Europe to the Stars (in German)

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Formal Metadata

Title
Europe to the Stars (in German)
Subtitle
ESO’s first 50 years of exploring the southern sky
Author
Contributors
License
CC Attribution 4.0 International:
You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor.
Identifiers
Publisher
Release Date
2012
Language
German
Producer
Zodet, Herbert
Lindberg Christensen, Lars

Content Metadata

Subject Area
Abstract
The official movie for ESO's 50th anniversary, Europe to the Stars, takes the viewer on a 58-minute journey behind the scenes at the most productive ground-based observatory of the world. Science, history, technology, people... The movie captures the story of its epic adventure — a story of cosmic curiosity, courage and perseverance. The story of discovering a Universe of deep mysteries and hidden secrets. The story of designing, building and operating the most powerful ground-based telescopes on the planet. The movie consists of eight chapters each focusing on an essential aspect of an observatory, while putting things in perspective and offering a broader view on how astronomy is made. From site testing and explaining the best conditions for observing the sky to how telescopes are built and what mysteries of the Universe astronomers are revealing.
Keywords European Southern Observatory

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Dies ist die Geschichte eines langen Abenteuers...
Eine Geschichte von kosmischer Neugier, Mut und Ausdauer... Die Geschichte, wie Europa nach S?den ging, um die Sterne zu erforschen.
Es geht s?dw?rts.
Willkommen bei der ESO, der Europ?ischen S?dsternwarte. F?nfzig Jahre alt, aber lebendiger denn je.
Die ESO ist Europas Portal zu den Sternen.
Hier b?ndeln Astronomen aus f?nfzehn L?ndern
ihr Knowhow, um die Geheimnisse des Universums zu entr?tseln.
Wie das? Mit dem Bau der gr??ten Teleskope auf der Erde.
Mit der Entwicklung von empfindlichen Kameras und Instrumenten.
Bei der Durchmusterung des Himmels. Sie haben Himmelsobjekte Nah und Fern beobachtet,
von Kometen beim Durchqueren des Sonnensystems,
bis hin zu Galaxien am ?u?ersten Rand von Raum und Zeit,
die uns neue Erkenntnisse und einen beispiellosen Blick ins Universum liefern.
Ein Universum voller Mysterien und verborgener Geheimnisse. Und atemberaubender Sch?nheit. Von abgelegenen Berggipfeln in Chile greifen europ?ische Astronomen nach den Sternen.
Aber warum Chile? Warum gingen die Astronomen s?dw?rts?
Die Europ?ische S?dsternwarte hat ihren Hauptsitz in Garching bei M?nchen.
Aber aus Europa ist nur ein Teil des Himmels zu sehen. Um die L?cken zu f?llen, muss man nach S?den reisen. Mehrere Jahrhunderte zeigten Karten des s?dlichen Himmels gro?e leere Bereiche ? sozusagen die Terra Inkognita des Himmels.
1595. Zum ersten Mal setzten holl?ndische H?ndler Segel nach Ostindien.
In der Nacht verma?en die Navigatoren Pieter Keyser und Frederik de Houtman
die Positionen von mehr als 130 Sternen am S?dhimmel.
Bald zeigten Himmelsgloben und Karten zw?lf neue Sternbilder, von denen keins jemals zuvor von einem Europ?er beobachtet worden war. Die Briten waren die Ersten, die dauerhaft eine astronomische Au?enstation auf der S?dhalbkugel der Erde errichteten. Das Royal Observatory am Kap der Guten Hoffnung wurde 1820 gegr?ndet. Nur wenig sp?ter baute John Herschel seine private Sternwarte in der N?he des ber?hmten s?dafrikanischen Tafelbergs. Was f?r eine Aussicht! Ein dunkler Himmel. Hoch oben helle Sternhaufen und leuchtende Wolken aus Sternen.
Kein Wunder, dass die Observatorien in Harvard, Yale und Leiden bald mit ihren eigenen s?dlichen Stationen folgten. Aber die Erkundung des S?dhimmels erforderte noch viel Mut, Leidenschaft und Ausdauer.
Vor f?nfzig Jahren befanden sich fast alle gro?en Teleskope n?rdlich des ?quators. Also warum ist der s?dliche Himmel so wichtig? Zun?chst einmal, weil es weitgehend unbekanntes Terrain war. Man kann einfach nicht den ganzen Himmel aus Europa sehen. Ein wichtiges Beispiel ist das Zentrum der Milchstra?e, unserer Heimatgalaxie. Es ist von der Nordhalbkugel aus kaum zu sehen, aber im S?den steht es hoch am Himmel. Dann sind da noch die Magellanschen Wolken ? zwei kleine Begleiter der Milchstra?e. Unsichtbar im Norden, aber sehr auff?llig, wenn man sich s?dlich des ?quators befindet. Und schlie?lich und endlich, wurden Europ?ische Astronomen von Lichtverschmutzung und schlechtem Wetter behindert. Der S?den w?rde den gr??ten Teil ihrer Probleme l?sen.
Eine Bootsfahrt in den Niederlanden, Juni 1953.
Hier auf dem IJsselmeer berichteten der deutsch-amerikanische Astronom Walter Baade
und der niederl?ndische Astronom Jan Oort Kollegen von ihrem Plan f?r ein europ?isches Observatorium auf der S?dhalbkugel der Erde. Einzeln konnte kein europ?isches Land mit den Vereinigten Staaten konkurrieren. Aber zusammen w?re es m?glich.
Sieben Monate sp?ter versammelten sich zw?lf Astronomen aus sechs L?ndern im herrschaftlichen Senatssaal der Universit?t Leiden. Sie unterzeichneten eine Erkl?rung, die den Wunsch zum Ausdruck brachte, ein europ?isches Observatorium in S?dafrika zu etablieren. Dies ebnete den Weg f?r die Geburt der ESO. Aber im Ernst...! S?dafrika?
