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Gold Open Access verändert Bibliotheken

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Formale Metadaten

Titel
Gold Open Access verändert Bibliotheken
Serientitel
Teil
1
Anzahl der Teile
15
Autor
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Abstract
Seit zwei Dekaden folgt der Anteil der Gold OpenAccess-Publikationen am Gesamtaufkommen der Zeitschriftenartikel einem exponentiellen Wachstum. Treiber der Entwicklung waren bislang vor allem das Eigeninteresseder Autoren und Anforderungen der Forschungsförderung. In Zukunft werden die zunehmende Zahl von Offsetting-Verträgen[1] und ggf. die Transformations-Initiative der MPG[2] für weitere Zuwächse sorgen. Bei Fortsetzung der bisherigen Entwicklung wird 2023 jede zweite Publikation Gold Open Access sein.Bei vielen Bibliotheken und ihren Trägern ist das Bewusstsein über die Dynamik der Entwicklung und über die Konsequenzen derTransformation von der Subskription zu OA für das eigene Handeln sehr gering ausgeprägt.[3] Der Vortrag zeigt, auf welchen Feldern Handlungsbedarf besteht: Finanzierungsströme: Wer übernimmt dieAbwicklung der Publikationsgebühren (Bibliothek oder Wissenschaft)? Was sind die Konsequenzen für die Bibliotheksetats? Zeitschriftenmanagement: Welche Zeitschriftenweist man zukünftig nach? Wie wird der Zugang organisiert? Wie wird die Langzeitverfügbarkeit gewährleistet? Höhe der Publikationsgebühren: Wer behält die Entwicklung im Auge? Wer verhandelt mit Verlagen? Wer legt ggf. Obergrenzenfest? Abwicklung der Publikationsgebühren: Bei einzelner Bezahlung jedes Artikels liegt die Zahl der Vorgänge um zwei Größenordnungen über der Zahl der Vorgänge in der Subskriptionswelt. Wie kann standardisiert und kumuliert werden? Personal: Welche Qualifizierungsmaßnahmen sind für neue Aufgaben notwendig?
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Transkript: Deutsch(automatisch erzeugt)
Bibcast Nummer 1. Wir fangen gleich mit kleinen Problemen an. Also Probleme wollen wir es immer nicht nennen. Die Seite hat Lampenfieber bekommen, die Webseite. Kein Wunder. Also, guten Morgen. Es geht trotzdem los. Ich weiß nicht, wie viele Leute jetzt schon da sind. Ich werde euch jetzt noch ein, zwei Minuten beplaudern, bis sich hoffentlich einige den neuen Weg gesucht haben.
Es gibt sowohl einen Link zum Chat, und es gibt auch einen Link zu dem Etherpad, was wir gleich hören. Und wir beginnen mit dem Vortrag von Bernhard Mittermeier. Ich gucke mal, ob ich das jetzt schon irgendwie... Da ist noch jemand da.
Wir haben ein, zwei, drei zumindest im Chat. Das bedeutet, es sind Menschen anwesend. Im Etherpad kann ich das noch nicht sehen. Und hiermit beschließe ich, dass wir jetzt online gehen. Ich freue mich, euch alle begrüßen zu können zur ersten Bibcast, die Felix Lohmeier organisiert hat.
Felix ist heute etwas malat, also er ist anwesend, aber er ist sehr erkältet, deswegen übernehme ich seine Ansprache. Und ich darf als ersten Sprecher heute Bernhard Mittermeier vorstellen. Bernhard Mittermeier ist Leiter der Zentralbibliothek und Forschungszentrum Jülich. Und ich lese mal ganz kurz was vor, was er über seine Arbeit schreibt, über sich an der Bibliothek.
Wir verstehen uns nicht mehr als reiner Informationsvermittler. Ein großer Teil unserer Aufgaben besteht heute darin, unseren Kunden, unsere professionelles Know-how zur Verfügung zu stellen, sie individuell zu beraten und ihnen zu helfen, innerhalb der eingesetzten Recherchetools die gesuchten Daten und Fakten zu finden.
Und das ist in diesem Falle nicht nur ein Marketing-Sprech von einem Bibliotheksleiter, das ist in diesem Falle gelebte Biografie. Herr Mittermeier ist nämlich promovierter Chemiker und hat selbst in Jülich als Wissenschaftler gearbeitet und leitet jetzt die Zentralbibliothek.
Und ich übergebe hiermit das Wort, denn er wird uns über goldenes Open Access, also primäres Open Access, verändert, Bibliotheken. Er wird uns darüber erzählen. Und bitte schaut auch in das Etherpad mit rein, wenn ihr Kommentare habt und beteiligt euch lebhaft am Chat.
Davon lebt nämlich diese virtuelle Konferenz. Und hiermit hat Herr Mittermeier das Wort. Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch von meiner Seite einen schönen guten Morgen. Vielen Dank für die netten Worte der Einführung und vielen Dank auch allen, die dazu beigetragen haben,
diese Konferenz-Serie, wie es ja vielleicht wird, ins Leben zu rufen. Und ich fühle mich sehr geehrt, jetzt direkt den ersten Vortrag halten zu dürfen. Ich schalte jetzt auf meine Präsentation und hoffe, dass alles so funktioniert.
So, ja, Gold Open Access verändert Bibliotheken. In dem Vortrag möchte ich mehr Fragen stellen, als ich selbst Antworten geben kann.
