Aus Sicherheitsgründen muss das Grundgesetz leider abgeschafft werden - Schluss mit dem Sicherheitstheater
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ParametersystemMomentenproblemEDV-BeratungUngelöstes ProblemInformationWirkung <Physik>SoftwareschwachstelleEckeSoundverarbeitungSage <Programm>NetzadresseExploitEbeneTrägerComputeranimationJSON
08:52
Hintertür <Informatik>LinieSoftwareschwachstelleSystems <München>AchtZusammenhang <Mathematik>MomentenproblemSchnitt <Mathematik>MagnetbandlaufwerkHintertür <Informatik>FaktorisierungAggregatzustandComputeranimation
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GmailPositionMittelungsverfahrenART-NetzPositionGRADERollbewegungEbeneRichtungMomentenproblemKategorie <Mathematik>ParametersystemMulti-Tier-ArchitekturBildschirmmaskeComputeranimation
25:53
PositionGmailTriadeSierpinski-DichtungFolge <Mathematik>ICONDynamikConstraint <Künstliche Intelligenz>ZahlMomentenproblemGibbs-VerteilungUpdateHausdorff-RaumHyper-VZusammenhang <Mathematik>Physikalische GrößeComputeranimation
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TriadeChiffrierungSIP <Kommunikationsprotokoll>VerschlingungDigitalsignalBIENE <Computer>MengeKeim <Mathematik>EDV-BeratungChiffrierungHintertür <Informatik>PerspektiveMomentenproblemTropfenNorm <Mathematik>VerknüpfungsgliedKryptoanalyseComputeranimation
42:55
Mooresches GesetzQuelle <Physik>E-MailLinieExpertensystemMittelungsverfahrenEbene KurveZahlWeb SiteElektronischer FingerabdruckInternetMomentenproblemARM <Computerarchitektur>Bindung <Stochastik>Twitter <Softwareplattform>SystemaufrufTreiber <Programm>Computeranimation
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openSUSEComputeranimation
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
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Ihr kennt den Titel sicher alles schon. Aus Sicherheitsgründen muss das
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Grundgesetz leider abgeschafft werden. Schluss mit dem Sicherheitstheater, stört alles nur. Gut, den Trag hält die Lena. Ich darf sie euch vorstellen, Lena Simon. Sie sagt von sich selber, ja, ja, du kannst schon rauskommen, ich
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beiße nicht oder nur selten. Lena sagt von sich selber, sie ist eine Netzphilosophin. Das darf sich jetzt jeder anfühlen mit dem, was er glaubt, das da hineingehört oder mit dem, was du uns jetzt gleich erzählen wirst, nehme ich an. Okay, dann, ja, sag mal, wo du herkommst, Digital Courage und so
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aus der Gegend, aus dem Eck, alles total unpolitisch. Völlig unpolitisch, ja. Gut, okay, ja, sie gehört dir. Drei, zwei, ich möchte einen großen Applaus für Lena, bitte. Danke. Ja, guten Abend, schön, dass so viele gekommen sind, aus
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Sicherheitsgründen wird das hier übrigens alles aufgezeichnet. Ich hoffe, das ist für euch okay. Ich möchte aus Transparenz noch dazu sagen, ich arbeite einerseits freiberuflich, netzphilosophisch und für
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Digital Courage, andererseits aber auch als IT-Beraterin für Betroffene von digitaler Gewalt. Die haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis und kommen immer zu mir und deswegen habe ich da mit der Sicherheit auch so mein Thema, aber setze mich natürlich sehr viel für Datenschutz ein. Ich denke, ihr
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seid hier, weil ihr alle irgendwie schon mal mit diesem, aus Sicherheitsgründen, mit dieser Begründung zu tun hattet und ich hoffe, dass ihr euch genauso nervt wie mich und eine meiner Tätigkeiten als Netzphilosophin ist euch Argumentationshilfen an die Hand zu geben und das möchte ich heute tun,
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denn ich glaube nicht, dass ich euch noch groß überzeugen muss, dass Sicherheitstheater uns nicht sicherer macht. Aber das ein bisschen zusammenzufassen, zusammenzudampfen, damit ihr es hinterher leichter habt, das nicht mehr so durchgehen zu lassen. Wir gehen mal kurz auf den Fahrplan. Wir gucken uns mal an, was ist Sicherheitstheater eigentlich? Das ist gar nicht so neu, das gab's schon
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länger. Und dann haben wir eben diese drei Hauptargumente gegen dieses ganze Sicherheitsgedöns. Zwei Hauptargumente. Mal sehen. Ich bin
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gespannt, wie die Folien weitergehen. Und dann zwei Hauptargumente und dann kommt natürlich noch die Frage, was ist eigentlich echte Sicherheit? Was bräuchten wir eigentlich wirklich? Und das ist mein heimliches drittes Hauptargument, weil ich nämlich sage, dass die Leute, die über diese echte
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Sicherheit nicht sprechen, sondern immer nur das Sicherheitstheater besprechen, die haben eigentlich überhaupt kein Anrecht zu behaupten, dass es ihnen um Sicherheit ginge. Und darum geht es dann. Und dann müssen wir natürlich aus Sicherheitsgründen noch ein kleines Spielchen spielen. Und ich hoffe, dass da alle kräftig mitmachen. Fangen wir an. Sicherheitstheater. Na ja, eigentlich ist es immer
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so, dass wir immer die Reaktion in die Grundrechte brauchen, wenn wir eine Rechtfertigung für Grundrechtseingriffe brauchen, die Repression bedeutet. Und dabei eben völlig außer Acht gelassen werden, dass unsere Grundrechte etwas sind, was uns sicher macht. Das heißt,
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Eingriffe in die Grundrechte durchaus eine Gefahr bedeuten. Dabei passiert etwas, was in der Politik gerne mal passiert. Es wird der Wunsch nach Sicherheit, der ja durchaus berechtigt ist und durchaus ein sinnvolles Anliegen ist, wird instrumentalisiert.
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Und gleichzeitig werden dann irgendwelche falschen Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Letztlich werden wir dadurch aber eigentlich eher unsicher. Was dann gerne passiert ist, dass man Repression, Überwachung, also, dass der Staat übergriffig wird, als Sicherheit
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hinstellt. Und da werden wir aber nachher zu kommen, dass das eben gar nicht stimmt. Und was dann noch die Krönung des Eisbergs an der Geschichte ist, ist das, ja, man hat dann ja kräftig was getan und legt dann ein beruhigtes Gewissen auf ein völlig
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ungelöstes Problem, denn echte Sicherheitspolitik unterbleibt. Und dann gibt es noch diesen Punkt mit der gefühlten Sicherheit, auf die gehe ich dann nochmal später ein. Das ist nämlich irgendwie mittlerweile das Hauptthema, worauf sich Sicherheitspolitik überhaupt bezieht.