Nun ja, es war sinnvoll, nat?rlich. S?dafrika hatte bereits das Cape Observatory und nach 1909 das Transvaal Observatory in Johannesburg. Die Sterrewacht Leiden hatte eine eigene Station im s?dlichen Hartebeespoort.
Im Jahr 1955 stellten Astronomen Pr?fger?te auf, um den bestm?glichen Ort f?r ein gro?es Teleskop zu finden.
Zeekoegat in der Gro?en Karoo. Oder Tafelkopje in Bloemfontein.
Aber die Wetterverh?ltnisse waren gar nicht so g?nstig.
Um 1960 verlagerte sich die Suche auf die zerkl?ftete Landschaft im Norden Chiles.
Auch amerikanische Astronomen planten hier ihr eigenes S?dhalbkugel-Observatorium.
M?hsame Expeditionen zu Pferd brachten viel bessere Bedingungen als in S?dafrika zutage.
1963 fielen die W?rfel. Chile sollte es sein. Sechs Monate sp?ter wurde der Berggipfel La Silla als zuk?nftiger Standort der Europ?ischen S?dsternwarte ausgew?hlt. Die ESO war nicht mehr nur ein ferner Traum. Am Ende unterzeichneten am 5. Oktober 1962 f?nf europ?ische L?nder die ESO-Konvention, dem offiziellen Geburtstag der Europ?ischen S?dsternwarte.
Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Schweden waren fest entschlossen, gemeinsam nach den s?dlichen Sternen zu greifen.
La Silla und seine Umgebung wurden von der chilenischen Regierung gekauft. Eine Stra?e wurde im Niemandsland gebaut.
Das erste ESO-Teleskop nahm bei einem Stahlhersteller in Rotterdam Gestalt an. Und im Dezember 1966 richtete die Europ?ische S?dsternwarte ihr erstes "Auge auf den Himmel". Europa konnte zu einer gro?en Reise kosmischer Entdeckungen aufbrechen.
Der Blick nach oben Vor 167.000 Jahren explodierte ein Stern in einer kleinen Galaxie, die die Milchstra?e umkreist. Zum Zeitpunkt dieser weit entfernten Explosion hatte der Homo sapiens gerade begonnen, die afrikanische Savanne zu durchstreifen. Aber niemand konnte das kosmische Feuerwerk bemerkt haben, da das Licht gerade erst seine lange Reise in Richtung Erde begonnen hatte. Zu der Zeit, als das Licht der Supernova 98% der Reise abgeschlossen hatte, hatten die griechischen Philosophen gerade damit begonnen, ?ber die Natur des Kosmos nachzudenken.
Kurz bevor das Licht die Erde erreichte, richtete Galileo Galilei seine ersten primitiven Teleskope auf den Himmel. Und am 24. Februar 1987 regneten die Photonen der Explosion schlie?lich auf unseren Planeten. Astronomen waren bereit, die Supernova im Detail zu beobachten. Supernova 1987A war am S?dhimmel aufgeflammt ? unbeobachtbar von Europa oder den Vereinigten Staaten aus. Aber zu dieser Zeit hatte die ESO bereits ihre ersten gro?en Teleskope in Chile errichtet und damit einen Logenplatz f?r Astronomen, um dieses kosmische Spektakel zu beobachten.
Das Teleskop ist nat?rlich das zentrale Werkzeug, das es uns erlaubt die Geheimnisse des Universums zu entr?tseln. Teleskope sammeln weit mehr Licht als das blo?e menschliche Auge, und deshalb zeigen sie lichtschw?chere Sterne und lassen uns tiefer in den Kosmos blicken.
Wie Lupen zeigen sie auch feinere Details.
Und wenn sie mit empfindlichen Kameras und Spektrographen ausgestattet sind,
bieten sie uns eine F?lle von Informationen ?ber Planeten, Sterne und Galaxien.
Die ersten ESO-Teleskope auf La Silla waren eine bunte Mischung.
Sie reichten von kleinen nationalen Instrumenten bis hin zu gro?en Astrographen und Weitwinkel-Kameras.
Das 2,2-Meter-Teleskop ? jetzt fast 30 Jahre alt ?
produziert heute noch einige der eindrucksvollsten Ansichten des Kosmos. Auf dem h?chsten Punkt des Cerro La Silla befindet sich die gr??te Errungenschaft der fr?hen Jahre der ESO - das 3,6-Meter-Teleskop.
Im Alter von 35 Jahren f?hrt es nun ein zweites Leben als Planeten-J?ger. Schwedische Astronomen errichteten eine gl?nzende Sch?ssel mit f?nfzehn Metern Durchmesser, um Mikrowellen aus k?hlen kosmischen Wolken zu studieren. Gemeinsam haben diese Teleskope dazu beigetragen, das Universum in dem wir leben zu enth?llen. Die Erde ist nur einer von acht Planeten im Sonnensystem. Vom kleinen Merkur bis hin zum riesigen Jupiter, diese felsigen Kugeln und gasf?rmigen B?lle sind die ?berreste von der Entstehung der Sonne.
Die Sonne wiederum ist ein gew?hnlicher Stern in der Milchstra?e. Ein kleiner Lichtpunkt inmitten von hunderten von Milliarden ?hnlicher Sterne ebenso wie aufgebl?hten Roten Riesen, implodierten Wei?en Zwergen und schnell rotierenden Neutronensternen. Die Spiralarme der Milchstra?e sind mit leuchtenden Nebeln ?bers?ht, hellen Haufen von neugeborenen Sternen, w?hrend alte Kugelsternhaufen langsam um die Galaxis schw?rmen. Und die Milchstra?e selber ist nur eine von unz?hligen Galaxien in einem riesigen Universum, das seit dem Urknall vor fast vierzehn Milliarden Jahren immer gr??er wurde.
Im Laufe der letzten 50 Jahre hat die ESO dazu beigetragen, unseren Platz im Universum zu entdecken. Und durch den Blick nach oben haben wir auch unsere eigene Herkunft entdeckt. Wir sind Teil der gro?en kosmischen Geschichte. Ohne Sterne w?rden wir nicht hier sein.
