Neue Wege für Digitale Teilhabe
This is a modal window.
Das Video konnte nicht geladen werden, da entweder ein Server- oder Netzwerkfehler auftrat oder das Format nicht unterstützt wird.
Formale Metadaten
Titel |
| |
Untertitel |
| |
Serientitel | ||
Anzahl der Teile | 43 | |
Autor | ||
Lizenz | CC-Namensnennung 3.0 Deutschland: Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt zu jedem legalen Zweck nutzen, verändern und in unveränderter oder veränderter Form vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen. | |
Identifikatoren | 10.5446/56170 (DOI) | |
Herausgeber | ||
Erscheinungsjahr | ||
Sprache |
Inhaltliche Metadaten
Fachgebiet | ||
Genre | ||
Abstract |
|
18
25
38
41
00:00
Computeranimation
00:25
Computeranimation
07:28
Computeranimation
Transkript: German(automatisch erzeugt)
00:00
Ich stelle jetzt noch mein eigenes Förderprogramm vor. Wissenswandel. Ups. Unter dem Stichwort Neue Wege für digitale Teilhabe. Beispiele guter Praxis aus dem Förderprogramm Wissenswandel. Digitalisierungsprogramm für Bibliotheken und Archive im Rahmen von Neustart Kultur.
00:21
Gefördert von der Bundespreistagten für Kultur und Medien. Genau. Und wie Sie sehen, dieses Programm richtet sich an Bibliotheken und Archive. Den Teil der Archive werde ich jetzt mal vernachlässigen und mich auf die Bibliotheken konzentrieren.
00:40
Was ist der Hintergrund dieses Programmes und die Stoßrichtung? Noch mal eine Abgrenzung zu den beiden anderen. Das wurde eben schon angesprochen. Hier geht es wirklich darum, um die Folgen der Corona-Pandemie auf dem Kulturbereich abzumildern und den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland zu ermöglichen. Wenn wir uns noch mal dran erinnern,
01:01
was waren eigentlich die Auswirkungen der Pandemie auf die Bibliotheken? Hier habe ich mal so eine ausschnittartige Pressemitteilung aus Berlin. Am 13. März letzten Jahres wurden alle öffentlichen Bibliotheken geschlossen. Zwei Wochen später kam die Nachricht vom Verbund,
01:24
digitale Angebote sind ab sofort drei Monate kostenlos erhältlich oder nutzbar. Danach folgten auch noch weitere Schließungen. Und auch eine Verlängerung dieses Angebotes. Hier haben wir natürlich auch eine Einrichtung oder ein Verbund, der hier schon gut aufgestellt war
01:40
und auch sofort mit seinem digitalen Angebot einspringen konnte und seine Leistung für die Bevölkerung weiterhin erbringen konnte. Das ist ja gar nicht in der gesamten Bibliothekslandschaft der Fall. Und nach und nach wurden auch immer mehr weitere Vermittlungsformate ins Digitale übertragen. Und es folgten ja auch noch weitere Schließungen und Öffnungen.
02:04
Und momentan sieht das ja gut aus, aber weiterhin wissen wir ja nicht, wie es weitergehen wird. Wissenswandel ist nun Teil dieses großen Programmes Neustart Kultur. Anfangs war das Programm sehr kurz angesetzt,
02:20
bis Ende 2021 mit 10 Millionen Euro. Dann haben wir im Herbst letzten Jahres die Antragsphase durchlaufen innerhalb von sechs Wochen. Dann gab es einen sehr hohen Antragsvolumen. Und so mussten wir das Programm oder diese Antragsphase auch frühzeitig stoppen. Aber der Bedarf war so hoch und auch bedingt durch die weiteren Schließungen,
02:44
also die weitere Dynamik der Pandemie, dass hier noch einmal auch durch Verhandlungen des DBV die Fördersumme insgesamt aufgestockt werden konnte. Dann verdoppelt werden konnte auch 20 Millionen Euro, die uns aktuell zur Verfügung stehen. Für die Einrichtungen und damit einher geht auch eine Verlängerung
03:01
der Laufzeit des Programmes von Dezember 2021 hin bis sogar Mitte 2023. Das gilt jetzt für uns hier beim DBV. Wir können ein Großteil dieser Verlängerung weitergeben an alle Projekte vor Ort, die jetzt bis Oktober 2022 ihre Projekte durchführen können.
