Überblick zu den Leistungspotenzialen von Gebäudebegrünung
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Formale Metadaten
Titel |
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Serientitel | ||
Anzahl der Teile | 23 | |
Autor | ||
Mitwirkende | ||
Lizenz | CC-Namensnennung - keine kommerzielle Nutzung - keine Bearbeitung 3.0 Deutschland: Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt in unveränderter Form zu jedem legalen und nicht-kommerziellen Zweck nutzen, vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen. | |
Identifikatoren | 10.5446/67250 (DOI) | |
Herausgeber | ||
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Produktionsjahr | 2023 | |
Produktionsort | Aachen |
Inhaltliche Metadaten
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Loge <Architektur>StadtrandBodenversiegelungUmlandEinfamilienhausInnenstadtGebäudeStadtgrünUrbanitätComputeranimationBesprechung/InterviewVorlesung/Konferenz
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EinfamilienhausInnenstadtBodenversiegelungStadtrandUmlandElektrofilterKlimaanlageUmlandComputeranimation
00:50
StadtrandBodenversiegelungUmlandEinfamilienhausInnenstadtInnenstadtGradienteUmlandBodenversiegelungBegrünungStadtrandUrbanitätCityGebäudeTraggerüstPrivatgrundstückVorlesung/Konferenz
02:49
CASTOR-BehälterHalleGebäudeBehindertenheimDachArbeitszimmerUrbanitätSteildachMessehalleMansardeGradienteBegrünung
04:07
KlimaanlageCityUrbanitätKellerVerkehrsstraßeSchifffahrtskanalWasserschadenWassernutzungGradienteKanalStadtgrünSchlammComputeranimationVorlesung/Konferenz
06:51
StadtgrünDachbegrünungMedienfassadeKanalisationRadiatorAuskernungSchifffahrtskanalVerkehrsstraßeWassernutzungComputeranimationTechnische Zeichnung
07:22
GebäudeUnterkunftFreiflächeFassadenbegrünungGebäudeLaubeKlimaanlageDachbegrünungUnterkunftJalousieDachAuskernungInnenraumbeleuchtungRaumstrukturBauausführungFlachgründungCityPrivatgrundstückBaublockRadiatorWassernutzungHochwasserrückhaltebeckenBauteilMikroarchitektur <Gebäude>CASTOR-BehälterVorlesung/Konferenz
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PrivatgrundstückRaumstrukturComputeranimation
12:20
AusschreibungStadtentwicklungGebäudewertLandschaftsarchitekturPrivatgrundstückGrundrissCityGebäudeSäulenordnungAuskernungKlimaanlageJalousieFassadenbegrünungComputeranimationBesprechung/InterviewVorlesung/Konferenz
15:37
Computeranimation
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
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Hallo und herzlich willkommen zu Greenbox unserem Onlinekurs zum Thema Gebäudebegrünung. In dieser Folge geht es um die Leistungspotenziale von Gebäudebegrünung. Da schauen wir uns einmal das Thema Stadtklima und Klimawandel an, dann die ganzen Möglichkeiten der Umfeldverbesserung
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durch das Stadtgrün und am Ende kommen wir noch mal zu der leidigen Phrase Grün kostet. Fangen wir beim Stadtklima an. Davon haben sie wahrscheinlich schon alle in ihren Grundlagenvorlesungen gehört, also dass das Stadtklima anders ist als das Umlandklima, dass es da einen Temperaturunterschied gibt, dass der Wind sich anders verhält,
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dass die Niederschläge sich anders verhalten, dass die Luft meistens auch trockener ist, also diverse Unterschiede Stadt und Umland. Was vielleicht immer ein bisschen untergeht, ist dass in der Stadt selber das Klima auch nicht durchgängig ist, das Stadtklima, sondern dass sie dort eben auch Unterschiede haben. Sie haben die verdichteten Bereiche, also Innenstadt und Gewerbe, wo viel Baumasser ist, wo sehr viel Versiegelung ist, sehr wenig
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Grün ist. Das sind die Teile, wo sich der Stadtklimaeffekt immer am stärksten auswirkt. Das kann dann bis zu zehn Grad Unterschied sein zum Umland. Normalerweise sagt man, der Stadtklimaeffekt macht nur so zwei Grad aus, aber eben diese verdichteten Innenstadtbereiche bis zu zehn Grad. Und dann haben sie natürlich diese locker
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bebauten Bereiche, vielleicht auch am Stadtrand liegend, die ein Familienhausgebiete, auch ältere Zeilen bauten mit niedriger Dichte, die ja auch oft sehr eingegrünt sind. Hier haben sie immer einen Stadtklimaeffekt, der nicht so ausgeprägt ist. Da ist der Unterschied mit der Temperatur dann vielleicht nur so drei bis zehn Grad, neun Grad,