Das Universum begann mit Wasserstoff und Helium, den beiden leichtesten Elementen. Aber Sterne sind nukleare ?fen, die leichte Elemente zu schwereren verschmelzen. Und eine Supernova wie 1987A verteilt das Saatgut mit den Produkten dieser stellaren Alchemie im Universum. Bei der Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren
enthielt es Spuren von diesen schwereren Elementen. Metalle und Silikate, aber auch Kohlenstoff und Sauerstoff.
Der Kohlenstoff in unseren Muskeln, das Eisen in unserem Blut und das Kalzium in unseren Knochen wurden alle in einer fr?heren Generation von Sternen geschmiedet. Du und ich wurden buchst?blich im Himmel erzeugt.
Aber Antworten f?hren immer zu neuen Fragen. Je mehr wir lernten, desto tiefgehender sind die Mysterien geworden.
Was ist der Ursprung und das Schicksal von Galaxien?
Gibt es noch andere Sonnensysteme und k?nnte dort Leben auf fremden Welten vorhanden sein? Und was verbirgt sich im dunklen Herzen unserer Milchstra?e?
Die Astronomen ben?tigten immer leistungsst?rkere Teleskope. Und die ESO versorgte sie mit revolution?ren neuen Werkzeugen.
Scharf sehen Gr??er ist besser - zumindest wenn es um Teleskopspiegel geht. Aber gr??ere Spiegel m?ssen dick sein, damit sie sich nicht unter ihrem eigenen Gewicht verformen k?nnen. Und wirklich gro?e Spiegel verformen sich sowieso, egal wie dick und schwer sie sind. Die L?sung? D?nne, leichte Spiegel - und ein Zaubertrick namens aktiver Optik. Die ESO wurde in den sp?ten 1980er Jahren zum Vorreiter dieser Technologie mit dem New Technology Telescope. Und dies ist der Stand der Technik. Die Spiegel des Very Large Telescopes ? des VLTs ? haben 8,2 Meter Durchmesser... ...sind aber nur 20 Zentimeter dick. Und hier ist der Zaubertrick:
eine computergesteuertes System sorgt daf?r,
dass der Spiegel seine gew?nschte Form zu jeder Zeit bis in den Nanometerbereich beibeh?lt. Das VLT ist das Flaggschiff der ESO. Vier identische Teleskope auf dem Paranal im Norden Chiles, die ihre Kr?fte vereinen. Erbaut in den sp?ten 1990er Jahren versorgten sie Astronomen mit den besten verf?gbaren Technologien.
In der Mitte der Atacama-W?ste errichtete die ESO ein Paradies f?r Astronomen.
Wissenschaftler verweilen in La Residencia,
einem G?stehaus, das zum Teil unter dem Schutt und Ger?ll einer der trockensten Orte auf dem Planeten liegt.
Aber im Inneren warten ?ppige Palmen, ein Schwimmbad, und... k?stliche chilenische S??igkeiten.
Nat?rlich ist das Schwimmbad nicht das Alleinstellungsmerkmal des Very Large Telescopes,
sondern sein unerreichter Blick auf das Universum. Ohne d?nne Spiegel und aktive Optik w?re das VLT nicht m?glich. Aber es gibt noch mehr. Sterne erscheinen verwaschen, auch wenn sie mit den besten und gr??ten Teleskopen beobachtet werden.
Der Grund daf?r? Die Erdatmosph?re verzerrt die Bilder.
Und hier ist der zweite Zaubertrick: die adaptive Optik.
Auf dem Paranal schie?en Laserstrahlen in den Nachthimmel, um k?nstliche Sterne zu erzeugen.
Sensoren nutzen diese Sterne, um die atmosph?rischen Verzerrungen zu messen. Und mehrere hundert Mal pro Sekunde wird das Bild durch computergesteuerte, verformbare Spiegel korrigiert.
Und das Endergebnis? Es ist als ob die turbulente Atmosph?re vollst?ndig entfernt wurde. Schauen Sie sich den Unterschied an! Die Milchstra?e ist eine riesige Spiralgalaxie. Und in ihrem Kern ? 27.000 Lichtjahre von uns entfernt ? liegt ein R?tsel, dessen L?sung mit ein Verdienst des Very Large Telescope der ESO ist. Dichte Staubwolken blockieren unsere Sicht auf den Zentralbereich der Milchstra?e. Aber empfindliche Infrarot-Kameras k?nnen durch den Staub blicken und sichtbar machen, was dahinter liegt. Mit Hilfe von adaptiver Optik offenbaren sie Dutzende von Roten Riesen. Und im Laufe der Jahre konnte man sehen, wie sich diese Sterne bewegen! Sie umkreisen ein unsichtbares Objekt im Zentrum der Milchstra?e.
Ausgehend von den Bewegungen der Sterne muss das unsichtbare Objekt extrem massereich sein.
Ein monstr?ses Schwarzes Loch mit dem 4,3 Millionen-fachen der Masse unserer Sonne.
Astronomen haben sogar energiereiche Helligkeitsausbr?che aus Gaswolken beobachtet die in das Schwarze Loch fallen. Alles dank der Leistungsf?higkeit der adaptiven Optik.
D?nne Spiegel und aktive Optik machen es also m?glich riesige Teleskope zu bauen. Und die adaptive Optik k?mmert sich um die atmosph?rischen Turbulenzen, um uns letztlich mit extrem scharfen Bildern zu versorgen. Aber wir sind noch nicht am Ende mit unseren Zaubertricks. Es gibt noch einen dritten und der nennt sich Interferometrie. Das VLT besteht aus vier Teleskopen. Gemeinsam k?nnen sie als virtuelles Teleskop mit 130 Metern Durchmesser arbeiten.
Das Licht der einzelnen Teleskope wird aufgesammelt, durch evakulierte Tunnel geleitet und in einem unterirdischen Labor zusammengebracht. Hier werden die Lichtwellen mit Laser-Messtechnik und komplizierten Verz?gerungsstrecken ?berlagert.