03:21
Was noch einmal einen enormen Zeitgewinn darstellt und auch insgesamt sehr positiv aufgenommen wird. Also das Programm entwickelt sich hier sehr dynamisch eigentlich entsprechend zur Pandemie. Was sind jetzt die Ziele von Wissenswandel? Das sei ganz kurz genannt hier aus diesen Fördergrundsätzen, die es ja für alle Programme gibt.
03:42
Das können Sie auch genauer nachlesen auf unserer Website. Das große Ziel ist hier eben vom Wissenswandel neuartige Angebote der Wissensvermittlung und der Zugänglichmachung des schriftlichen Kulturgutes und der Medienbestände zu entwickeln. Und ein nachhaltiges, ein hybrides Angebotsportfolio aus
04:03
digitalen und analogen Services dauerhaft und flächendeckend zu implementieren. Also es geht nicht nur ums Digitale, sondern es geht immer... Sein Ziel ist immer die Weiterentwicklung des Digitalen und des Analogen. Förderbereiche kennen die meisten vielleicht auch schon,
04:22
die sich mit dem Programm beschäftigt haben. Hier sehen Sie noch mal kurz einen Ausschnitt aus unserem digitalen Antragsformular, wo man auswählen kann. Die Besonderheit war auch, man kann die verschiedenen Förderbereiche kombinieren. Für Bibliotheken sind insbesondere drei Bereiche interessant. Das ist sozusagen der Auf- und Ausbau des digitalen Medienangebots,
04:44
also Stichwort e-Medien, e-Learning. Dann der Bereich der Vermittlungsangebote, was ein breites Spektrum abdeckt von Workshops und Vorträgen über auch die Einrichtung von Kreativräumen und Fortbildung für Beschäftigte und der große Bereich der Infrastruktur
05:00
als Grundlage für die digitalen Vermittlungsangebote. Der Bereich drei, die Digitalisierung von Beständen, ist vor allem ein Bereich, in dem Archive sich bewerben und auch gefördert werden. Noch mal ein Stichwort zum Thema Geld. Sagen diese 20 Millionen Euro Förderung, da gehen ja noch unsere Projektkosten von ab,
05:20
aber die Fördermittel, die wir weiterleiten, sind gleich aufgeteilt auf Bibliotheken und Archive. Rund ein Teil, zehn Prozent der Fördermittel, ist reserviert für sogenannte Leuchtungprojekte. Hier haben wir die Besonderheit, dass Einrichtungen ihre Projekte selbst als Leuchtturm labeln konnten. Genau nicht alle davon kommen durch.
05:40
Der Fachbeirat sieht sich das natürlich genau an und sieht hier aus, was es tatsächlich als Leuchtturm zu kennzeichnen. Aber wir identifizieren auch wirklich viele Projekte, die wir als modellhaft bezeichnen für Einrichtungen ihrer Größenordnung, was denn wirklich Beispiele einer guten Praxis sind, die auch gut adaptiert werden können.
06:04
Die Antragslage, das hatte ich schon genannt, es gibt einen sehr hohen Bedarf bei diesem Programm. Es waren ja auch sehr gute Förderbedingungen tatsächlich hier in diesem Programm, um die Pandemie abzumildern. Wir haben seit dem Dezember 581 Anträge gehabt mit einer Förderwohnung von 22,8 Millionen Euro.