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Ja, starten wir mal mit dem ersten Argument, ich soll hier nicht aus der Linie gehen. Repression ist nämlich gar keine Sicherheit, sondern im Gegenteil, sie macht uns unsicher. Sie hilft nicht, es ist eigentlich nichts anderes als ein Placebo bzw. eigentlich ist
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es sogar noch schlimmer als ein Placebo, weil der Placebo-Effekt wirkt ja, während sehr viele von diesen Sicherheitsmaßnahmen, die da angeblich die Sicherheit erhöhen, gar nichts besser machen. Das Problem bleibt ungelöst und es wird Betriebsamkeit vorgetäuscht, aber
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es geschieht nichts. Und dann haben wir eben diesen wunderschönen Effekt mit, man sagt dann ja, aber Videoüberwachung ist doch so super, weil das ist ja präventiv und es ist aber so diese Sache, wer eine kriminelle Handlung plant oder gewalttätig sein plant, der sorgt vor, der weiß,
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wie er sich davor schützen kann dabei gefilmt zu werden oder auf eine andere Art überwacht zu werden. Das heißt, das Einzige, was wir damit irgendwie erwischen können, sind Taten, die aus dem Effekt geschehen, aber Taten, die aus dem Effekt geschehen, werden durch solche
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Überwachungsmaßnahmen gar nicht verhindert, weil die passieren nämlich trotzdem. Und von daher ist erst mal so die Feststellung, anlasslose Überwachung hilft uns gar nicht, macht uns jedenfalls nicht sicherer. Nächster Punkt, Überwachung selbst hat aber gefährliche Wirkungen.
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Für alle, die vielleicht mal jugendlich waren und erwachsen geworden sind, man hat plötzlich so Geheimnisse vor den Eltern, das ist so ein ganz wichtiger Moment, wo man so feststellt, ich bin anders als meine Eltern und im Nachhinein denkt man sich, ach, was waren das für harmlose Geheimnisse, die ich hatte, aber die waren mir damals wichtig und das hängt damit zusammen, dass Geheimnisse Teil meiner Identitätsfindung
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sind und Geheimnisse in einer Gesellschaft zu haben, ist eine wichtige Sache, dass wir spätestens, und da komme ich jetzt zu dem Grund, warum wir hier im Themenbereich Antirassismus unterwegs sind, wenn man nämlich gegen rechts das Wort ergreift,
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dann stellt man plötzlich fest, dass Geheimnisse ziemlich wichtig sind, das ist mir spätestens aufgefallen, als ich auf so einer Doxingliste von Nazis auftauchte mit meiner Adresse und die Vorstellung, dass jemand irgendwie zu meiner Haustür kommt und weiß, wo ich wohne, was ja eigentlich erstmal so eine harmlos scheinende Information ist, die ist auf einmal gar nicht mehr so schön und wenn ich mir dann noch vorstelle oder
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dann noch bewusst mache, dass zum Beispiel bei der Polizei einige Nazis unterwegs sind und dass es da ja auch schon Leaks gegeben hat, wo Informationen weitergegeben wurden, dann bin ich doch auf der Ebene gelandet, wo ich sage, ich bin dadurch sicherer, dass möglichst wenige Daten über mich kursieren. Wir haben zum
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Beispiel, ach genau, Zero Day Exploits, ich weiß nicht, wieviel ich es hierhin erklären muss, ich erkläre es einfach trotzdem mal, dass es was, was gemacht wird, um den Staatstrojaner einführen zu können, der Staat kauft Sicherheitslücken,
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also kauft Informationen über Sicherheitslücken und zwar nicht, um die dann zu schließen, wie man ja vielleicht meinen würde, sondern um die selber auszunutzen, nämlich seine eigenen Bürgerinnen und Bürger ausspionieren zu können und zwar nämlich aus Sicherheitsgründen,
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ja natürlich, aber Sicherheitslücken offen lassen aus Sicherheitsgründen, da wird es doch schon langsam ziemlich abstrus und das ist auch was, was mir zum Beispiel in meiner Sprechstunde tatsächlich begegnet, dass mich Frauen ansprechen und sagen, also ich bin im Frauenberatungszentrum, da kommen nur Frauen und sagen, ja aber diese Daten, diese Sicherheitslücken, die die Bundesregierung
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da nutzt, die sind doch dann auch auf meinem Handy drauf und jetzt benutzt das vielleicht mein Stalker und genau das könnte der Fall sein, weil in dem Moment, wo ich eine Sicherheitslücke offen lasse und sogar noch dazu beitrage, dass sie offen bleibt, wird sie nicht geschlossen und auch andere können sie nutzen, selbst wenn der Staat mich nicht
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ausspioniert. Also Systeme mit Bektor sind einfach unsicher und uns das als Sicherheit zu verkaufen ist eine ziemliche Frechheit. Und dann gibt es noch dieses wunderbare Argument, das ist auch gestern schon gefallen in einem Talk über die Polizeigesetze, wer den nicht gesehen hat, unbedingt angucken, wenn ich mir dann vorstelle, diese
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ganzen Überwachungsmaßnahmen und Repressionsmaßnahmen, die wir so langsam nach und nach aufbauen, in den letzten zehn Jahren ist es ziemlich viel gewesen, kommt aber auch, ging ja auch davor schon los, wenn die plötzlich alle in den Händen von Despoten oder von Faschisten
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landen, dann sind wir alles andere als sicher, dann sind wir sehr, sehr gefährdet. Und gerade an Beispiel der Polizeigesetze lässt sich das auch wunderbar festmachen, dass eben diese angebliche Sicherheit zum Gegenteil führt. Und das ist wirklich für
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mich einer der größten Gruselfaktoren, mir zu überlegen, ja gut, okay, jetzt haben die in der Bundesregierung vielleicht noch gar nicht so die Ahnung, was sie damit alles anfangen können, aber das kann sich eben ändern. Und soweit sollten wir es eigentlich einfach gar nicht erst kommen lassen. Wir haben noch einen weiteren Grund, weshalb Repression und Sicherheit nicht gleichsetzbar sind, und zwar ein ganz
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wichtiger, Freiheit und Demokratie sind einfach mal der größte Rand für unsere Sicherheit. Das fängt erst mal ganz simpel an, im Rechtsstaat kann ich mich darauf verlassen, dass ich nicht einfach auf der Straße aufgegriffen werde, weil irgendwie meine Haarfarbe nicht stimmt oder weil ich irgendwie das falsche Lied gesungen habe,
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sondern es gibt klare Regeln, nach denen ich mich orientieren kann und auf die ich mich weitgehend verlassen kann. Das ist jetzt eine große Klammer, weil es gibt natürlich mittlerweile schon einige Situationen, die passiert sind, wo man sich fragt, wo ist denn da der Rechtsstaat geblieben? Und genau das ist eben das Problem, dass wir im Moment
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auch genau diese Verlässlichkeit untergraben. Beispiel Polizeigesetze, nein, Polizeigesetze sollte ich euch im Stream angucken. Beispiel prostituierten Schutzgesetz, da haben wir schon wieder den Schutz drin. Ich weiß gar nicht, ob das so vielen Leuten klar ist, aber es gibt da drin so eine Klausel, wenn ich, wenn es den Verdacht gibt, dass ich in meiner
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Wohnung der Sexarbeit nachgehe, dann darf die Polizei meine Wohnung betreten ohne Durchsuchungsbefehl. Das heißt, die Unverletzlichkeit der Wohnung, Rechtsstaat, eine Sache, auf die ich mich eigentlich bisher verlassen habe, ist damit unterhüllt, weil es braucht nur einen eifersüchtigen Ex-Freund oder irgendein Nachbarn, der sich