Und deshalb habe ich eingerichtet ein Etherpad, in dem zentrale Fragen, die ab Folie 7 auftauchen würden, noch mal notiert sind. Und ich lade alle, die teilnehmen, jetzt oder auch im Nachgang zum Vortrag,
gerne ein, ihre Gedanken, ihre Anregungen zu den einzelnen Fragen dort zu notieren. Dieses Etherpad ist so konfiguriert, dass nach 30 Tagen Inaktivität es automatisch gelöscht wird. Also es ist nicht für alle Ewigkeit dann dort zu finden.
Aber es hat durchaus eine längere Verweildauer als der Chat, den es bei allen diesen Bibcasts hergibt. Dieser Chat wird unmittelbar nach der Übertragung gelöscht. Und das dient also nur dazu, direkte Fragen an mich zu richten.
Eine gewisse Überlappung zwischen direkten Nachfragen und Kommentaren ist natürlich möglich. Wir probieren das Ganze jetzt einfach mal aus. So, ich beginne mit einigen Fakten, mit einem Blick auf die Faktenlage. Hier ist dargestellt in Blau die Entwicklung der Zahl der Publikationen im Web of Science von 1995 bis zum Jahr 2015.
Ich beziehe mich auf sämtliche Dokumentarten im Web of Science und auch auf sämtliche Indizes.
Also sowohl Naturwissenschaften als auch Geistes- und Sozialwissenschaften. In Rot aufgetragen, und dafür gilt die rechte Achse, die ein Faktor 10 niedriger ist, sind die Artikel, die Gold Open Access publiziert sind.
Und wie man leicht sieht, steigt die Kurve der Gold Open Access Artikel stärker an, als insgesamt die Zahl der Publikationen im Web of Science. Kleiner Hinweis noch zum letzten Datenpunkt hier. Das Jahr 2015 ist noch nicht vollständig erfasst.
Deshalb scheint die Kurve hier abzusinken. Im Laufe des Jahres wird das Ganze weiter nach oben gehen. So, beide Kurven steigen an, unterschiedlich stark. Um herauszufinden, was das dann insgesamt bedeutet, ist es am einfachsten, wenn man die beiden Größen durcheinander dividiert,
dann erhält man den Anteil der Open Access Publikationen im Web of Science. Und wie man sieht, ist dieser Anteil in den letzten 20 Jahren von unter 1% auf jetzt 12% deutlich gestiegen. Der Verlauf der Kurve ist nicht ganz einfach zu interpretieren.
Eine Gerade scheint es nicht zu sein. Das menschliche Auge tut sich bei allem schwer, was nicht eine Gerade ist. Hier hilft das Logarithmieren. Eine Exponentialfunktion ergibt nach Logarithmieren eine Gerade. Und wie man hier erkennt, liegen die Punkte ziemlich gut auf einer Geraden.
Und zwar über zweite Karten lang. Und wenn man diese Gerade in die Zukunft extra poliert, dann schneidet die Gerade im Jahr 2027 die 100%-Marke. Das heißt, würde sich die Entwicklung aus den letzten zwei Dekaden in die Zukunft fortsetzen,
und eigentlich nur noch eine Dekade lang, dann landen wir bei 100%. Dann wäre es vollständig Gold Open Access. Man kann da auch Zwischenwerte natürlich entsprechend abgreifen. Fürs Jahr 2018 werden 25% vorhergesagt.
Und im Jahr 2023 wären es bei dieser Extrapolation 50%. Das hier ist alles geschehen im Prinzip allein deshalb, weil Autoren sich entschieden haben, ihre Publikationen Gold Open Access zu veröffentlichen.
Es könnte sein, dass sich die Entwicklung in Zukunft sogar noch beschleunigt. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Entwicklungen. Die eine, es werden immer mehr Offsetting-Verträge abgeschlossen. Also Verträge, bei denen eine Einrichtung oder sogar ein ganzes Land
mit einem Verlag in einem einzigen Vertrag für eine Gesamtsumme den Zugriff auf alle Zeitschriften plus das Recht, ohne zusätzliche Kosten Gold Open Access zu publizieren, vereinbart.
Solche Verträge wurden vor allem von den Niederlanden, in denen die Regierung ein deutliches Zeichen gesetzt hat pro Gold Open Access, abgeschlossen. Also die Regierung der Niederlande hat als Ziel verkündet, im Jahr 2020 100% Gold Open Access zu haben.
Und entsprechend wurde nun mit allen großen Verlagen verhandelt und zwar auch ziemlich hart verhandelt. Und es wurden nun verschiedene Offsetting-Verträge abgeschlossen. Es gibt weitere Beispiele hierfür. Das kleine Problem ist, dass die Verlage Offsetting-Verträge nach wie vor als Experiment erachten
und man nicht einfach nach Wunsch einen Offsetting-Vertrag abschließen kann. Was nun passieren kann, wenn es mehr und mehr Offsetting-Verträge gibt, dass dann die anderen, die keine solchen Offsetting-Verträge haben,
sondern einen herkömmlichen Subscriptionsvertrag, dass die sagen, warum sollen wir eigentlich in Zukunft weiterhin so viel für unsere Zeitschriften-Abo bezahlen, wenn inzwischen 10%, 15%, 20% sowieso frei verfügbar ist.
