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ATLANTIS: Ein nachhaltiger Lehrverbund der Wirtschaftsinformatik

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Formale Metadaten

Titel
ATLANTIS: Ein nachhaltiger Lehrverbund der Wirtschaftsinformatik
Serientitel
Anzahl der Teile
20
Autor
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CC-Namensnennung 3.0 Deutschland:
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Identifikatoren
Herausgeber
Erscheinungsjahr
Sprache

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet
Genre
13
Vorschaubild
16:54
WirtschaftsinformatikWirtschaftsinformatikWort <Informatik>E-LearningVorlesung/KonferenzBesprechung/Interview
InformationWirtschaftsinformatikUmsetzung <Informatik>Computeranimation
PotenzialfeldInternetdienstErweiterungMultimediaInformationWirtschaftsinformatikInformationEckeE-LearningInformatikWirtschaftsinformatikComputeranimation
MerkmalstrukturPotenzialfeldInternetdienstErweiterungMultimediaStruktur <Mathematik>E-LearningZahlComputeranimation
InformationChipkarteLösung <Mathematik>Computeranimation
InformationChipkarteWirtschaftsinformatikDigitalisierungStruktur <Mathematik>E-LearningZahlDrahtloses lokales NetzComputeranimation
WirtschaftsinformatikInformationDigitalisierungProzessautomationInformatikInhalt <Mathematik>LernprogrammDrahtloses lokales NetzWirtschaftsinformatikProzessautomationReiheZahlenbereichSummeProzessorComputeranimation
Business IntelligenceMobile BusinessReiheWirtschaftsinformatik
Uniformer RaumLoopRungescher ApproximationssatzSummeInhalt <Mathematik>Content <Internet>ComputeranimationTabelle
Inhalt <Mathematik>Content <Internet>Besprechung/InterviewComputeranimation
ModulMultimediaBenutzerführungE-LearningComputeranimation
InformationNeumann-ProblemAffine AbbildungAffine AbbildungE-LearningInformatikWeb ServicesVideokonferenzPhysikalische Größet-TestInhalt <Mathematik>ReliabilitätComputeranimation
PunktNoten <Programm>Besprechung/Interview
Affine AbbildungComputeranimationVorlesung/Konferenz
Affine AbbildungBetrag <Mathematik>Seidelt-TestRechenwerkWort <Informatik>Computeranimation
Erweiterungt-TestProgrammiergerätEbeneComputeranimation
Zahlenbereich
ZahlenbereichTabelleBesprechung/Interview
StammdatenInstanz <Informatik>StandardabweichungSystemplattformComputeranimation
StammdatenInstanz <Informatik>BenutzerführungSystems <München>Inhalt <Mathematik>Logischer SchlussComputeranimation
LoginEinfache GenauigkeitTED <Datenbank>SystemplattformVideokonferenzE-LearningInhalt <Mathematik>ÄhnlichkeitsgeometrieXMLUMLFlussdiagramm
LoginPasswort
SummeINGA <Programm>VideokonferenzInhalt <Mathematik>
INGA <Programm>World Wide Web
Business IntelligenceSchedulingSystemplattformDatei
ResonanzE-LearningInhalt <Mathematik>Hausdorff-RaumInformationRechenzentrumVideokonferenzComputeranimation
VideokonferenzNoten <Programm>E-LearningSound <Multimedia>VideokonferenzFolge <Mathematik>Computeranimation
Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
Herzlich willkommen, mein Name ist Michael Breitner. Ich komme von der Leibniz -Universität, vom Institut für Wirtschaftsinformatik und ich freue mich hier zu sein. Ich bin auch im Elan e.V. engagiert. Ich werde dazu noch zwei Worte später sagen. Insofern wurde ich eingeladen, dass ich hier ein nachhaltiges und erfolgreiches E-Learning-Projekt vorstelle,
indem wir einen Austausch von Lehrveranstaltungen vornehmen. Wir sind ja schon sehr lange unterwegs, schon über zehn Jahre ohne Förderung. Insofern kann man wohl sagen, dass wir relativ erfolgreich sind. Hier vorne sitzt Frau Dr. Gur. Sie ist Koordinatorin des Projektes bei mir am Institut.
Wir sind einer von sechs Partnern und sie wird dann ein bisschen was erzählen zu der technischen Umsetzung und was die Studierenden so typischerweise in ihren Evaluationsberichten schreiben. Das ist ja wichtig für uns. Wir finden, wir studieren das. So, Frau Gur. Wir haben keinen Präsenter. Insofern klickt Frau Gur auf die nächste Folie.
