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WLAN. Planung, Bau, Inbetriebnahme, Abnahme.

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Formal Metadata

Title
WLAN. Planung, Bau, Inbetriebnahme, Abnahme.
Subtitle
Wer Funk kennt, nimmt Kabel.
Title of Series
Number of Parts
47
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License
CC Attribution 4.0 International:
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Abstract
WLAN funktioniert nicht. Es sein denn man macht es richtig.
Keywords
25
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06:06
29
Wireless LANACCESS <Programm>Scientific modellingSmartphoneComputer animationLecture/Conference
Musical ensembleACCESS <Programm>Set (mathematics)FrequencyDampingRun-time systemOnline chatCharakteristik <Algebra>Wireless LANMeeting/Interview
ACCESS <Programm>FactorizationCollision detectionCollisionData transmissionSanitary sewerVelocityDampingClient (computing)MetreLengthWireless LANLecture/ConferenceMeeting/Interview
Precedence diagram methodMetreACCESS <Programm>Switch <Kommunikationstechnik>Wireless LANDiagramHöheTerminal equipmentSanitary sewerParameter (computer programming)Lecture/ConferenceMeeting/Interview
ODADirection (geometry)MetreSanitary sewerACCESS <Programm>Configuration spaceBootingRun-time systemEckeOpen sourceSupremumSwitch <Kommunikationstechnik>VaporSoftwareLecture/Conference
Wireless LANMobile appSwitch <Kommunikationstechnik>iPhoneACCESS <Programm>Energy conversion efficiencyRun-time systemServer (computing)Terminal equipmentDirection (geometry)SoftwareOnline chatSupremumComputer hardwareClient (computing)MicrocontrollerPhysical quantityLösung <Mathematik>InternetZugriffApple <Marke>DampingMeeting/Interview
Sanitary sewerInformationApple KeynoteTuningMusical ensembleWireless LANBeobachter <Kybernetik>TwitterSocial classMach's principleMathematical optimizationInstallation artMicrocontrollerUniformer RaumUnicastingverfahrenTerminal equipmentSoftwareComputer hardwareFirmwareMeeting/Interview
JSONXMLUML
Transcript: German(auto-generated)
So, ich begrüße euch alle zu dem Vortrag WLAN. WLAN-Planung, Bau, Betriebnahme und Abnahme. Ich bin der Meinung, es sind da draußen viel zu viele schlechte WLAN-Netze.
Und das sind meistens dieselben einfachen Fehler, die da gemacht werden. Und ich zeige euch heute mal, wo ihr darauf achten könnt, dieselben Fehler zu machen, wie die meisten Leute so beim Bau von einem WLAN machen. Genau. Wenn ihr ein WLAN-Netz bauen möchtet, müsst ihr als allererstes ein Ziel haben,
damit ihr auch ein Ziel erreichen könnt. Das ist ganz ähnlich wie in anderen Bereichen auch.
Was gehört zur Zieldefinition mit dazu? Ganz klar, wir müssen auf jeden Fall wissen, wo soll denn das WLAN überhaupt sein? Ich zeichne jetzt hier mal ein Bürogebäude.
Ich habe hier einen Grundriss gemalt. Und in diesem Grundriss seht ihr zum Beispiel hier zwei WCs.
Hier ist ein Außenbereich. Hier haben wir eine Abstellkammer. Und hier haben wir Büros. Eins, zwei, drei, vier Büros. Und in der Mitte haben wir einen Flur, einen Gang.
Und bevor ihr anfängt, die ersten Access Points zu bestellen, solltet ihr euch wirklich klar sein, wo wird das WLAN benötigt und wo nicht. Ich empfehle euch auch dringend, dass, egal ob ihr das firmenintern oder extern von Kunden macht, das schriftlich festzuhalten, wo das WLAN sein soll und wo nicht.
Das macht ihr dann folgendermaßen. Ihr nehmt zwei Farben, rot und grün. Und streicht alle Bereiche durch, wo kein WLAN benötigt wird. Also zum Beispiel wird in diesem Projekt festgelegt, dass auf den Toiletten kein WLAN benötigt wird. Ganz wichtig ist auch, es gibt nicht ein bisschen WLAN.
Also manchmal ist so die Idee vom Kunden oder vom Management, ja, wir haben doch da einen Raum weiter, einen WLAN Access Point. Dann wird doch der Bereich schon irgendwie mitversorgt. Das ist nicht ratsam, das mitzumachen oder diesen Weg zu gehen,
sondern ihr müsst, bevor ihr plant, wirklich ganz klar festlegen, wo soll jetzt WLAN vorhanden sein und wo nicht. So, in diesem Projekt einigt man sich, dass die WCs ausgeschlossen sind. Ihr müsst also leider darauf verzichten, wenn ihr auf Toilette seid, Nachrichten zu schreiben.
Und es wird auch festgelegt, dass in der Abstellkammer kein WLAN benötigt wird. So, das ist durchgestrichen. Ansonsten nehmen wir die grüne Farbe und sagen, in allen anderen Bereichen soll WLAN vorhanden sein.
Außenbereich, ganz wichtig, wenn da draußen geraucht wird, soll da WLAN vorhanden sein. Und wir strafieren die Bereiche, wo es WLAN später sein soll, einfach mal grün. Zusätzlich empfehle ich, dass ihr auch noch mal schriftlich auflistet,
wo es WLAN, in welchen Räumen das WLAN vorhanden sein soll und in welchen nicht. Dann hat man sowohl optisch festgelegt als auch schriftlich nochmal. Genau, auch hier nochmal ganz wichtig. Ich hatte eben gesagt, ihr solltet euch nicht darauf einlassen, wenn die Vorstellung ist,
dass man doch da den Nachbereich irgendwie mitversorgen kann. Das klärt sich später, wie wir die Bereiche versorgen. Und ihr solltet auch wissen, dass diese schriftliche Festsetzung so wichtig ist, weil wenn es nachträgliche Ergänzungen gibt, nachträgliche Änderungen,
dann könnt ihr teilweise mit der gesamten Planung von vorne anfangen. Das kostet natürlich Zeit und Geld. Und deswegen ist es sinnvoll, das vorher festzuhalten, weil dann auch klar ist, wenn das nachträglich geändert wird, dass das eine nachträgliche Anforderung war und deswegen nochmal von vorne angefangen wird.
So, dann das zweite Ziel. Wir wissen jetzt, wo WLAN benötigt wird. Wir müssen aber auch wissen, für welche Geräte WLAN benötigt wird.
So, das macht einen großen Unterschied für die Planung des WLANs, ob ihr das WLAN für Laptops aufbaut oder für zum Beispiel Mobiltelefone, die WLAN integriert haben,
oder zum Beispiel im industriellen und im Lagerbereich solche Handscanner zum Beispiel, weil die Geräte alle unterschiedliche Empfangseigenschaften haben und einen unterschiedlichen minimalen Empfangspegel benötigen.