Dann muss ja eigentlich der Preis für uns sinken. Und auf die Art und Weise kann der Druck auf Verlage Zeitschriften auch tatsächlich umzustellen, auf Gold Open Access umzustellen, wachsen. Ein zweiter Aspekt, die Max-Planck-Gesellschaft hat im vergangenen Jahr eine Initiative zur globalen Transformation mindestens im STM-Bereich
aller Zeitschriften von Subscription auf Gold Open Access gestartet. Sie hat ein White Paper veröffentlicht, das hier verlinkt ist, in dem berechnet wird, dass sich dieser Umstieg finanziell rechnet.
Es gab im Dezember vergangenen Jahres eine Konferenz zu diesem Thema und das soll nun eine Initiative werden, die sich weltweit Gedanken macht, wie das Ziel erreicht werden kann.
Das sehr ambitionierte Ziel lautet, bis zum Jahr 2020 alles umzustellen. Dann wären wir also noch deutlich früher, als diese Extrapolation 2027 ist vorhersagt, bei einer reinen Gold Open Access Welt und man muss sich überlegen als Bibliothek,
als Bibliothekswelt, natürlich auch andere, was denn das bedeutet. Das bedeutet auch gewaltige Umbrüche, beispielsweise für die Verlage. Gar keine Frage, ich möchte mich in diesem Vortrag aber konzentrieren auf die Bibliothekswelt und die Bibliotheken dazu ermuntern, um nicht zu sagen anzuhalten,
sich Gedanken zu machen, wie denn dieser Prozess gestaltet werden kann, was das für die Bibliotheken bedeutet.
Ich möchte in meinem Call to Action mehr Fragen stellen als Antworten geben. Wichtig ist mir, dass sich die Bibliotheken bewusst werden, welche Dimension dieser Prozess hat und welchen disruptiven Charakter der Prozess in sich birgt. Mein Aufruf geht also dahin, bitte überlegt euch,
was da mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf euch zukommen kann und überlegt euch, was das im Einzelnen bedeutet. Ein erster Aspekt ist der Finanzstrom, die Frage, wer bezahlt die APCs?
Da gibt es unterschiedliche Auffassungen, sehr pointiert hat Stephen Harnard, ein eher sehr bekannter Open Access Aktivist, die Ansicht vertreten, dass das nicht die Bibliotheken oder auch viele andere nicht angeht, sondern dass es eine Frage der Autoren ist. Die Autoren publizieren und die müssen dann auch fürs Publizieren bezahlen.
Das kann man natürlich so sehen, Publikation ist ein Teil der Forschungsarbeit. Ein Vorteil dieses Modells wäre auch, dass die Preissensivität bei den Autoren nur dadurch vorhanden ist, dass sie selbst bezahlen, zumindest mittelbar mit betroffen sind.
Wenn jemand anders für sie zahlt, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Autoren den Publikationsort auch nach der Höhe der APCs auswählen. Man kann auch die Bibliothek als den Ort ansehen,
der für die Bezahlung der APCs verantwortlich ist. Gründe hierfür wären, dass auf die Art und Weise Rationalisierungseffekte auftreten können und man kann Synergien heben. Nur die Bibliotheken haben die Möglichkeit mit den Verlagen über die Preise zu verhandeln.
Das im Übrigen, kann ich an der Stelle einflächten, war im Forschungszentrum wühlig. Jedenfalls das zentrale schlagende Argument durch die sogenannten institutionellen Mitgliedschaften,
durch Depositaccounts bei Verlagen, bei denen dann beispielsweise 20% Rabatt auf die APCs ausgehandelt werden konnte, wurde klar, dass es betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, wenn das ganze über die Bibliothek läuft, denn ein einzelner Autor wird sowieso nicht verhandeln, das zeigt ja die Erfahrung.
Und selbst wenn er es wollte, ein Verlag würde sich bei der Diskussion über eine einzelne APC ja nicht auf einen Rabatt einlassen, das geht nur, wenn man viel auf einmal kauft. Und insofern ist es betriebswirtschaftlich sinnvoll, wenn das gebündelt wird in einer Hand bei der Bibliothek.
Das war bei uns die entscheidende Stellgröße. Ja und letztlich kann man sich hier auch überlegen, ob das Thema nicht sogar eine Existenzfrage für die Bibliotheken ist, denn wenn die Erwerbungsetats, mindestens die Zeitschriftenerwerbungsetats wegbrechen,
dann ist es meiner Ansicht nach etwas naiv zu glauben, dass die Personaletats in gleicher Höhe weiterhin vorhanden sein würden, denn jeder Geldgeber wird sich ja die Frage stellen, wenn in der Bibliothek weniger eingekauft wird,
dann brauche ich doch auch weniger Leute, die diesen Einkauf erledigen. Also letztlich eine Existenzfrage auch für Bibliotheken. Das ist natürlich kein Argument, dass man nach außen einem Rektorat, einem Kanzler gegenüber vertreten kann, aber das ist denke ich ein intrinsisches Argument, mit dem sich Bibliotheken gut überlegen sollten,
ob sie die Fragestellung nicht offensiv angehen und beispielsweise sagen, wir wollen als Ziel alle APCs abwickeln
und nicht nur das, was über das DFG Open Access Publikationsprogramm läuft und alles andere machen die Wissenschaftler selbst. Das ist eine gefährliche Lage meiner Ansicht nach. So, wenn denn nun eine solche Grundsatzentscheidung wer bezahlt, getroffen ist und so hoffe ich, das Ergebnis lautet, dass die Bibliothek bezahlt,
dann muss man sich überlegen, was bedeutet das denn? Hier sind Zahlen aus dem Forschungszentrum Jülich genannt. Wir haben in der Ist-Welt 6000 abonnierte e-Journals.