Hier unten sieht man nochmal, wofür Atlantis steht. Academic Teaching and Learning Network in Information Systems. Information Systems ist die englische Bezeichnung für Wirtschaftsinformatik.
Unter Elan e.V. steht für E-Learning Academic Network eine niedersächsische Einrichtung. So, jetzt können wir zur Folie 2 gehen. Elan ist entstanden in einer Ausschreibung in den Jahren 2002 bis 2006. Und die Projekte sind dann gelaufen bis 2008. Hier haben wir auch Vertreter aus dem Ministerium.
20 Millionen sind geflossen. Es ging darum, eben E-Learning Technologien zu entwickeln, auch die Taktik zu machen. Und in der dritten Phase, in der wir uns damals beworben hatten, ging es explizit darum, eben auch nachhaltige Strukturen zu schaffen.
Also Verbünde, die sich irgendwie selber tragen, E-Learning-Angebote, mit denen man Erlöser wirtschaften kann, um die Kosten zu decken, all sowas. Wir haben das auch sehr ernst genommen. Natürlich sollten hochschulübergreifende Projekte entstehen. Jetzt kommen wir auf die nächste Folie.
Hier sind so die typischen Anforderungen gewesen, wie das bei so einer Ausschreibung halt ist. Da möchte ich gar nicht darauf eingehen. Hier noch mal ein Punkt, eben Einrichtung von Lehrverbünden. Und wir haben das also alles sehr ernst genommen. Dritte Folie dazu zur Ausschreibung.
Was auch interessant war, man hat in den ersten beiden Projektphasen festgestellt, dass es eben eine Vielzahl von Einzeltechnologien waren, eine Vielzahl von Einzelprojekten. Wir haben heute in den Vorträgen schon gehört, mangelhafte Standardisierung, es gibt viele Insellösungen, sowohl technologisch als auch fachlich, wenig Austausch.
Es war der Wunsch, hier auch ein Dach zu schaffen, das sich um E-Learning in Niedersachsen kümmert. Und so ist später der Elan e.V. entstanden, den es auch heute noch gibt, von den 21 Hochschulen Niedersachsen. Sind es 21, glaube ich? 20? Egal, zwei haben fusioniert, richtig.
Also 20 Hochschulen haben wir noch, sind ungefähr 15 Mitglied im Elan e.V. und bündeln dort eben ihre Kompetenzen bezüglich E-Learning, Digitalisierung in Hochschulen, Campusmanagement usw. Was durchaus Sinn gibt, fünf Hochschulen sind nicht Mitglied dort.
Die zahlen einen Mitgliedsbeitrag, das Land bezuschusst auch den Elan e.V. und so steht der Elan e.V. heute eben für die Strukturen E-Learning und Digitalisierungsstrukturen in Niedersachsen. So, nächste Folie. Die Ausgangslage. Wirtschaftsinformatik ist jetzt kein kleines Fach.
Wir haben unheimlich viele Studierende. Die Studierendzahlen sind stark gewachsen in den letzten 20 Jahren. Die Wirtschaftsinformatik wirkt weit hinein in unsere Gesellschaft. Ich sage mal so Themen wie Industrie 4.0, Automatisierung, Studierendverwaltung an den Hochschulen, Prüfungsverwaltung. All diese Themen hängen stark an der Wirtschaftsinformatik.
Und wir haben auch eine ganze Reihe von Wirtschaftsinformatikprofessuren. Nur sind die eben verteilt im Land Niedersachsen. Zumindest an den Universitäten, für die ich jetzt sprechen kann und wo ich mich am besten auskenne, haben wir in Niedersachsen etwa zehn Professuren an Universitäten. Manche Standorte haben bis zu drei Professuren. Hannover, also mein Standort, hat nur eine Professur für Wirtschaftsinformatik.
Man sieht daraus schon, es ist nicht einfach dort vernünftige Lehrprogramme aufzubauen, obwohl in der Summe natürlich Kompetenz vorhanden ist. Viele Leute Wirtschaftsinformatik machen in Niedersachsen. Es ist ein sehr breites Fach. Die Wirtschaftsinformatik ist extrem breit.
Selbst in den ganzen Studiengängen, Bachelor und Master, hat man Probleme, die Breite der Wirtschaftsinformatik abzudecken. Insofern kann man sich vorstellen, die einzelnen Professuren spezialisieren sich auf bestimmte Inhalte. Von anderen Inhalten verstehen sie weniger oder sehr wenig. Auch die Professuren in der Wirtschaftsinformatik sind spezialisiert auf bestimmte Inhalte der Wirtschaftsinformatik.