06:24
Aktuell fördern wir schon 339 Projekte. Davon sind 112 Archive, also ungefähr ein Drittel Archive, zwei Drittel Bibliotheken und zwei Einrichtungen auch aus dem Bereich der Aus- und Fortbildung aus diesen beiden Bereichen. Also wir fordern, hier sieht es so aus in der Anzahl,
06:42
natürlich doppelt so viele Bibliotheken wie Archive. Das hängt aber einfach mit den Fördersummen zusammen. Die Digitalisierungsprojekte von Archiven sind weitaus hochpreisiger als die Projekte der Bibliotheken. Die Bewilligungsphase ist noch nicht abgeschlossen.
07:00
Das heißt, es werden durchaus noch mal weitaus mehr Projekte dazukommen. Das hängt damit zusammen, dass diese Umstellung des Programms auf den neuen Bewilligungszeitraum für die Projekte bis 2022. Diese Umstellung müssen wir im gesamten Programm implementieren. Da muss man dann nacharbeiten, dass die Projekte überjährig durchgeführt werden können.
07:22
Und sobald das geschehen ist, können wir das zu Ende bewilligen. Ich habe jetzt hier einige Beispiele genannt. Dadurch, dass wir unser Programm noch nicht abgeschlossen haben, finden Sie auch noch nicht die vollständige Liste der geförderten Projekte auf unserer Webseite.
07:42
Genau, wir haben auch hier den Bereich des digitalen Medienangebots, der ja mit 100 Anträgen eher so ein Bereich war, wo nicht so viele Anträge einging, eigentlich wie erwartet, würde ich sagen. Aber auch hier sieht man, wir haben Bibliotheken dabei,
08:01
die anfangen und hier einsteigen in den Bereich E-Medien. Andere, die wirklich den Bereich ausbauen. Und zwar um unterschiedlichste Angebote, Musik- und Filmstreamingangebote, E-Books, E-Audios, Musiknoten etc. Und auch im Bereich E-Learning fördern wir viele Einrichtungen,
08:21
die hier Sprachlernkurse anbieten oder auch andere Selbstlernkurse im Bereich der beruflichen Aus- und Fortbildung. Und hier sieht man auch noch mal, dass hier Bibliotheken sich bemühen, auf wirklich strategisch bei dem Auf- und Ausbau vorzugehen. Ich sage hier diese erhöhte Nachfrage, während der Schließung gerecht zu werden, aber auch neue Zielgruppen zu gewinnen.
08:45
Dann den Bereich Infrastruktur als Grundlage. Für digitale Vermittlung fördern wir auch eine ganze Bandbreite unterschiedlicher technischer Geräte. Das sind genau Selbstverbucheanlagen, Software für zeitgemäße Bibliothekswebseiten und Raumbuchungssoftware, mobile Laptop-Arbeitsplätze,
09:04
Tablets, E-Book-Reader, Bibliothek der Dinger. Und auch den Ausbau von WLAN- und Netzwerktechnik, was ja die Grundlage ist, um überhaupt in diesen Bereich einzusteigen. Und hier sieht man an den Anträgen auch noch mal, also wir hatten bei den Anträgen von den 580,
09:23
gab es über 220 Anträge allein in diesem Bereich Infrastruktur. Also das zeigt auch das, was Herr Winkelmann auch schon gesagt hat, nämlich dass hier ein Bedarf noch vorher sehr groß ist und der natürlich erst mal angegangen werden muss.
09:40
Hier haben wir, habe ich noch mal aufgelistet, was es eigentlich bedeutet, was auch Argumente sind, die in den Anträgen immer angeführt werden. Nämlich, dass eine zeitgemäße Infrastruktur natürlich die Angestellten von den alltäglichen Routinetätigkeiten entlastet und dadurch werden natürlich neue Kapazitäten frei, die man in die Bereiche Beratung und Vermittlung investieren kann.