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wundert, dass ich ab und zu mal verschiedene männliche Besuche habe oder der sich über irgendwas ärgert, weil ich den Müll zur falschen Zeit rausgestellt habe oder so, und der äußert dann diesen Verdacht und auf einmal gilt das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung für mich nicht mehr. Und da haben wir eben genau das
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Problem, dass diese angeblichen Sicherheitsmaßnahmen uns mich zum Beispiel zutiefst verunsichern und übrigens, das könnte alle Frauen und auch Männer treffen, die Sache. Das ist nicht nur, das schützt nicht nur die Prostituierten. Dieses Gesetz, das macht uns, bringt uns alle in Gefahr. Wenn ich jetzt mal so dran denke, ohne Freiheit,
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ohne die Rechtsstaatlichkeit, ohne die Demokratie, die wir jetzt haben, früher im Feudalsystem hätte mir vielleicht mein Lehnsherr gesagt, du bist noch nicht krank, du musst noch weiter arbeiten und zum Arzt darfst du sowieso nicht. Heute darf ich selber entscheiden, wen ich heirate, was ich arbeite, zu welchem Arzt ich gehe,
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wann ich zum Arzt gehe und wo ich wohne. Und das sind alles Dinge, die meine Sicherheit erhöhen. Denn wenn ich autonom so was entscheiden kann, habe ich die Dinge in der Hand. Und dann kann ich auch selber entscheiden, in wie viel Sicherheit ich mich, begeben möchte oder nicht. Und dann gibt es noch diesen Chilling-Effekt, den wir auch
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immer wieder, von dem wir auch immer wieder oft reden, in dem einfach klar ist, der besagt, dass Menschen, die sich überwacht fühlen, ihr Verhalten anpassen und nicht mehr so gerne aus der Norm fallen. Also Stellungsstück A dafür, was es bedeutet,
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dass Leute sich mal trauen, aus der Norm zu fallen. Habt ihr hier, schaut euch um, überall. Das ist das, wovon Impulse ausgehen und das ist das, wovon Veränderung ausgeht. Und in dem Moment, wo ich nur noch von Leuten umgeben bin, die sich
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auch nicht trauen, für mich Partei zu ergreifen, weil sie alle nur noch gerade ausgehen, ist das auch nicht gerade förderlich für meine Sicherheit. Und dann haben wir natürlich noch das ganze große Thema der Manipulierbarkeit. Wenn man mich gut kennt und gut ausspioniert hat, dann weiß man natürlich auch, wie man meine Knöpfe
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drücken kann, wie man mich dazu kriegt, für den Brexit zu stimmen oder irgendwelche komischen Präsidenten. Naja, da haben wir hier ja nicht die Wahl, den Präsidenten zu wählen. Aber Manipulierbarkeit durch Überwachung ist natürlich auch ein Riesengefahr
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und auch da wirkt die Überwachung nicht für unsere Sicherheit, sondern eher dagegen. Dann gibt es noch einen ganz wichtigen Punkt. Dieses ganze Konstrukt der Grundrechte und des Staates, das ist ja, also im Grundrecht, im Grundgesetz steht, als ganz am
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Anfang die Menschenwürde unertauschbar, sie zu achten und zu schützen. Das ist Grundlage jeder staatlichen Gewalt. Achten und schützen. In dieser Reihenfolge, also die Menschenwürde muss in erster Linie geachtet werden. Ich füge da jetzt einfach mal frech noch die Freiheit hinzu. Menschenwürde und Freiheit müssen geachtet
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werden und im zweiten Schritt auch geschützt. Aber was wir nicht haben, ist ein Recht auf Sicherheit, also auf körperliche Unversehrtheit oder sowas. Es geht nämlich darum, dass die Grundrechte Abwehrrechte gegen den Staat sind. Also es geht darum, dass der Staat nicht übergriffig uns gegenüber wird, aber der Staat ist gar
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nicht so sehr verpflichtet, uns vor Dritten zu schützen. Das wird einem auch in dem Moment klar, wenn man sich bewusst macht, wann das Grundgesetz geschrieben worden ist und von wem und in welchen Zusammenhängen. Kann mal jemand die Hände hoch? Wer weiß denn mehr als zwei
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Leute, die die Grundrechte geschrieben haben, das Grundgesetz? Mehr als zwei? Ich sehe insgesamt zwei Hände. Drei Hände sehe ich. Das ist mal ziemlich erschreckend, weil in der Schulzeit, wenn man ein Buch gelesen hat, musste man sich mit dem Autoren immer schrecklich
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ausführlich auseinandersetzen. Wann hat er gelebt, was hat den motiviert und warum hat er so geschrieben, wie er geschrieben hat. Aber wer eigentlich die Väter und Mütter unseres Grundgesetzes sind, haben wir nicht erfahren. Also ich habe in der Schule, wir haben da ein Schnitt auf dem Bild. Die Grundrechte wurden in unsichersten Zeiten geschrieben. Direkt nach dem
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Zweiten Weltkrieg. Direkt nachdem der Staat massiv übergriffig geworden ist und eine große Gefahr für seine Bürgerinnen und Bürger geworden ist. Und in dieser Zeit haben sich Leute gedacht, so müssen die Grundrechte aussehen, damit das nicht noch mal passiert. Das ist das oberste Ziel der Grundrechte gewesen und vor dem Hintergrund ist es ein
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bisschen erstaunlich, dass wir, die wir jetzt in einem der sichersten Zeitalter, zumindest auf diesem Fleck der Erde, in einem der sichersten Länder dieses Planeten leben, dass wir uns die ganze Zeit so ins Hemd machen und die ganze Zeit so im Sicherheitswahn versinken und Panik
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haben. Denn das, die Diktatur und die Willkürherrschaft der Nazis, das ist das, wovor wir Angst haben sollten. Das ist das, wo wir darauf aufpassen sollten, dass wir da nicht wieder hinkommen. Und von daher ist dieser Gesellschaftsvertrag, den wir getroffen haben, ja, wir machen einen Staat, wir akzeptieren staatliche Macht, wir akzeptieren, dass es
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Polizei gibt. All das ist ja schön und gut, aber das geht nur unter einer Bedingung. Der Staat kriegt von uns die Macht unter der Bedingung, dass er uns vor seiner Macht auch schützt, dass wir nicht seiner Macht ausgeliefert sind. Und wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist,
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danke. Andernfalls darf der Staat diese Macht nicht kriegen. Und das, was jetzt gerade passiert, ist, dass der Deal einseitig aufgekündigt wird. Und das ist einfach nicht in Ordnung und das macht uns unsicher. Ich habe dazu ein bisschen Lesestoffempfehlungen, weil ich wirklich
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finde, dass die Biografie des Grundgesetzes eine spannende Geschichte ist, die uns sehr viel erzählt und die uns auch sehr viel klarmacht. Nachdem ich das Buch von Christian Bromarius gelesen habe, habe ich doch nochmal ein ganz anderes Verhältnis zum Grundgesetz
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gekriegt. Und da wir das in der Schule leider nicht so ganz vermittelt bekommen, habe ich es jetzt mal hier groß hingestellt. Falls hier Lehrerinnen und Lehrer sind oder Menschen, die Lehrpläne schreiben, das wäre eine gute Idee. So, und wo wir gerade bei
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Büchern sind, komme ich gleich mit dem nächsten. Und zwar beim Punkt, den ihr bestimmt auch schon bis zum Erbrechen gehört habt. Freiheit versus Sicherheit. Man muss da doch abwägen. Ohne Sicherheit keine Freiheit. Und dann muss man doch das eine einschränken, um das andere zu kriegen. Es gibt ja diese, man hat diese Transpies auch schon oft auf Demos gesehen.