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je nachdem wie viel Versiegelung mit dabei ist. Aber sie haben eben diesen Unterschied, je nachdem wie viel Versiegelung und wie viel Grün sie haben. Also das sind die zwei Faktoren, die dann immer den Unterschied machen. Und wenn sie sich unsicher sind, ob Begrünung jetzt wirklich was für das Stadtklima bringt, dann sage ich, ja, hier sehen sie den Beweis. In der Innenstadt ist es eben immer wärmer, dort wo Grün da ist,
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ist es immer kühler. Also das ist tatsächlich einfach mit drin. Aber wir bräuchten natürlich in der Innenstadt sehr viel Grün oder genauso viel Grün wie in den lichteren Stadtteilen, damit dieser Stadtklimaeffekt auch wirklich zum Tragen kommt. Also hier sieht man natürlich auch, wie hoch die Herausforderung dann ist. Also das so als Zusammenfassung zum
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Thema Stadtklima. Und das Schwierige ist natürlich, wenn man jetzt den Klimawandel hat. Ich habe gesagt 10 Grad Unterschied. Wir haben draußen vielleicht einen heißen Sommertag mit 38 Grad im Umland. Dann haben sie 48 Grad in ihrer Innenstadt. Das ist schon ziemlich belastend. Hier muss natürlich die Pflanze auch mitmachen. Also Klimawandel
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und Stadtklima. Hier potenzieren sich auch die Probleme. Und das ist für Mensch und Pflanze natürlich eine Herausforderung. Hier nochmal das Ganze in einem thermografischen Luftbild auch dargestellt. Das ist in dem Fall ein Gewerbegebiet. Und sie sehen diese rötlichen Bereiche. Sie sehen die Bereiche, die dann auch weiß werden. Wir haben das unten auch eingekringelt, diesen einen weißen Bereich. Das sind dann bis zu 70
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Grad, die die Dächer heiß werden können. Also ich habe das im Studium in Stadtklimatologie auch gelernt. Für mich war das keine Überraschung. Für manches Unternehmen war das schon eine Überraschung und auch Erleuchtung, weil sie dann verstanden haben, warum es so warm in ihren Hallen ist. Also auch ihr Gebäude zu Hause. Wenn Sie in der Dachwohnung sind, Sie können sich vorstellen, das strahlt natürlich auch
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in das Gebäude rein. Und das alles, was Sie sehen, was blau ist, das sind tatsächlich die grünen Bereiche. Also die Gehölzstrukturen, die da mit reingehen, die dann deutlich kühler sind. Also in dem Fall nur etwas über 30 Grad. Also das sind die Oberflächentemperaturen an einem sonnigen Nachmittag. Also wo Sie dann einfach sehen, was das schon für einen
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riesigen Unterschied macht. Und der Unterschied ist letztlich immer, dass diese bebauten Flächen sich aufheizen und Wärme speichern, wie eine Wärmflasche, die sie dann abgibt auch über Nacht, die Wärme. Und die grünen Bereiche, also die Bereiche, die eben mit Begrünung sind, mit Pflanzen bewachsen sind, die können Verdunsten, können Verdunstungskühle
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bereitstellen und heizen sich deshalb nie so auf und speichern natürlich auch nicht so. Das ist so dieser große Effekt, den wir mit Grün haben. Dann nochmal dieses Thema Anpassen an Extreme im Klimawandel. Wir haben leider nicht nur das Thema, die Sommer werden wärmer, sondern wir haben wahrscheinlich, so geht die Prognose im Moment, eine Verstärkung von Extremen. Jetzt mal überspitzt formuliert, es ist Weihnachten und Sie haben 20 Grad
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und dürfen bei 20 Grad dann zum Glühweintrinken an den Weihnachtsmarkt. So, dann haben wir Februar, dann haben wir minus 20 Grad. Auch das wird es weiterhin geben. Dann kommt der März. Da haben Sie dann die ersten Stürme, die auch sehr fatal werden können. So, dann sind wir so langsam im Mai. Dann haben wir schon die ersten Tage
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mit 30 Grad, was im Frühling auch nicht schlecht ist und auch tatsächlich vorkommt. Dann kurz darauf haben wir dann die Unwetter, weil es war ja schon schön warm, aber wir haben immer noch Kaltluft, die auch unterwegs ist. Also dieses Zusammentreffen von Kalt- und Warmluft, die sorgt dann eben im zeitigen Sommer, Frühsommer,
