Beteiligungsorientiert und interaktiv – die erfolgreiche Gestaltung von Online-Lernangeboten
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Identifikatoren | 10.5446/60252 (DOI) | |
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Diagramm
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Besprechung/InterviewComputeranimation
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
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Ich freue mich tatsächlich sehr, hier zu sein bei euch, habe mich auch sehr über die Einladung gefreut, finde auch das weitere Programm, was noch kommt, unwahrscheinlich spannend. Und habe es besonders gut gefunden, dass ihr gleich an den Anfang stellt, diese Frage der Interaktion und Beteiligung.
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Das ist tatsächlich was, was mich nicht nur jetzt in der letzten Zeit immer umgetrieben hat, also seit es mit Corona losging und wir dann ja verstärkt in den Online-Raum gegangen sind, sondern war eigentlich mir schon auch davor, auch wenn man, als man doch überwiegend fast eigentlich nur Veranstaltungen vor Ort gemacht hat, schon immer ein Anliegen.
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Aber mit dem Bereich Online-Lernen ist es dann doch nochmal sehr viel akuter einfach geworden. Und was ich so in den letzten Jahren gelernt habe oder was für mich immer so die zentrale Frage ist, das ist das, was hier am Anfang steht. Also ich habe jetzt gerade eben schon mal geguckt, wir sind unwahrscheinlich viele Leute.
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Ich bin die Teilnehmendenliste durchgegangen, ein paar davon kenne ich, das weiß ich, dass die spannende Sachen machen. Ein paar haben sich jetzt schon im Chat geäußert, ein paar habe ich vielleicht erst mal nur den Namen gehört oder kennen sie noch gar nicht. Aber ich bin mir sicher, dass wir alle mit unwahrscheinlich guten Ideen und Erfahrungen kommen und die hier beisteuern können.
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Und ich bin eingeladen quasi als Keynote-Speakerin oder manchmal bin ich auch einfach eingeladen oder es wird mir gesagt, könntest du da hier dieses Lernangebot gestalten? Und da hat man natürlich selber erst mal immer sowas, dass man sagt, oh, das ist ja toll und da möchte ich ganz viel weitergeben und von meinen Erfahrungen erzählen
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und das weitermachen. Aber wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, dann kommt man doch schnell zu dem Punkt, dass man sagt, ist das eigentlich wirklich das, was uns dann alle gemeinsam weiterbringt, wenn ich sozusagen überwiegend diese 45 Minuten rede und mir nicht so sehr angucke, wie schaffen wir denn das, dass wir auch tatsächlich in den Austausch miteinander kommen.
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Und wir haben gerade eben über Brücken, darum passt das ganz gut, schon über das Fedi-Various, über Mastodon geredet. Das hier ist das Logo aus dem Fedi-Various, aber ich habe das hier gar nicht eingefügt, weil ich jetzt viel über das Fedi-Various reden möchte,
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sondern weil ich einfach finde, dass das Logo dieses Fedi-Various sehr, sehr gut auf den Punkt bringt, wie es eben auch anders aussehen kann. Dass man nämlich sagen kann, ja, natürlich bin ich eingeladen und soll hier bis zum gewissen Grad Input geben, meine Erfahrungen reinbringen, aber vor allen Dingen soll ich auch einen Lernraum gestalten, wo eben diese Vernetzung dann stattfinden kann, wo all das reinkommen kann,
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was von spannenden Menschen hier da ist, sodass dann insgesamt mehr daraus entstehen kann durch diese Vernetzung. So, im Online-Kontext steht man dann jetzt vor ein bisschen Herausforderungen und es ist nicht so einfach, wie man das vielleicht zuerst denkt,
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wenn man sagt, man möchte so ein Lernangebot beteiligungsorientiert und interaktiv gestalten. Das hier ist ein Screenshot, den ich gemacht habe aus dem Videokonferenzraum, bevor ein Lernangebot losging. Und so ähnlich ging es vielleicht den Veranstalterinnen und Veranstaltern heute von der VBIP auch. Es ist so, weiß ich nicht, eine Viertelstunde vorher und man weiß einfach überhaupt gar nicht so genau dadurch,
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dass das ja offen ist und man sich auch nicht anmelden musste und der Link einfach im Netz steht. Kommen jetzt hier fünf, kommen zehn, kommen 50, kommen 100 Leute, kommen 150 Leute. Man kann natürlich ein bisschen auf Erfahrungen aufbauen und auch wissen, wie gut hat sich das verbreitet.
