ist stimmig und
ausgegelichen. Das Gesamtkapital von 990 Mio. € entspricht dem Gesamtvermögen. Wenn wir uns die
Bilanz der MUSTA GmbH im Folgejahr ansehen, erkennen wir, dass sich viele Positionen geändert
haben. Beispielsweise haben die Aktiva zugenommen auf jetzt 1,21 Mrd. €. Die Bilanzverlängerung ist
aber nicht entscheidend für die Erfolgssituation. Entscheidend hierfür ist die Veränderung des
Eigenkapitals. Hier können wir eine Zunahme von 120 Mio. € auf 493 Mio. € verzeichnen. Das heißt, wir haben einen Gewinn von 120 Mio. € in dieser Periode erwirtschaftet. Wir haben das
Eigenkapital erhöht - wir sind reicher geworden.
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