Und auf diesen Empfangspegel müsst ihr euch eben einstellen können. Also, ihr listet als erstes alle Geräte auf, die versorgt werden sollen. Ich schreibe jetzt hier mal die Laptops auf. Ihr schreibt in eurer Liste, wenn ihr eine Planung macht, aber auf welche Modelle genau,
weil ihr später zu den Modellen nachgucken wollt, wie die minimale Empfangseigenschaft oder der minimale Pegel ist, den das Gerät erwartet. Das Gleiche mit den Telefonen. Ich sage, hier sollen Smartphones versorgt werden. Auch hier Hersteller und Modell wird im Vorhinein festgelegt,
was da versorgt werden soll, weil dann später auch für diesen Hersteller und dieses Modell genau nachgesehen werden kann, wie der minimale Empfangspegel ist, das das Gerät von uns erwartet.
Und den Handscanner, den schreibe ich hier jetzt auch noch mit dazu. Das heißt, nachdem wir für alle drei Geräte nachgesehen haben, was der minimale Empfangspegel ist, berichten wir uns nach dem Gerät,
das die höchste Anforderung hat. Also zum Beispiel dieser Handscanner, das ist ein altes Teil und der hat eine schlechte WLAN-Antenne und deswegen braucht er minus 60 dBm als Empfangspegel.
Und dann wissen wir, dass wir unser WLAN planen müssen, dass in den Räumen, die wir auf der letzten Seite definiert haben, in allen Bereichen möglichst der Pegel von minus 60 dBm vorhanden sein muss. Wichtig ist, dass der Empfangspegel, die minus 60 dBm,
die beziehen sich auf das jeweilige Band, dem gearbeitet wird. Wir haben ja das 2,4 Gigahertz Band und wir haben das 5 Gigahertz Band. Und der Hersteller gibt für das 2,4 Gigahertz Band
und für das 5 Gigahertz Band unterschiedliche Mindestempfangspegel aus. Und tatsächlich ist es in der Praxis auch immer noch so, gerade wenn wir hier nochmal zu Industriegeräten kommen, dass dort immer noch Geräte vorhanden sind, die nur 2,4 Gigahertz beherrschen.
Das heißt, ihr müsst dann auch eure Planung so ausrichten, dass das 2,4 Gigahertz Band in den benötigten Bereichen den Mindestpegel von minus 60 dBm liefert. So, damit haben wir das Ziel vollständig. Wir haben definiert, wo die WLAN-Geräte empfangen sollen
und wir wissen, dass der Handscanner unser, in Anführungsstrichen, schlechtestes Gerät ist mit den höchsten Anforderungen und ein Pegel von minus 60 dBm im 2,4 Gigahertz Band erwartet. Die Planung, die wir dann darauf aufbauen,
ist auch immer auf das jeweilige Band ausgerichtet. Also wenn man das 2,4 Gigahertz Band und das 5 Gigahertz Band gleichzeitig plant, das ist ja in den meisten Access Points, sind ja beide Bänder inbegriffen in den aktuellen Access Points.
Und wichtig ist, dass man für beide Bänder plant und dass diese beiden Frequenzen natürlich unterschiedliche Ausbreitungsverhalten haben. Also das 2,4 Gigahertz Band ist etwas weniger empfindlich, was Dämpfung angeht, zum Beispiel Wände etc.
Das geht ein bisschen besser durch, aber das sind gerade, wenn man konkurrierende WLAN-Netze in der Umgebung hat, sind das die Frequenzen, die Kanäle, die besonders stark ausgelastet sind. Deswegen lohnt es sich gerade, wenn man konkurrierende WLAN-Netze hat, das 5 Gigahertz Netz zu nehmen. Und ich werde jetzt hier die Planung am Beispiel des 5 Gigahertz Bands einmal vorführen.
Einmal zwischendurch, falls es Fragen gibt. Ich freue mich sehr, wenn ihr Fragen in den Chat reinstartet.
Der Max wird die Fragen dann vorlesen und ich werde sehen, dass ich die Fragen hier beantworte. Deswegen gerne auch während dem Talk einfach Fragen in den Chat reinschreiben. Also wir haben wieder unseren Grundriss, wir haben wieder den Flur, die zwei Toiletten,
hier das Büro, die Abstellkammer und den Konferenzraum. Und jetzt habe ich hier einen schicken Access Point. Und dieser Access Point, für jeder Access Point hat seine eigene Charakteristik.
Also wie strahlt der Access Point, wie weit strahlt der und vor allen Dingen in welcher Form strahlt er ab. Diese Access Points mit den eingebauten Antennen haben häufig eine Donat-förmige Abstrahlcharakteristik. Also das heißt, wenn ich den Access Point flach hinlege, dann strahlt der flach um den Access Point herum.
Und wenn ihr einen Donat vor Augen habt, dann wisst ihr, dass der Donat in der Mitte ein Loch hat. Das heißt, wenn ich in der Mitte relativ weit weg vom Access Point bin, dann ist dort ein Bereich, der vom Access Point nicht so gut versorgt wird.
Und das ist auch der Grund, warum diese Access Points mit den eingebauten Antennen fast immer flach montiert werden sollten. Also wenn ihr so einen Access Point seht, mit integrierten Antennen irgendwo montiert und der es flach an die Wand montiert,
dann habt ihr halt die Abstrahlcharakteristik, dass sie nach oben und da zur Seite vom Access Point und da zur Seite vom Access Point, habt ihr einen relativ schlechten Empfang. Und das ist einer der häufigsten Fehler, den ihr in der Praxis finden werdet,
dass diese Access Points einfach in der falschen Lage montiert werden. Wenn ihr diesen Fehler ausspart, habt ihr schon mal eine ganze Menge gewonnen. Nun habe ich hier eine Folie, auf der ich den Empfangspegel für die Geräte aufgezeichnet habe.
Ich nehme da einmal einen Zettel dazu. Ich glaube, jetzt ist es für euch besser zu sehen. Also ich habe da die Empfangspegel drauf geschrieben, das heißt, um den Access Point herum
in der Mitte, der schwarze Punkt ist der Access Point und je weiter ihr vom Access Point weggeht, desto schlechter wird der Empfangspegel. Ihr seht den ersten Ring mit minus 30 dBm, den zweiten Ring mit minus 65 dBm und den letzten Ring mit minus 80 dBm.
Diese Ausbreitungsbedingungen gilt natürlich nur draußen auf der flachen Wiese. Sobald ich reingehe ins Büro und den Access Point irgendwo im Büro aufhänge, habe ich natürlich sofort Dämpfungen durch die Wände, die da vorhanden sind.
Das hängt natürlich auch ab davon, aus welchem Material die Wände sind und wie dick die Wände sind. Wir haben da zum Beispiel typische Dämpfungen von ca. 2 bis 3 dBm für leichte Wände und wir haben ca. 10 bis 12 dBm Dämpfungen für massive Wände,
zum Beispiel Ziegelstein oder Beton hat eine Dämpfung in dem Bereich 10 bis 12 dBm.