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Aber im Endeffekt muss man darauf vorbereitet sein, so ein Lernangebot sowohl passend zu gestalten, wenn da, sagen wir mal, 20 Leute da sind, genauso aber auch 50 oder 100. Also diese Spanne ist in sehr, sehr vielen Fällen oft realistisch und gerade auch wenn es kleinere Sachen sind, macht es ja oft noch einen wichtigeren Unterschied, ob das jetzt fünf oder 15 oder 20 Menschen sind.
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Da kann die Gestaltung ja schon ganz schön anders sein. Und das ist natürlich einfach, wenn ich einfach sage, ich erzähle eine Dreiviertelstunde was, dann ist es mehr oder weniger egal, wie viele Menschen da drin sitzen. Aber wenn ich es eben interaktiv und beteiligungsorientiert gestalten will, dann ist es das eben.
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Nächster Punkt, wenn da dann Menschen kommen, dann weiß ich nicht, was diese Menschen hinter ihren Bildschirmen eigentlich machen und wie aktiv die sich überhaupt beteiligen wollen und ob sie vielleicht auch nur reinkommen und so ein bisschen mitbluten wollen, was ja vielleicht auch ganz in Ordnung ist. Das hier ist ein Bild von einem Wesen, was meine Tochter gestaltet hat im ersten Lockdown,
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wo ich sehr, sehr viel vor Video- und Co-Video-Konferenzen hingen und sie dann meinte, ist doch eigentlich egal. Die müssen ja nur merken, dass jemand vor der Kamera sitzt. Das merken die doch gar nicht, dass das du nicht bist und bastelte dann dieses kleine Holzmännchen, was man da vorsetzen könnte. Und das ist natürlich klar. Ich glaube, ein Holzmännchen werden jetzt nicht so viele Menschen davor setzen, sondern sitzen dann schon real da.
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Aber ob tatsächlich gerade Raum dazu ist wirklich mitzumachen und sich zu beteiligen oder ob man das auch eher nur passiv konsumieren will, was durchaus auch eine Berechtigung hat, also da spreche ich gar nicht dagegen. Das weiß ich als Veranstalterin oder als Referentin in so einem Lernangebot erst mal nicht.
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Und dritter Punkt, der noch dazu kommt, wenn ich es nicht selbst vorgeben kann, dann lande ich auch immer wieder in unterschiedlichen technischen Umgebungen und weiß einfach nicht, was da im Einzelfall möglich ist. Das hier ist ein Beispiel, was ich mit Teilnehmenden in Big Blue Button gemacht habe, wo ich den großen Vorteil habe, dass ich sehr, sehr einfach und niederschwellig
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ein kollaboratives Weitbau zu verfügen habe. Hab ich anderswo auch, aber ich weiß es vorab nie so genau, was kann jetzt die jeweilige Technik, wo ich drin bin. Also ich kann auch nicht so viel auf Sachen setzen, die jetzt irgendwie was Besonderes sind, was ich vielleicht in der Technik finde.
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Das ist die Idee, der Vorabklapp, den ich gerne machen möchte. Das ist das, mit dem ich konfrontiert war, wenn ich diesen Ausgangssatz hatte, dass ich möchte eigentlich gerne Interaktiv- und Beteiligungsorientiertes machen, weil ich ansonsten das als eine sehr, sehr große Verschwendung finde. Das versuche ich jetzt die ganze Corona-Zeit eigentlich schon durchzumachen.
