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WikiRemembrance - Erinnerungskultur digital und partizipativ

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Formale Metadaten

Titel
WikiRemembrance - Erinnerungskultur digital und partizipativ
Serientitel
Anzahl der Teile
6
Autor
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CC-Namensnennung 3.0 Deutschland:
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Fachgebiet
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ComputeranimationVorlesung/KonferenzBesprechung/Interview
Vorlesung/KonferenzBesprechung/Interview
Vorlesung/KonferenzBesprechung/Interview
Computeranimation
Zu allererst möchte ich mich ganz herzlich bedanken an Nicole und das Team vom Zeitzentrum Zivilcourage, dass wir heute hier sein können. Das ist der perfekte Ort. Das ist toll, hier zu sein.
Und danke auch an euch, dass ihr hier seid zu dieser kleinen, aber feinen Veranstaltung. Bevor ich jetzt darauf komme, noch mal ganz kurz zusammenzufassen, worum es eigentlich in dem Projekt und was dabei entstanden ist, lasst mich mal mit so ein paar ganz kurzen Pinselklecksen meinen aktuellen Eindruck von,
was mit Erinnerungskultur los ist, Stand Herbst 2024 sagen. Also ich habe jetzt nicht besonders recherchiert, sondern das sind einfach nur Dinge, die mir durch Google News so in die Timeline gespült worden sind oder so. Also es ist so eine etwas wahllose Sache. Aber es sind zwei Ereignisse aus den vergangenen drei Tagen,
die mir da ans Auge gefallen sind. Das eine ist, dass vor drei Tagen in der Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt die zehn Stolpersteine, die in dieser Stadt verlegt worden sind, also bündig mit dem Bürgersteig,
ihr kennt das Konzept der Stolpersteine, hier kann ich das voraussetzen, in dieser Gruppe, über Nacht entfernt worden sind. Also jemand hat sich wirklich die Mühe gemacht, jeden einzelnen von diesen Stolpersteinen rauszureißen aus der Erde. Man weiß bisher nicht, wer das war, was damit los ist. Schlaglicht zwei, das war gestern.
Auch Sachsen-Anhalt, das ist jetzt kein Sachsen-Anhalt-Diss, also die Leute, die hier sind von der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, haben auch schon ihre Erfahrungen gemacht mit dieser Art von, ich nenne es mal so, Hassverbrechen gegen Erinnerungskultur. Aber es ist nun mal zufälligerweise in den letzten drei Tagen so geballt aufgetreten in Sachsen-Anhalt.
Auch Sachsen-Anhalt in Halle, wo heute der Jahrestag ist tatsächlich von dem terroristischen Anschlag, wo nur durch einen glücklichen Zufall verhindert wurde, dass der Attentäter mit einer Waffe in die Synagoge reingekommen ist und um sich geschossen hätte wahrscheinlich und der dann stattdessen Menschen getötet hat in einem nahegelehnten Dönerimbiss.
Dort also gab es ein Erinnerungszeichen irgendwie in der Stadt und das wurde gestern mit Hakenkreuzen beschmiert oder so. Und ohne, dass man jetzt weiß, genau wer das war, ist jetzt kein großes Rätsel oder so,
welche Ideologie oder was eigentlich sich daran ausdrückt in diesen Sachen, in diesen Hassverbrechen nennt man es heute. Vor diesem Hintergrund, wenn man jetzt heute, Stand Herbst 2024 in Deutschland, mal in die Öffentlichkeit reinhorcht, was ist denn los mit Hassverbrechen,
was ist heute in Deutschland los mit Hassverbrechen, kommt vor allem eine Assoziation zurück, nämlich Hassverbrechen. Das ist das, was wir uns selbst reinholen, weil das kommt durch Migration. Wir Deutschen haben damit kein Problem, sondern das sind die Ausländer. Das ist jetzt nur geringfügig zugespitzt oder übertrieben,
sondern das ist tatsächlich die Suggestion, die von Vertretern der großen demokratischen Parteien heute kommt. Ich ziehe mal einen Strich, das ist mal so als Momentaufnahme, wie mir als jemandem, der nicht hauptamtlich in der Erinnerungskultur arbeitet und der ich auch kein Historiker bin, was mir so entgegenkommt. Und die Dringlichkeit und wie viel gerade damit passiert,
das ist also mit den Händen gerade zu greifen. Das bedarf, glaube ich, keiner weiteren Herleitung, das ist damit klar. Als ich jetzt heute früh mich noch mal kurz vergewissern wollte, wie das war mit Zeitz und den Stolpersteinen, hatte ich das kurz gegoogelt und unter den ersten drei oder vier Treffern,
die ich auf Google fand, war ein Wikipedia-Artikel Stolpersteine in Zeitz. Mit einer super vollständigen, akkuraten Liste dieser Stolpersteine, jeweils wem, die gewidmet sind, was draufsteht, Foto des Stolpersteins, Foto der digitalen Erinnerungskultur.