Das Ergebnis ist die Lichtst?rke von vier 8,2-Meter-Spiegeln
und der Adleraugen-Blick eines imagin?ren Teleskops so gro? wie 50 Tennispl?tze.
Vier Hilfsteleskope geben dem Netzwerk mehr Flexibilit?t.
Sie erscheinen winzig neben den vier Riesen.
Dennoch haben sie Spiegel mit 1,8 Metern Durchmesser.
Das ist gr??er als das gr??te Teleskop der Welt vor nur einhundert Jahren!
Optische Interferometrie ist so etwas wie ein Wunder. Sternenlicht-Magie, die da in der W?ste gewirkt wird. Und die Ergebnisse k?nnten eindrucksvoller nicht sein. Das Very Large Telescope Interferometer zeigt 50-mal mehr Details
als das Hubble-Teleskop.
Zum Beispiel gab es uns eine Nahaufnahme von einem Vampir-Doppelstern. Ein Stern stiehlt Material von seinem Begleiter.
Unregelm??ige Ausbr?che von Sternenstaub wurden um Beteigeuze festgestellt -
einem stellaren Riesen, der auf dem Weg zur Supernova ist.
Und in staubigen Scheiben um neugeborene Sterne haben Astronomen
die Rohstoffe f?r zuk?nftige erd?hnliche Welten gefunden.
Das Very Large Telescope ist das sch?rfste Auge der Menschheit auf den Himmel. Aber Astronomen verf?gen ?ber weitere Mittel, um ihren Horizont und ihre Ansichten zu erweitern. An der Europ?ischen S?dsternwarte haben sie gelernt, das Universum in einer v?llig anderen Art von Licht zu sehen. Wechselnde Ansichten Tolle Musik, nicht wahr? Aber angenommen, Sie h?tten einen H?rschaden. Was w?re, wenn Sie die tiefen Frequenzen nicht h?ren k?nnten? Oder die hohen Frequenzen? Astronomen sind in einer ?hnlichen Situation. Das menschliche Auge ist nur f?r einen kleinen Teil der Strahlung aus dem Universum empfindlich. Wir k?nnen kein Licht mit Wellenl?ngen k?rzer als violett oder l?nger als rot sehen. Wir k?nnen einfach nicht die ganze kosmische Symphonie wahrnehmen.
Infrarot-oder W?rmestrahlung wurde zuerst von William Herschel im Jahr 1800 entdeckt. In einem dunklen Raum k?nnen Sie mich nicht sehen. Setzt man eine Infrarotbrille auf, kann man meine K?rperw?rme "sehen". Dementsprechend zeigen Infrarot-Teleskope kosmische Objekte, die zu kalt sind um sichtbares Licht abzugeben, wie dunkle Wolken aus Gas und Staub, in denen Sterne und Planeten geboren werden. Seit Jahrzehnten haben ESO-Astronomen die Erforschung des Universums bei infraroten Wellenl?ngen herbeigesehnt.
Aber die ersten Detektoren waren klein und daher ineffizient.
Sie gaben uns nur einen verschwommenen Blick auf den Infrarot-Himmel.
Heutige Infrarot-Kameras sind sehr gro? und leistungsstark.
Sie werden zur Erh?hung der Empfindlichkeit auf sehr tiefe Temperaturen gek?hlt.
Und das Very Large Telescope der ESO wurde entwickelt, um von ihnen Gebrauch zu machen.
Einige Techniken, wie zum Beispiel die Interferometrie, funktionieren nur im Infrarotbereich.
Wir haben unseren Blick erweitert, um das Universum in einem neuen Licht zu sehen. Dieser dunkle Fleck ist eine Wolke aus kosmischem Staub. Er l?scht die Sterne im Hintergrund aus. Aber im Infraroten k?nnen wir durch den Staub "hindurchsehen".
Und hier ist der Orion-Nebel, eine stellare Kinderstube. Die meisten der neugeborenen Sterne werden durch Staubwolken verborgen. Auch hier kommt uns die Infrarotstrahlung zu Hilfe und macht die Sterne noch bei ihrer Entstehung sichtbar!
Am Ende ihres Lebens geben Sterne Gasblasen ab. Schon im sichtbaren Licht ein kosmisches Schauspiel, aber das Infrarot-Bild zeigt noch viel mehr Details.
Vergessen Sie nicht die Sterne und Gaswolken, die von dem riesigen schwarzen Loch im Zentrum unserer Milchstra?e eingefangen wurden. Ohne Infrarot-Kameras w?rden wir sie nie sehen. In anderen Galaxien haben Infrarot-Studien die wahre Verteilung von Sternen wie unserer eigenen Sonne gezeigt.
Die am weitesten entfernten Galaxien k?nnen nur im Infrarotbereich untersucht werden. Ihr Licht wurde zu diesen langen Wellenl?ngen durch die Expansion des Universums verschoben. In der N?he vom Paranal steht ein kleiner Berggipfel mit einem isolierten Geb?ude auf dem Gipfel. Im Inneren dieses Geb?udes ist das 4.1-Meter-Teleskop VISTA untergebracht. Es wurde in Gro?britannien gebaut, dem zehnten Mitgliedstaat der ESO.
Bis jetzt arbeitet VISTA nur im Infraroten. Es verwendet eine riesige Kamera, die so viel wiegt wie ein Pickup-Truck. Und ja, VISTA bietet beispiellose Ansichten auf das Infrarot-Universum. Die ESO betreibt optische Astronomie seit ihrer Gr?ndung vor f?nfzig Jahren. Und Infrarot-Astronomie seit etwa 30 Jahren.
Aber es gibt noch mehr Register der kosmischen Symphonie. F?nftausend Meter ?ber dem Meeresspiegel, hoch in den chilenischen Anden, liegt das Chajnantor-Plateau. Noch nie ist die Astronomie h?her hinaus gegangen. Chajnantor ist die Heimat von ALMA - dem Atacama Large Millimeter / Submillimeter Array. ALMA ist noch im Aufbau. An einem Ort, der so feindlich ist, dass es sogar schwerf?llt zu atmen! Mit nur zehn der geplanten 66 Antennen hat ALMA im Herbst 2011 seine ersten Beobachtungen durchgef?hrt.