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Freiheit stirbt mit Sicherheit. Oder das Benjamin Franklin zugeordnete Zitat. Wer hat genau da auf diesem Punkt nochmal den Finger in die Wunde gelegt. Und weil er das so schön
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gemacht hat, so schön auf den Punkt bringt, erspare ich euch jetzt einfach nicht dieses komplette, also aus Sicherheitsgründen letztlich, müsste ich euch jetzt das gesamte Zitat anschauen. Ich habe es ein kleines bisschen gekürzt, auch aus Sicherheitsgründen. Sicherheit und Freiheit lassen sich in der Demokratie nicht gegeneinander abwägen. Das
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ist eine Kategorienverwechselung. Freiheit gibt es nur innerhalb eines gewissen Grades an Sicherheit. Die passen gar nicht auf eine Ebene. Und deswegen sagt er weiter, wenn wir bestimmte Unsicherheiten nicht mehr ertragen wollen, können wir demokratisch entscheiden, was wir tun. Aber diese Entscheidung beruht nicht auf einer Abwägung zwischen Sicherheit und
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Freiheit, sondern auf einer Abwägung zwischen verschiedenen Arten ein freies Leben zu führen. Also Freiheit gegen Freiheit können wir abwägen. Und was macht uns freier und welche Freiheit wollen wir haben? Wir aber werden Sicherheit nicht als Selbstzweck anstreben, sondern als ein Mittel, um unsere Freiheit zu ermöglichen. Sicherheit ist das Mittel
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und nicht der Gegenpart zur Freiheit. Wir beschränken Freiheiten um andere Freiheiten nicht um der Sicherheit willen. Eine Gesellschaft, die es für selbstverständlich
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hält, Risiko und Unfreiheit auf eine Stufe zu stellen, zeigt ihr Fehlen an demokratischem Selbstverständnis. Ja, ach so, es geht noch weiter. Sicherheit und Freiheit stehen in der Demokratie nicht auf derselben Stufe der Wertigkeit. Sicherheit ist keine Grenze der Demokratie, sondern allenfalls ein Mittel, um Freiheit zu ermöglichen. Jetzt denke ich, ist das so ein bisschen zusammengekommen. Mir ist es wichtig, dass
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diese bescheuerte Gleichsetzung, dieses Aufmachen von einem Abwägungs, man muss ungültig abgetan wird. Und dafür habt ihr jetzt hoffentlich alle die Mittel. Im Zweifel
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müsst ihr das noch mal nachlesen. Kommen wir zu dieser gefühlten Sicherheit. Ganz viele politische Debatten drehen sich eigentlich nur noch um gefühlte Sicherheit. Es geht gar nicht mehr darum, die wirkliche Sicherheit zu erhöhen, sondern nur die gefühlte Sicherheit. Komischerweise wird vorher den Menschen erst Angst eingejagt, damit man
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ihre gefühlte Sicherheit wieder erhöhen kann, was auch ein populistisches, komisches Ding ist. Erstmal ist das mit der gefühlten Sicherheit gar nicht so schlecht. Wenn ich nämlich Vertrauen in eine Gemeinschaft habe, in der ich mich bewege, dann ist die Gemeinschaft insgesamt sicherer. Also hier habe ich wieder Ansichtsexemplar 1 rund um
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uns herum. Wir haben hier Vertrauen ineinander. Ich lasse meinen Roller hier einfach irgendwo stehen und finde ihn später wieder. Ich gehe nachts um vier hier lang. Ich verschwende nicht mal einen einzigen Gedanken darauf, ob ich irgendwie hier von irgendeinem der vielen Anwesenden was Schlechtes erleben könnte. Weil ich habe Vertrauen in diese
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Gemeinschaft und zwar ziemlich Festes. Und dadurch bewege ich mich freier und entspannter und reagiere vielleicht auch nicht so hektisch und bin dadurch auch tatsächlich sicherer. Unsere Gemeinschaft hier ist sehr sicher, weil wir einander vertrauen.