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Und ich hätte jetzt natürlich verschiedene Möglichkeiten. Ich könnte jetzt von diesen Erfahrungen, die ich gemacht habe, so wie es in diesem Bild dargestellt ist, einfach euch davon berichten und ihr würdet zuhören. Aber das ist natürlich, merkt ihr selber schon, ein Widerspruch an sich, dass ich sage, ich möchte eigentlich Beteiligungsorientierung
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und Interaktivität haben und mache das dann als einen frontalen Vortrag. Deshalb wollen wir jetzt genau das ausprobieren, was Gaby schon angekündigt hat, eben nicht dieses hier, sondern wir wollen gucken, wie kommen wir tatsächlich in eine gelebte Interaktion und Beteiligung. Und ich möchte mit euch fünf Schritte ausprobieren,
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die ich finde, die eigentlich relativ leicht übertragbar sind auf alle anderen möglichen Lernangebote, die man macht und wo man viel einfach, also hoffe ich zumindest, sich davon mitnehmen kann, wie so eine Art grobes Raster, wie das dann ausgefüllt wird
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und was da drin konkret passiert. Das muss man sich dann natürlich im Einzelfall angucken. Aber das ist erst mal ein kleines Raster, was da ist. Und ich erzähle immer kurz was davor dazu. Und dann geht es auch ganz direkt an das Ausprobieren. So, erster Punkt, der schon da stand, war, ich finde es immer unwahrscheinlich hilfreich, wenn es so etwas gibt, wie einen kollaborativen Mitschrieb.
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Das heißt also, ein Raum irgendwo im Netz, wo alle Menschen, die in dem Lernangebot mit dabei sind, eine Anlaufstelle haben und selbst ohne, dass sie jetzt irgendwie eine Hürde haben oder dass sie VeranstalterInnen sein müssen oder ähnliches, sich mit daran beteiligen können und irgendwas reinschreiben können.
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Das kann so sein, dass mitgeschrieben wird, also ein kollaborativer Mitschrieb gemacht wird direkt während dem Lernangebot. Oft nutzen das aber beispielsweise Teilnehmenden dann auch, um sich darüber auch im Nachhinein zu vernetzen oder auch nachträglich noch Sachen zu ergänzen. Ganz oft passiert sowas wie, das war spannend,
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was Dinele hier alles erzählt hat. Ich habe hier noch die folgenden Links gefunden, die ich euch unbedingt auch noch empfehlen würde. Das ist also auch noch eine ganz gute Sache. Das kann dann in irgendeiner Form ergänzt werden. Und ich mache es so, dass ich da ganz basismäßig das Etherpad nutze als eine Software dazu.
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Wir kommen ja gleich zum Ausprobieren, dann kann man das auch direkt ausprobieren und habe das wirklich als eine Grundlage gemacht, dass ich meistens gar nicht so, wie ich das heute mache, überhaupt erst einführen starte, sondern gleich als erstes sage, und hier ist übrigens der Mitschrieb oder die gemeinsame Umgebung, die ihr nutzen könnt, trag da gerne alles einfach ein,
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was für euch relevant ist. Das hat noch so den Nebeneffekt, dass manche Menschen ja tatsächlich lieber auch einfach nur zuhören und erst mal schauen, was passiert hier jetzt so gerade. Aber die, die eben zum Beispiel auch selber sehr viel mitzuteilen haben, die können dann wunderbar sagen, okay, ich lasse Dinele jetzt mal reden, das ist für mich vielleicht auch gar nicht so neu,
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aber die können trotzdem die Zeit sinnvoll für sich verwenden, weil sie beispielsweise die Möglichkeit haben, ganz, ganz viele Sachen auch zu teilen. So, und in diesem Sinne ist also das der erste Punkt, wo ich euch erst mal kurz dazu einladen würde, zu sagen, öffnet dieses Etherpad,
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ich schaue auch nochmal, dass ich euch den Link ganz direkt in den Chat packe, damit ihr den da auf jeden Fall auch da habt, dann ist es nicht so kompliziert mit dem QR-Code, das aufzugreifen, und dann kann man sich das erst mal angucken, wie das aussieht. Und vom Übersichtsding her, ich habe dort oben einen Sandkasten reingestellt,