10:04
Für die Nutzerin ermöglicht, sagen das natürlich, erst mal eine kontaktarme Nutzung, zum Beispiel durch die Selbstverbohrer oder eben auch durch eine multifunktionale Webseite und auch die eigenständige Nutzung der Angebote, indem ich natürlich vor Ort zum Beispiel selbstständig ausleihen kann,
10:21
verlängern kann, bezahlen kann. Und dazu kommt noch mal als wichtigen Punkt, sagen für die Aufgabe der Herstellung von Chancengerechtigkeit, ist natürlich hier der Zugang zu moderner Technik, der natürlich gerade in der Pandemie noch mal, sozusagen eine besondere Dringlichkeit erfährt und Bibliotheken ermöglichen dann nicht nur vor Ort
10:41
den Zugang zu Technik, sondern gehen natürlich mit ihren Angeboten auch in Kindertagesstätten oder in Schulen und können das, wenn sie zum Beispiel hier einen ganzen Klassensatz von Tablets bei uns gefördert erhalten, noch mal besser machen und ihre Angebote in den Einrichtungen vor Ort vorstellen und dort Medienkompetenztrainings durchführen.
11:03
Was sind noch mal Beispiele für den Förderbereich Infrastruktur? Wie gesagt, ein Großteil liegt in der mobilen Endgeräte für die Nutzung vor Ort zum Testen und aber auch zum Verleihen. Und dann haben wir hier zum Beispiel noch mal ein Beispiel aus Schmalkalden, die innerhalb ihres Kreativraums
11:21
einen Bereich für Arbeiten und Lernen einrichten. Da fördern wir die Ausstattung und die Idee ist hier, dass Jugendliche hier im Rahmen von Homeschooling die Angebote nutzen können, andererseits aber auch dass Erwachsene dann hier an Videokonferenzen teilnehmen können oder Maßnahmen der Aus- und Fortbildung.
11:44
Gleichzeitig erhalten sie aber auch noch im Bereich der Vermittlung Technik, um ihre eigenen Angebote streamen zu können, sodass diese von zu Hause aus angesehen werden können. Etwas anders gelagert, das Projekt kommt aus dem Rhein-Neckar-Gebiet von dem Verein Metropolecard-Bibliotheken Rhein-Neckar e.V.
12:02
Hier fördern wir das Projekteinrichtung eines Rechercheportals. Hier hat so man dieser Verein der Länder übergreifend arbeitet. Da sind 37 Bibliotheken zusammengeschlossen, die jetzt dieses Rechercheportal, diese digitale Anwendung, neu entwickeln lassen. Und diese Anwendung läuft dann auf allen technischen Geräten
12:23
und ermöglicht hier die Metersuche nach Beständen in diesen 37 Bibliotheken und nach der Verfügbarkeit. Hier können die Leser auf ihr Konto zugreifen, also ein Ausleihen vormärken lassen, Dinge ausleihen. Und sie sehen auch durch die integrierten Landkartenfunktion
12:42
was ist die nächste Bibliothek, die ihnen dieses Angebot hat, was ich gerne möchte. Und der Verein möchte hier insbesondere auch noch mal den unterschiedlichen Bedingungen und Lebensverhältnissen in der Stadt und auf dem Land gerecht werden. Und diese dann allen die gleichen Teilhabechancen ermöglichen.
13:04
Und Förderbereich zwei, Vermittlung. Da gab es insgesamt 77 Anträge. Also eher im Verhältnis zur Infrastruktur weniger. Das kann natürlich auch zusammenhängen mit der aktuellen Lage, mit den Schließungen und auch mit dem Thema,
13:22
dass man erst mal Infrastruktur aufbauen muss, um danach entsprechende Vermittlungsangebote konzipieren zu können. Nichtsdestotrotz gibt es hier auch Projekte, die wir fördern, die Workshops und Vorträge planen, Veranstaltungsfeind für unterschiedliche Zielgruppen. Manche davon fokussieren mehr auf den Bereich Robotik, auf Coding.