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Von daher ist es erst mal gar nicht so falsch von der Politik auch auf die gefühlte Sicherheit einzugehen und auch zu versuchen, die gefühlte Sicherheit zu erhöhen, weil das tatsächlich die Wirkung hat, die Sicherheit insgesamt zu erhöhen. Aber was jetzt passiert ist ja, dass eigentlich alles nur noch sich um die gefühlte
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Sicherheit dreht und als alleinige Lösung ist das ein großes Problem. Es ist eine einfache populistische Position. Das heißt vor allen Dingen diejenigen bedienen sich derer, die mal schnell eine einfache Erklärung brauchen oder was Einfaches brauchen, um irgendwie Wählerstimmen zu sammeln. Denn leider zieht es tatsächlich. Aber es
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ist eine zu einfache Position und vor allen Dingen ist es ein leeres Versprechen. Und leere Versprechen untergraben das Vertrauen. Jetzt mal als Beispiel hier Breitscheidsplatz an Amri. Im Moment ist ja alles irgendwie gerade völlig offen, was da eigentlich genau passiert ist. Was wir aber wissen ist, dass kurze Zeit später jemand erschossen wurde und
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laut verkündet wurde, wir haben den Täter gefunden. Und so jetzt drei Jahre später wissen wir eigentlich gar nicht, ob der das wirklich war. Naja und das kommt dabei heraus. Zum einen könnte es durchaus sein, dass der wahre Täter da immer noch frei rumläuft, das ist nicht sonderlich Vertrauen erwecken. Und zum anderen, wenn da eben mal eben schnell
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einer abgeknallt wird, wer sagt mir denn, dass ich nicht das nächste Mal diejenige bin, die abgeknallt wird, nur damit die gefühlte Sicherheit im Land erhöht werden kann. Ich bin weiß, von daher werde ich wahrscheinlich nicht diejenige sein, die abgeknallt wird. Man muss da schon wahrscheinlich dem entsprechenden Profil entsprechen. Und das ist noch viel
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schlimmer an der Geschichte, weil das heißt einfach, dass manche Leute mehr Sicherheit kriegen als andere und mehr Vertrauen in die Gesellschaft haben als andere. Und das ist eine Unverschämtheit. Wir fassen also zusammen, in dem Moment, wo es nur
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noch um gefühlte Sicherheit geht, haben wir ein Riesenproblem, weil wir das Vertrauen untergraben und sogar möglicherweise in Richtung Wahn die Menschen sich bewegen
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könnten, weil das Gefühl entsteht, alles ist unsicher. Wir erinnern uns am Anfang, bevor man mit diesem populistischen Argument daherkommen kann und sagen kann, hier, wir haben doch alles sicher gemacht, muss man den Leuten ja erstmal Angst machen. Man muss ja erstmal aufzählen und deutlich machen, wie gefährlich alles ist. Und dann sagen,
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ja wir haben ja ganz viel getan. Und wenn dann aber, dass wir haben ganz viel getan, nur leere Versprechungen sind, ja dann leben wir irgendwann alle in einer Welt, in der alle davon ausgehen, alles ist unsicher und keiner kann mehr keinem vertrauen und in solchen Situationen können Wahn und Verschwörungstheorien sich natürlich
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Bahn brechen und haben Tür und Tor geöffnet. Von daher erreicht das Fokussieren auf gefühlte Sicherheit das genaue Gegenteil und das ist ein großes Problem in unserer Politik. Um vorher, genau, es gibt von Witzen und Gelinski, die haben mal festgestellt, dass Kontrollverlust
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und das ist ja das, was wir erleben, wenn wir wissen, wir werden überwacht, aber wir haben auch selber nicht mehr die Möglichkeit, da irgendwas zu verändern, was einzustellen. Kontrollverlust kann Wahn, naja auslösen, zumindest befördern. Die Erklärung dafür
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ist eigentlich relativ einfach. In dem Moment, wo mir der Halt fehlt, wo meinem Gehirn der Halt fehlt, sucht er sich neuen Halt und findet plötzlich Muster und Zusammenhänge, die in Wahrheit gar nicht existieren, aber ich hab wieder was, wo ich mich daran festhalten kann. Das führt dann halt zu Wahn- oder Verschwörungstheorien, die übrigens wiederum
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sehr gefährlich werden können. Also es gibt da Fälle, nicht nur, dass irgendwie wieder die Leute glauben, die Erde ist eine Scheibe, gerade was zum Beispiel das Impfen angeht. Ja, du lachst, das werden immer mehr, das werden gerade mehr. Aber gerade auch in Bezug
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auf Impfungen haben wir ein Riesenproblem, weil die Leute sich nicht mehr impfen lassen gehen und das hat im asiatischen Raum schon fatale Folgen gehabt, weil irgendein Video angebliche Nebenwirkungen von Gebärmutterhalskrebsimpfungen gezeigt hat, die null, keinerlei Nebenwirkungen hat, ist da die Impfrate von einer relativ hohen Zahl in den Keller gegangen und das
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ist eine große Gefahr. Also Verschwörungstheorien machen uns unsicher. Und auch die kleine Schwester davon, die Hypervigilanz, die ich vor allen Dingen in meinen Beratungsstunden häufig habe, also Hypervigilanz heißt Überaufmerksamkeit, das passiert eben
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in so einer Situation, wo man schon einen Anlass hatte, wo es schon irgendeinen Grund gibt zu vermuten, dass irgendwas komisch ist mit meinem Gerät zum Beispiel und ich dann nicht mehr auseinanderhalten kann, ob dieses Icon sich deswegen verändert hat, weil ich halt ein Systemupdate gemacht habe und sich manchmal Icons verändern
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oder weil mich jemand gehackt hat. Und das Ganze erklärt sich ganz schön anhand von dem Heider-Simmel-Experiment, Marianne Simmel, nicht Mario, die schon 1944 dieses
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Bildchen, was man hier sieht, das ist eigentlich ein Video, kann man sich online anschauen. Es ist ganz spannend, man sieht halt diese zwei Dreiecke und den Kreis und ja, diesen einen Raum mit der Tür und der ist das große Dreieck. Im Laufe des Videos gerät man sehr in eine Versuchung, das große Dreieck für den richtigen Arsch zu halten,
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weil das geht nämlich auf das kleine Dreieck los, während sich der Kreis in der Tür versteckt und es entsteht so eine richtige Dynamik dazwischen und das Experiment bestand darin, dass Leute erzählen sollten, was passierte da und da wurden verschiedene Geschichten erzählt, Hänsel und Gretel könnte das sein, da ist das große Dreieck, die Hexe
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oder das große Dreieck ist der gewalttätige Vater ganz häufig und entweder kommt die Tochter mit ihrem Freund nach Hause, dann ist die Tochter der Kreis und der Freund das kleine Dreieck, was eben angegriffen wird oder die Mutter kommt mit dem Kind nach Hause, dann ist das Kind der Kreis und die Mutter wieder das kleine Dreieck, aber jedenfalls nichtsdestotrotz, dieses große Dreieck ist wirklich echt assi. Allerdings,
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was wir hier sehen sind überhaupt gar keine Emotionen, das sind einfach nur Dreiecke und Kreise und selbst wenn man das weiß, dass es hier darum geht zu zeigen, dass man in dieses Video guckt und sofort in Gefühle und in Geschichten reinrutscht, man kann es nicht verkneifen, irgendwann dieses große Dreieckscheiße zu finden, obwohl es ein
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Dreieck ist. Das ist auch historisch irgendwie ganz sinnvoll gewesen, weil wer diese Fähigkeit hatte, ist halt dem Säbelzahntiger entlaufen, bevor er dann vor dem Büsch hervorgesprungen ist, das heißt unser Gehirn erfindet Geschichten dazu, holt sich auch die
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entsprechenden Emotionen ran und schwuppdiwupp haben wir eben gefühlte Unsicherheit und mehr. So, kommen wir zu dem Punkt, was wir denn eigentlich bräuchten. Was ist also der Unterschied zwischen Sicherheit und Repression, Sicherheit und Überwachung? Wir haben hier für unsere
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Kampagne bei Digitalcourage dieses wunderschöne Bild erstellt, was das mal darstellt. Liebe Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, ich weiß, ihr müsst nicht unbedingt einen Helm tragen, eine Sicherheitsweste gibt es unterschiedliche Philosophien, aber auch Helm macht uns sicherer und so eine Rettungsweste zum Beispiel auch, aber so eine Drohne,
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die am Himmel rumschwirrt, oh je, die macht uns sogar unsicherer, da komme ich gleich zu. Was könnten wir denn alles machen, wenn es uns wirklich um Sicherheit geht, wenn wir wirklich jetzt die Sicherheit erhöhen wollen? Was können wir machen? Fangen wir mal so mit den basalen Sachen an, Grundrechte und Frieden, Frieden macht uns immer sicherer oder? Die
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Einschränkungen ist eigentlich fast noch zu harmlos. Warum müssen wir eigentlich überhaupt Waffen produzieren? Waffen machen uns unsicher, Waffen sind dazu da, Menschen zu töten oder zu gefährden. Also ich sehe gar keinen Grund für die Existenz von Waffen. Ja
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und dann, das ist wirklich eins meiner größten Anliegen. Wir haben Halle, wir haben CDU-Politiker, die von Nazis in ihrem Garten erschossen werden und die Politik ist regungslos. Palabert
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ein bisschen, redet ein bisschen hier und da, ja, will jetzt ein bisschen hier wieder Überwachung erhöhen, das ist die einzige Antwort schon wieder. Und das, was wirklich passieren müsste, das Verfassungsschutz soll die AfD überwachen, ja, den Verfassungsschutz wäre abschaffen. Im Verfassungsschutz sitzen doch die Nazis. So und in der Polizei hört
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man es auch immer wieder, da muss wirklich was passieren. Ich bin überhaupt nicht gegen die Polizei, ich arbeite viel und gut mit der Polizei zusammen, wenn es die richtigen Leute sind, aber das heißt doch auch, dass man die anzeigen können muss, die die Scheiße bauen und das geht doch nicht, dass Polizei gegen Polizei
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ermittelt, ist doch klar, dass da nie was bei rauskommt. Also Rechtsextremismus muss wirksam bekämpft werden und da gäbe es echt viele Dinge, die man machen könnte außer Verfassungsschutz-Sicherheitstheater. Jetzt sind wir wieder bei den Kampfdrohnen. Die
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Anstalt hat mal so eine wunderschöne Darstellung davon gemacht, was es bedeutet, wenn eine Kampfdrohne einem die ganze Zeit über dem Kopf schwirrt. So ein Ding, die sind ja nicht bemannt, das plötzlich mal eben vom Himmel runter irgendwelche Leute abknallt.