Das ist jetzt gerade so ein Zufallstreffer. Tatsächlich ist es aber so, dass wenn ich zum Beispiel über irgendeinen inhaltlichen Aspekt des Holocaust Google oder so, die Wahrscheinlichkeit, dass ich bei irgendeiner Information
auf Wikipedia lande, ziemlich hoch ist. Das ist sozusagen eine Wissensressource, eine Wissensressource, die selbst wenn ich nicht bewusst im Browser wikipedia.de eintippe, einfach sehr präsent ist und sehr da ist und die jetzt wie das Beispiel mit den Stolpersteinen zeigt, auch super intensiv von einer großen Community,
aus welchen Motiven auch immer gepflegt wird. Das ist eine sehr präsente Ressource. Nebenhergemerkt, wenn ich jetzt nicht Google Websuche benutzt hätte, sondern zum Beispiel Siri oder Alexa gefragt hätte, oder ChatGPT, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass die Informationen, die ich dann höre,
über ein erinnerungskulturelles Thema, über den Holocaust, dass diese Information aus der Wikipedia kommt, ebenfalls sehr hoch. Woran liegt das? Es gibt Wikidata. Wikidata stellt diese Informationen frei lizenziert, sehr umfassend, sehr strukturiert,
öffentlich zur Verfügung. Und all diese Sachen, also diese großen Sprachmodelle, ChatGPT oder so, deren Qualität beruht ganz stark auf dieser freiwilligen, kostenlos für alle zugänglichen Arbeit von Wikidata. Die werden alle mit Wikidata trainiert als wichtigen Bestandteil.
Und das gleiche gilt auch für Suchmaschinen, für persönliche Assistenten und so weiter. Das heißt, und das ist hier an dieser Stelle mal ganz wichtig festzustellen, dass in diesem digitalen partizipativen Raum, wie wir es jetzt vielleicht nennen würden, in dem Projektkontext von Wikiremembrance Erinnerungskultur stattfindet, Erinnerungsarbeit stattfindet.
Das ist nichts Neues. Also es ist nicht so, dass wir hier in Hannover das erfunden hätten und jetzt alle davon überzeugen müssten, hey, benutzt doch auch mal vielleicht Wikidata oder Wikipedia für eure Erinnerungsarbeit. So ist es nicht, sondern das Thema ist längst da gewesen, als wir damit angefangen haben. Gleiches gilt für die Forschung. Also dass zum Beispiel für die Biografieforschung
von Holocaust-Opfern Wikidata eingesetzt wird, systematisch in Projekten. Auch das war schon lange vor unserem Projekt der Fall. Was wir gelernt haben, was wir bemerkt haben, ist, dass wir nicht zuletzt, und das möchte ich ganz stark betonen, bei einem Projekt, wo wir eine starke Lernkurve hatten,
zusammen mit der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, von einem Vertreter, von denen werden wir gleich auch noch was hören später, vor Jahren angefangen hatten, ein Projekt zu starten, Orte des Gestapo-Terrors im heutigen Niedersachsen, was ganz stark mit auf Wikidata beruht.
Dieses Projekt hat uns vor Augen geführt, dass es sich wirklich lohnt, nochmal auf die Metaebene zu gehen. Also nicht nur Erinnerungskultur partizipativ im digitalen Raum zu betreiben. Wie gesagt, das findet ohnehin statt. Man kann natürlich immer noch mehr machen und mitmachen.
Das ist auch toll. Aber die Sache ist, dass der Gedanke, das zu tun, so unvertraut und neu ist, und dabei so viele interessante Probleme und Herausforderungen entstehen. Dass es sich lohnt, mal einen Schritt zurückzutreten und darüber nachzudenken,
was wir da tun, wenn wir das machen, und wie wir auch besser daran werden können, das zu machen. Damit haben wir losgelegt. An der Stelle mache ich mal kurz einen Strich. Bis hierhin könnt ihr mir vielleicht folgen oder würdet sagen, ja, okay, das ist so, leitet ihr das Thema hier, interessant. Aber jetzt nochmal bitte, warum TIB Leibnitz Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften?