Und die Idee war dann, einen Lehrverbund zu beantragen oder zu gründen. Es gibt schon einen Lehrverbund. Die Göttinger sind zum Beispiel im Lehrverbund Winfo Line drin, hier mit Saarbrücken, Darmstadt und Kassel. Und im Elan I und II hat es schon Projekte von Wirtschaftsinformatik-Professuren gegeben.
Also Erfahrung hatten schon einige. Und insofern haben wir gesagt, wir versuchen es, einen Antrag zu stellen. Bitte. Wir haben uns dann zu sechs zusammengetan, um die Geschichte zu erzählen. Alle diese sechs Professuren kannten sich bereits vorher. Von Tagungen, von Veranstaltungen. Zwei hatten schon gemeinsam Forschungsprojekte gemacht.
Hier sehen wir die sechs Professuren. Hier unten die Mitarbeiter der ersten Stunde. Die Mitarbeiter sind genauso wichtig im Atlantis-Verbund wie die Professuren, sage ich immer, weil die Mitarbeiter sich um das Tagesgeschäft kümmern und um die Studierenden dann auch vor Ort kümmern.
Hier sehen wir die ersten Vorlesungen, die wir angeboten haben. Die decken die Wirtschaftsinformatik nicht in voller Breite ab, aber die decken bestimmte Bereiche der Wirtschaftsinformatik ab, die besonders wichtig sind. Insofern haben wir sechs Veranstaltungen definiert, sechs Standorte, sechs Professuren und eine Reihe von Mitarbeitern, die dann sich um das Atlantis kümmern.
Insofern haben wir einen Antrag gestellt und haben damals 400.000 Euro veranschlagt für zwei Jahre, um den Verbund aufzubauen. Davon haben wir 300.000 Eigenanteile getragen. Es war also im Vergleich zu den Projekten, die wir normal so beantragen, ein sehr billiges Projekt.
Trotzdem haben wir dann losgelegt. Die Inhalte waren zum großen Teil schon vorhanden. Wir haben also jetzt keinen neuen Content entwickelt. Wir haben auch keine neuen Technologien entwickelt in der Breite. Das einzige, was wir entwickelt haben, ist eine Technologie, um unsere Lernmanagementsysteme so miteinander zu verbinden,
dass die Studierenden von den sechs Standorten auf ein zentrales System gehen konnten, alle sechs Atlantis-Veranstaltungen sehen konnten, dort belegen konnten und die Lernmaterialien dort herunterladen konnten, sich die Videostreams anschauen konnten, die Ansprechpartner finden konnten, die Inhalte finden konnten. Also wir haben ein zentrales System geschaffen,
das war die technische Entwicklung. Ansonsten haben wir eben unseren Content, unsere Inhalte noch etwas verbessert, mit Aufzeichnungen, teilweise mit Online-Übungen und haben dafür eben das Geld verwendet. Im Sommersemester 2008 haben wir angefangen,
blättern Sie nochmal um. Ach so, hier noch eine kleine Übersicht der in Elan drei bewilligten Projekte. Es wurden damals 17 Projekte insgesamt bewilligt. Ich habe mir extra eine Liste aus meinen alten Ordnern nochmal herausgesucht, welche der Beamter am Projektdamm bewilligt wurden. Und ich habe im Nachhinein nochmal
gestaunt darüber, wenn man sich die Titel durchliest. Das geht jetzt etwas schnell hier in meinem Vortrag, aber Sie haben ja die Möglichkeit, sich die Aufzeichnungen anzuschauen. Die TIP will ja alle Aufzeichnungen der Vorträge ins Online stellen, auch die Folien werden online stellen, die können sich runterladen. Nur zur Geschichte nochmal, ich habe mir alle 17 bewilligten Projekte
nochmal angeschaut und ich war erstaunt. Es war nur ein Projekt dabei, was wirklich einen Lehrverbund beantragt hatte von den Bewilligten. Die anderen, da ging es immer um Contenterstellung, um Technologieentwicklung, um Einführung von E-Learning an einer Universität für ein Fach oder gar nur für eine Vorlesung. Die wurden trotzdem bewilligt.