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Diese Kanonen, die auf diesen Drohnen hängen, die heißen Hellfire. Also wir haben ja keine deutschen, aber die amerikanischen Drohnen, diese Kanonen, die die haben, heißen Hellfire und der Name ist auch Programm. Die Menschen, die davon getroffen werden, werden bei lebendigem Leib gegrillt. Jetzt stelle man sich vor, man kennt schon so ein,
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zwei Leute aus einem mittleren Umfeld, die von so einem Ding erledigt worden sind. Man hat das immer die ganze Zeit über dem Kopf schwirren und man weiß, die Dinger machen Fehler. Die schießen manchmal ganze Hochzeitsgesellschaften nieder, weil die sich verdächtig verhalten haben. Aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich. Wer wird denn da nicht zum
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Also das ist doch eine Terrorismusheranzüchtungsmaschinerie. Das heißt, Kampfdrohnen dürfen nicht nur von deutschem Boden nicht kontrolliert werden, was ja immer noch passiert, sondern sie müssen geächtet werden. Das darf die Dinger gar nicht geben, weil die produzieren erst den Terrorismus. Ah ja, haben wir auch noch ein schönes Thema Umwelt und
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Klima. Ja, wer ersäuft, der lebt nicht wirklich sicher, wenn der Meeresspiegel steigt und wir kein Essen mehr haben, weil die Ernten vertrocknen und Erdbeben und
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was wir nicht alles durch den Klimawandel zu erwarten haben. Ich denke, Klima retten wäre eine echt super Sicherheitsmaßnahme. Auch da passiert viel zu wenig. Kohleausstieg, Atomausstieg. Ja, wer in der Nähe von einem atomar strahlenden, havarierten
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Atomkraftwerk lebt, der lebt auch nicht sonderlich sicher. Und Bienen muss ich doch jetzt mal kurz noch erwähnen, weil ohne Essen und Obst und Gemüse, also Obst braucht man für Gemüse, Bienen? Nein, Obst braucht Bienen. Aber wir brauchen Bienen, um zu essen und um zu leben
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und auch das könnte durchaus unsere Sicherheit erhöhen. Also Umweltschutz allgemein wäre echt eine verdammt gute Idee für eine schöne Sicherheitsmaßnahme. Auch soziale Sicherheit, da ist ja endlich wenigstens das Wort Sicherheit mal wieder drin vor, ist ein ganz wichtiges
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Thema. Wer sich seine Wohnung nicht mehr leisten kann und auf der Straße lebt, der lebt auch nicht mehr sonderlich sicher. Also irgendwie, wer die ganze Zeit fürchten muss, Schulden zu ertrinken und sich deswegen zum Beispiel leichter erpressbar wird. Also da gibt es sehr viele Szenarien, warum soziale Sicherheit eine ganz wichtige Angelegenheit ist.
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Ja, und dann kommen wir natürlich noch zur emotionalen Sicherheit. Suizid ist immer noch eine der größten Todesgründe in Deutschland. Beratungsstellen würden da ich arbeite in einer Beratungsstelle nicht zu diesem Thema, aber ich weiß, wie sehr wir alle
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irgendwie am Geld knapsen und überall gucken müssen, wie wir irgendwie zurechtkommen. Überall fehlen Leute. Da könnte man eine Menge tun für die Sicherheit der Menschen und auch zum Beispiel in der Täterberatung, die sehr erfolgreich darin ist zu verhindern,
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dass Leute überhaupt oder noch mal gewalttätig werden und das ist auch eine sehr wichtige Geschichte. Gerade psychologische Beratung ist einfach sehr, also ich kenne Leute, die warten ein Jahr lang auf einen Termin beim Psychologen und das kann es einfach
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nicht sein. Die Frauenhäuser schreien aus allen Himmelsrichtungen, dass sie die Nachfrage nicht erfüllen können. Es gibt immer wieder Frauen, die in großer Gefahr sind, die keinen Platz im Frauenhaus kriegen. Auch da müsste eigentlich viel mehr investiert
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werden und zwar eben nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land. Und dann gibt es eben noch diese Projekte zur Gewaltprävention wie das Violence Prevention Network oder eben auch solche Geschichten wie Exit, die Menschen helfen, aus dem rechtsradikalen Milieu wieder rauszukommen, die irrsinnig wichtige Arbeit tun und die
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zwar jetzt doch nicht die Gelder gestrichen bekommen haben, aber fast. Da wird immer wieder darüber diskutiert. Also auch die leben nicht auf sicherem Fuß und auch eigentlich müssten die eigentlich viel mehr kriegen, als die ganze Zeit darum fürchten müssen, die Gelder gestrichen zu kriegen. Bildung in einem Land, in dem die Menschen gebildet
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sind, das Leben wäre auch sicherer. Vor allen Dingen, wenn die Leute verstehen, warum Demokratie und Grundrechte eine wichtige Sache sind und Freundlichkeit und warum das so hilft. In dem Moment, wo Menschen eine Perspektive haben und alleine zurechtkommen und Vertrauen in sich selber haben können, werden sie vielleicht auch weniger verzweifelt
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und die Wahrscheinlichkeit sinkt auch, dass sie irgendeinen Scheiß bauen. Und deswegen ist es eigentlich eine gute Idee, schon den Kindern beizubringen, selber zu denken und nicht so unbedingt auswendig zu lernen. Und jetzt kommen wir zu den IT-Kompetenzen, die finde ich besonders wichtig. Ich habe so oft, ich habe so dermaßen oft Leute in
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meiner Beratung, die einfach von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, aber jetzt durch digitale Gewalt betroffen sind und jetzt gar nicht wissen, was sie überhaupt machen sollen. Und die fühlen sich massiv unsicher. Was aber passiert ist, naja, was wir anbieten können, ja auch aus der jetzt Krypto-Party, digitaler Selbstverteidigung, ist Schutz vor,
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naja Schutz vor den Datenkraken, vor denen die sammeln, vor denen die mit dem großen Arm alles einsacken, was es so gibt. Da kann man mit Verschlüsselungen und so hier und da ganz gut was machen. Aber Schutz vor direkten One-on-One-Angriffen gibt es eigentlich im
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privaten Raum quasi nicht. Das gibt es für IT-Firmen. IT-Firmen machen dann auch schöne Werbung und sagen hier, wie surfe ich sicher davon, aber im Privatraum ist da zumindest bezahlbar quasi kein Angebot da. Ich schmeiße jetzt mein Gerücht in den Raum. Ich behaupte,