Ja, stimmt, ist eigentlich nicht unser Kernthema erst mal. Ich will ganz kurz etwas dazu sagen, wo wir herkommen oder warum das für uns naheliegend war, auf solche Themen auch zuzukommen. Wir haben an der TIB in Hannover eine ganz starke Tradition,
dass wir uns mit Forschungsdaten beschäftigen. Es ist immer ein bisschen die Überlegung, wie können wir das strukturierte Wissen aus dem, was an Forschungsergebnissen publiziert wird, wie können wir sicherstellen, dass das gefunden werden kann, nachgenutzt werden kann. Dazu gehört auch, dass es am besten von Maschinen interpretiert werden kann,
dass es maschinengerecht strukturiert ist, dass es frei lizenziert ist, dass man also ohne Sorge irgendwelche Urheberrechte zu verletzen, damit arbeiten kann, solche Themen, um das mal so grob zu skizzieren. Das ist so ein TIB-Kerngeschäft-Thema, sag ich mal, um das sich ganz viele Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei uns drehen.
Wir sind letzten Endes auch eine Bibliothek, und da ist das naheliegend. Was wir gelernt haben, ist, dass dieser Ansatz von diesem Blick auf Forschungsdaten, den auf die digitale Erinnerungskultur anzuwenden, interessant ist und einschlägig ist auch für dieses Thema.
Daher vielleicht unsere Motivation. Ich nenne jetzt einmal noch mal den vollständigen Projekttitel, so wie wir es beantragt bekommen und netterweise vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen genehmigt bekommen haben. Der lautete nämlich, Achtung, langer Titel, Wiki-Remembrance, den Nationalsozialismus erforschen und erinnern
mittels partizipativer Plattformen wie Wikidata, eine neue digitale Wissenskultur zwischen der Hoffnung auf mehr Offenheit und Nachhaltigkeit und der Furcht vor Hassrede und Missbrauch. Genau. Und alles daran ist wichtig, weil das ist die andere Seite, dass ich natürlich, sobald ich einen so großen partizipativen Raum
wie die Wikipedia eine ist, aufmache, ich natürlich alles Mögliche habe, was sich da abspielt. Es ist teilweise auch schon sehr gut erforscht, dass es zum Beispiel auch Hassrede gibt natürlich innerhalb der Wikipedia, wo die Wikipedia wiederum gekapert wird für Leute mit einer nationalistischen Agenda und so.
All das findet gleichzeitig statt und das macht es so kompliziert und so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. An der Stelle möchte ich mich ganz herzlich jetzt schon mal bedanken, ich weiß nicht, vielleicht kommt das normalerweise bei so einer Veranstaltung ganz am Schluss, ich mache es jetzt schon mal, weil ich gerade das Mikro in der Hand habe, bei dem Team, was das an der TEB umgesetzt hat,
die hier auch alle im Publikum sitzen, Lisa Groth-Rautmann und Tobias Melich sind und ganz besonders aber hervorzuheben Gabi Varenkrog, die hier vorne sitzt und all das im Großen und Ganzen hier organisiert hat und auch dafür gesorgt hat, dass diese Broschüre, die ihr vor euch habt, überhaupt zustande kommen konnte, ganz großartig, 1000 Dank Gabi.