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spätes Frühjahr dann eben für diese Unwetter. Das sind dann auch die Unwetter, wo dann der Maisacker mitsamt dem Schlamm herunterkommt. Also das ist etwas, was einfach auch zu der Zeit sehr gefährlich sein kann und auch immer wieder zur Erosion und so weiter führt. Also das haben wir mit drin. Und dann sind wir im Sommer mit unseren 38 Grad, wo dann eben tatsächlich die Flüsse Niedrigwasser haben, sie in der
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Stadt dann gefühlte 50 Grad haben. Also das ist so das Spektrum im Worst Case, worauf wir uns eingestellen müssen, was wir gebucht haben. Also wir hätten besser darauf verzichtet, aber das ist natürlich etwas, wo wir Sie auch sehen, dass wir echt eine Herausforderung haben, wo wir mit unseren Städten auch wirklich schauen müssen,
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wie wir uns an diese Veränderungen anpassen und dass wir eben dieses ganze Spektrum auch haben. Also das ist so das, wo es wahrscheinlich hingehen wird. Ja, das habe ich eben schon gesagt, dass es eben diese Extreme gibt und sie haben eben in der Stadt auch immer diese Dopplung von Stadtklimaeffekt und zunehmenden Extrem und sie haben natürlich in der Stadt
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Strukturen, die besonders verwundbar sind, vulnerabel sind. Also sie haben dort das ganze Schadenspotenzial. Das Wasser läuft eben nicht einfach nur den Hang runter, sondern das läuft in ihren Keller. Die Straßen sind überschwemmt. Das kann den Kanal hochdrücken. Also hier haben wir ein sehr, sehr breites Spektrum eben auch an Schaden, was da mit reinkommt. Aber trotz allem hat das Stadtgrün eben ein Potenzial in
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Bezug auf Klimaanpassungen, Biodiversität. Also denken Sie jetzt nicht nur in technischen Lösungen, sondern bleiben Sie dabei. Auch Grün kann weiter im Zuge des Klimawandels helfen, unsere Städte angenehm zu halten und lebenswert zu halten. Dann zum Thema Umfeld oder
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Umfeldverbesserung. Hier haben wir eben mehrere Effekte, auch die das Stadtgrün haben kann, nicht nur die klimatischen Effekte. Und wenn man das nochmal so zusammenfasst, bezogen auf das Klima. Also sie haben eben immer diese Effekte, die mit Versickern, Verdunsten und Verschatten zu tun haben, also Stadtgrün oder auch ihre Fassaden und ihre
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Dachbegrünung. Sie können den Regenrückhalt damit machen, also den Starkregen. Können Sie damit temporär zurückhalten, damit die Kanalisation nicht überlastet wird oder eben nicht die Straße unter Wasser steht. Also das ist ein Effekt. Und das auf jeden Fall bei der Dachbegrünung auch immer mitdenken. Also das ist ein ganz großes Thema. Dann dieses
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ganze Thema mit der Verschattung und Verdunstung, um eben Verdunstungskühle bereitzustellen und dann eben die Temperaturen nicht so aufheizen zu lassen, dass beispielsweise eine Fassadenbegrünung im Sommer auch das Gebäude verschattet, dass das Licht nur gefilterter reinfällt wie bei einer Jalousie und Sie ein angenehmes Innenklima haben. Im Winter hat dann die Fassadenbegrünung keine Blätter und die
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Sonne kommt rein. Sie haben die ganze Besonnung. Also spielen Sie da eben auch mit den Jahreszeiten. Das haben Sie auf jeden Fall mit dabei. Und es wird immer mal wieder auch kritisiert. Im Sommer die Dachbegrünung, da kann sie ja gar nicht so viel leisten. Also das ist natürlich wahr. Wenn kein Wasser mehr da ist, kann auch die Pflanze nicht verdunsten und kann ihre Verdunstungskühle nicht bereitstellen. Also Sie müssen dieses
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Thema Pflanze und Wasserverfügbarkeit auf jeden Fall immer zusammen denken. Also Starkregen, Hitzeanpassung, Versorgung der Pflanze mit Wasser. Das gehört auf jeden Fall zusammen. Und vielleicht noch als kleiner Sidekick dieses Thema Boden auch. Boden ist auch ein CO2-Speicher. Im Humus wird also CO2 auch gespeichert. Wir haben die
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Moore, die CO2 speichern, aber auch den Boden. Also wenn Sie gut zu Ihrem Boden sind und einen guten Bodenaufbau haben, dann tun Sie auf jeden Fall auch immer was zu für die CO2-Speicherung, was ja auch nicht schlecht ist. Ja, das nochmal so als Zusammenfassung oder so als Motto. Grün ist immer multifunktional. Sie haben