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ich bin die einzige IT-Beraterin zum Thema digitale Gewalt. Ich hoffe, dass ich falsch liege. Falls da draußen irgendwo jemand ist, der auch in der Beratungsstelle arbeitet zum Thema digitale Gewalt, IT-Beratung macht, ich würde mich sehr, sehr gerne vernetzen und ich suche euch, meldet euch bei mir bitte, ja. Kritische Infrastrukturen
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müssen geschützt werden und wir brauchen ein Recht auf Verschlüsselung, nicht ein Verbot. Backdoors in Technik machen uns gefährlich und ja, Schulungen und Beratungen auch kostenlos, auch für die, die sich noch mit gar nichts auskennen, weil IT-Sicherheit wäre echt ein großes Thema und das gibt so viele Menschen, die das noch überhaupt
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nicht auf dem Schirm haben. Fahrradfahren. Ja, ich würde gerne in Berlin Fahrrad fahren, ich traue es mich nicht, ich habe echt Angst. Auch da könnte man die Sicherheit erhöhen. Eine ernsthafte Verkehrswende herbeiführen, ich gehe jetzt mal ein bisschen schneller drüber, weil das ist ja alles ganz offensichtlich, würde ich
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sagen. Tempolimits, da wird schon seit Jahrzehnten, Maha und Kai Biermann haben irgendwie gerade auch vor zwei Tagen im Vortrag das Thema Tempolimits gehabt, wird schon sehr lange darüber diskutiert, aber nie gemacht, würde aber sehr enorm die Sicherheit erhöhen, da gibt es sogar Studien zu. Und quasi jedes Land in Europa macht
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das schon außer Deutschland, naja, da ist auf einmal die Sicherheit nicht mehr so wichtig, wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen. Wasserversorgung, ich will ja euch nicht auf Ideen bringen, aber die ist irgendwie ziemlich ungesichert und wenn da jemand auf eine dumme Gedanken käme, das wäre zum Beispiel auch gar nicht so gut. Ach ja und dann kommen wir zur Gesundheitspolitik, da könnte man auch sehr, sehr viel machen, was
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die Sicherheit erhöht. Ich habe eine sehr liebe Angehörige, die beinahe an so einem multiresistenten Keim gestorben wäre und das ist eine richtig miese Geschichte. Aber derweil füttern wir die Antibiotika an irgendwelche Schweine und armen Tiere, weil sie unter Bedingungen gehalten werden, in denen man nur
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krank werden kann. Und gleichzeitig lohnt es sich aber auch nicht mehr an den Antibiotika, weil das rentiert sich nicht. Das heißt, wir müssen irgendwie das Gesundheitsthema entprivatisieren, dass es nicht mehr darum geht, was sich rentiert, sondern was wir brauchen und Antibiotika in Tierzucht verbieten.
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Mit Drogenaufklärung bringt mehr Sicherheit als Verbote und wenn wir die Beschaffungskriminalität nicht hätten, wäre auch nicht schlecht. Ja und wenn ich keine Hebamme finde, um mein Kind auf die Welt zu bringen, dann lebe ich auch nicht so sicher. So, wir haben das mal überschlagen, ich mache das sehr schnell, ich weiß nicht, ob ihr damit rechnen könnt. Es ist aber
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auch eine Milchbübchenrechnung, von daher rechnet nicht zu genau nach. Wir sind keine Forscher in dem Sinne, wir haben nur das genommen, was wir zur Verfügung hatten und da steht, dass es etwa 240.000 Menschen pro Jahr an allen möglichen Dingen sterben, auf die ich, von denen ich gerade gesprochen habe, an denen man was tun könnte. Wenn wir jetzt behaupten,
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naja ein Drittel davon könnten wir mit den Sicherheitsmaßnahmen, die so aus dem Kopf kommen, dann werden wir die Menschen nicht mehr retten. Wenn wir nicht mehr retten, dann kämen wir da bei 80.000 Menschenleben im Jahr raus. Okay, ihr seid nicht überzeugt, ein Drittel ist vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen, sagen wir ein Fünftel, wir retten nur ein Fünftel, sind wir immer noch bei 50.000. Und die sind überhaupt kein
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Thema in der Politik, nein es geht immer nur um die, wie viele sind auf dem Breitscheidplatz, es geht immer nur um Terrorismus, es geht immer nur um diese Gewaltgeschichten, die in Wahrheit gegenüber, also ich will jetzt keine Menschenleben gegeneinander aufwiegen, aber ich finde einfach jemand, der von Sicherheit redet, sollte diese Zahl
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nicht außer Acht lassen. Wer das nachrechnen möchte und ich bitte darum, weil wie gesagt wir sind da jetzt nicht die Experten und es wäre ja richtig cool von einem Experten da eine genaue Rechnung zu haben, die Quellen dazu, die wir verwendet haben, stehen auf
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der Website von Digitalcourage. Und jetzt kommen wir zum Spiel, ich muss mich auch beeilen, damit noch ein bisschen Zeit für Question und Answer bleibt, weil also was jetzt ja die ganze Zeit passiert, die Politik bedient sich an diesen aus Sicherheitsgründen, weil es ja auch so schön einfach ist und vor allen Dingen man kann nicht widersprechen, weil wer widerspricht, dass irgendwas aus Sicherheitsgründen
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passiert, der ist ja gegen die Sicherheit, ist zwar ein logischer Fehlschluss, der Inversionsfehler wird gerne gemacht, stört aber nicht, wenn ich das nicht mache, dann darf da keiner widersprechen. Und es passt erstaunlich oft und eine billige Begründung können wir doch eigentlich alle gut gebrauchen. Und was passiert, wenn man
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eine Sache häufig verwendet, zu häufig verwendet, so richtig übertreibt? Ja Inflation. Und deswegen werden wir das jetzt einfach, das ist unsere Lösung, inflationär gebrauchen. Das startet, es hat schon auf dem Camp gestartet, aber es startet noch mal heute, jetzt und hier. Es können alle mitmachen und sich unter dem Hashtag aus Sicherheitsgründen schöne
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Dinge ausdenken. Das darf fantasievoll, kreativ lustig sein. Man kann aber auch eben genau Beispiele sammeln, wie die Polizeigesetze, wie das Prostitutionsschutzgesetz, wie die neuen Erschwerungen, also wie Ausweisgedöns, Lichtbildausweis von Digitalcourage, der nimmt das ja auf den Arm auch.