Aber ich kann sagen, wir waren die einzigsten, die wirklich die Ausschreibung ernst genommen haben und sich Gedanken gemacht haben darüber, wie kann man einen nachhaltigen Lehrverbund gründen. Jetzt blättern wir zur zweiten Folie. Hier sieht man die anderen Projekte noch, die können Sie sich in Ruhe später nochmal
anschauen. Und jetzt zur nächsten Folie. Was sind unsere Prinzipien? Atlantis hat also von Anfang an verschiedene Prinzipien verfolgt. Wir wollten ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Auch nach der MWK-Förderung sollte das Ganze weiter funktionieren. Ist auch passiert, die Förderung ist Ende 2008 ausgelaufen.
Seitdem läuft 2008 seit 10 Jahren ohne jegliche staatliche Förderung oder Förderung der einzelnen Universitäten. Wichtig für uns war, dass alle Dozenten eine Affinität zum E-Learning haben und auch die Studierenden daran gewöhnt sein sollten. Es sollten also keine Partner mitmachen, die von E-Learning
nichts verstehen, wo die Studierenden überfordert sind, E-Learning-Veranstaltungen zu belegen. Da haben wir darauf geachtet, dass wir eine gewisse Affinität und gewisse Kompetenzen vorfinden. Unser Lehrverbund ist dynamisch und anreizbasiert. Das sind zwei sehr schöne Worte. Wir haben keinerlei Vertragsbeziehungen untereinander. Sondern es gibt nur Absprachen zwischen
einzelnen Partnern. Wer macht was? Wenn es Probleme gibt, dann macht man eine Telefonkonferenz oder man trifft sich auf unserer großen Wirtschaftsinformatik- Tagung und redet über Probleme, die es gibt. Also es müssen Anreize für
alle Partner vorhanden sein, mitzumachen. Und dynamisch bedeutet, dass natürlich auch jederzeit möglich ist, dass neue Partner hinzukommen. Das ist jetzt seit zehn Jahren nicht passiert. Es ist kein neuer Partner zugekommen. Aber es ist auch möglich, dass irgendwann Partner doch hinauskomplimentiert werden, die sich eben wenig engagieren, schlechte
Lehrveranstaltungen anbieten, die wenig nachgefragt werden. Dynamisch, auch durch den negativen Sinne, im Sinne von sanktionieren. Jemand, der nicht genug Nutzen im Lehrverbund bringt, kann auch hinauskomplimentiert werden. Eine Win-Win-Situation ist wichtig für alle. Und unser Prinzip
war, jedes Semester bietet jeder Partner mindestens eine Vorlesung zum Export an. Zuverlässig. Also jedes Semester. Nicht nur einmal im Jahr, sondern jedes Semester eine Veranstaltung. Wir machen jedes Semester die gleiche Veranstaltung. Das machen die meisten anderen Partner auch so. Aber mindestens eine sollte jedes Semester zum Export an die
Hand. Natürlich können auch die eigenen Studenten des Partners am Standort diese Veranstaltung in der Regel auch belegen. Wer sichert die Qualität? Die Qualität sichert bei uns der exportierende Partner. Der exportierende Partner ist verantwortlich für die ganzen Inhalte,
für die Videostreams, dafür, dass es Videokonferenzen gibt für die Studierenden an den anderen Standorten, dafür, dass eine Telefonsprechstunde stattfindet, dafür, dass im Forum, im Lern-Mensch-Mensch-System jemand auch Fragen antwortet. Der exportierte Partner sichert im Wesentlichen
die Qualität bei uns. Und wir evaluieren unsere Veranstaltungen jedes Semester systematisch. Die Evaluationen werden dann alle herumgeschickt, sodass Transparenz herrscht. Wer macht gute Arbeit? Wer ist beliebt? Wer macht schlechte Arbeit? Ich nenne es mal, wir haben so eine
Hygiene. Es fällt auf, wenn eine Vorlesung schlecht ist, wenn sie veraltet ist, wenn die Hotline nicht funktioniert an einem Standort. Das fällt spätestens in den Evaluationen auf. Und dann geht da die Evaluationsergebnisse aggregiert an alle Partner gehen, können wir dann auch über Probleme reden, wenn es an einzelnen Standorten eben Qualitäts- oder
Unterstützungsprobleme bei den Studierenden gibt. Und der importierende Partner ist auch wichtig, der leistet erste Hilfe vor Ort, der ist also für technische Fragen zuständig, manchmal auch für inhaltliche. Wobei ich ganz klar sage, die Vorlesungen sind teilweise so weit weg von dem, was an den Standorten gemacht wird, dass man da inhaltlich
oft mal gar nicht mehr so viel dazu sagen kann. Also der inhaltliche Support muss eigentlich vom exportierenden Partner an dem Standard gemacht werden, wo die Vorlesung und die Veranstaltung herkommen. Aber zumindest sollte vor Ort eine engagierte Person vorhanden sein, ein lokaler Koordinator für Atlantis, der eben technische Fragen
beantworten kann, weiß, wie alles funktioniert. Und hier noch ein ganz wichtiger Punkt, am Anfang hatten wir lange diskutiert, wie machen wir das mit der Prüfungsverantwortung. Natürlich kann man Lehraufträge vergeben, unbezahlte, dann könnte auch an einer anderen Universität jemand eine Prüfung abnehmen für die Studenten an der eigenen Universität. Das war uns alles zu kompliziert, weil bei sechs Partnern
können Sie sich vorstellen, da gibt es 36 mögliche Konstellationen mit Lehraufträgen usw. Wir haben konsequent gesagt, die Prüfung, die Klausur in der Regel bei uns, stellt der exportierende Partner. Er schickt sie dem Standortpartner, der die Vorlesung importiert.