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eben dieses ganze Thema Biodiversität, also die Bereitstellung von Lebensräumen für Tiere, für Pflanzen, für verschiedene Arten, für Lebensgemeinschaften. Also da müssen Sie auch immer in oder die Richtung können Sie immer mitdenken, wenn Sie grün machen. Also Sie können fast kein Grün machen, ohne dass nicht irgendein Tier davon profitiert. Sie haben dieses ganze Thema der
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Klimaanpassung und Sie haben natürlich auch dieses Thema der Aufenthaltsqualität. Auch hier ist es fast unmöglich, grün zu machen, ohne dass es nicht auch eine Aufenthaltsqualität hat. Also wenn Sie das eine wollen, haben Sie fast auch immer die anderen Sachen mit dabei. Das ist das Schöne am Grün im Gegensatz zu einer Klimaanlage. Hier nochmal so ein bisschen auch dieses Thema Biodiversität. Also
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damit Sie auch noch mal sehen, was da alles mit dazu gehört, ist natürlich nicht nur die Dach- und die Fassadenbegrünung, sondern auch so kleine Maßnahmen, dass mal Laub liegen bleibt oder dass auch mal Gräser über den Winter stehen bleiben, auch mal für Rückzugsräume dann sind. Also das ist ein großes Thema, was Sie bei Grün gerne auch mal mitdenken dürfen und wo natürlich ganz, ganz viele Bausteine mit dran
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und nicht nur die Dach- und die Fassadenbegrünung, sondern so ganz, ganz viele kleine Maßnahmen, die dann eben eine Umfeldverbesserung eben für Tiere dann mit bedeuten. Dann ist natürlich auch immer die Frage, was will ich eigentlich? Es wird ja, wie gesagt, immer mal wieder auch so gesagt, das Grün, so viel bringt es ja
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nicht. Und da muss man dann ganz klar unterscheiden, was möchte ich eigentlich? Möchte ich an meinem Gebäude eine Wirkung entfalten? Möchte ich für das Gebäude eine Wirkung haben? Dann habe ich natürlich mit der Dachbegrünung immer eine Pufferwirkung gegenüber der Wärmeeinstrahlung, aber auch gegenüber stark regendem Rückhalt, gegen winterliche Temperaturen. Also ein Hersteller sagte mal ganz klar, eine Dachbegrünung
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ist immer Bauteilschutz und das wird im Klimawandel natürlich auch immer wichtiger. Auch die Fassadenbegrünung reduziert natürlich die Aufheizung im Gebäude. Also Sie können den Effekt für das Gebäude planen oder Sie können den Effekt für das ganze Quartier anstreben. Dann brauchen Sie natürlich sehr, sehr viel Grün, wenn Sie einen Effekt für das ganze Quartier haben wollen. Das muss man sich im
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Plan sein. Beides sind legitime Wirkungen, die man anstreben kann, aber beides sind unterschiedliche Wege und bedeutet natürlich unterschiedlich viel Grün, was eingesetzt wird. Aber beides ist in Ordnung als Zielstellung. Hier nochmal so dieser Blick über den Tellerrand hinaus. Im Moment ist ja auch das Thema erneuerbare Energien
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in der Stadt wieder sehr virulent und wieder aufgetaucht. Das auf jeden Fall auch mitdenken. Also welche Fläche sollte man vielleicht lieber für die Einplanen. Welche Flächen können auch doppelt belegt werden. Also die Dachberühnung mit dem PV-Dach. Also das kann auf jeden Fall immer auch verbunden werden, sofern die Statik stimmt. Also da müssen Sie dann mit ran
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und für eine ordentliche Statik sorgen. Sie können auch durchaus sagen, okay, gut, die Südseite, das wird für die Pflanze im Klimawandel eh zu anstrengend. Hier bringe ich eher die PV an. Dann habe ich noch drei andere Gebäude-Seiten. Also gerade die Nordseite, denken Sie die gerne auch mit Grün als Lebensraum. Also hier einfach dieses Zusammenspiel. Und betrachten Sie auch ruhig den
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Freiraum selbst als Teil Ihres Gebäudekonditionierungssystems. Also da gibt es ja inzwischen auch verschiedene Möglichkeiten. Also denken Sie das auf jeden Fall zusammen. Grün und Gebäudekonditionierung gehört eigentlich heute zusammen. Und da gibt es einige Architekturbüros, die das auch sehr, sehr gut können. Also machen Sie sich da auf jeden