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da könnt ihr einfach mal so ausprobieren und schauen, wie das Ganze aussieht, und kurz Hallo sagen, wie das ist. Und wenn wir dann jetzt gleich weitermachen und in die nächsten Schritte gehen, dann ist es da eben immer auch möglich, Sachen festzuhalten, und weiter unten kommen dann auch noch sonstige Dinge oder weiterführende Links,
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da könnt ihr dann in jedem Fall auch mit dazusetzen, was für euch dann an dieser Stelle relevant ist. Also machen wir, nehmen wir uns kurz ein, zwei Minuten, dass alle da in irgendeiner Form sich kurz einfinden können. So, wie gesagt, es ist jetzt auch schon so gemacht,
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dass man im Endeffekt auch alle die Punkte, die dann jetzt von mir nachträglich kommen, dort auch findet, also so diese übliche Frage, kann ich die Präsentation haben oder ähnliches, erübrigt sich dann auch so ein bisschen, und ich mache es meistens, wie so als ein Service-Angebot nach Lernangeboten,
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dass ich dann noch mal durchgehe, das alles ein bisschen sortiere, auch meine Sachen noch dazu packe, was vielleicht an Fragen oder Ähnliches kam, und dann können eben alle Menschen dieses Dokument für sich runterladen und dann auch in irgendeiner Form weiter nutzen. Und das ist wirklich was, also ich finde, das ist super einfach, aber es zahlt sich immer sehr aus.
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Das ist also das Erste, was wir gemacht haben, den kollaborativen Mitschrieb eingerichtet. Jetzt geht es mir in meinen Lernangeboten, wenn ich wirklich Interaktion und Beteiligung hinkriegen will, sehr stark darum, dass der Blick von mir, also auf mich als Referentin,
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so ein bisschen sich verändert und hingeht zu diesem ganzen Schatz an Menschen, den wir eigentlich da haben, also dass Menschen nicht nur darauf gucken, was erzählt denn hier die Nele, sondern auch, wenn sie das möchten, mit anderen in irgendeiner Form in Austausch gehen. Wenn man da kleinere Gruppen hat, dann kann man da ganz viele Methoden machen,
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also angefangen von so was, wir machen eine Vorstellungsrunde, nicht in der Art und Weise, dass ich eine Frage vorgebe, die dann alle beantworten, sondern zum Beispiel so jede Person, die spricht, gibt danach eine Frage an die nächste Person weiter. Also ich sehe, hier ist auch nur da, was ich von dir immer schon mal wissen wollte,
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wäre XY. Und damit klappt das eben gleich, dass man überhaupt erst mal schaut, was machen die anderen. Oder auch, wenn man so spielerische Einstiege hat, im Sinne von jede Person zeigt einen Gegenstand, dann ist ja auch das Klassische, dass man dann macht, jede Person erzählt auch was zu dem Gegenstand,
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den sie in die Kamera hält. Ganz genauso kann man auch machen, wähle einen Gegenstand von einer anderen Person und erzähle, was du denkst, was die Person damit verbindet. Und all das hat eben den Sinn, wegzukommen von dem Blick auf mich oder auch dem Blick auf sich selber, der, glaube ich, gerade im Online-Kontext ganz relevant ist, dass man immer denkt, was mache ich hier denn gerade eigentlich,
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wie präsentiere ich mich, wie stelle ich mich da, hin eben zu der Gruppe, die von anderen da ist. Und so dann überhaupt diese Vernetzungsmöglichkeit anstößt. Und ich möchte euch hier jetzt auch zu so einer Vernetzung einladen und wir machen das ganz niederschwellig, was die einfachste Möglichkeit ist, bei so großen Gruppen,
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dass ihr eingeladen seid, im Chat drei Hashtags, also drei Begriffe zu teilen, die für euch selbst relevant sind, die eine Bedeutung haben und zu denen ihr sagt, da wäre das spannend, wenn andere Menschen mich finden wollen, dann wäre das gut, wenn sie mich zu diesem Thema finden, weil bei diesem Thema bin ich sehr an Austausch interessiert.