Jetzt will ich ganz kurz euch einen Überblick geben, was passiert ist, was haben wir gemacht konkret jetzt in diesem Projekt Wiki Remembrance. Also wir haben, und einige, die hier sitzen, da habe ich die Gesichter gleich wieder erkannt, die werden es wissen, muss ich nicht nochmal erzählen,
wir haben angefangen mit einem ein tagelangen Barcamp in Hannover. Einige werden das Format kennen, also das ist die Idee einer Art kleiner, eines kleinen Workshops, ohne ein vorher vorgegebenes Programm und ohne die sonst typische Trennung zwischen den Vortragenden, die hier vorne stehen und den Reinkonsumierenden, die im Publikum sitzen,
sondern Barcamp ist halt, man trifft sich, ist gemeinsam an einem Thema interessiert und baut gemeinsam eine Agenda auf an dem Tag und diskutiert das, was zu diskutieren ist. Das haben wir gemacht zu diesem Thema Wiki Remembrance damals im Aufruf und wir haben die Ergebnisse davon,
und dabei fand natürlich auch lauter Vernetzung statt, klar, und wir haben die Ergebnisse in Wikiversity festgehalten. Und die Themen, also von sieben Sessions dieses Barcamps, die stattgefunden haben, sind als fünf Schwerpunktthemen auch in diese Broschüre eingeflossen. Also wir haben sozusagen das Thema dort abgesteckt
und haben es danach weiter bearbeitet. Das war dann das zweite von den drei Elementen des Projekts Wiki Remembrance. Es gab eine Schreibphase, die dauerte vom Winter 2023 bis Frühjahr 2024, das war ein kollaborativer Online-Schreibprozess,
wo die ungefähr 20 Beteiligten, also ihr könnt auf der vorletzten Seite der Broschüre, ich glaube, das ist die vorletzte Seite, die Namen der Beteiligten ja auch sehen, tatsächlich gemeinsam geschrieben haben, sich ständig auch gegenseitig noch mal korrigiert und ergänzt haben in diesem Online-Dokument. Es ist also eine Kollektiv-Urheberschaft. Das haben wir organisiert mit Online-Schreib-Sprints
unter Annahmen, wo auch zwischendurch immer wieder diskutiert wurde, redaktionelle Überarbeitung festgestellt wurde, was ist nötig, wer macht was usw. Und auch das Lektorat und Korrektorat fand kollaborativ statt. Also wenn ihr jetzt noch Fehler erwischt, es sind nicht die Fehler der TEB, sondern unsere kollektiven Fehler.
Nein, das will ich natürlich nicht sagen. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Job gemacht insgesamt. Wichtig ist dabei, das Ganze ist so angelegt, an der Version der Broschüre auf Wikiversity, merkt ihr das auch, das Ganze ist nicht nur frei online zugänglich, sondern auch weiterhin ganz grundsätzlich online bearbeitbar.
Und das ist auch gewünscht und gesollt. Also wir wollen ja gewollt, wir wollen ja eigentlich einen Stein ins Rollen bringen. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages eine irgendwie erweiterte, korrigierte, verbesserte zweite Version der Broschüre. Wer weiß. Wir haben es jetzt erstmal nicht geplant,
aber vorstellbar. So, und jetzt sind wir im Moment bei dem dritten von den drei Elementen von Wikiremembrance, nämlich dieser Abschlussveranstaltung im Zeitzentrum Zivilcourage. Und woraus besteht die? Wir wollen zum einen, da bin ich gerade dabei, ich versuche es euch ganz kurz vorstellen, was Wikiremembrance ist, was diese Broschüre ist.
Wir haben danach eine Reihe von, ich glaube, da ist eine schöne Auswahl zustande gekommen, eine Reihe von Impulsvorträgen. Dann noch, ihr seht es bereits angedeutet an den Stühlen, die hier stehen, eine Podiumsdiskussion. Danach werden wir uns auf die Mittagspause stürzen, die da schon unter den Folien liegt vom Catering.
Und dann gibt es noch ein paar abschließende Vorträge und so gegen 14 Uhr, glaube ich, oder so geht das dann hier alles auseinander und ich werde dann nochmal Tschüss und Danke sagen und dann war das das für heute. Jetzt nochmal ganz knapp, aber ihr könnt es auch selber, ihr werdet das schon selber entdeckt haben, die Handreichung als solche. Es ging uns eigentlich erstmal darum,
einleitend kurz zu überlegen, was ist diese digitale Erinnerungskultur? Das geht nicht ganz ohne sich auch zu fragen, was ist die Erinnerungskultur? Also wir müssen relativ weit ausholen am Anfang der Broschüre. Das ist so. Wo steht die jetzt? Und dann kommen wir zu den etwas spezielleren Fragen von Open Access und Open Data
in der Erinnerungskultur. Und dann haben wir versucht in einer Reihe von Tipps oder Einstiegspunkten für diese partizipative digitale Erinnerungsarbeit einfach mal Sachen aufzulisten, ein gewisses Spektrum aufzumachen. Das kann man gut überfliegen. Man muss diese Broschüre