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Wir können das Grundgesetz abschaffen oder politische Reden verbieten aus Sicherheitsgründen oder, naja, das sind jetzt so die Aufkleber, die wir beim Digitalcourage-Stand haben. Ein paar habe ich auch dabei, hier. Und früh Feierabend
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machen können wir auch aus Sicherheitsgründen. Und ja, das ist für Laptops ganz schön. Und wir haben auch extra einen Aufkleber, wo ihr sozusagen selber reinschreiben könnt, was ihr so alles aus Sicherheitsgründen wollt oder nicht. Und ja, damit komme ich zum Ende, bevor wir noch eine
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Mühezeit für Fragen haben. Aus Sicherheitsgründen habe ich entschieden, dass ich jetzt nicht gleich im Anschluss, ich wollte nämlich anbieten, dass wir uns einfach, wer Lust hat, noch sich auszutauschen am Digitalcourage-Stand treffen. Allerdings, und das ärgert mich doch sehr, ist direkt im Anschluss hier jetzt gleich Piko und verließt den Ärger.
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Und den Ärger, den will ich doch auch sehen. Ich hab zwar vergessen einzurwerfen, dass ich mich darüber ärgere, aber mein Vorschlag ist, wer noch Interesse hat, sich auszutauschen, kann mir entweder eine E-Mail schicken oder mich übers Fediverse oder von mir aus auch über Twitter erreichen. Ich habe die Decknummer 7055 und ich bin auch einfach im
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Anschluss an Pikos Vortrag am Digitalcourage-Stand zu finden und auch morgen wahrscheinlich im Laufe des Tages auch noch. Und dann freue ich mich auch über Gedanken, Anregungen und ja, aus Sicherheitsgründen bitte ich außerdem darum, diesen
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Vortrag nur positiv zu bewerten. Danke. Gibt's Fragen? Will irgendjemand was fragen? Da sind zwei Mikros links und rechts im Saal. Irgendwelche
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Fragen? Oder ist eh alles klar? Alles klar? Ach, da hätte ich ja noch länger reden können. Ja, da will noch jemand was. Go ahead. Jo, weil das jetzt bei Digitalcourage irgendwie mit eingebettet war, könntest du, das ist total merkwürdig, sich so zu hören mit der Hilfe.
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Digitalcourage, könntest du was zur Organisationsstruktur sagen und zu Beteiligungsmöglichkeiten und zu der Einbindung jetzt deines Vortrags in Digitalcourage, welche Organisation auch immer? Die Organisationsstruktur, na ja, Digitalcourage ist ein Verein ehrenamtlich. Man kann da auch ehrenamtlich mitmachen. Es gibt Arbeitsgruppen, es gibt Ortsgruppen, wo man sich
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einbinden kann. Es gibt immer dieses digitalcourage.de mitmachen. Da kann man dann sehr viel rausfinden, was es alles für Möglichkeiten gibt. Ich arbeite freiberuflich für Digitalcourage, mache vor allen Dingen viel mit der Website und inhaltliche Themen, liefere aber auch sehr, sehr gerne eben genauer Argumentationshilfen.
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Wir haben zum Beispiel den Flyer zum Thema Nichts zu verbergen. Und da hab ich zum Beispiel zehn, nee, elf sind es mittlerweile, aber der elfte Grund ist nicht von mir. Zehn bis elf Gründe, die man aufführen kann, um dieses, das das mal zu entkräften, um dieses viel Argument. Ich hätte gleich noch eine Anschlussfrage, wenn es
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okay ist. Ja, wenn sie kurz ist. Ja, ich fass mich kurz. Gibt es bei Digitalcourage aktuell Pläne für eine große nationale Kampagne, weil das wäre so ein Beteiligungsgrund? Eine allgemeine Kampagne oder jetzt zu dem Thema? Oder gibt es schon eine größere Medienkampagne
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von Digitalcourage, die irgendwie über Crowdfunding oder so in die Gänge gekommen ist oder geplant ist? Also es gibt die Kampagne unter digitalcourage.de slash sicherheitstheater. Da ist das alles aufgeführt. Das kann verbreitet werden. Wir machen diverse Kampagnen, aber zu genau diesem Thema sind wir jetzt zumindest noch nicht ganz
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groß geworden. Aber die Dinge wachsen auch immer mit der Zeit. Okay, vielleicht könnt ihr sich mit Lena dann noch kurz anschließen. Wir haben nämlich noch eine Frage aus dem Internet, diesem komischen Ding da draußen. Ja, die Frage war Woran scheitert es bei deinen Klienten, bei deinen Klienten denn am häufigsten?
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Woran scheitert es? Wenn ich jetzt wüsste, was mit S gemeint ist, ist das. Kannst du das klarifizieren oder steht das in der Frage so? Also die Frage wurde so gestellt, aber ich vielleicht, also wie ich es interpretieren will, ist. Also in erster Linie scheitert es daran, würde
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ich mal sagen, dass die die haben halt irgendwie so ein Gerät in der Hand und die wissen überhaupt nicht, was damit möglich ist und was da eigentlich alles geht. Und dann ist eben was Komisches passiert und sie haben niemanden. Es gibt auch irgendwie kaum eine Möglichkeit, rauszufinden, ob denn jetzt dieses Gerät wirklich gehackt wurde, ob da wirklich was drauf passiert ist oder nicht. Die Leute gehen tatsächlich dann, die werden
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von der Polizei zum CCC geschickt. Weil auch bei der Polizei, die gehen zur Polizei, sagen, hier ist was komisch auf meinem Gerät und auch die Polizei weiß halt nicht, was sie damit anfangen soll. Es gibt in der Polizei eben nicht diese IT-Forensik, die aber dringend notwendig wäre. Also die Polizei sagt, bevor wir hier
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draufschauen auf das Gerät und das überhaupt forensisch analysieren, muss es überhaupt erst mal einen Grund geben. Also so nach dem Motto, wenn bei dir eingebrochen wurde, dann suche doch erst mal selber nach Fingerabdrücken und korrumpiere halt die Beweise, die es möglicherweise gibt, weil die Polizei da auch meistens gar nicht die Mittel dafür hat. Wir machen ja keine Sicherheitsberatung.
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Der CCC macht keine Sicherheitsberatung. Sollten sich das erst mal überlegen. Wer ein Geschäftsfeld. Okay, damit darf ich diesen Talk abschließen, den 7, 6, 5. Die Zeit läuft gerade ab. Einen kräftigen Applaus für die Lena, bitte.
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Danke.