Diese 6000 Journals, kurze Zwischenbewerbung, ich möchte hier gerade den Aufwand abschätzen, der in Zukunft auftritt bei Abwicklung von allem über APCs im Vergleich zum Ist-Zustand,
wo Zeitschriftenabonnements abgewickelt werden können, müssen. Also, 6000 Journals sind bei uns verfügbar, 13 davon sind direkt beim Verlag bestellt, bei 13 Verlagen bestellen wir direkt, 40 Verlage kommen über Agenturen.
Es gibt, was Lieferanten anbelangt, 13 sind direkt eben, das sind die Verlage, insgesamt 8 Agenturen sind für uns tätig und wir bekommen von denen zusammen 62 Rechnungen. Diese Zahl 62 ist aber nicht die richtige Größe, um den Aufwand abzuschätzen,
genauso wenig, wie die Zahl 6000 die richtige Größe wäre. Denn auf der einen Seite haben wir es nicht mit 6000 einzelnen Buchungen zu tun, sondern mit 6000 mal ein bestimmter Aufwand. Viele Zeitschriften sind in einem Paket, deshalb ist die Zahl 6000 zu groß.
Die Zahl 62 ist aber auch zu klein, man darf nicht nur die Zahl der Rechnungen betrachten, denn es gibt einzelne Rechnungsposten. Und in unserer Überlegung sind wir dann darauf gekommen, dass die Zahl der Rechnungspositionen eigentlich die richtige Größe wäre. Und da sind wir bei 294 und im Vergleich dazu, wir haben pro Jahr 2000 Zeitschriftenartikel.
Das heißt, wenn man alles umstellen würde, dann hätten wir nicht mehr 294 Rechnungspositionen zu bearbeiten, sondern 2000 Zeitschriftenartikel. Also das ist 6-7 mal so viel.
Ich werte, in dem Team, das hierfür verantwortlich ist, die Arbeitskapazität nicht entsprechend ausweiten können. Also weder kann ich zusätzliches Personal akquirieren, die diese Arbeit erledigt, noch können vorhandene Mitarbeiter nun plötzlich das 6-7-fache arbeiten.
Das geht selbstverständlich auch nicht. Eine Frage ist also, wie kann man das hinbekommen, dass diese Zahl von 2000 Rechnungen, wenn jeder Artikel einzeln abgerechnet wird, dass diese Zahl von 2000 Rechnungen so nicht eintritt.
Dafür ist es notwendig, dass Rechnungen kumuliert werden oder die Abrechnung über ein Deposit erfolgt. Diese kumulierten Rechnungen sind bislang bei Verlagen nicht vorgesehen. Wir bekommen für jede Publikation eine eigene Abrechnung.
Bei wenigen Publikationen geht das noch. Bei einer Komplettumstellung wird das nicht mehr möglich sein. Es ist letztlich notwendig, dass standardisierte, das heißt von Verlag zu Verlag Vergleichbare, maschinenlesbare elektronische Rechnungen erstellt werden
und elektronische Datenlieferungen erfolgen. Wir benötigen sowohl bibliografische Daten, um die Informationen anschließend in unsere Systeme einzuspielen, als auch die kaufmännischen Daten in einer standardisierten, maschinenlesbaren elektronischen Form. Nicht so wie es jetzt geschieht.
Vollkommen unterschiedlich von Verlag zu Verlag. Die Rechnung auf Papier. Damit werden wir auf Dauer nicht hantieren können. Es gibt eine Initiative, ein DFG-Projekt, der Max Planck Digital Library zusammen mit der Universität Bielefeld.
Intact heißt das, in der diese Frage angegangen wird. Es ist sehr wichtig, dass die Bibliotheken hier zu einem gemeinsamen Verständnis kommen, was wichtig ist, was sie benötigen. Denn nur mit einem gemeinsam formulierten Verständnis
wird es, wenn überhaupt, möglich sein, an Verlage heranzutreten und entsprechende Forderungen zu stellen. Denn Verlage tendieren ja zunächst mal dazu, dass jeder seine eigene Lösung bastelt. Ein weiterer Aspekt, die Höhe der Publikationsgebühren.
Wir haben die allseits bekannten Preisanstiege in der Subskriptionswelt mehr schlecht als recht gemeistert. Wir waren jedenfalls in der Lage, sie gut zu dokumentieren. Nicht zuletzt auch durch die Preissteigerung,
die in den einzelnen Verträgen festgelegt wird. Jetzt gibt es keine Verträge, in denen Preissteigerungen bei APCs irgendeine Rolle spielen. Wenn es einen Vertrag gibt, dann nur in allgemeiner Form über ein Deposit, aber nicht über die Höhe von APCs.
Die legt der Verlag vollkommen nach eigenem Gusto fest. Und wenn man eine Publikation einreicht, muss man das bezahlen, was eben gerade als APC aufgerufen wird. Das kann so auf Dauer nicht weitergehen. Wir müssen eintreten, auch in Verhandlungen mit Verlagen über die Höhe der APCs.