Die stärkste Dämpfung, die ihr in der Praxis finden werdet, sind zum Beispiel Aufzugsschächte. Wenn man den Access Point außerhalb des Fahrstuhlschachtes montiert und dann in den Fahrstuhl reingeht und die Türen zulässt, auf derselben Etage bleibt,
hat man eine Dämpfung von ca. 30 dBm. Mit leichte Wände meinst du Leichtbau wahrscheinlich, also Rigips etc. Genau, Rigips Wände, manchmal auch dünne Holzwände, aber auf jeden Fall nichts,
wo Stein verarbeitet ist. Was ist mit Metallständern, die man ja gerne in Rigips findet, die sind wahrscheinlich dann auch nicht so geil, oder? Das ist richtig, Metallstände sind nicht so geil, aber die sind relativ dünn, so dass das Signal zwar an genau der einen Stelle, wo der Ständer steht,
ein bisschen gedämpft wird, aber das ist, wenn man die Planung, die Modellierung macht, so wie ich das hier gerade erkläre, vernachlässigt man die Ständer vorhinein. Das sind, wie gesagt, kleinere Abweichungen und da kann man dann ganz am Ende bei der Abnahmemessung prüfen, ob das tatsächlich jetzt Bereiche gibt,
wo das so eine große Auswirkung hat. Genau, freuen wir über die Frage, vielen Dank. So, jetzt nehme ich wieder meinen Access Point, halte den da rein und dann kann man halt ein Gefühl kriegen sozusagen, wie weit reicht der Access Point.
Jetzt habe ich euch eben erklärt, gut, hier sind jetzt die Dämpfungen. Wenn wir jetzt sagen, wir haben zum Beispiel, hier haben wir Regips, wenn wir verbaut, und ich hatte euch vorher erklärt, das gilt natürlich nur auf der grünen Wiese, die Reichweite von dem Access Point mit diesen Ringen, dann könnt ihr euch denken, dass wenn ich das jetzt hier reinmache, dass die Ringe sich dann verformen,
dass die kleiner werden. Zum Beispiel würde ich dann hier einen Access Point reinsetzen und der Ring ist dann nicht mehr kreisrund, sondern delt sich an dieser Stelle ein. So, das sind dann die Minus 60 dBm, das ist die Minus 60 dBm Grenze,
die wir vorher festgelegt hatten. So, dann würden wir einen zweiten Access Point zum Beispiel hier in den Flur hängen und mit dem könnten wir dann diesen Bereich ausdecken. Und ihr seht, dass wir hier eine Überlappung der Access Points haben.
Jetzt haben wir hier oben noch den Bereich, den Außenbereich und das letzte Büro. Dann würden wir da in das Büro einen Access Point noch reinsetzen und hätten wieder hier den eingedellten, einen eingedellten Kreis und haben da auch wieder eine Überlappung der Access Points knapp an der Grenze.
So, ein weiteres Ziel, das ich euch bisher noch nicht genannt habe, was bei der Planung von WLAN wirklich einen riesen Faktor ausmacht, ist, ihr wollt keine Gleichkanaligkeit. Also, ihr wollt zum Beispiel, wenn wir hier den Kanal 40 haben,
dann, das ist einer der unteren 20 MHz Kanäle im 5 GHz Band, dann wollt ihr, dass die anderen beiden Access Points, die ja überlappen mit diesem Access Point, auf gar keinen Fall auch den Kanal 40 haben.
Also zum Beispiel würde man jetzt hier bei dem zweiten Access Point den Kanal 44 reinmachen, später programmieren und bei dem dritten Access Point würden wir den Kanal 48 programmieren. So, dass die Access Points zwar überlappen, das ist super gut, weil wenn man mit dem Gerät sich von dem einen Access Point in den Bereich des anderen Access Points rüber bewegt,
dann entscheidet sich das Gerät irgendwann auf den anderen Access Point überzulappen. Das ist deswegen so wichtig, dass wir keine Gleichkanaligkeit haben, weil sonst die Access Points und die Clients gegenseitig abwarten, bis die anderen Geräte fertig sind. Das im Gegensatz zu gemeinsam genutzten Kabeln,
wo es eine sogenannte Kollisionserkennung gibt, Collision Detection, haben wir im WLAN eine Collision Avoidance. Und diese Collision Avoidance führt dazu, dass die WLAN Access Points, wenn sie denselben Kanal hätten, häufig darauf warten würden, dass die anderen Geräte fertig sind
mit der Datenübertragung. Und das führt dazu, dass das WLAN für den Benutzer unheimlich langsam wird. Genau. So, ich gucke einmal kurz. Wir haben die Gleichkanaligkeit besprochen. Und wir haben jetzt rausgekriegt, dass wir, um unser Ziel zu erreichen,
dass wir in den definierten Räumen, die minus 60 dBm erreichen können, eben drei Access Points benötigen. Und wir haben auch eben in diesem Fall, haben wir nur drei Access Points, eben drei unterschiedliche 20 MHz-Kanäle festgelegt. Man kann die Bandbreite der Kanäle erhöhen.
Dadurch geht die Geschwindigkeit nach oben. Man hat dann aber am Ende weniger Kanäle. In so einem Projekt wie in diesem hier könnte man das machen. Wir haben E03 WLAN Access Points. Da könnten wir auch die Kanalbandbreite erhöhen und hätten dann eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit. In größeren Projekten möchte man das in der Regel nicht machen,
weil man das sonst nicht schafft, dass man keine überlappenden Access Points hat, die nicht denselben Kanal haben. Genau. So, jetzt haben wir drei Access Points.
Und diese Access Points brauchen noch zwei Dinge. Erstens, der Access Points braucht einen Uplink. Irgendwo müssen die Daten herkommen können, die der Access Point sendet und empfängt. Und da gibt es zwei Möglichkeiten.
Ganz klassisch ist einmal per Kupferkabel. Da haben wir die üblichen 100 Meter von der maximalen Länge. Max 100 Meter. Es gibt aber auch Access Points. Das sind dann nicht mehr die etwas einfachen Geräte,
sondern die etwas teuren, die einen SFP-Port haben. Ich zeige euch das mal. Hier vorbereitet seht ihr dort den SFP-Port, wo wir unseren Transceiver reinstecken können.
So, da haben wir einen Transceiver drin. Und können dann unsere Glasfaser anschließen und haben plötzlich nicht mehr die 100 Meter drin. Also da hat man dann auch die Möglichkeit, den Access Point mehrere Kilometer weit weg vom Switch aufzustellen.
Also, zweite Variante für ein Uplink ist Glas bzw. Glasfaser. Also, damit haben wir den Uplink geklärt. Der Access Point hat seine Verbindung zum Switch. Der Access Point braucht aber natürlich auch noch Strom.