Der Prüfer sitzt am importierenden Standort und letztendlich entscheidet der Prüfer, was er mit den Punkten aus der Klausur zurückbekommt, macht, welche Noten er vergebt. Er ist verantwortlich dafür, dass die EZTS vergeben werden können, dass die Noten eingetragen werden können. Wir haben das Prinzip so weit vereinbart, dass wir gesagt haben, die sechs importierenden Standorte
haben jeweils einen Professor als Prüfer, der kümmert sich darum, dass die Noten aus den importierten Veranstaltungen irgendwie gerecht festgesetzt werden und ins System eingetragen werden. Die Korrekturen erfolgen aber am exportierenden Standort. Und das ist nicht ganz ohne, weil Sie können sich vorstellen,
wenn Sie sechs Veranstaltungen haben, die von sechs Standorten genutzt werden, verteilt sich nicht immer gleich. Ich kann nur ein Beispiel nennen. Mein Kollege Uwe Hopper aus Osnabrück macht im Wintersemester immer eine Vorlesung Geschäftsprozess Management. Die belegen allein von meinen Studierenden 100 Studierende. Die mögen die einfach.
Die gehen da gerne hin. Die finden die gut. Dann schickt uns der Uwe Hopper zum einheitlichen Klausurtermin in Niedersachsen, schickt uns seine Klausur, natürlich verschlüsselt. Kurz vor der Klausur wird die Klausur entschlüsselt. Dann wird sie ausgedruckt. Dann wird sie ausgeteilt. Wir organisieren auch die Prüfung bei unserem Standort.
Da muss kein Student von uns nach Osnabrück fahren, wenn er eine Klausur schreiben will. Wir haben dann einen Raum. Wir teilen die Klausuren aus. Wir sammeln die Klausuren wieder ein. Frau Dr. Guhr schickt die Klausuren per Einschreiben nach Osnabrück. Dann ist der Kollege Hopper gefragt, er darf 100 Klausuren korrigieren. Das hört sich erst mal gut an. Aber natürlich ist das nicht gleich verteilt. Manche Vorlesungen werden in einem Semester
nur von fünf Leuten belegt. Andere Vorlesungen von 150. Der eine Standort muss dann nur 150 Klausuren korrigieren, der andere nur fünf. Das funktioniert bisher relativ reibungslos und problemlos. Wir hatten aber auch schon mal über sowas diskutiert, wie eine Prüfervergütung, der Nikolaus Vorgau aus Österreich kennt.
Die Österreicher hatten das immer noch oder hatten früher längst abgeschafft. Ich weiß, die hatten früher eine Prüfervergütung. Da hat ein Prüfer pro Klausur einen Betrag X bekommen. Das war bei großen Prüfungen durchaus ein interessanter Nebenverdienst. Da hatten wir auch schon überlegt, ob wir pro Klausur einen Betrag bezahlen, um dieses Ungleichgewicht
an Klausurkorrekturen irgendwie aufzufangen. Bisher haben wir es nicht gemacht, weil wir uns bisher immer so geeinigt hatten. Jetzt blätten wir uns einmal um. Die kritischen Erfolgsfaktoren ganz kurz. Unser Atlantis lehrverbundene Vorlesungen sind ungeeignet für Pflichtvorlesungen.