Millimeter-Wellen aus dem Weltraum. Um sie zu beobachten, muss man hoch hinaus und einen trockenen Ort finden.
Hierf?r ist Chajnantor einer der besten Orte der Welt.
Wolken aus kaltem Gas und dunklem Staub werden in einem Paar von kollidierenden Galaxien sichtbar. Dies ist kein Ort an dem Sterne geboren werden, aber wo sie sich entwickeln.
Und diese Spiralwellen im Abstr?men von einem sterbenden Stern - K?nnten sie aufgrund der Anwesenheit eines Planeten entstehen?
Durch die ?nderung unseres Blickwinkels k?nnen wir auf den Ursprung von Planeten, Sternen und Galaxien schlie?en. Mit der gesamten Symphonie des Kosmos.
Die ?ffentlichkeit erreichen
Stephane Guisard liebt die Sterne. Kein Wunder, dass er auch den Norden Chiles liebt.
Hier geh?rt der Blick ins Universum zu den besten der Welt.
Und kein Wunder dass er auch die Europ?ische S?dsternwarte liebt - Europas Auge auf den Himmel.
Stephane ist ein preisgekr?nter Fotograf und Autor aus Frankreich.
Er ist auch einer der ESO-Fotobotschafter. In atemberaubenden Bildern f?ngt er die Einsamkeit der Atacama-W?ste ein,
die High-Tech-Perfektion der riesigen Teleskope und die Pracht des Sternenhimmels. Wie seine Fotobotschafter-Kollegen aus der ganzen Welt, hilft Stephane bei der Verbreitung der ESO-Botschaft.
Eine Botschaft von Wissbegier, Staunen und Inspiration, bekannt gemacht durch Kooperation und ?ffentlichkeitsarbeit. Die Zusammenarbeit ist seit jeher die Basis f?r den Erfolg der ESO. Vor f?nfzig Jahren ist die Europ?ische S?dsternwarte mit f?nf Gr?ndungsmitgliedern gestartet: Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Schweden. Bald folgten andere europ?ische L?nder. D?nemark im Jahr 1967. Italien und die Schweiz im Jahr 1982. Portugal im Jahr 2001. Gro?britannien im Jahr 2002. W?hrend des letzten Jahrzehnts traten auch Finnland, Spanien, Tschechien und ?sterreich Europas gr??ter Organisation f?r astronomische Forschung bei. Erst k?rzlich wurde Brasilien das 15. Mitgliedsland der ESO als erster nicht-europ?ischer Staat, der beitreten ist. Wer wei?, was die Zukunft bringen wird?
Gemeinsam erm?glichen die Mitgliedstaaten die bestm?gliche astronomische Forschung auf den weltweit gr??ten Observatorien.
Das ist gut f?r die Wirtschaft.
ESO kooperiert sowohl in Europa als auch in Chile eng mit der Industrie.
Die Zufahrtswege mussten gebaut werden.
Berggipfel mussten eingeebnet werden. Das italienische Industrie-Konsortium AES baute die Hauptstruktur der vier VLT-Teleskope.
Jedes Teleskop wiegt rund 430 Tonnen. Sie haben auch die riesigen Schutzbauten konstruiert, die jeweils so hoch wie ein zehnst?ckiges Geb?ude sind. Die deutsche Firma Schott Glas produzierte die empfindlichen VLT-Spiegel
die mehr als acht Meter durchmesser haben und nur 20 Zentimeter dick sind.
Bei REOSC in Frankreich wurden die Spiegel mit einer Genauigkeit von einem Millionstel Millimeter poliert,
bevor sie die lange Reise zum Paranal antraten.
In der Zwischenzeit entwickelten Universit?ten und Forschungseinrichtungen in ganz Europa empfindliche Kameras und Spektrometer. ESO-Teleskope werden mit dem Geld der Steuerzahler gebaut. Ihrem Geld. Und deshalb k?nnen Sie sich auch selbst an der spannenden Forschung beteiligen.
Zum Beispiel sind die ESO-Websiten eine reichhaltige Quelle f?r astronomische Informationen,
darunter Tausende von sch?nen Bildern und Videos.
Au?erdem produziert die ESO Zeitschriften, Pressemitteilungen,
und Video-Dokumentationen wie die, die Sie gerade sehen.
Und auf der ganzen Welt
leistet die Europ?ische S?dsternwarte Beitr?ge zu Ausstellungen und Wissenschafts-Messen.
Unz?hlige M?glichkeiten, um an der Entdeckung des Kosmos teilzunehmen! Wussten Sie, dass die Namen der vier VLT-Teleskope von einem jungen, chilenischen M?dchen ausgedacht wurden? Die 17-j?hrige Jorssy Albanez Castilla hat die Namen Antu, Kueyen, Melipal und Yepun vorgeschlagen. - die in der Mapuche-Sprache f?r die Sonne, den Mond, das Kreuz des S?dens und die Venus stehen. Die Einbeziehung von Sch?lern und Studenten wie Jorssy ist wichtig. Hier kommen die Bildungsaktivit?ten der ESO ins Spiel,
wie zum beispiel ?bungsaufgaben und Schulvortr?ge.
Als der Planet Venus im Jahr 2004 vor der Sonnenscheibe vorbeizog,
wurde ein spezielles Programm f?r europ?ische Sch?ler und Lehrer entwickelt.
Und im Jahr 2009 w?hrend des Internationalen Jahres der Astronomie,
hat die ESO Millionen von Schulkindern und Sch?lern auf der ganzen Welt erreicht. Schlie?lich sind die Kinder von heute die Astronomen von morgen. Aber in Bezug auf ?ffentlichkeitsarbeit ?bertrifft nichts das Universum selber.