So, für den Strom gibt es insgesamt drei Möglichkeiten. Am üblichsten ist das Ganze per PoE zu machen. Also, der Switch ist an Strom angeschlossen und der Switch hat einen Netzteil,
das groß genug ist, um alle Access Points gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Wenn man da in der Planung versäumt zu überprüfen, dass die Leistung, die alle Access Points gleichzeitig benötigen, auch mindestens so groß ist, wie die Leistung, die der Switch abgeben kann,
dann führt das dazu, dass irgendwann einzelne Access Points entweder in der Leistung runtergehen oder sich ganz abschalten. Da hatten wir mal ein Kundenprojekt dazu, wo ein Kunde bei uns WLAN-Access Points bestellt hat und die dann an die vorhandenen Switche angeschlossen hat
und sich dann gewundert hat, dass ab dem fünften Switch plötzlich das WLAN nicht mehr funktioniert hat. Und da wurde genau das versäumt. Da wurde versäumt, das PoE-Budget von dem Switch zu berechnen, sodass dann die Access Points auch genug Strom bekommen.
Gibt es irgendwelche Zwischenfragen? Dann mache ich hier mit dem Strom weiter. Also am üblichsten PoE via Switch. Zweite Variante ist ein Injektor.
Hier noch einmal Switch. Kennt ihr alle? Das hier ist Switch eines beliebigen Herstellers.
Hinten Strom. Und vorne sieht man, ist an der Beschriftung nicht mehr drin, aber diese 24 Ports geben einfach Strom über das Netzwerkkabel mit aus. Und der Access Point. Dieser hier, da seht ihr an der Beschriftung, dass dort PoE steht,
der bekommt dann eben den Strom übers Netzwerkkabel. So, die zweite Variante ist der Injektor. Hier habe ich euch einen Injektor eingebracht. Der wird auch einmal an Strom angeschlossen und hat dann hier einmal einen Anschluss. Auf der einen Seite Data. Data ist das Kabel, das dann in den Switch führt.
Und der PoE-Seite ist dann die Seite, wo das Kabel angeschlossen wird, was mit dem Access Point verbunden wird. So, und als dritte und letzte Variante kann man auch den Access Point direkt über einen Netzteil mit Strom versorgen.
Dann das Netzteil, würde ich alle nicht überraschen, ich habe trotzdem eins dabei. Also Netzteil, steckst du auf der einen Seite in die Steckdose, auf der anderen Seite den Access Point. Das kann halt besonders praktisch sein, wenn man die Variante mit dem Glasfaser macht.
Weil, also man hat dann, kann mehrere Kilometer Glasfaser haben, hat dann den Access Point und der braucht dann noch Strom. Und dann nimmt man halt da die nächste Steckdose, die dann an der Nähe ist und nimmt dann ein Netzteil. Was tatsächlich auch mittlerweile üblich ist,
oder von einigen Herstellern angeboten wird, ist, dass es sogenannte Kombikabel gibt, wo einmal eine Glasfaser vom Hersteller kombiniert wird mit einem zweiartigen Kabel, was an einen Netzteil angeschlossen wird. Sodass man dann die 100 Meter deutlich überschreiten kann und dass man dann eben die Spannung für den Access Point
über die parallel zur Glasfaser mitgeführten zwei Adern versorgen kann an den Access Point. So, dann haben wir die Planung.
Und jetzt ganz am Ende kommen wir zur Montage der Access Points. Hier wiederhole ich nochmal, weil es echt so wichtig ist und es so oft in der Praxis falsch passiert.
Guckt euch von eurem Access Point das Diagramm an. Das habt ihr ja auch vorher schon bei der Planung gemacht. Da habt ihr schon aufs Diagramm geguckt, habt darauf geachtet, dass ihr in aller Regel ein Access Point mit eingebauten Antennen, wie gesagt, flach, dass der flach positioniert wird.
Tatsächlich, wenn man es quick und dirty machen möchte, irgendwie privat zu Hause, kann man so ein Access Point auch mal irgendwie auf den Schrank legen oder so, dann ist der auch flach. Ansonsten kann man ihn halt an die Decke montieren. Und manchmal, wenn man sehr hohe Decken hat und man möchte ihn natürlich trotzdem in der richtigen Lage montieren,
gibt es Montagewinkel dafür. Ich habe hier so einen Montagewinkel mitgebracht. Der wird einfach so an die Wand montiert und dann kann der Access Point da drunter geschraubt werden.
Wie gesagt, wenn man hohe Wände hat, dann ist das sehr praktisch. Dann kann man die trotzdem auf zum Beispiel 2 Meter, 2,50 Meter Höhe montieren und hat den Access Point trotzdem in der richtigen Lage.
Also hier nochmal aufgeschrieben, die Lage. Das ist übrigens auch ein beliebter Fehler, wenn die Montage vergeben wird an ein Elektrounternehmen, dass man sagt, okay, ich habe die Planung gemacht, lieber Elektriker, bitte montiere für mich die Access Points.
Dann passiert es halt immer wieder, dass der Elektriker sagt, ja, ging an der Stelle nicht so gut, deswegen habe ich den halt an die Wand geschraubt. Das ist wichtig an der Stelle, dass der oder diejenige, der die Access Points später montiert, dass da wirklich klar ist, dass die Lage, so wie sie vorher in der Planung berechnet wurde
oder so wie sie vorgesehen ist in der Planung, dass diese Lage auch tatsächlich wirklich eingehalten wird. Und wenn dort, aus welchen Gründen auch immer, die Montage doch nicht möglich ist, dass da einfach eine direkte Rücksprachemöglichkeit besteht zwischen der oder dem Elektro-Monteur innen
und dem oder der Person, die das Ganze geplant hat. So, also Lage der Access Points haben wir jetzt besprochen. Dann haben wir in aller Regel halt noch die Netzwerkkabel, die montiert werden müssen. Und da ist einfach meine Empfehlung an euch,
wenn ihr Verkabelung habt, zum Beispiel in Industriehallen, nehmt euch einfach einen Industriekletterer dazu. Das ist in der Regel die schnellste und günstigste Möglichkeit
in Hallen, in denen man dann zum Beispiel in jedem Gang ein Access Point montieren muss, um den Empfangspegel für die Endgeräte zu erreichen, der benötigt wird. Es ist der billigste Weg, um da einfach die Netzwerkkabel
in die Halle reinzukriegen. Genau. So, also dann haben wir die Access Points alle montiert und die sind alle an den Switch angeschlossen. Dann braucht ihr noch einen WLAN-Controller, der für euch die Access Points managt.