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Also schnappt euch den Chat und teilt da gerne mal drei Hashtags. Super, das funktioniert ja großartig. Das Fediverse ist geteilt, ja.
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Dann werde ich sofort in Austausch gehen. Genau, also ihr seht das Prinzip, es kommen jetzt die ersten Hashtags und was ja das Schöne ist, was auch in den meisten Videokonferenztools funktioniert und ich habe vorher auch nochmal gefragt, das es hier auch auf jeden Fall so ermöglicht, dass ihr ja im Chat nicht nur an alle schreiben könnt,
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sondern dass ihr auch ganz gezielt sagen könnt, ah, ich sehe jetzt hier, das springt so schnell. Benjamin hat hybride Lehrformate geschrieben, das finde ich ja auch spannend, also suche ich ihn mir raus in der Liste und schreibe da eine direkte Nachricht an Benjamin
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und sage, guck mal, ich habe hier auch schon was dazu geschrieben, ich würde es spannend finden, wenn wir uns vernetzen und vielleicht da auch nachträglich nochmal weiter in Kontakt bleiben. Und von daher schaffe ich das eigentlich schon gleich am Anfang von meinem Lernangebot, so ein bisschen eine Grundlage zu setzen, dass Teilnehmende danach auch alles verwerben, die ganze Zeit auch nutzen können,
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um eben gerade so eine Vernetzung voran zu bringen. So, und jetzt ist das Schöne, dass dann jetzt auch die ganze Aufmerksamkeit weg ist und alle mit Multitasking beschäftigt sind, aber ich hoffe, dass wir das trotzdem noch schaffen und uns die nächsten Punkte angucken. Also erstmal ganz herzlichen Dank hier fürs Mitmachen. So, wenn wir nämlich das jetzt geschafft haben,
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dass wir so einen gemeinsamen Raum haben, wo wir uns austauschen können, dass wir auch ein bisschen schon mal festgestellt haben, wer ist denn überhaupt da und dass wir allen auch die Möglichkeit gegeben haben, zu sagen, ja, jetzt passt es auch und ich weiß so ein bisschen, wer da ist und ich notiere schon mal ein bisschen mit oder gucke die Liste durch, wen ich vielleicht auch gezielt noch anschreiben will,
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weil ich die Hashtags gesehen habe, wollen wir ja auch tatsächlich real dann zu einem bestimmten Thema, was eben Thema von diesem Lernangebot ist, in irgendeiner Form weiterkommen. Und hier bei uns ist jetzt ja heute das Thema, es ist ja wie so auf einer Metaebene, dass wir Interaktion und Beteiligung ausprobieren, aber unser Thema selbst ist ja auch Interaktion und Beteiligung.
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So, und der erste Schritt ist da für mich dann immer, dass ich es wichtig finde, dass natürlich ich dazu eingeladen bin, weil die Veranstalterinnen und Veranstalter wohl dachten, okay, Dinele kann uns dazu was sagen und ein paar Impulse vermitteln. Gleichzeitig ist es aber so, dass auch in der Gruppe von den Teilnehmenden natürlich sehr, sehr viele Erfahrungen dazu da sein werden
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und dass es für alle Menschen auch unterschiedlich sein wird, was sie ganz konkret mit meinen Erfahrungen anfangen können. Also manche werden vielleicht sagen, wow, das passt total super für mich. Andere würden sagen, das ist eine echt doofe Idee, damit kann ich gar nichts anfangen. Oder eben auch, das müsste ich irgendwie in irgendeiner Form ein bisschen anders gestalten.
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Und wenn ich das möchte, dass Menschen wirklich in ihrem Kopf schon aktiv mit diesen Sachen arbeiten und dann auch gleich die Ergänzungsmöglichkeit haben, dann ist es eine schlechte Variante, dass ich so vorgehe und einfach das als Input eine Folie nach der anderen, das sind meine Erfahrungen, die ich euch gerne weitergeben will.