13:43
Andere auf Gaming und die Einrichtung von so Gaming Areas in ihrer Bibliothek. Andere fördern auch noch mal diesen Faktor Raum. Den hat ja Herr Winkelmann auch besonders vorgestellt für den ländlichen Raum. Wir haben natürlich eine ganze Bandbreite von Bibliotheken aus großen und kleinen Städten.
14:02
Und da sieht es ganz unterschiedlich aus. Ein Beispiel für ein gutes, ein beispielhaftes Projekt oder modellhaftes Projekt kommt aus der Stadtbibliotheke Waldenburg. Mit dem Titel ist Silver Surfer starten durch. Hier haben wir ein schönes zielgerichtetes,
14:22
also zielgruppengerechtes Angebot für die Besucherinnen und Besucher Y50. Und hier geht es um eine Veranstaltungsreihe zur Förderung von Medienkompetenz. Der Bedarf für die Reihe hat sich innerhalb der Bibliotheksarbeit gezeigt. Die Bibliothek wird immer als Ansprechperson in technischen Fragen genutzt.
14:42
Daraus entstand die Idee, hier ein Angebot zu entwickeln. Und dieses Angebot soll in Präsenz durchgeführt werden, sofern möglich, wenn nicht in den digitalen Raum gelegt werden. Und hier ist eine Kombination aus Kurzvertrag und Workshop angedacht. Und auch Geräte werden dann zur Verfügung gestellt,
15:01
an die man das erlernte sofort anwenden kann. Und man kann die Geräte auch mit nach Hause nehmen. Besonders ist auch, dass hier in die Veranstaltungsreihe Schülerinnen und Studentinnen eingebunden werden sollen, als Begleitung, um so auch noch mal einen intergenerationalen Austausch zu ermöglichen. Und aus dieser Reihe soll zusätzlich auch noch ein Web 2.0-Treff entstehen,
15:25
um diesen einmal gewonnenen Kreis und die Arbeit zu verstetigen, dass sie dann nach Ende der Projektlaufzeit auch weitergeführt wird. Und zu guter Letzt nenne ich noch mal einige Beispiele auch für die Stärkung des physischen Raums.
15:42
Das ist ja ein Erfolgsfaktor. Ohne den Raum ist es auch wichtig, um die eigene digitale Strategie umzusetzen. Und hier gab es die Möglichkeit, Kreativräume, Makerspaces, Werkstätten, Media-Labs usw. fördern zu lassen. Und ein Beispiel ist hier von der Stadtbücherei Münster,
16:03
das Digitales Kreativ-Lab 247. Was steckt dahinter? Hier haben wir eine Kombination aus Vermittlungsangebot und Bibliothek der Dinge in einem Raum. Das heißt, der Raum wird eingerichtet und die Bibliothek der Dinge, die sich aus Werkzeugen, aber auch aus digitaler Technik zusammensetzt,
16:22
ist dieses Kernstück. Hier finden dann einerseits ein Vermittlungsangebot der Einrichtungsstadt. Andererseits ist auch die Idee, dass dieser Raum durch die Nutzerinnen selbst gestaltet wird und ein Ort des Zusammenkommens, des Kreativwerdens sein soll. Gleichzeitig, sobald dieses Vermittlungsangebot beendet ist,
16:43
stehen die Dinge, die aus der Bibliothek der Dinge kommen, für den Verleih zur Verfügung. Und um mit der Technik zu Hause richtig umgehen zu können, möchte die Einrichtung noch ein Hilfsangebot online zur Verfügung stellen, also Tutorials, und eine Wissensdatenbank aufbauen.