Ihr könnt dann über den WLAN-Controller eben die Kanäle eingeben, so wie sie vorher geplant wurden. Wir hatten vorher die Planungsfolie drin, wo wir die Kanäle 40, 44 und 48 haben. Wenn ihr keinen WLAN-Controller nehmt, dann müsst ihr die Parameter der Access Points
in jeden Access Point einzeln eintragen. Das macht keinen Sinn tatsächlich und auch keinen Spaß. Deswegen ist meine Empfehlung, ab dem zweiten Access Point einfach einen WLAN-Controller mit einplanen und dann über den WLAN-Controller die Access Points,
die einzelnen Access Points zu konfigurieren. Also, dass dort die Kanäle eingegeben werden. Später, wenn ihr dem Thema ein bisschen weiter drin seid, dann werdet ihr da auch zum Beispiel die Sendeleistung der verschiedenen Access Points ein bisschen anpassen werden. Frage. Ich kenne bisher nur selber den UniFi-Controller,
was ja eher die Low-Budget-Version ist im Detail. Und da gibt es so eine Funktion, dass er die Kanäle automatisch irgendwie einmal würfelt, das ist da aber relativ Low-Budget gelöst. Das macht er, glaube ich, nur beim Booten. Wie ist das bei anderen Controllern, wo man mehr Geld drauf wirft? Macht das da Sinn, dass er die selber würfelt oder möchte man das immer manuell machen?
Also, zu meinem Erfahrungsstand ist das etwas, was ich vermeide. Das Problem ist tatsächlich, du hast es schon angesprochen, der UniFi-Controller tut das beim Starten, dass er die Kanäle auswürfelt. Andere Controller machen das regelmäßig,
je nachdem wie sie konfiguriert sind, dass diese automatische Kanalwahl durchgeführt wird und diese Konfiguration auch ohne Sichtung automatisch freigeschaltet wird. Da kommt häufig Grütze bei raus und man hat einfach ein System, das selbstständig Dinge tut.
Das finde ich persönlich eher unattraktiv. Ich gehe davon aus, dass wenn ich eine Messung mache in einem Unternehmen, das heißt, ich gehe dort einmal mit dem WLAN-Scanner durch die Räume und ich weiß dann, welche WLAN-Netze da in der Umgebung konkurrieren
oder ob da Störquellen sind und dann konfiguriere ich die Kanäle fest ein. Das ist der Weg, der für mich am besten funktioniert und der für mich langfristig am wenigsten Support bedeutet. Genau. Das heißt, du gehst dann implizit davon aus, dass wenn da Bebauung drumrum ist oder wie auch immer,
oder neue Geräte da reingebracht werden, dass sich da nicht viel ändert? Nee, da hast du natürlich recht. Da kann man nicht unbedingt von ausgehen. Das hängt natürlich sehr von entgegen ab, bis man irgendwie in irgendeiner Logistik Halle,
die an irgendeiner Autobahn liegt und hat da wenig Gebäude drumrum, wie das bei Logistikhallen häufig ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit nicht so groß, dass sich da in der Umgebung was ändert. Wenn wir aber jetzt eine beliebige Privatwohnung mitten in der Stadt nehmen und man hat da 500 WLAN-Netze in der Umgebung, dann kann man sich dann auch drauf verlassen,
dass sich da alle drei, vier Tage was ändert. Gerade aber im geschäftlichen, im industriellen Bereich hat man tatsächlich eher wenig konkurrierende WLAN-Netze. Und ich bin damit gut gefahren, wenn da Schwierigkeiten auftreten sollten, das dann nachträglich nochmal zu kontrollieren und anzupassen.
Aber du hast durchaus recht, dass es Bereiche gibt, in denen es Sinn macht, auch diese automatische WLAN-, äh, Kanalkorrektur laufen zu lassen. Genau. Das ist wie immer, hängt von ab. Ja. Okay, danke. Super.
So, also, wir haben jetzt die Access Points, wir haben sie montiert, wir haben die Kabel verlegt, wir haben sie an Switch angeschlossen und wir haben sie über den WLAN-Controller konfiguriert. Und jetzt kommt die Abnahme, und das ist aus meiner Sicht wirklich ein super wichtiger Punkt,
den man in keinem Projekt weglassen sollte. So, was passiert bei der Abnahme? Wir haben wieder unseren Grundriss von dem Büro zwischen Chiefs.
Und jetzt geht man, ach so, genau, die Access Points sind jetzt montiert, wie vorher geplant. Und jetzt passiert genau das, was Max vorhin auch angesprochen hat,
dass zum Beispiel in den Regips-Platten ist halt das Ständerwerk noch drin. Und das ist aus Metall und Dämpf natürlich stärker, als die Regips-Platten selber. Jedenfalls geht man durch und misst diese Pegel, die wir vorher nur berechnet hatten, aus, wie weit die tatsächlich gehen.
Also zum Beispiel merken wir dann bei der Kontrollmessung, dass dieser erste Access Point vielleicht viel weiter geht und die Überlappung zu dem zweiten Access Point deutlich größer ist, als vorher modelliert. Wobei ich da tatsächlich meine Erfahrung ist,
dass man dort nur kleine Abweichungen feststellt. Und wir können zum Beispiel auch messen, zum Beispiel bei dem zweiten Access Point. Wir gehen mit dem Messgerät durch das Gebäude, durch das Objekt und sagen dem Messgerät fortlaufend, wo wir uns gerade befinden.
Und das Messgerät speichert für jeden Punkt, welche Access Point es in welcher Signalstärke empfängt und stellt uns das hinterher grafisch auf der Karte dar. Wenn wir dann überall durchgelaufen sind und wir sind auch über die Terrasse gelaufen, bzw. über den Außenbereich, haben wir vielleicht festgestellt,
dass der Außenbereich, den wir ja gemäß Anforderungen, gemäß unseres Ziels vollständig abdecken wollten, vielleicht gar nicht ganz abgedeckt ist, weil hier draußen diese Minus 60 dBm Grenze nicht ganz die Terrasse mit abdeckt.
Und so hätte man zum Beispiel die Möglichkeit, nachträglich noch eine Anpassung zu machen und zu sagen, diesen Access Point, den setzen wir noch ein kleines bisschen in die Ecke um. Der kommt noch zwei Meter mehr Richtung Glastür von der Terrasse. Und dann haben wir das Ziel tatsächlich auch wirklich erreicht. So, ja, das ist die Abnahmemessung.
Was auch tatsächlich bei Abnahmemessungen dann immer mal wieder vorkommt, ist, dass man halt, ihr erinnert euch vorhin an die Lage, dem Elektriker wurde gesagt, montiert doch die Dinger bitte flach unter der Decke, melde dich doch bitte gerne. Wenn das nicht geht, dann sprechen wir ab, was wir machen oder gucken uns das vor Ort zusammen an.