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Was ich aber sehr gut machen kann, ist, dass ich diese Erfahrungen einfach vorab verschriftliche und dann wie so ein bisschen eine Schatzkiste in die Runde gebe und der Runde dann die Möglichkeit gebe, sich da drüber auszutauschen. Und genau das möchten wir jetzt, also werden wir jetzt auch versuchen. Ich teile gleich nochmal den Link dazu,
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wie das aussieht. Ich habe es jetzt genannt, Erfahrungsschatz zu gelungener Interaktion. Da habe ich einfach mal aufgeschrieben, was meine Erfahrungen sind und was sich bei mir bewährt hat. Und ich habe das aus zwei Perspektiven geschrieben, weil ich glaube, bei Interaktion und Beteiligung geht es um beide Seiten. Was hat sich für mich als Referentin bewährt,
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ist die eine Seite. Und auch, was hat sich für mich als Teilnehmerin bewährt. Also wenn ich Lernende in einem Online-Lernangebot bin, wie kann ich da in irgendeiner Form vorgehen. Man kann das auf verschiedene Varianten machen, sich dann mit diesem Erfahrungsschatz auseinanderzusetzen. Entweder könnte man das individuell machen,
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viel, viel besser ist es aber eigentlich, dass man so vorgeht und sagt, wir wollen das jetzt nicht, dass da wirklich alle für sich arbeiten, sondern es ist ja viel, viel spannender, wenn wir das auf so eine Art und Weise machen, dass auch ein Austausch zwischen einander möglich ist. Und da seid ja schon vorgewarnt worden,
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dass wir dann jetzt in Breakout-Runden geworfen werden. Dann nehmen wir uns zwölf Minuten Zeit, wo wir einfach untereinander in Austausch kommen können, über diesen Erfahrungsschatz, den ich gerade auch nochmal direkt geteilt habe und der ansonsten direkt auch im Etherpad verlinkt ist.
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Schaut euch das durch, redet darüber, was für euch vielleicht passt oder auch nicht passt und warum. Und gerne könnt ihr auch schon direkt eure Erfahrungen dazu ergänzen. Herzlichen Dank. Ihr seid wieder zurück. Sehr, sehr schön willkommen zurück im Plenum. Das ist ja immer ein bisschen gemein,
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wenn man dann so auch ein bisschen direkt vielleicht aus einer Diskussion rausgerissen wird. Ich habe auf jeden Fall gesehen, dass in der Übersichtseite sehr viel bewertet wurde. Und das spricht ja schon dafür, dass zumindest da drüber kommuniziert wurde. Mit denen, die hier geblieben sind, haben wir noch eine Sache, so ein bisschen nebenbei geredet,
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zu so der Möglichkeit, Breakout-Runden einzurichten und haben da festgestellt, dass es eigentlich immer eine gute Sache ist, das auch freizustellen, also durchaus auch zu sagen, wenn Menschen sagen, sie wollen das jetzt eher für sich angucken oder sie sind eben tatsächlich auch eher passiv mit dabei, dann das durchaus auch mit zu erlauben und zu sagen,
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wer sich austauschen will, geht dann eben in eine Breakout-Runde. Die anderen können dann auch einfach hierbleiben oder auch was ganz anderes machen. Und was man auch festgestellt hat, ein bisschen ist es natürlich auch immer Glücksspiel, wo man dann so landet. Darum mache ich das tatsächlich auch oft gerne, dass ich eher nicht so lange Sachen anbiete, sondern eher sage, es sind kurze Breakout-Runden
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und dann hat man häufiger die Möglichkeit, vielleicht mit für sich spannenden Menschen zusammenzutreffen. Also das ist noch so generell was, was man sich vielleicht vornehmen kann. So, jetzt haben wir noch ein paar Minuten und wir haben diesen Schritt gemacht, dass wir uns Sachen angeguckt haben, was an Erfahrung da ist