Völlig offen ist, wer das tun kann, in welcher Konstellation, in welchem Zusammenhang. Es ist auch die Frage, wer gegebenenfalls Obergrenzen für APCs festlegen kann.
Die DFG hat eine Obergrenze von 2000 Euro festgeschrieben. Es gibt in ihrem Publikationsprogramm Verlage, die deutlich mehr nehmen. Nature Communications beispielsweise 3700 Euro. Und wenn irgendwann mal Nature umgestellt werden sollte,
dann würden wir vermutlich eher bei 10.000 Euro landen. Und die Frage ist, wer soll das bezahlen, wer kann das bezahlen? Ist es sinnvoll, wenn Bibliotheken, die jetzt mal vorausgesetzt sie bezahlen, dass sie in jedem Fall jede Summe bezahlen?
Oder soll eine Obergrenze festgelegt werden? Und wenn ja, in welcher Höhe? Bis zu der bezahlt wird und die Autoren müssen sich dann entscheiden, will ich trotzdem dort publizieren und gegebenenfalls die Differenz aus eigener Tasche bezahlen? Oder verzichte ich dann eben auf die Publikation in diesem Organ und suche mir ein anderes?
Aber auch bei Festlegungen einer Obergrenze von beispielsweise 2000 Euro bleibt natürlich die Frage, soll diese 2000 Euro nun für jede Zeitschrift gelten? Es gibt ja derzeit auch Zeitschriften, die und zwar aus gutem Grund deutlich weniger nehmen,
deutlich niedrigere APC haben. Ist es denn sinnvoll, dass sich jetzt alle auf 2000 Euro angleichen? Kann eigentlich auch nicht sein. Denn wenn man nochmal auf das White Paper der MPDL zurückgeht, 2000 Euro wären für die meisten Einrichtungen nicht bezahlbar,
wenn sie ihre derzeitigen Subscriptionsausgaben umlegen auf APCs und dadurch APCs finanzieren. Ja und letzte Frage schließlich, wie kann denn die Preissensitivität bei Autoren erzeugt werden, wenn die Bibliothek alles bezahlt?
Das ist ein sehr schwieriger Aspekt. Warum sollte ein Autor in einer zweitrangigen Zeitschrift veröffentlichen, wenn ihm auch die Publikation in einer östrangigen Zeitschrift bezahlt wird? Umgekehrt würde er sich denken, ich zähle jetzt mal lieber auf eine Zeitschrift,
die in meiner Community eine große Rolle spielt, anstatt in Nature es zu versuchen. Das wird er nicht machen oder sie, wenn auch die Nature Publikationsgebühren bezahlt werden. Weiterer Aspekt, Bibliothekspersonal. All das, was ich jetzt beschrieben habe, sind neue Aufgaben, sind neue Herausforderungen.
Und die Frage ist, können vorhandene Bibliotheksmitarbeiter das alles so oder benötigen wir Qualifikationsmaßnahmen? Die Frage wird auch sein, die Leitungen der Hochschulen, der Forschungseinrichtungen stellen werden,
wenn jetzt die Zeitschriften-Abos so wegbrechen und wenn sowieso alles Open Access verfügbar ist, wozu braucht man denn dann eigentlich noch eine Bibliothek in dieser Größe? Droht uns aufgrund dessen Stellenabbau?
Ich glaube, diese Bedrohung ist real, wenn es der Bibliothek nicht gelingt, das Geschäftsfeld Bezahlung von Gold Open Access Gebühren zu sich heranzusehen. Und schließlich die Frage Reorganisation. Wenn Publikationsgebühren ansteigen und korrespondierend dazu Subscriptionsausgaben sinken,
dann wird das, so nehme ich an, leichter zu verkraften sein, auch innerbetrieblich, wenn das in einer einzigen Abteilung stattfindet
und es nicht dann innerhalb der Bibliothek entsprechende Verschiebungen gibt. Diese Verschiebungen, was die Finanzen anbelangt, gehen ja letztlich auch immer einher mit Verschiebungen, was den Personalaufwand anbelangt. Denn wenn weniger Zeitschriften-Abos verwaltet werden müssen,
dann braucht man dort auch weniger Personal. Und umgekehrt, wenn mehr APCs bezahlt werden müssen, dann benötigt man dort mehr Personal. Wie in Jülich sind diesen Weg gegangen bzw. sie gehen ihn. Ein erster Schritt war die Dokumentlieferung in die Erwerbung einzugliedern. Und ein nächster Schritt, der nun geplant ist,
das teamwissenschaftliches Publizieren, das derzeit nicht zur Erwerbung gehört, in den Bereich der Erwerbung einzugliedern. Und wie solche Entwicklungen aussehen können,
hier mal eine schematische, ich betone schematische Darstellung, der Entwicklung des Aufkommens in der Dokumentlieferung. Die Dokumentlieferung stieg Ende des letzten Jahrhunderts an,
entsprechend der allgemeinen Zunahme des Informationsbedarfs. Als dann die Big Deals aufkamen und beispielsweise auch die Nationallizenzen für die Archive der großen Verlage, ging das Aufkommen zurück und wird jetzt etwa,
also hier ging es zurück, wird jetzt etwa, so nehme ich an, ein Minimum erreicht haben. Es wird in Zukunft eine Zunahme des Pfandleiaufkommens geben, der Dokumentlieferung geben, wenn nämlich mehr und mehr Zeitschriften
abbestellt werden müssen, um sich APCs leisten zu können. Das wird noch eine Weile so gehen, dass die Dokumentlieferungsmengen zunehmen. Später wird es dann wieder nach unten gehen. Wenn mal alles Gold Open Access ist, dann braucht man natürlich selbstverständlich
keine Dokumentlieferung, zumindest nicht mehr in dem Umfang wie bisher. Sie wird sich noch erstrecken auf ältere Publikationen, wobei auch da die Frage sein wird, ob Verlage nicht komplett ihre Archive öffnen, wenn sie komplett auf Gold Open Access umgestellt haben.