Astronomie ist eine visuelle Wissenschaft. Bilder von Galaxien, Sternhaufen und Sterngeburtsorten befl?geln unsere Vorstellungskraft. Wenn sie nicht gerade f?r die Wissenschaft arbeiten werden die ESO-Teleskope manchmal f?r das "Cosmic Gems"-Programm verwendet - bei dem Bilder ausschlie?lich f?r Bildungs- und ?ffentlichkeitsarbeit erstellt werden.
Immerhin sagt ein Bild mehr als tausend Worte.
Die breite ?ffentlichkeit kann selbst an der Erstellung dieser erstaunlichen Bilder mitwirken,
zum Beispiel im Rahmen des "Hidden Treasures"-Wettbewerbs.
Der russische Astronomieliebhaber Igor Chekalin gewann den Wettbewerb im Jahr 2010. Seine wunderbaren Bilder basieren auf realen wissenschaftlichen Daten.
Mitgliedsl?nder, Industrie und Universit?ten. Durch die Zusammenarbeit auf allen m?glichen Ebenen ist die ESO zu einer der erfolgreichsten Astronomie-Organisationen der Welt geworden.
Und durch die Zusammenarbeit mit der ?ffentlichkeit sind Sie eingeladen, an diesem Abenteuer teilzuhaben. Das Universum geh?rt Ihnen, um von Ihnen entdeckt zu werden. Licht einfangen Seit einem halben Jahrhundert pr?sentiert die Europ?ische S?dsternwarte die Pracht des Universums. Sternlicht regnet auf die Erde.
Riesenteleskope fangen die kosmischen Photonen um damit hochmoderne Kameras und Spektrografen zu f?ttern.
Die heutigen astronomischen Bilder unterscheiden sich stark von denen der 1960er Jahre.
Im Jahr 1962, als die ESO gegr?ndet wurde,
verwendeten Astronomen gro?e fotografische Glasplatten.
Nicht sehr empfindlich, ungenau und schwer zu handhaben.
Was f?r ein Unterschied zu den heutigen elektronischen Detektoren!
Sie fangen fast jedes Photon.
Die Bilder sind augenblicklich verf?gbar. Und am wichtigsten,
sie k?nnen durch Computer-Software verarbeitet und analysiert werden.
Astronomie ist wahrlich zu einer echten digitalen Wissenschaft geworden. ESO-Teleskope nutzen einige der gr??ten und empfindlichsten Detektoren in der Welt. Die VISTA-Kamera hat nicht weniger als 16 von ihnen, f?r eine Gesamtmenge von 67 Millionen Pixeln.
Dieses riesige Instrument f?ngt Infrarotlicht von kosmischen Staubwolken ein, von neugeborenen Sternen und fernen Galaxien. Fl?ssiges Helium h?lt die Detektoren bei minus 269?C.
VISTA nimmt eine Bestandsaufnahme des s?dlichen Himmels vor, wie ein Entdecker bei der Vermessung eines unbekannten Kontinents. Das VLT Survey Telescope ist eine weitere Entdeckungsmaschine, arbeitet allerdings im sichtbaren Licht.
Seine Kamera, genannt OmegaCAM, ist sogar noch gr??er.
32 zusammengeschaltete CCDs um spektakul?re Bilder zu produzieren, mit irrsinnigen 268 Millionen Pixeln. Das Gesichtsfeld betr?gt ein Quadratgrad - also viermal so gro? wie der Vollmond. OmegaCAM erzeugt jede Nacht 50 Gigabyte an Daten. Und das sind wahrlich wundersch?ne Gigabytes.
Durchmusterungsteleskope wie VISTA und das VST suchen den Himmel nach seltenen und interessanten Objekten ab. Astronomen verwenden dann die schiere Kraft des VLTs, um diese Objekte bis ins kleinste Detail zu studieren.
Jedes der vier Teleskope des VLTs hat seine eigene Ausstattung von einzigartigen Instrumenten, jedes mit besonderen St?rken.
Ohne diese Instrumente w?re das riesige Auge der ESO auf den Himmel, nun ja, blind.
Sie haben fantasievolle Namen wie ISAAK, FLAMES, HAWK-I und SINFONI.
Riesen-High-Tech-Maschinen, jeweils von der Gr??e eines Kleinwagens.
Ihr Zweck: die kosmischen Photonen einfangen und jede noch so kleine Information herausholen.
Alle Instrumente sind einzigartig, aber einige sind ein wenig spezieller als andere. Zum Beispiel verwenden NACO und SINFONI die adaptive Optik des VLTs.
Laser erzeugen k?nstliche Sterne, die Astronomen hilft die atmosph?rischen Verzerrungen zu korrigieren. NACO-Bilder sind so scharf, als ob sie aus dem Weltraum aufgenommen wurden.
Und dann gibt es MIDI und AMBER. Zwei interferometrische Instrumente.
Hier werden die Lichtwellen aus zwei oder mehr Teleskopen zusammengef?hrt,
als w?ren sie von einem riesigen, einzigen Spiegel eingefangen.
Das Ergebnis: die sch?rfsten Ansichten, die man sich vorstellen kann.
Aber Astronomie besteht nicht nur aus der Aufnahme von Bildern. Wenn man auf Details aus ist, muss man das Sternlicht zerlegen und seine Zusammensetzung untersuchen.
Die Spektroskopie ist eine der m?chtigsten Werkzeuge der Astronomie.
Kein Wunder, bei der ESO gibt es einige der weltweit modernsten Spektrographen,
wie den leistungsstarken X-Shooter.
Bilder zeigen mehr Sch?nheit, aber Spektren enthalten mehr Informationen.
Zusammensetzung.
Bewegung.
Alter.
Die Atmosph?ren von Exoplaneten, die ferne Sterne umkreisen.
Oder neugeborene Galaxien am Rande des beobachtbaren Universums. Ohne die Spektroskopie w?ren wir nur Entdecker, die auf eine wundersch?ne Landschaft blicken. Dank der Spektroskopie erkennen wir auch die Topographie, Geologie, Evolution und Zusammensetzung der Landschaft. Und es gibt noch eine Sache. Trotz seiner stillen Sch?nheit ist das Universum ein gewaltt?tiger Ort.