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Fall auch mal schlau. Das jetzt einfach nur so als Patchwork der ganzen Maßnahmen. Also Sie haben sehr, sehr viel Gestaltungsspielraum auch hier, in welche Richtung Sie gehen können. Es gibt auch Lösungen, die auch immer für Sie architektonisch befriedigend sein können. Und es ist eben immer auch ein Patchwork, wenn es dann um Klimaanpassung geht. Und hier eben auch in so einem Portfolio denken. Wir retten nicht mit
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einer Maßnahme die Stadt, aber mit ganz, ganz vielen Maßnahmen in Summe kann man dann in der Stadt definitiv etwas bewirken. Und es ist eben immer dieser Mehrklang an Verschatten, Verdunsten, Kühlen, Sammeln, Versickern. Dann haben wir so unseren Package für die Stadt im Klimawandel. Ja, dann noch mal zu meiner
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Lieblingsphrase. Denn ich berichte sowas natürlich auch immer auf Tagungen und mache Vorträge und alle finden das ganz toll. Und dann am Ende kommt immer der Satz Ja, aber Grün kostet. Das ist natürlich ziemlich frustrierend, wenn man über Grün und sein Leistungspotenzial spricht. Und dann kommt die finale Phrase Grün kostet. Ja, natürlich, es kostet. Das muss unterhalten
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werden. Es muss gepflegt werden. Die Pflege muss natürlich auch gut sein. Die Planung muss gut sein. Pflege und Unterhaltung muss bei der Planung immer mitgedacht werden. Also wenn es Fehler gibt, also jetzt auch gerade bei der Fassadenbegrünung, die Fehler macht nie die Pflanze. Die Fehler machen wir als Planende. Also hier ist unser Knowhow gefragt und dann sind wir schon mal sehr, sehr viel Kosten eingespart. Wenn wir mit gutem Fachwissen
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in die Planung gehen, dann kann es was werden. Wenn wir pfusch machen, dann kostet es auf jeden Fall. Natürlich kostet sie auch ihre Klimaanlage etwas. Also alle alternativen Lösungen kosten auch immer. Auch die Jalousie kostet. Wenn die Jalousie nach jedem Wind weggeflogen ist, nach jedem Sturm, kostet sie das auch Geld. Da ist ihre Fassadenbegrünung definitiv günstiger.
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Also das Argument Grün kostet. Es kommt immer, aber ich würde sagen, es ist definitiv das falsche Argument. Wir geben für falsche Pflege, für falsche Planung sehr viel aus. Wir geben für auch falsch geplante Gebäude sehr viel aus. Aber was man eben wissen muss, das Haus, das können sie planen. Dann ist es schlüsselfertig und sie
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übergeben ist. Aber alles, was mit Grün, was mit Freiräumen, was mit Vegetation zu tun hat, wird natürlich durch die Nutzung erst geformt. Auch durch das, was eben als Pflege bezeichnet wird oder es wird auch ruiniert. Also hier hängt wirklich sehr, sehr viel dran. Also es braucht eine gute Pflege und eine gute Planung. Und das muss von Anfang an mitgedacht werden. Und alle
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Beteiligten im Prozess müssen eben wissen, wie es funktioniert, wie es am Ende aussehen soll. Erst dann kann es wirklich auch gut gelingen. Ja, das wäre es von meiner Seite gewesen. Die zusammenfassende Floskel in dem Fall wäre, Grün ist immer multifunktional. Also mit Grün haben sie immer mehr erreicht als mit einer Klimaanlage oder einer
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Jalousie. Und sie haben immer mehrere positive Benefits. Also sie haben nicht die eine super Lösung, aber sie haben sehr, sehr viele gute Lösungen, die mit Grün mitgedacht werden. Also insofern, ich bin Gärtnerin, ich bin voreingenommen, bin ich immer für Grün. Damit bedanke ich mich auch für dieses Mal. Hab noch ein bisschen was zusammengestellt an weiterführenden Infos. Also so vom
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Klassiker über sehr gute Literatursammlung, also auch Argumente, wozu Grün gut ist, was Grün alles kann. Auch diese Frage der Gesundheit und auch des Wohlbefindens. Also da gibt es inzwischen sehr, sehr gute Studien dazu. Also schauen Sie da einfach mal rein. Und wenn Sie auch mit der Phrase Grün kostet traktiert werden, das ist der
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letzte Literaturhinweis. Gute Argumente für Grün. Die haben wir so als Selbsthilfeaktion mal zusammengefasst. Also das gerne auch mal reinschauen. Manchmal muss das eben auch sein, dass man sich noch ein paar Argumente holt. Ja, damit bedanke ich mich und sage bis zum nächsten Mal.