Und man geht dann eben ins Gebäude und sieht, der Elektriker hat den Access Point. Doch flach an die Wand geschraubt. Und daraus ergibt sich dann, dass selbstverständlich plötzlich die Abstrahlung von diesem Access Point, zum Beispiel wenn der das ist, dass man keine Überlappung mehr hat zu dem oberen Access Point,
sondern dass man hier plötzlich nur noch so einen flachen Ring hat und dann dementsprechend die Bereiche hier unten nicht den erforderlichen Kegel haben. Und auch hier die Überlappung zu den anderen beiden Access Points gar nicht so groß ist, wie man sie eigentlich haben wollte.
Und genau, das ist einfach ganz wichtig, dass man, wenn das Projekt fertig ist, diese Abnahmemessung macht, um sicherzustellen, dass das Ziel tatsächlich erreicht wurde. Genau, soweit. Das war mein Vortrag. Und ich bin gespannt, ob ihr noch ein paar Fragen habt.
Danke dafür. Ich habe tatsächlich noch eine. Ich glaube, du implizierst, dass das Messgerät die Karte dann kennt, richtig? Also wenn man da die nicht beobachtet. Genau, das habe ich nicht erwähnt. Da liegst du vollkommen richtig. Der Grundriss, der muss als erstes in das Messgerät importiert werden.
Und erst dann kann man in dem Messgerät bitteilen, wo man sich gerade befindet, damit das Messgerät die Möglichkeit hat, dann die Empfangswerte von allen Access Points dort abzuspeichern und grafisch darzustellen.
Danke für den Hinweis. Über was für Messgeräte reden wir da und wie viel Erstgeborene muss ich dem Hersteller geben, dass ich so ein Messgerät kriege? Ja, die Antwort ist Ja. Das sind schon einige Erstgeborene. Es gibt in dem Segment leider keine freie Software.
Wäre zu schön tatsächlich. Ich kenne dort nur kommerzielle Anbieter. Und man redet da tatsächlich über das Messgerät. Das sind ungefähr 3000 Euro, die so ein Messgerät kostet. Plus üppige Jahreslizenzen,
wo auch nochmal ordentlich zugegriffen wird. Also da geht man schon so in die Richtung, bis hin zu 5000 Euro ungefähr für den Start von dem Messgerät und der Softwarelizenz. Und dann kann man halt losgehen und kann halt mit der Software sowohl die Modellierung machen.
Das ist das, was ich am Anfang gezeigt habe. Man hat den Grundriss, man platziert die Access Points und das Programm rechnet einem dann aus, wie weit der Access Point ungefähr reicht mit dem Pegel, den man definiert hat. Das setzt natürlich auch voraus, ich impliziere wieder,
dass man die Wände auch in dem Programm eingezeichnet hat und dem Programm gesagt hat, was das für eine Wand ist, damit eben anhand der Dämpfung berechnet werden kann, wie weit dieser Access Point reicht für den Zielpegel, den man definiert hat. Also genau, dieses Paket Modellierung plus Messgerät
liegt so um und bei 5000 Euro. Da macht es dann wahrscheinlich eher Sinn, also zum Beispiel dich einzukaufen, damit du das für einen machst, damit man nicht in die Software investieren muss und die Hardware wahrscheinlich, oder? Das ist leider so. Das ist das Konzept oder das Modell, das sich da halt auch die Hersteller ausgedacht haben
von diesen Messgeräten. Anders würde das nicht funktionieren, dass die so hohe Preise für die Geräte aufrufen. Genau, ich mache das gerne. Es gibt da selbstverständlich auch noch ein paar andere Leute auf dem Markt, die das auch können. Ich bin nicht der Einzige. Natürlich. Okay, es sind noch Fragen im Chat. Jemand fragt, ob es einen Stromverbrauchunterschied gibt
zwischen PoE bzw. Direct Power. Ich nehme an, dann die Netzteile direkt am Access Point. Ja, genau richtig. Das wäre auch meine Überlegung. Also der Access Point verbraucht natürlich genauso viel Strom, egal woher der Strom kommt. Der Verbrauch des Access Points selber, der Stromverbrauch hängt davon ab,
wie doll der unter Feuer gesetzt wird, also wie viele User, wie viele Geräte gleichzeitig diesen Access Point benutzen und wie hoch der Datendurchsatz da aktuell gerade ist. Ansonsten ist es tatsächlich so, wenn man guckt, der Stromverbrauch von den Netzteilen,
also am Ende des Tages ist es egal, ob ich einen Switch habe, ein Injektor oder ein ganz normales Netzteil. Am Ende steckt überall ein Netzteil drin, also auch im Switch steckt ein Netzteil drin, auch im Injektor steckt ein Netzteil drin. Aber man kann davon ausgehen, dass in einem Switch von mittlerer bis guter Qualität
der Wirkungsgrad von dem Netzteil deutlich besser ist als von dem Netzteil in einem Plastik-Injektor oder in so einem billigen Steckdosen-Netzteil. Also am Ende des Tages hängt der Stromverbrauch tatsächlich davon ab,
wie der Wirkungsgrad von dem Netzteil ist, das verwendet ist. Und der Wirkungsgrad ist halt auch besser, wenn man ein größeres Netzteil für mehrere Geräte benutzt, also das wäre das Netzteil in dem Switch, als wenn man verschiedene Netzteile oder für jeden Access Point ein eigenes Netzteil benutzt, weil jedes Netzteil halt wieder Abwärme hat
und jedes Netzteil wieder halt auch einen Verlust im Wirkungsgrad hat. Genau. Ich hoffe, die Frage ist beantwortet. Wenn nicht, gerne nochmal nachhaken. Okay, es gibt noch eine weitere. Sowas wie FritzWLAN reicht für das HeimWLAN? Ja, ich bin ehrlich, ich verstehe die Frage noch nicht ganz.
Meine Überlegung ist, gibt das so ein bisschen in Richtung dieser FritzRepeater oder da wäre doch meine Hoffnung oder meine Bitte, dass die Frage nochmal ergänzt wird, ein bisschen präzisiert wird. Und ich sehe, da wird gerade getippt. Vielleicht kommt da gleich nochmal was. Ansonsten sind auch die anderen sehr herzlich aufgerufen,
noch Fragen reinzuschreiben. Ah, es gibt die FritzApp. Entschuldigung, falsch vorgelesen. Die kann wohl die Signalstärke anzeigen. Ja, jetzt habe ich die Frage verstanden. Ja, das ist tatsächlich so, das gibt halt für verschiedene Endgeräte unterschiedliche Software,
mit der man die RSSI anzeigen kann. Also das ist der Empfangspegel für das Endgerät, über das ich vorhin gesprochen habe bei der Planung. Und tatsächlich sind diese Apps im Großen und Ganzen für ein groben Richtwerk ganz gut zu gebrauchen. Zur FritzApp konkret sehe ich selber nicht so viel sagen.