Wir nutzen die in einem Wahlpflichtprogramm, wo unsere Studierenden eben flexibler studieren können, wo die Prüfungsstandorten im Wahlpflichtkatalog erweitern können. Die Reputation der Dozenten ist wichtig, sowohl des importierten als auch des exportierenden Dozenten, damit die Akzeptanz
der Studenten gut ist. Zur Export-Import-Bilanz habe ich schon etwas gesagt. Es sollte sich irgendwie ausgleichen. In den letzten Jahren war das teilweise doch recht ungleich im Sinne von, wie viele Veranstaltungen werden importiert, wie viele werden exportiert, wie viele Studenten belegen die Veranstaltungen. Aber bisher hat es noch keinen großen
Ärger im Atlantis-Lehrverbund gegeben. Wir brauchen kompetente Koordinatoren, sowohl auf Professorenebene als auch auf Mitarbeiterebene. Manchmal ist es schwierig, die Vorkenntnisse der Studierenden zu harmonisieren. Selbst wenn alle irgendwas mit Wirtschaftsmarktik zu tun haben, sind die Vorkenntnisse doch sehr unterschiedlich. Man muss
bei den Vorlesungen darauf achten, dass man die Dinge, die wichtig sind für die Vorlesung, für das Verständnis der Vorlesung, wo man nicht sicher ist, dass das alle Studierende können und kennen an anderen Standorten. Das muss man einfach kurz wiederholen am Anfang. Sonst stört man auch, wenn es sehr inhomogene Studierenden schafft.
Und ich denke, das waren meine Punkte. Jetzt steigt Frau Dr. Gur ein und erzählt noch mal was. Eine Folie kommt noch. Hier sehen wir unsere Zahlen. Das war die Förderphase hier vorne. Hier sehen wir die Veranstaltungen wie viele Studierende die belegt haben. Unser Versprechen ans MWK, wie viel wir erreichen wollten. Diese Zahlen haben
wir überschritten. Und ab Wintersemester 2008-2009 ist Atlantis ohne Förderung weitergelaufen. Und man sieht hier schon an den IS-Zahlen, dass wir hier doch ordentliche Studierendenzahlen hatten. Und die Grafik endet hier im Wintermeter 2013-2014. Nicht weil wir jetzt keine
Studierenden mehr haben, sondern weil einfach nicht mehr auf eine Folie draufging. Die Zahlen sind ungefähr gleichgeblieben. Wir liegen im Jahr zwischen 200 und 300 Studierenden insgesamt, manchmal auch etwas über 300, je nachdem wie die Studiengänge ausgelastet sind. Und jetzt Frau Dr. Gur, bitte. Ja, dann vielen Dank. Die technische Infrastruktur,
da möchte ich eigentlich nur so auf die Kernprinzipien und die zentralen Elemente eingehen, ohne da näher ins Detail gehen zu wollen. Das Prinzip war ja, dass man sich in der Lehre austauschen möchte. Und dann ist es ja so, wenn man von Standards spricht, verschiedene Plattformen, natürlich das Ziel zu haben, eine zentrale StudIP-Plattformen bereitzustellen, die ähnlich dem aufgebaut ist, was man auch an den
einzelnen Standorten kennt. Das heißt, ich habe das Wort StudIP schon benutzt. Das sind die Lernmanagement-Systeme, die an den einzelnen Standorten schon genutzt wurden. Und insofern war der logische Schluss, auch im Atlantis-Projekt ein zentrales StudIP einzurichten, in der alle Atlantis-Veranstaltungen vorhanden sind. Das heißt, nehmen wir uns mal das Beispiel Hannover. Das heißt,
wir exportieren Mobile Business, eine Veranstaltung von unserem Standort, und exportieren entsprechend andere Veranstaltungen. Und alle Inhalte zu Mobile Business, aber auch den anderen Veranstaltungen, die wir importieren, sind in diesem zentralen StudIP enthalten. Ja, so sieht das Ganze aus.
Hier oben sieht man mal die Ankündigungen, die dann getätigt werden. Das sind Videokonferenzen und ähnliche Aktivitäten, die da stattfinden. Das heißt, beim Atlantis-Projekt sage ich immer, es ist weniger E-Learning, sondern eher Blended Learning. Das resultiert daraus, dass ich zu Beginn eines Semesters eine Präsenzveranstaltung für unsere Studierenden in Hannover mache,
für die importierte Lehrveranstaltung. Dort erläuter ich, was sozusagen thematische Inhalte der Veranstaltungen sind. Wie läuft das Ganze ab? Wie können die Studierenden auf das zentrale StudIP zugreifen? Das kennen die ja eigentlich gar nicht. Die sind bei uns im StudIP viel unterwegs, aber wie kommt man dann zum zentralen StudIP? Das wissen die nicht. Und was sind zum Beispiel Termine
für Videokonferenzen und so weiter? Das heißt, es ist jetzt nicht so, dass wir sagen, wir bieten jetzt beispielsweise das Beispiel von Geschäftsprozessmanagement aus Osnabrück einfach an und die Studierenden werden dann freigelassen, sage ich jetzt mal, und müssen sich das selbst aneignen, sondern wir machen da wirklich eine Einführungsveranstaltung, wo sie dann angeleitet werden, wo finden
sie welche Materialien und Ähnliches. Und dann noch natürlich entsprechende Videokonferenzen mit dem exportierenden Standort, dass die Studierenden dann auch Fragen zu den Inhalten stellen kann. Das heißt, ich mache bei uns am Standort die organisatorische Koordination, aber inhaltlich kann ich zu den Veranstaltungen zumeist ja auch nicht so viel sagen.