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und dazu vielleicht auch schon unsere eigene Meinung uns gebildet haben. Das besonders Spannende ist jetzt aber ja, dass man sagen kann, wenn man mit so vielen Menschen synchron zusammenkommt, hebt man nicht nur den Schatz an Erfahrungen, was an verschiedenen Sachen da ist und bietet als referierender Person so einen Impuls, mit dem sich alle dann auseinandersetzen können, sondern nimmt sich auch noch ein bisschen Zeit,
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um gemeinsam weiter zu denken und was weiterzuentwickeln. Und da ist es natürlich wunderbar, wenn man einfach mehr Zeit hat, als wir das jetzt in dieser Dreiviertelstunde zum Einstieg haben. Aber ich möchte trotzdem so eine ganz einfache Möglichkeit zeigen, wie man orientiert an der Idee vom Design-Sinking, also dass man zuerst mal sein Denken ganz ganz weitet,
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das hinkriegen kann, vielleicht doch relativ schnell zu neuen Ideen zu kommen und so dann nicht nur aus der Gruppe raus was mitzunehmen, sondern so was dann auch nach draußen zu teilen und insgesamt weiterzukommen. Und wir machen das in drei kleinen Schritten. Der erste Schritt ist die Kopfstand-Methode.
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Da habe ich euch einen Satz vorgeschrieben. Könnt ihr auf der Grundlage machen, was ihr gerade diskutiert habt oder was ich euch gelesen habe. Wenn ihr den Satz anfangen habt, Interaktion in Lernangeboten scheitert garantiert wenn. Das könnt ihr einfach mal ergänzen
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und da mal hinsetzen, was ihr denken würdet, womit scheitert Interaktion in Lernangeboten denn garantiert. Super, da sammeln wir schon. Perfekt, danke fürs Mitmachen.
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Ihr könnt so ein bisschen selber mitlesen, was die Menschen teilen. Die Idee von dieser Kopfstand-Methode ist, dass gerade wenn man sich überlegt, was denn das verkehrteste wäre, was man sich vorstellen könnte, dass tatsächlich das Denken breit macht, weil einem dann überhaupt erst mal einfallen kann, was wäre denn auch eine sinnvolle Sache. In diesem Sinne, sowohl indem ihr selbst was teilt,
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als auch wenn ihr lest, was von den anderen kommt, hilft es hoffentlich ein bisschen, dieses Denken breit zu machen. Sehr schön, super, herzlichen Dank.
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Wir müssen ein bisschen zügig machen, sonst würde ich euch auch mehr Zeit lassen, aber wir wollen das noch einmal testen. Nächster Schritt ist der zweite Schritt. Da steht Zufallsbegriff. Es geht darum, dass ihr euch einen Gegenstand einfallen lasst. Also ein Beispiel wäre, was ihr jetzt nicht nehmen könnt,
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Schokoladen-Nikolaus, weil das gerade noch bei mir hier auf dem Schreibtisch steht. Ihr könnt aber irgendeinen anderen Begriff nehmen, es ist also so ein bisschen völlig egal, den ihr lustig, spannend, interessant findet, muss also überhaupt gar nichts mit dem Thema zu tun haben, sondern irgendwas, was euch erzählt. Ja, die ersten Menschen haben schon voll und ganz veranstanden.
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Das funktioniert. Es klatscht noch. Sehr, sehr gut, wunderbar. Ja, viele sind am Schreibtisch, das sieht man, aber Kartoffelsalat ist schon das Mittagessen, was auf einen wartet.
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Wunderbar. So. Und noch mal den Überschein. Sehr schön. Ich packe auch noch eine Sache rein, weil der nächste Schritt ist jetzt, und das ist relativ simpel, wie wir vorgehen. Ihr guckt jetzt, was da drin steht,
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und ihr sucht euch den Begriff raus, der unter dem Begriff steht, den du selbst gepostet hast. Also ganz praktisch. Wer steht wo drunter? Nix. Jutta, dann darf sie sich irgendwas überlegen,
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oder die Gabi schreibt dir noch was. Genau, da kommt noch was für dich. Großwörterbuch. Also schaut ja, wer jetzt als allerletzte steht, und da steht nix dran, kann natürlich auch den Begriff über dem eigenen Begriff nehmen. Das ist also auch in Ordnung. So.