Die habe ich selber noch nicht benutzt. Aber es gibt dort, es gibt auch von, wie gesagt, es gibt halt für jedes Betriebssystem, für jedes Gerät, gibt es mindestens eine App, wo man den Pegel anzeigen kann. Und die sind gar nicht so schlecht. Besonders praktisch ist es, wenn man eine Software auswählt,
welche einem halt auch noch anzeigt, welche anderen Access Points empfangen werden können und in welcher Stärke. Weil dann hat man die Möglichkeit, für sich selbst einen Kanal auszuwählen, der von den angrenzenden WLANs entweder gar nicht verwendet wird oder möglichst wenig.
Und dadurch funktioniert das eigene WLAN dann am Ende besonders gut. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich in meiner Privatwohnung einen 5 Gigahertz-Kanal gefunden habe, den keiner von meinen Nachbarn in meiner Empfangsreichweite verwendet. Das heißt, ich benutze diesen 5 Gigahertz-Kanal ganz alleine,
sind nur 20 Megahertz, reicht beim deutschen Internet über VDSL vollkommen aus. Und dadurch ist das WLAN einfach super gut. Ja, schön. Als Android-User kann ich da Wi-Fi-Analyser empfehlen. Ich glaube, für Apple geht das aber nicht. Da hat man, glaube ich, keinen Zugriff auf die tiefgreifenden WLAN-Informationen.
Oder hat sich das mal geändert? Gut, dass du den Android-Teil erklärt hast. Für Apple gibt es tatsächlich eine App direkt von Apple, die heißt Airport. Und an dieser App kann man auch scannen,
welche WLAN-Access-Points das iPhone empfängt und mit welchem RSSI-Pegel empfangen werden. Das ist, wenn man gerade ein iPhone dabei hat, genauso wie unter Android, ein sehr nützliches, hilfreiches Werkzeug. Okay, das wusste ich nicht. Ich dachte, das geht nicht. Cool.
Du hast gerade noch im Nebensatz gesagt, die Kanalbandbreite. Hast du da eine Meinung, ob man lieber 20, 40 Megahertz nehmen sollte? Ich glaube, ab 80 wird es dann eher unpraktisch wahrscheinlich wegen zu viel Überschreitungen. Genau, also das hängt ganz entscheidend davon ab, wie viele Access Points man montieren möchte.
Je mehr Access Points ich montieren möchte, desto eher ist es sinnvoll, eine kleine Bandbreite zu wählen. Also die kleinste Bandbreite im 5-Gigahertz-Band sind ja 20 Megahertz. Und es hängt natürlich auch davon ab, wie viele konkurrierende WLAN-Netze
ich in meiner Umgebung habe. Wenn ich irgendwie freistehend auf dem Land wohne und gar keine Nachbarn empfange, dann kann man durchaus die Kanalbandbreite maximal einstellen. Also es gibt ja 20 Megahertz, 40 Megahertz, 80 Megahertz
und 160 Megahertz Bandbreite im 5-Gigahertz-Bereich. Und wenn E-Platz ist, klar, kann man 160 Megahertz nehmen. Meistens braucht man das aber gar nicht. Also man muss halt auch sehen, es bringt einem in der Regel nichts, wenn der Access Point die Daten schneller übertragen kann, als die eigene Internetleitung,
also der eigene Uplink nach draußen, schnell ist. Ausgenommen natürlich interne Dateiübertragung zwischen dem Endgerät und irgendwelchen lokalen Servern. Da setze ich jetzt gerade oder impliziere ich einfach mal, dass das eher die Ausnahme ist. Was meinst du, Max? Frage beantwortet oder ist da noch was offen geblieben?
Ich bin wunschlos glücklich. Alle Kleiden beseitigt. Super. So. Da gibt es noch einen Hinweis. Möglichst auf Proben-WRT-Kompatibilität achten. Sehr gerne nochmal ergänzen, wenn gewünscht,
welche Kompatibilität genau gemeint ist. Und ansonsten letzter Aufruf für Fragen. Oder? Ich glaube, wir haben jetzt noch 10 Minuten. Genau. Wer noch Fragen hat, immer her damit.
Wahrscheinlich ist Roaming gemeint. Ja, Roaming ist ein Thema. In der Regel entscheiden die Endgeräte, wann sie den Existpoint wechseln wollen. Das ist so, dass der Controller oder das WLAN-System, das aufgebaut wird,
gibt maximal eine Empfehlung an den Client, dass es auf Sicht des Controllers doch jetzt schlau wäre, wenn der Client den Existpoint wechseln würde. Aber am Ende des Tages entscheidet der Client selber, welchen Existpoint er nehmen möchte. Da können halt, abhängig vom Client, wenn er schlecht
gemacht ist, oder auch wenn man mehrere überlappende Funkzellen hat, die einen ähnlichen Pegel haben, können da halt auch mal Fehlentscheidungen rauskommen, dass der Client dann zu einem Existpoint wechselt, der eigentlich gar nicht so günstig für ihn ist.
Okay, dann habe ich noch eine Frage. Hast du als jemand, der auch mit kommerziellen Lösungen viel Erfahrung hat, eine Meinung zu Unify, die du öffentlich verkünden wollen würdest? Meine persönliche Meinung ist, dass die Unify-Geräte
mindestens für den Privatbereich sehr passable Geräte sind. Ich sehe da tatsächlich, wenn man es gut und günstig möchte, keinen Grund, diese Geräte nicht verwenden zu wollen. Allerdings ist es
auch so, dass man, dass es mit, weiß ich nicht, je nachdem, wie knapp das Budget ist, wenn man da irgendwie ein bisschen mehr drauflegt, kommt man dann auch schnell zu kommerziellen Einstiegsgeräten, die halt auch vollkommen okay sind. Wenn du magst, ergänzt du doch sonst auch gerne nochmal deine Meinung zu den Unify-Geräten, zu den Unify-Existpoints.
Wir nutzen die im Freifunk relativ viel, also hauptsächlich im Outdoor-Bereich. Und in letzter Zeit gab es mit der Software tatsächlich einige Probleme. Ich glaube, mit dem 6er-Controller am Anfang lief das gar nicht gut. Da fühlte man sich als Benutzer, als Alpha-Tester und es reift beim Kunden. Und wir sind jetzt auch dazu übergegangen, dass wir die Firmware auf den Geräten
selber wieder gedowngraded haben in vielen Ballungsräumen, auch Indoor, wenn wir auch ein paar Unterkollekte für geflüchtet haben. Und da haben wir gesehen, dass die Existpoints meistens eine Reboot- und eine Uptime von so 10, 16 Minuten hatten. Und dann wurden die wohl, vermuten wir, gebootet, weil sie nicht mehr funktioniert
haben. Also wahrscheinlich hat vor Ort jemand ein Kabel gezogen. Und seit wir die Firmware jetzt wieder gedowngraded haben, ist da Ruhe. Das heißt, es funktioniert schon, aber ich mache mir da so ein bisschen Gedanken um die Zukunft, wie das so weitergeht, denn die Software-Qualität in letzter Zeit war durchgewachsen. Und ich bin da tatsächlich auf der Suche nach Alternativen. Da können wir uns gerne nach dem
Vortag nochmal über all seine Themen unterhalten. Den Teil habe ich tatsächlich nicht mitbekommen, dass Unify da in letzter Zeit Schwierigkeiten hatte. Du betreibst da deutlich mehr Unifies, denke ich, als ich das tue. Ich bin da im beruflichen Umfeld tatsächlich auf einem kommerziellen Hersteller.