Es wird natürlich graue Literatur übrig bleiben. Es wird ein Bücher in Pfandlei übrig bleiben, aber die Dokumentlieferung von relativ aktuellen Artikeln, die wird deutlich nach unten gehen. Aufgabe wird es sein, diese Schwankungen, die auch dann letztlich Schwankungen
im Personalbedarf bedeuten, diese Schwankungen irgendwie auszugleichen. Man muss das Ganze ja verträglich fürs Personal auch gestalten. Ein weiterer Aspekt, und das ist dann schon mein letzter in dieser Reihe,
das Zeitschriftenmanagement. Was würden wir eigentlich tun, wenn wir nicht mehr definierte Abonnements haben? Also welche Zeitschriften wird man zukünftig nachweisen? In der EZB steht ja alles drin, und manch einer wird natürlich auch
auf die EZB verlinkt haben mit Zugang zu allen grünen Zeitschriften. Also in Zukunft wäre dann ja sozusagen, was den laufenden Jahrgang anbelangt, alles grün. Auch wenn man das macht, das kann man nicht tun, stellt sich dann zumindest die Frage, wer geht nun tatsächlich her
und versucht für alle grünen Zeitschriften in der EZB, oder für alle 25.000 Zeitschriften in der EZB, sonstige Kennzahlen zu erheben? Also wer wird sich die Mühe machen, wenn denn überhaupt verfügbar, für solche Zeitschriften die Zahl von Publikationen festzustellen,
die Zahl der Downloads zu messen? All das wird man nicht für alle Zeitschriften machen können, machen wollen. Man muss meiner Ansicht nach relevante Zeitschriften festlegen, die für die eigene Einrichtung
eine Rolle spielen und um diese Zeitschriften muss sich die Bibliothek dann auch aktiv bemühen und beispielsweise die Nutzung nachhalten, verschiedene Kennzahlen ermitteln, dafür sorgen, dass sie in den
verschiedenen Systemen verfügbar sind, sich darum kümmern, wenn Links nicht mehr funktionieren. Das wird man nicht bei jeder grünen Zeitschrift in der EZB machen, aber irgendein Kriterium muss man ja festlegen, um welche Zeitschriften man sich denn noch kümmern will. Mein Vorschlag wäre, eine relevante Zeitschrift ist eine Zeitschrift auf jeden Fall für die Subskriptionsgebühren bezahlt worden,
das machen wir ja jetzt auch schon. Eine Zeitschrift ist auch dann eine relevante Zeitschrift, wenn in ihr publiziert wurde, mindestens, das ist nämlich einfacher festzustellen, wenn dafür APCs bezahlt wurden. Es gibt ja, soll an dieser Stelle erwähnt sein, eine ganze Reihe von
Zeitschriften, derzeit ist es sogar die Mehrheit von Gold Open Access Zeitschriften, für die keine APCs anfallen. Eigentlich müsste man auch für diese Zeitschriften entsprechende Kennzahlen ermitteln, die sind allerdings, das muss man zugeben, schwer ergreifbar.
Und eine weitere Möglichkeit wäre, die Relevanz von Zeitschriften auch dadurch zu ermitteln, zu belegen, dass untersucht wird, ob eigene Wissenschaftler Artikel aus dieser Zeitschrift zitieren. Das bedeutet ja auch eine Nutzung dieser Zeitschrift.
So und noch ein Aspekt, die Frage der Langzeitverfügbarkeit in den derzeitigen Subskriptionsverträgen haben wir festgelegt, den sogenannten Perpetual Access, auf irgendeine Art und Weise hat man auch nach Beendigung eines Vertrags, selbst wenn der Verlag untergehen
sollte, hat man das Recht weiterhin zuzugreifen, entweder liefert der bei der Königlichen Bibliothek der Niederlande ab oder der Verlag liefert auf DVD, das ist eine große Freude, liefert auf DVD die Zeitschriftenartikel aus, irgendeine Lösung ist in den
Subskriptionsverträgen festgeschrieben. Bei Gold Open Access Zeitschriften gibt es so etwas nicht, entweder wir müssen dazu übergehen, auch diesbezüglich Verträge abzuschließen, die einen Perpetual Access garantieren oder aber man muss Verlage
darauf verpflichten, entsprechende Systeme wie Portico oder Loks zu nutzen oder das wäre ein Aspekt, der für Deutschland sicher an Relevanz gewinnt im Rahmen des nationalen Hosting Projektes, wäre es
natürlich eine gute Idee, auch alle Gold Open Access Zeitschriften auf jeden Fall dort abzuspeichern und auf die Art und Weise die Langzeitverfügbarkeit für die deutschen Forschungseinrichtungen
dieser Gold Open Access Zeitschriften zu gewährleisten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hätte noch einen Ausblick auf Forschungsdatenmanagement, ich verzichte angesichts der fortgeschrittenen Zeit darauf und will nun nochmal zum Ausdruck bringen, dass der Gold-OA-Schock, wie es Eric
van der Welde formuliert hat, die Bibliotheken treffen wird. Sie sollten sich gewahr sein dessen, was kommen kann und nicht zu sagen, was kommen wird, so meine feste Überzeugung und sie sollten sich wirklich überlegen, was das für die Bibliothek
bedeutet, ich habe einige Aspekte genannt, wo Bibliotheken sich zukünftig ändern müssen in ihren Betriebsabläufen, es gäbe vielleicht noch weitere, ich freue mich sehr auf Anregungen, nun auch von Ihnen im Isopad, ich habe hier nochmal die URL des
Isopads genannt und danke für die Aufmerksamkeit, die ich jetzt nicht direkt feststellen konnte, aber ich bin sehr gespannt, was sich im Chat getan hat, danke schön.