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Diesen Begriff braucht ihr jetzt, und jetzt geht es darum, einfach einmal spontan zu sein. Also ich nehme mir das so vor, dass ich zum Beispiel so was habe, dass ich sage, da steht Kaffeemaschine. Kaffeemaschine könnte ich sagen, ah, Kaffee, was verbinde ich damit?
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Das macht mich superwach. Meine Idee für mehr Interaktion wäre also zum Beispiel, wir machen einen vorgeschalteten Part, wo wir gute Ideen, wie man am besten Kaffee aufbrüht, miteinander teilen und damit dann auch gemeinsam Kaffee trinken, und dann können wir ganz motiviert in das Lernangebot starten. Ihr seht also, das muss doch überhaupt nicht
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irgendwie was Groß-Ausgefeiltes sein, aber die Idee ist, dieses offene Denken, was wir hatten durch die Kopfstandmethode, und dann diesen Zufallsbegriff, der einem einfach irgendwie hingeknallt ist, zu überlegen, was könnte dann damit passen. So, das ist also der Schritt, den wir dann daraus machen, und dann kommen wir in den letzten Teil.
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Und das finde ich eben dieses, was oft nicht gemacht wird, aber was für mich fast das Aller-Allerspannendste ist, nämlich, dass man dann sagt, man teilt das, was man entwickelt hat, auch mit anderen. Und da habt ihr jetzt natürlich viele Möglichkeiten zu teilen. Am einfachsten ist es, ihr packt es in den Chat, ihr könnt es auch danach noch mal nehmen in der Nachbereitung,
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dass ihr das zum Beispiel auch im Isopad teilt, oder wir haben ja schon festgestellt, dass ganz sonst viele Menschen auch jetzt schon im Fediverse zum Beispiel aktiv sind, und es gibt ja auch einen Hashtag von der Veranstaltung, auch auf anderen Netzwerken, dass es funktioniert, und man dann einfach sagen kann, ja cool, dann habe ich diese Idee nochmal,
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und ich behalte sie nicht nur für mich, sondern das ist dann auch was, was wir gemeinsam in irgendeiner Form entwickelt haben. Das dürft ihr also jetzt auch gerne machen, oder auch noch in den letzten Minuten. Ich mache nur noch kurz als Abschluss. Wenn man Lernangebote in der Art und Weise gestaltet, dann ist es so, dass man eigentlich selbst
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gar nicht so sehr im Fokus steht, sondern das, was eigentlich tatsächlich gut klappt und gut funktioniert, und dann, wenn das Ganze ein Erfolg war, ist aus meiner Sicht dann, wenn sich die Teilnehmenden überwiegend auch gegenseitig applaudieren und sagen, oh danke, ich habe so viel mitgenommen, weil hier so viele spannende Menschen eigentlich mit dabei waren, dann ist das was,
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dass es, glaube ich, in jedem Fall gut geklappt hat. Und ich hoffe jetzt für unseren Part hier, dass ihr erstens vielleicht so ein paar Denkanstöße mitnehmen könnt, wie das funktionieren kann, dann vor allen Dingen auch ein paar konkrete Erfahrungen, die man sich vielleicht auch nochmal nachträglich anschauen kann, und dann hoffe ich für uns alle, dass wir vielleicht auch ein bisschen weitergekommen sind
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und schon ein paar mehr Ideen noch haben, von denen wir dann sagen können, ja, vielleicht probieren wir es direkt jetzt schon bei der VBIB aus, oder dann auch in einem der weiteren Lernveranstaltungen. Und ich kann dann jetzt hier die Freigabe stoppen und übergebe zurück an Gabi.
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