Die Dinge passieren schlagartig in der Nacht, und die Astronomen wollen wirklich jedes Ereignis einfangen. Massereiche Sterne beenden ihr Leben in gigantischen Supernovaexplosionen. Einige kosmische Detonationen sind so m?chtig,
dass sie kurzfristig ihre Heimatgalaxie ?berstrahlen und den intergalaktischen Raum mit unsichtbaren, hochenergetischen Gammastrahlen ?berfluten. Kleine robotische Teleskope reagieren auf automatische Benachrichtigungen von Satelliten.
Innerhalb von Sekunden schwenken sie auf Position, um die Nachwirkungen dieser Explosionen zu untersuchen. Andere Roboterteleskope konzentrieren sich auf weniger dramatische Ereignisse,
wie ferne Planeten, die vor ihren Muttersternen vorbeiziehen.
Der Kosmos ist in einem konstanten Zustand der Ver?nderung. Die ESO versucht, dabei nicht einen einzigen Herzschlag zu verpassen.? Kosmologie ist die Erforschung des Universums als Ganzes. Seiner Struktur, Entwicklung und Herkunft. Hier ist das Einfangen von so viel Licht wie m?glich von entscheidender Bedeutung.
Diese Galaxien sind so weit weg, dass nur eine Handvoll von Photonen die Erde erreicht.
Aber diese Photonen enthalten Hinweise auf die kosmische Vergangenheit.
Sie sind seit Milliarden von Jahren auf der Reise. Sie zeichnen ein Bild von der Fr?hzeit des Universums.
Deshalb sind gro?e Teleskope und Detektoren so wichtig. Im Laufe der letzten 50 Jahre
haben ESO-Teleskope einige der am weitesten entfernten Galaxien und Quasare enth?llt,
die jemals beobachtet wurden.
Sie haben sogar dazu beigetragen, die Verteilung der Dunklen Materie aufzudecken, deren Natur immer noch ein R?tsel ist.
Wer wei?, was die n?chsten 50 Jahre bringen werden? Leben finden Haben Sie sich schonmal gefragt, ob es Leben im Universum gibt? Bewohnte Planeten, die ferne Sterne umkreisen? Astronomen haben es getan - seit Jahrhunderten. Denn bei so vielen Galaxien, jede von ihnen mit unz?hligen Sternen, wie k?nnte die Erde da einzigartig sein? 1995 waren die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz die ersten, die einen Exoplaneten im Orbit um einen normalen Stern entdeckten.
Seitdem haben Planetenj?ger viele Hunderte von fremden Welten gefunden. Gro? und klein, hei? und kalt, und mit verschiedensten Umlaufbahnen.
Jetzt stehen wir kurz vor der Entdeckung einer Zwillingsschwester der Erde.
Und in der Zukunft: ein Planet mit Leben - der Heilige Gral der Astrobiologen.
Die Europ?ische S?dsternwarte spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach Exoplaneten.
Michel Mayors Team fand Hunderte von ihnen von La Silla aus,
dem ersten chilenischen St?tzpunkt der ESO.
Hier sehen wir den CORALIE-Spektrografen, montiert am Schweizer Leonhard-Euler-Teleskop. Er misst die winzigen Bewegungen von Sternen, die von der Schwerkraft des umlaufenden Planeten verursacht werden.
Das ehrw?rdiges 3,6-Meter-Teleskop der ESO ist ebenso auf der Jagd nach Exoplaneten. Der HARPS-Spektrograf ist der genaueste der Welt.
Bislang hat er mehr als 150 Planeten entdeckt.
Seine gr??te Troph?e: ein reiches Planetensystem mit mindestens f?nf und vielleicht sogar sieben fremden Welten.
Aber es gibt andere M?glichkeiten, um Exoplaneten zu finden.
Im Jahr 2006 half das d?nische 1,5-Meter-Teleskop dabei, einen fernen Planeten zu entdecken, der nur f?nf Mal massereicher als die Erde ist.
Der Trick? Sogenanntes Microlensing. Der Planet und sein Stern ziehen vor einem helleren Stern im Hintergrund vorbei, wodurch das Leuchten der beiden verst?rkt wird. Und in einigen F?llen kann man Exoplaneten sogar mit der Kamera einfangen.
2004 nahm NACO, die Kamera mit adaptiver Optik am Very Large Telescope, das erste Bild eines Exoplaneten auf. Der rote Punkt in diesem Bild ist ein riesiger Planet, der einen braunen Zwergstern umkreist. Im Jahr 2010 ging NACO einen Schritt weiter.
Dieser Stern ist 130 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Es ist j?nger und heller als die Sonne, und vier Planeten umkreisen ihn in weiten Bahnen.
Mit NACOs Adleraugenblick war es m?glich, das Licht des Planeten c nachzuweisen. - ein Gasriese, der zehnmal massereicher als Jupiter ist.
Trotz der Blendung durch den Zentralstern konnte das schwache Spektrum des Planeten separiert und Informationen ?ber die Atmosph?re des Planeten ermittelt werden.
Heute werden viele Exoplaneten entdeckt, da sie vor ihrem Heimatstern vorbeiziehen. Wenn wir von der Erde aus die Bahn des Planeten von der Seite sehen, wird er bei jedem Umlauf einmal vor seinem Stern vorbeilaufen. So verraten winzige, regelm??ige Helligkeitsschwankungen im Licht eines Sterns die Existenz eines Planeten.
Das TRAPPIST-Teleskop auf La Silla wird zur Suche nach diesen nur schwer nachweisbaren Transits beitragen.
Mittlerweile hat das Very Large Telescope einen Transitplaneten bis ins letzte Detail untersucht. Lernen Sie GJ1214b kennen, eine Supererde, die 2,6 mal gr??er als unser Heimatplanet ist. W?hrend der Transits absorbiert die Atmosph?re des Planeten teilweise das Licht des Muttersterns. Der empfindliche FORS-Spektrograf hat gezeigt, dass GJ1214b eine hei?e, dampfende Sauna-Welt sein k?nnte.