Ja, dann übernehme ich mal kurz, vielen Dank Herr Mittermeier, ich fühle mich ja jetzt gerade etwas betrogen, dass ich den Aspekt der Forschungsdaten nicht höre, aber vielleicht kriege ich die Frage gleich noch untergebracht, ich hatte ja die Ehre, dass ich die Folien vorher schon sehen durfte, also im Isopad hat sich sehr viel getan, es ist sehr viel geschrieben worden und auch im Chat und ich beginne mal mit einer der Fragen,
die ich ganz spannend finde, weil das tatsächlich auch eine Frage bleiben wird, und zwar wenn wir jetzt zu größeren Offsettingverhandlungen kommen wollen, wäre es nicht auch eine der Hürden, die wir zu überwinden haben, dass wir raus aus unserem Föderalismus der Konsortialverhandlungen
müssen, sprich einzelne Bibliotheksverwende, die da zu einer Idee? Ja, diese Ansicht kann man denke ich aus guten Gründen teilen. Es werden sich Verlage vermutlich
nicht auf allzu kleinteilige Verträge, Offsettingverträge einlassen. Man muss ja auch berücksichtigen, dass es einen durchaus anspruchsvollen Aspekt darstellt, klar zu machen, wer alles Autoren aus berechtigten Einrichtungen
sind. Und unter diesem Aspekt ist es ja einfacher, alle, die eine Adresse in Deutschland haben, zu den berechtigten Autoren zu rechnen, das ist an der Adresse sehr leicht
festzustellen, einfach Germany und fertig, das ist ganz wichtig, Autoren festzumachen an Einrichtungen, die an einem bestimmten Konsortium teilnehmen. Denn wer sich da mal in die Mühen der Ebene begibt, der erkennt,
dass die Autoren ganz lustige Vorstellungen davon haben, zu welcher Einrichtung sie denn gehören, die geben X an und wollen von Y das Geld haben, und zwar ziemlich schmerzfrei. Und dann muss man jedes Mal hergehen und überlegen, bekommt er nun das Geld zurecht oder nicht zurecht und das Ganze dann in einem Dreiecksverhältnis
zwischen Verlag, Autor und Bibliothek, die versucht, das Ganze zu überwachen. Wesentlich einfacher wäre es, einfach jeden Artikel aus Deutschland entsprechend freizuschalten. Also schon allein aus diesem Grund wäre es sinnvoll, Offsetting-Verträge national abzuschließen.
Der Aufwand, das zu organisieren, ist natürlich deutlich größer, aber er ist meiner Ansicht nach den Schweiß der Edlen wert. Und im Deal-Projekt gibt es ja auch
entsprechende Überlegungen, so etwas zu machen. Also die Frage bei der sein, kann es nationale Verträge mit großen Verlagen geben, ohne Open Access-Komponente? Würden Sie da die DFG als den richtigen Handlungspartner sehen, oder müssten das andere Akteure sein?
Also die DFG kann und soll sich gerne beteiligen, denn es wird vermutlich notwendig sein, den Transformationsprozess auch irgendwie zu unterstützen. Das heißt auf Deutsch gesagt, wenn man solche Verträge abschließt, dann wird es immer
Gewinner und Verlierer geben, wer in der Vergangenheit entweder sehr lukrative Abschlüsse getätigt hat, oder aber in der Vergangenheit nur sehr wenige Abos hatte, der zahlt früher weniger, als er in Zukunft zahlen muss.
Und um diesen Übergang hinzubekommen, wird man Transformationsmittel benötigen, aber diese Transformationsmittel, das sei an dieser Stelle auch gesagt, die werden nicht auf Dauer gezahlt werden können, also auf Dauer muss es dann die Einrichtung schon selbst stemmen können. Aber die DFG ist meiner Ansicht nach
nicht geeignet, als alleiniger Verhandlungspartner aufzutreten. Da sind schon entsprechende Kenntnisse, zum Beispiel aus den Konsortien notwendig. Also das ist eine gemeinschaftsaufgabe. Sie hatten das jetzt mehrfach mit
angerissen, dass Bibliotheken hier tatsächlich auch handeln müssen, also dass sie zum Beispiel diesen disruptiven Charakter des Übergangs mit beobachten müssen. Und wenn Sie jetzt Transformationsmittel erwähnen, dann ist ja auch klar, dass das nun ein Übergang sein kann. Sind wir schon über diesen Tippingpoint hinaus, dass Bibliotheken eigentlich schon
hätten längst handeln müssen, oder sind wir noch in der Zone, wo wir noch unsere Kräfte sammeln können und als Bibliotheken mehr Analysen zum Beispiel über Finanzströme machen müssen, um dann auch ein bisschen Gewalt da auftreten zu können und zu sagen, hier muss jetzt an dieser oder jener Stelle Schraube getreten werden?