Genau, deswegen hast du da einfach mehr Erfahrung. So, kennt eventuell jemand Open-WRT-Geräte mit gutem Wi-Fi 6 Support?
Ich kann da leider keine Geräte anbieten. Aber wird die Frage tatsächlich gerne nochmal klären, ob ich da was finde. Und eventuell werde ich das dann irgendwie auf dem Twitter-Stream posten. Ihr findet mich bei Twitter unter at Telefon Tuning. Oder aber,
weiß ich nicht, Max hat vielleicht noch einen Hinweis, wie man hier im Nachgang nochmal Informationen nachschieben kann, wenn wir da ein schickes Open-WRT-Gerät mit Wi-Fi 6 finden. Ich denke, Twitter ist da noch die beste Idee. Also wir als Froskon werden es wahrscheinlich eher nicht twittern können. Als Network-Track
kann ich das tatsächlich dann retweeten, wenn ich sehe. Das heißt, wenn du was hast, wenn du was getwittert hast, hau mich an, dann kann ich es unter Network-Track noch weiter verbreiten. Aber das ist der beste Kanal. Das wäre dann mein Hinweis an Gratuxury. Einfach in der nächsten
Zeit nochmal den Twitter-Stream vom Froskon Network-Track beobachten. Wenn wir was finden, dann wirst du das da auch lesen können. Ja, jetzt kurz vor Schluss kommen doch nochmal einige Fragen rein, finde ich gut. Die Frage, wie viele SSIDs machen Sinn, dass man sich nicht gegenseitig die Airtime
wegnimmt. Frage bezüglich verschiedene Faularns, je SSID, gibt es da eine Daumenregel. Also was auf jeden Fall Sinn macht, ist eine Gäste-SSID und dann eine SSID für Unternehmensgeräte, die
halt auch geschützt und kontrolliert sind mit Endpoint-Protection. Und dann ansonsten empfiehlt es sich auch eine eigene SSID anzulegen für Spezialgeräte. Also hier habe ich nochmal den Lager-Scanner zum Beispiel. Und wenn ich solche
Spezialgeräte habe, dann empfehle ich dafür eine eigene SSID anzulegen und das halt auch mit einem eigenen Faularn zu versehen. Ich sag mal, es sind selten, dass man mehr als 3-4 SSIDs benötigt.
Genau, richtig. Deswegen ist das so meine Daumenregel. Mit 3-5 SSIDs kommt man meistens aus. Machst du da einen Unterschied zwischen 2,4 und 5 Gigahertz? Das habe ich häufiger mal gesehen, dass man dasselbe Netz quasi einmal als 2,4 einmal als 5 Gigahertz mit unterschiedlichen Namen, also SSID-Namen
ausstrahlt. Für einen Gäste-Wi-Lan würde ich da keinen Unterschied machen. Da würde ich dann tatsächlich dem Gerät das selbst überlassen, welches Band es benutzen möchte.
Jetzt ist einfach ein gutes Beispiel tatsächlich der Lagerscanner. Da macht das schon Sinn zu gucken, in welchem Frequenzband das Gerät besser funktioniert und dann die SSID dementsprechend zu konfigurieren, dass die SSID entweder nur das
1,5 Gigahertz, also zum Beispiel nur 2,4 Gigahertz anbietet, falls der Lagerscanner gar kein 5 Gigahertz Band kann. Oder aber zumindest, wenn der Lagerscanner beide Bänder kann, aber ein Band besser, das halt priorisiert wird in der Konfig.
Noch mehr Fragen. Wie sieht es mit Optimierungen
für sehr große Installationen aus? Umso größer das Layer-2-Netz, umso schlimmer dürfte das Broadcast-Rauschen sein. Was kann man da machen? An der Stelle, wenn ich ehrlich, das Problem hatte ich noch nicht. Max, kannst und willst du dazu was sagen? Kann ich.
In größeren Controller-Lösungen, also ich kenne es von Cisco, was wir früher an der Uni hatten, werden Multicast und Broadcast in Unicast umgewandelt. Ich glaube auf dem Access-Points, ich glaube da ist die Logik mit in den Access-Points und in den Controllern drin, dass man eben das Broadcast-Rauschen auf der Luft quasi
verkleinert und zusieht, dass man das nur an die Endgeräte rausschickt, die es auch wirklich brauchen, gerade bei Unicast. Das braucht gegebenenfalls ein schlaues Netz zwischen Controller und Access-Point. Wenn man richtig Pech hat, braucht man dafür dann Multicast-Routing. Also das ist aber ein Thema voller Missverständnis und ein eigenes solches.
Also es ist ein Problem. Es gibt Lösungsansätze, die schaffen gegebenenfalls neue Herausforderungen. Das ist wahrscheinlich aber herstellerspezifisch. Ja, genau. Hier ist die Frage nochmal, nochmal eine Nachfrage bezüglich der SSIDs. 3-5 SSIDs je Band oder insgesamt, also ich komme in der Regel mit 3-5
SSIDs insgesamt aus alle Bänder. Nochmal natürlich der Hinweis, dass man jetzt mit WLAN 6 auch noch ein neues Band dazu bekommen hat.
Da muss man sich überlegen, ob es einem das wert ist, den teuren neuen Scheiß zu kaufen. Der Vorteil ist natürlich, wenn man die allerneueste Hardware benutzt, welche auch ein neues Band zur Verfügung hat, dass man dort dann erstmal am Anfang alleine ist und da erstmal
die Hoheit auf den Kanälen hat, solange bis dann die Nachbarn auch irgendwann auf WLAN 6 aufrüsten und eventuell auch die neuen Kanäle im neuen Band benutzen.
Okay, wir nähern uns dem Ende. Wir können ein bisschen überziehen. Das ist nicht schlimm. Wir haben eine halbe Stunde Pause. Falls es also noch Fragen gibt, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt sie zu stellen. Durch, das
ist nicht der Fall. Dann nochmal ganz vielen Dank für den interaktiven und hochinteressanten Vortrag. Ich habe viel dabei gelernt.
Ich bedanke mich auch. Großen Dank tatsächlich an alle, die mich unterstützt haben. Danke an Max. Danke an das ganze Team von Froskon an jeden Einzelnen, der hier auch dieses Jahr wieder mitgeholfen hat, die Froskon möglich zu machen. Das sind doch die perfekten Schlussworte.
Dann würde ich sagen, schließen wir den Slot und sehen uns vielleicht gleich wieder zur Keynote. Klasse. Tschüss. Macht's gut.