Und insofern sind die Videokonferenzen dann auch wichtig, um zum Beispiel Klausurfragen zu klären. Gibt es inhaltliche Unklarheiten und Ähnliches. Und auch ganz wichtig ist der Zusammenschluss von verschiedenen Studierenden an den anderen Standorten. Das heißt, es tun sich immer mehr Lerngruppen zusammen, von Studierenden an den verschiedenen Standorten. Man tauscht sich aus, sagt ich habe gesehen, bei euch gibt es die
und die Veranstaltung, das würde ich noch mal gerne machen, oder bei euch gibt es den und den Professor, den finde ich interessant, der bietet Praktika an. Und so dient das Atlantis Projekt nicht nur ja zum Austausch von Fachkompetenz im Bereich der Lehre, sondern auch zur Vernetzung von Studierenden untereinander. Ja, hier sieht man einmal die Suche. Das heißt,
man kann nach verschiedenen Atlantis-Veranstaltungen suchen. Wir machen das, wie gesagt, immer so, dass wir schon eine importierte Veranstaltung vorgeben, aber rein theoretisch wäre es ja möglich, dass wir fünf Veranstaltungen importieren, dann könnte man sich auch eine auswählen oder sich einfach mal informieren im zentralen Studiapi. Was gibt es eigentlich für Veranstaltungen? Genau, das könnten die Studierenden entsprechend auch
machen. Genau, hier als Beispiel ist einmal aus Braunschweig Business Intelligence, das ist eine Veranstaltung, die könnte importiert werden und dann bei uns in Braunschweig. Und da werden dann sozusagen hier in den Veranstaltungen dann da oben verschiedene Inhalte angeboten oder auch verbinare
Videokonferenzen angezeigt, in den Ankündigungen oder entsprechende Folien bereitgestellt. Hier sieht man dann auch in meinem Studiapi, wer sind die Ansprechpartner im zentralen Studiapi? Professor Matfeld oder dann die entsprechende Dozentin, die am Standort dann verantwortlich ist. In Braunschweig wäre das ja dann sozusagen die
Dozentin, die dann auch die Veranstaltung mit Herrn Matfeld inhaltlich betreut. Und hier sieht man dann die entsprechenden anderen Tutorinnen oder Dozenten an den anderen Standorten. Und so weiß dann auch immer jeder im Atlantis-Projekt, wer ist jetzt gerade für dieses Semester, für die Veranstaltung entsprechend auch verantwortlich, sowohl als Importeur als auch Exporteur. Ja, hier kann man dann
sehen, die Dateien, Folien, Aufzeichnungen, da gibt es vielerlei Möglichkeiten. Viele benutzen auch noch Elias als entsprechende Plattform, als Zusatz, um Material in zur Verfügung zu stellen. Man kann den Ablaufplan entsprechend einstellen, das Forum nutzen. Man kann auch hier über die Teilnehmerin natürlich Kontakte zu den entsprechenden Studierenden, die auch in der Veranstaltung
eingetragen sind, Kontakt aufnehmen. All dies ist natürlich möglich. Das sind ja auch die Möglichkeiten, die man über das StudIP am Standort auch selbst hat. Ja, und was sagen unsere Atlantis-Studierenden dazu? Generell haben wir eine sehr positive Resonanz der Studierenden. Also es ist wirklich so, dass die Studierenden sagen, es bringt mehr
Abwechslung. Ein großer Vorteil, der häufig genannt wird, dass man halt auch verschiedene andere Studierende kennenlernen kann. Oder eins, was eigentlich fast immer genannt wird, ist der Punkt des Auslandssemesters oder Praktikum. Viele Studierende machen Praktika oder ein Auslandssemester und sagen dann immer, die Credits aus dem
Ausland, die werden mir vielleicht nicht anerkannt, aber ich brauche noch vier, was mache ich denn jetzt? Und dann kommt die Atlantis-Veranstaltung im Spiel. Die Studierenden müssen denn zur ersten Präsenzveranstaltung vielleicht anwesend sein. Das ist aber auch nicht immer so. Die Informationen können sie dann auch von uns am Standort erhalten. Dann können die Studierenden ins Ausland gehen, sich alle Materialien, Videos usw. angucken