17:06
Daneben haben wir noch ein etwas anders gelagertes Projekt zum Thema Raum oder auch Mobilarraum, nämlich von der Uwe-Johnson-Bibliothek, den MakerSpace2Go. Die Bibliothek hat hier ein Angebot entwickelt,
17:22
den MakerSpace, dass der auch in der eigenen Einrichtung funktioniert, aber auch mitgenommen werden kann in andere Bildungseinrichtungen, in Seniorenfreizeitstätten, in Schulen, in Kitas. Und dafür gibt es dann einen Rollkoffer und einen Buchsack, auch zusammen mit der Technik, die hier ein Teil dieses MakerSpaces ist.
17:43
Und damit möchte sie eben Vermittlungsangebote durchführen. Und nicht nur selber durchführen, sondern auch diesen MakerSpace2Go als Verleih anbieten, zusammen aber auch mit Anleitungen, wie man den gut einsetzen kann.
18:01
Und zu guter Letzt haben wir noch ein Beispiel aus der Stadtbücherei Frankfurt am Main. Frankfurt am Main ist auch ein Leuchtungprojekt und setzt verschiedene Maßnahmen im Rahmen dieses Programms um. Das ist einerseits, sozusagen erhalten Sie eine mobile Endgeräte für die Umsetzung eines Vermittlungskonzeptes,
18:21
was vor allem vorsieht, dass mobile Teams in Schulbibliotheken arbeiten und Medienkompetenzworkshops in den Schulen abhalten. Das andere ist hier die digitale Transformation einer klassischen Musikbibliothek. Nämlich, sie wird erweitert durch ein Musikstudio. Und in diesem Musikstudio ist es eben für verschiedene Vermittlungsangebote statt,
18:45
die dann auch in Kooperation noch mit Einrichtungen der Musikszene in Frankfurt oder der Musikproduktion durchgeführt werden sollen. Also die Bibliothek möchte hier noch mal weiter sich vernetzen in die Stadt hinein entlang des Themas Musik.
19:02
Und was hier stattfinden soll, ist eben Angebote, erst mal Technik zur Musikproduktion kennenzulernen und auch selbst in die digitale Musikproduktion einzusteigen und eigene Stücke aufzunehmen.
19:21
Und zu guter Letzt ist hier, bei Wissenswandel ist vielleicht auch noch mal der Unterschied zu anderen. Wir fördern ja zum Teil auch Dinge, die die anderen beiden großen Programme auch in ihrer Förderung ermöglichen. Die große Chance ist eben hier noch mal die eigene Digitalisierungsstrategie voranzutreiben.
19:41
Und die Chance ist auch, dass es dann hier sehr gute Förderbedingungen gibt. Es gibt zwar keine Vollfinanzierung, wie bei Total Digital, aber es gibt doch sehr gute Höchstfördersummen von bis zu 50.000 Euro im Bereich der Infrastruktur oder 100.000 Euro im Bereich der Vermittlung. Und die Einbeteiligung beträgt 10%.
20:02
Was auffällt, was Herausforderungen sind, ist natürlich, um eine digitale Strategie umzusetzen. Auch in Projektform muss diese erst einmal ausformuliert sein. Und da merken wir bei vielen Anträgen, dass hier auf jeden Fall noch Luft nach oben ist, sage ich mal. Hier gibt es sozusagen noch Bedarf.
20:21
Wie setze ich eigentlich eine passende, für meine Einrichtung passende Strategie auf? Und eine andere Herausforderung dazu ist ja noch, Digitalisierung ist ja nicht das einzige Thema. Daneben gibt es Strategien der Nachhaltigkeit, die hier auch im Rahmen des Bibliothektags sehr diskutiert wurden, und der Diversität.
20:41
Aktuell haben wir im Programm nur das Thema digitale Barrierefreiheit, was sich auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bezieht. Aber es gibt ja natürlich noch andere Diskriminierungsmerkmale, die es einzubeziehen gilt in der eigenen Bibliotheksarbeit. Und wie diese drei Strategien zur Umsetzung dieser Themen
21:02
verbunden werden können, ist ein Feld, in dem man auf jeden Fall noch weiter arbeiten kann.
Empfehlungen
Serie mit 7 Medien