Gasriesen und solche Sauna-Welten sind unwirtlich zum Leben. Aber die Jagd ist noch nicht vorbei.
Bald wird das neue SPHERE-Instrument am VLT installiert werden. SPHERE ist in der Lage, schwache Planeten im grellen Licht ihrer Muttersterne zu erkennen.
Im Jahr 2016 wird der ESPRESSO-Spektrograf am VLT ankommen
und HARPS bei weitem ?bertreffen.
Und das Extremely Large Telescope der ESO k?nnte, sobald es fertiggestellt ist, Hinweise auf fremde Lebensr?ume finden.
Auf der Erde ist das Leben reichlich vorhanden. Auch der Norden Chiles hat seinen Anteil daran, mit Kondoren, Vikunjas, Vizcachas und riesigen Kakteen.
Selbst der trockene Boden der Atacama-W?ste wimmelt von abgeh?rteten Mikroben.
Wir haben die Bausteine des Lebens im interstellaren Raum gefunden.
Wir haben gelernt, dass Planeten reichlich vorhanden sind.
Vor Milliarden von Jahren brachten Kometen Wasser und organische Molek?le auf die Erde. W?rden wir das Gleiche nicht an anderer Stelle erwarten?
Oder sind wir allein? Es ist die gr??te Frage aller Zeiten. Und die Antwort ist fast zum Greifen nahe. Gro? bauen Astronomie ist gro?e Wissenschaft. Das Universum da drau?en ist grenzenlos, und die Erforschung des Kosmos erfordert riesige Instrumente. Das hier ist der 5-Meter-Hale-Reflektor auf dem Mount Palomar. Als die Europ?ische S?dsternwarte vor f?nfzig Jahren entstand, war es das gr??te Teleskop der Welt.
Das Very Large Telescope der ESO auf dem Cerro Paranal ist heute der Stand der Technik. Als leistungsst?rkstes Observatorium in der Geschichte hat es die volle Pracht des Universums enth?llt, in dem wir leben. Aber die Astronomen haben ihren Blick auf noch gr??ere Instrumente gerichtet.
Und die ESO wird ihre Tr?ume verwirklichen. San Pedro de Atacama. Versteckt inmitten der beeindruckenden Landschaft und Naturwunder
ist diese malerische Stadt die Heimat der einheimischen Indios, der Atacame?os
und gleicherma?en von abenteuerlustigen Rucksacktouristen. Und von ESO-Astronomen und Technikern.
Nicht weit von San Pedro nimmt die erste von Traum-Maschine der ESO Gestalt an. Sie hei?t ALMA - das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array.
ALMA ist ein gemeinsames Projekt von Europa, Nordamerika und Ostasien. Es arbeitet wie ein gigantisches Zoom-Objektiv. Eng zusammenstehend zeigen die 66 Antennen eine Weitwinkel-Ansicht.
Aber weit auseinanderstehend zeigen sie sehr viel detaillierter einen kleineren Bereich des Himmels.
Bei Submillimeterwellenl?ngen sieht ALMA das Universum in einem anderen Licht. Aber was wird es verraten? Die Geburt der allerersten Galaxien im Universum in Folge des Urknalls.
Kalte und staubige Wolken aus molekularem Gas - die stellaren Kinderstuben, in denen neue Sonnen und Planeten geboren werden. Und: Die Chemie des Kosmos. ALMA wird die Spur organischer Molek?le verfolgen - der Bausteine des Lebens. Der Bau der ALMA-Antennen ist in vollem Gange. Zwei riesige Transportmaschinen, genannt Otto und Lore, bringen die fertigen Antennen bis zum Chajnantor-Plateau.
Auf 5000 Metern ?ber dem Meeresspiegel bietet das Antennenfeld nie dagewesene Ansichten des Mikrowellen-Universums. W?hrend ALMA schon fast fertiggestellt ist, ist die n?chste Traum-Maschine Der ESO noch ein paar Jahre entfernt. Sehen Sie den Berg dort dr?ben? Das ist der Cerro Armazones. Nicht weit vom Paranal wird er die Heimat des gr??ten Teleskops in der Geschichte der Menschheit sein. Lernen Sie das European Extremely Large Telescope kennen. Der weltweit gr??te "Auge auf den Himmel".
Mit einem Hauptspiegel von fast 40 Metern Durchmesser stellt das E-ELT jedes vorangegangene Teleskop in den Schatten.
Fast 800 computergesteuerte Spiegel-Segmente. Komplexe Optiken f?r m?glichst scharfe Bilder.
Eine Kuppel so hoch wie ein Kirchturm. Das E-ELT ist eine Herausforderung in Superlativen.
Aber das eigentliche Wunder ist nat?rlich das Universum da drau?en. Das E-ELT wird zeigen, wie Planeten um andere Sterne kreisen.
Seine Spektrografen werden die Atmosph?re dieser fremden Welten beschnuppern, auf der Suche nach Biosignaturen.
Das E-ELT wird einzelne Sterne in fernen Galaxien untersuchen. Es ist wie das erste Treffen mit den Einwohnern benachbarter St?dte. Als kosmische Zeitmaschine arbeitend l?sst uns das riesige Teleskop Milliarden von Jahren zur?ckblicken, um zu lernen wie alles begann. Und es k?nnte das R?tsel der beschleunigten Expansion des Universums l?sen - die geheimnisvolle Tatsache, dass Galaxien sich voneinander entfernen, und das immer schneller und schneller.
Astronomie ist gro?e Wissenschaft und es ist eine Wissenschaft der gro?en Mysterien.
Gibt es Leben au?erhalb der Erde? Was ist der Ursprung des Universums? Das neue Riesenteleskop der ESO wird uns helfen diese Dinge zu verstehen. Wir sind noch nicht angekommen, aber es wird nicht mehr lange dauern. Also, was kommt als n?chstes? Nun, das wei? niemand. Aber die ESO ist bereit f?r das Abenteuer.
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