In der Evidenzbasierten Medizin (EBM) und den Gesundheitswissenschaften gehört Forschungsunterstützung durch wiss. Bibliotekar:innen (wB) bei der Durchführung von Systematic Reviews (SR), Meta-Analysen usw. seit Jahren zum Dienstleistungsportfolio von Bibliotheken. [1] In den Hum.- und Soz.wissenschaften wächst dieser Publikationstyp ebenfalls überproportional zum Gesamtoutput, teilweise sogar stärker als in der Medizin. [2] Dennoch hinken wBs aus diesen Fächern verglichen mit der EBM etwas hinterher, wenn es um den Aufbau entsprechender Serviceinfrastruktur geht. Dabei bieten sich gerade in der Königsdisziplin evidenzbasierter Forschung [3] für wBs vielfältige Anknüpfungspunkte, um ihre Expertise einzubringen und vollwertiges Mitglied in Forschungsteams zu werden. [4] Der methodische Anspruch auf Vollständigkeit bei der Identifikation von Primärstudien erfordert z.B. komplexe Suchstrategien (Datenbanken, Syntax), die i.d.R. nur erfahrene wBs erstellen können. Auch im anschliessenden Screening-Prozess können sie wertvolle Hilfestellung leisten und letztendlich sogar als Co-Autoren auftreten. Der Vortrag möchte einerseits vermitteln, was SRs ausmacht, um auf der anderen Seite zu beleuchten, welchen konkreten Beitrag die Berufsgruppe der wBs in den hum.- und soz.wissenschaftlichen Fächern für solche Forschungsprojekte leisten kann. |