nicht vollständig von vorne bis hinten lesen. Ihr werdet das feststellen. Und wir haben auch Steckbriefe von ganz konkreten digitalen Erinnerungsprojekten. Auch die kann man gut überfliegen, sich mal einen Eindruck machen und dann online, wenn es einen interessiert, weiter lesen dort. Wir haben dann, ich hatte das Barcamp erwähnt,
so fünf oder sechs geheiligte Themen, was sind die Herausforderungen dieser digitalen partizipativen Erinnerungsarbeit in Schwerpunktkapiteln behandelt. Also ich will mal eins rausgreifen, weil ich da in das Kapitel viel Arbeit reingesteckt hatte und das persönlich für mich so ein Kick hatte,
sich damit auseinanderzusetzen. Wie verhält sich das Arbeiten an so Stellen wie Wikidata in der Erinnerungskultur mit dem Arbeiten an so Orten wie Instagram oder TikTok? Weil die sind inzwischen total populär und auch zu Recht die sind inzwischen auch schon wieder gar nicht mehr wegzudenken. Aber wir wollten dann noch mal herausarbeiten,
was die jeweils spezifischen Punkte sind und warum es mindestens mal ganz vorsichtig ausgedrückt sehr, sehr viel Sinn macht, nicht nur solche Sachen wie Insta und TikTok zu bedienen, sondern sich eben auch mit Wikidata zu beschäftigen. Und genau, das alles wäre nicht möglich gewesen durch die besonders intensive und für dieses Projekt
wichtige Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland. Aus der Ecke werden wir gleich von Heike Gleibs, die netterweise aus Berlin gekommen ist heute für die Veranstaltung, auch noch was hören. Und durch die Herstellung und Gestaltung dieser gedruckten, layouteten Broschüre
durch die Agentur Moor in Berlin. Also letzten Endes ist die Broschüre gemeinsam herausgegeben, wie ihr gleich auf der Titelseite erkennt, von Wikimedia Deutschland und der TEB. Und genau, und nochmal, sei nochmal dran erinnert, vielen Dank, Zeitzentrum Zivilcourage, dass wir hier diese Abschlussveranstaltung machen können
und an Nicole Klimas für die Übernahme der Rolle der Moderation hier. Das ist toll. Ich habe hoffentlich stark genug jetzt auch betont mittlerweile die Offenheit des ganzen Projektansatzes. Also wir haben nicht nur dieses Thema, wo es einfach dazugehört zu sagen,
partizipative digitale Erinnerungskultur bedeutet eben Offenheit. Dinge sind maschinenlesbar und offen lizensiert, sondern wir sind auch in unserer Vorgehensweise sehr stark in diese Richtung gegangen und haben verschiedene Ansätze und Modelle probiert.
Also wir hatten das Barcamp, wir haben diese online Schreibsprints gemacht, die auch sehr offen waren in der Zusammensetzung mit vielfältigen Akteurinnen, die verschiedene Hintergründe mitgebracht haben und reingetragen haben. Wir haben die Handreichung selbst natürlich unter einer offenen Lizenz veröffentlicht, nicht nur als PDFs, sondern auch noch
in so einer strukturierten Textform auf Wikiversity, sodass unsere Hoffnung natürlich möglichst leicht weiter bearbeitet werden kann, nachgenutzt werden kann, ausgewertet, vielleicht übersetzt werden kann. Das ist unter diesen Voraussetzungen dann eigentlich besonders leicht.
Und damit komme ich eigentlich schon zum Schluss. Ich hoffe, dass ihr neugierig in dieser Broschüre blättert und uns darauf aufmerksam macht, was dort auch fehlt. Also wir nehmen auch gern Lob entgegen, so ist es nicht jederzeit, aber wir sind natürlich
besonders interessiert daran zu erfahren, ob ihr denkt, dass es da bestimmte Lücken auch gibt. Wir waren selbst davon überrascht, wie breit das Thema ist, hatten dann zwischendurch das Gefühl, dass es vielleicht immer noch nicht breit genug ist. Also zum Beispiel Brenda Davina von der Stadt Hannover hat an der Broschüre mitgearbeitet, deren Vortrag heute leider ausfällt,
weil sie erkrankt ist kurzfristig. Die hat zum Beispiel das Thema der Erinnerungsarbeit in Bezug auf die koloniale Vergangenheit eingebracht. Und dazu findet ihr auch etwas in der Broschüre. Man könnte sicherlich argumentieren, dass das Thema fast zu sehr am Rande nur vorkommt
und dass man dazu noch mehr hätte machen können. Ich sehe nicken Gesichter, ist anscheinend so gut. Dies und auch andere Kritikpunkte, Hinweise, was man mehr oder anders machen könnte, wie gesagt, wir freuen uns sehr darüber und denken auch gerne mit euch gemeinsam nach. Wir wollen das, das ist der Sinn dieser Veranstaltung, darüber, was man anschließend an Wiki-Remembrance gemeinsam tun kann.
Und damit übergebe ich jetzt zurück an unsere Moderatorin heute, Nicole Klimas. Und wünsche euch viel Spaß bei der Veranstaltung heute.