und müssten nur an dem Klausurtermin in Hannover sein, beispielsweise, um die Klausur mitzuschreiben. Weil auch die Videokonferenzen, die wir machen, die zeichnen wir bei uns am Rechnenzentrum immer auf, sodass auch diese Konversation, sage ich jetzt, mit der inhaltlichen Betreuung an einem anderen Standort dann entsprechend gewährleistet ist und sich die Studierenden das auch
nochmal angucken können. Das machen sehr, sehr viele. Das heißt, manch einer belegt dann vielleicht zwei Vorlesungen dann pro Semester, die dann halt als E-Learning oder Blended Learning Veranstaltungen angeboten werden. Ja, während meines Praktikums habe ich zwei Hausarbeiten geschrieben und die Vorlesungen belegt. Das heißt, der ein oder andere ist vielleicht
nicht so der Präsenzstudent und arbeitet lieber zu Hause. Für die ist das dann auch noch was. Ich kann die Vorlesung besuchen und die Inhalte mir aneignen, wann und wo ich wollte. Das ist dann auch nochmal so ein Plus. Generell ist es auch so, dass die Atlantisveranstaltungen auch so angelegt sind, dass die
Veranstaltungen von Beginn an des Semesters schon komplett vorhanden sind. Also es sei denn, es wird eine Veranstaltung neu aufgezeichnet, dann läuft das parallel. Aber generell ist es so, ob der Student das jetzt in den ersten drei Wochen des Semesters macht oder mittendrin in den zwei Wochen oder ganz zum Schluss, das ist total egal, weil es ist alles vorhanden.
Die Betreuung der Vorlesung hat täglich Empfohungen geantwortet. Das ist sehr wichtig gerade, wenn man, sage ich jetzt mal, E oder Blended Learning nutzt, dass man dann auch natürlich guckt, dass man die Studierenden dann auch gut betreut. Manchmal ist es dann halt aber auch so, dass man auch negatives Feedback kriegt. Das ist jetzt
nicht schlimm. Man lernt ja daraus und kann das dann natürlich integrieren, dass teilweise solche Kritikpunkte kommen, wie der Ton ist schlecht. Wir haben das häufiger in Videokonferenzen, dass dadurch, dass sechs Standorte miteinander kommunizieren, die Verbindung mal ein bisschen kriselig ist. Aber all das sind Dinge, die können wir zu dem Zeitpunkt ad hoc nicht beheben unbedingt, aber die werden wir
dann immer in Zukunft natürlich als kleines Ausrufezeichen nehmen, um das dann nächstes Mal besser zu machen. Ja, die Klausur findet immer ein bisschen eher statt als im regulären Klausurzeitpunkt. Das heißt, wir haben immer einen Termin, der ist ein bisschen vor dem Klausurzeitraum. Das ist auch nochmal so ein kleiner positiver Aspekt. Genau. Eine Sache noch, das
heißt, die Studierenden schreiben ja an den verschiedenen Standorten Klausuren. Und was mir häufig zu ankommt, ist es auch, dass die Studierenden das positiv empfinden, was ich erst dachte, wäre vielleicht so ein bisschen so ein kritischer Aspekt, dass die Studierenden lernen, mit verschiedenen Aufgabenstellungen der unterschiedlichen Universitäten umzugehen. Jede Universität hat einen bestimmten Typus,
teilweise an Aufgabenstellungen. Und das ist sehr differenziert an den einzelnen Standorten, und dann lernen sie auch mal kennen, wie schreibe ich eine Klausur in Osnabrück, wie stellen die Göttinger die Klausuren, die Braunschweiger und so weiter. Ja, Motivation wurde immer positiv hervorgehoben. Der Professor nur dezenten
allgemein. Genau. Und insgesamt wird das Programm Atlantis oder das Atlantis Projekt bei uns sehr positiv wahrgenommen, und auch die Veranstaltungen werden reichlich besucht. Also das kann man nur so sagen. Das waren jetzt so die Feedbacks, die wir so mitgebracht haben, gesammelt haben. Und das war es schon von meiner Seite. Und dann bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit.