Von den Stammfunktionen F(x) einer Funktion f(x) - Grundlagen der Integralrechnung
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Formal Metadata
Title |
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Title of Series | ||
Part Number | 38 | |
Number of Parts | 44 | |
Author | 0000-0002-4319-5413 (ORCID) | |
Contributors | ||
License | CC Attribution - NonCommercial 3.0 Germany: You are free to use, adapt and copy, distribute and transmit the work or content in adapted or unchanged form for any legal and non-commercial purpose as long as the work is attributed to the author in the manner specified by the author or licensor. | |
Identifiers | 10.5446/17888 (DOI) | |
Publisher | 0000-0002-4319-5413 (ORCID) | |
Release Date | ||
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Content Metadata
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Interface (chemistry)Integral calculusAntiderivativeSineVelocitySubstitute goodIntegration by partsEquationIntegral calculusCurveProbability theoryFunction (mathematics)Lösung <Mathematik>BerechnungFactorizationInterface (chemistry)INTEGRALIntegral calculusBoltzmann equationDifferential calculusKinetische GastheorieSineIntegration by partsSineAntiderivativeLogical constantParameter (computer programming)MassDerived set (mathematics)GeschwindigkeitsverteilungUnbestimmtes IntegralNatürlicher LogarithmusNegative numberExponential functionSurfaceInfinite setStandard deviationNormal distributionAverageLogarithmMeeting/Interview
Transcript: German
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Wir können die Integralrechnung
nutzen, um eine Fläche (hier mit S gekennzeichnet) zwischen einer
Funktionen und der x-Achse in den Grenzen a und b zu ermitteln.
Wir sprechen dann von dem "bestimmten Integral". Wir kürzen
folgendermaßen ab: Integral von a
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nach b der Funktion f(x) dx. Wir müssen zur Berechnung die Stammfunktion
F(x) ermitteln, in diese Stammfunktion die beiden Argumente
a und b einsetzen und die Differenz F(b)-F(a) bilden. In der
Wissenschaft ist es nicht selten,
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dass man Flächen unter Kurven
ermittelt, etwa bei diesem Gaschromatogramm (GC): Die sog. Peak-Flächen sind ein Maß dafür,
wie viel Analyt vorliegt. Zu einer gegebenen Funktion f(x) (hier
blau gezeichnet) gibt es eine unendliche Menge von Stammfunktionen
F(x) (rot gezeichnet). Die blaue
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Funktion ist die Ableitung jeder
der roten Funktionen, gibt also die Steigung der roten Funktionen an.
Dort wo die blaue Funktion negative Werte besitzt, (etwa
zwischen 3,2 und 6,2) zeigen die roten Funktionen eine negative Steigung.
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Dort wo die blaue
Funktion positive Werte besitzt, (zwischen 0,2 und 3) zeigen die roten Funktionen eine positive Steigung. Die roten Funktionen
unterscheiden sich voneinander nur durch eine Konstante C, der
sog. Integrationskonstante. Der Ausdruck Integral f(x) dx heißt
"unbestimmtes Integral" und besitzt
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als Lösungen die Funktionen
F(x)+C. Die wichtigsten Stammfunktionen sollte man auswendig
kennen: die Stammformationen für f(x)=x^n lauten 1/(n+1) * x^(n+1)
+ C Diese Gleichung gilt für alle
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Werte von n Außer für n=(-1). Für n=(-1) also die Funktion
f(x)=1/x lauten die Stammfunktionen ln(x) + C Die Stammfunktionen
des Sinus sind (- cos(x)) + C.
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die Stammfunktionen des Cosinus
sind sin(x)+C. Die Stammfunktionen des Tangens sind (-ln
cos(x)
)+C. Am einfachsten sind die
Stammfunktionen der e-Funktion sie lauten e hoch x plus C. Die
Stammfunktionen des natürlichen
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Logarithmus von x sind x*ln(x)-x+C. Ganz besondere Bedeutung haben
die Integrale der GAUSSschen Glockenkurven in der
Wahrscheinlichkeitsrechnung. Diese Funktionen sind symmetrisch um den Mittelwert f(quer).
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Wenn wir das gesamte
Integral der Funktion (von minus unendlich bis plus unendlich)
zu 100 % setzen, dann liegen in einem Intervall von (f(quer)-s)
bis (f(quer)+s) 68 Prozent der Gesamtfläche. (s ist die sog. Standardabweichung) Wenn wir das
Intervall auf (f(quer)-2s) bis
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(f(quer)+2s) ausdehnen, liegen
schon 95,5 % der Gesamtfläche im Intervall. und zwischen
(f(quer)-3s) und (f(quer)+3s) liegen schon 99,7 % der Gesamtfläche.
In der kinetischen Gastheorie beschreibt die MAXWELL-BOLTZMANN-Gleichung die Geschwindigkeitsverteilung
in einem Gas. Durch Integration
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dieser Funktion können wir
z.B. ermitteln, wie viele Teilchen eine gewisse Mindestgeschwindigkeit
besitzen. Für die Integration komplizierterer Funktionen
gibt es einige Regeln: Es gilt die Additionsregel - Integral
(u(x)+v(x)) dx = Integral u(x) dx
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+ Integral v(x) dx Man hat also
summandenweise integrieren. Es gilt die Faktorregel: Integral
(C * u(x) dx) gleich C * Integral (u(x) dx) Einen konstanten Faktor kann man vor das Integral ziehen.
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Häufig kann man sich die Integration durch Substitution erleichtern. Gegeben ist eine
Funktion u(v). Wir wollen das Integral u(v) dx ermitteln. Die
Ableitung dv/dx ist v´. Umgestellt nach dx ergibt sich dx = dv/v´ Eingesetzt in das ursprüngliche Integral haben wir die Integrationsvariable
dx durch die Integrationsvariable
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dv substituiert. Aus
der Produktregel für die Differentiation können wir eine Regel für die Integration ableiten - die sog. partielle Integration:
Wenn wir eine Funktion als u(x) * v´(x) formulieren können, dann
gilt Integral (u(x) * v´(x))
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gleich u(x) * v(x) minus Integral
(u´(x) * v(x)) (Zusammenfassung: Integrationsrechnung) Hier noch
einmal das Basis-Handwerkszeug für die Integration: Sie sollten
die wichtigsten Stammfunktionen
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auswendig kennen (die
Stammfunktionen von x hoch n, von 1 durch x, von Sinus, Cosinus und
Tangens, von e hoch x und ln(x). Sie sollten die Faktorregel, die
Substitutionsregel und das partielle Integrieren beherrschen.