Meiner Ansicht nach haben wir den Punkt überschritten, vor dem man nur abwarten und gucken konnte. Wir sind wirklich so weit, dass man handeln muss. Es ist zwar nicht so, dass man jetzt in puren Aktionismus ausbrechen muss, aber nur abwarten und zuschauen geht
meiner Ansicht nach nicht. Und beispielsweise halte ich es für gefährlich, wenn die Finanzströme sich anderweitig organisieren, also wenn Finanzströme nicht über die Bibliothek laufen. Das ist gefährlich. Das ist gefährlich dort,
wo Universitätsbibliotheken, wo Universitäten nicht am DFG-Projekt zu Publikationsgebühren teilnehmen. Das ist erst recht gefährlich, wenn Teilnehmer zum nun kommenden Ende der Förderungsphase
dann sagen, ja gut, wir als Bibliothek haben jetzt nicht mehr das Geld, jetzt müsst ihr Wissenschaftler es wieder selbst bezahlen. Also wer diesen Schritt macht, einmal die Zahlungen abgewickelt zu haben und sie dann wieder abgibt, der kann sich sicher sein,
dass er sie nie wieder bekommt. Gut, ich glaube, wir haben aber zum Glück einige Bibliotheken, die sich diese Verantwortung auch schon früh auf die Fahne geschrieben haben und die das auch übernehmen. Aber ich nehme das wirklich auch nochmal als Punkt mit, dass wer da einmal drin ist,
sollte da auch auf jeden Fall drin bleiben und das machen, auch wenn es eine erhebliche Belastung fürs Personal ist. Jetzt muss ich nochmal gerade gucken, ob ich hier alle Fragen mit drin habe. Das war die Frage zum Tipping-Point. Dann habe ich nochmal, das ist jetzt eine Frage, die sich mir selber gestellt hat, wenn wir die Preissensitivität bei Autoren
erhöhen wollen. Die können ja zum Glück sich nicht einfach so einen Artikel in so einem hochpreisigen Journal wie Nature kaufen, selbst wenn es Open Access wäre und 10.000 Euro kosten würde. Die müssten ja weiterhin den Weg durch die Begutachtung gehen. Aber würden wir dann, wenn wir sagen, wir fördern das, so von dem wir wollen es belohnen,
dass jemand das geschafft hat in Nature zu publizieren, würden wir das Roulette, was Autoren da machen, was sie ja machen, also sie versuchen ja möglichst was Cooles zu schreiben, damit sie dann in Nature reinkommen, würden wir diesem Roulette nicht noch eine zusätzliche Verschärfung geben, wenn wir das wirklich auch noch mit Geld, sprich Übernahme der Publikationsgebühren forcieren?
Ich fürchte ja, das würden wir tun. Nun steht auf der anderen Seite das Prinzip, dass sich der Wissenschaftler, die Wissenschaftlerin ja selbst aussuchen soll, wo sie publizieren. Die Bibliothek kann und soll
nicht reinreden in die Wahl des Publikationsortes. Also da kommen wir ja auch in gefährliches Fahrwasser. Aus meiner Sicht ist das eine Entscheidung, die von der Leitung getroffen wird, also nicht von der Bibliotheksleitung, sondern von der Leitung der Einrichtung, ob es eine Deckelung bei den Publikationsgebühren gibt
oder ob es diese nicht gibt. Wenn es sie gibt, in welcher Höhe? Das zum einen. Und zum zweiten, wenn es sie nicht gibt, also wenn die Bibliothek jegliche Publikationsgebühr bezahlen soll,
dann bedeutet das natürlich auch, dass die Leitung etwas zur Höhe des Publikationsfonds sagen muss. Da gibt es dann wiederum zwei Möglichkeiten. Entweder sie startet den mit beliebigen Finanzmitteln aus, sodass tatsächlich jede Publikation, die im Lauf des Jahres eingereicht wird, auch bezahlt werden kann.
Oder dieser Publikationsfonds ist der Höhe nach begrenzt, wie es Etasia üblicherweise sind, was dann bedeuten würde, dass man ab November nichts mehr einreichen kann. Das ist auch eine seilsame Vorstellung.
Letztlich wird man es an der einen oder anderen Stelle zu einer Entscheidung zwingen müssen, vorantreiben müssen. Es muss am Ende die Leitung der Einrichtung entscheiden, was sie möchte. Es wirken sich sinnvollerweise nicht Bibliothekare allein mit den Wissenschaftlern
zu dieser Frage auseinandersetzen. Da ist natürlich die Frage, ob es dann bei solchen Zeitschriften, die so einen hohen Reputationsgewinn für den einzelnen Autor darstellen können, ob es da nicht sinnvoll ist, aus Bibliothekssicht zu sagen, da brauchen wir eigentlich keinen Audemars Access, weil das sowieso jeder im Abo hat, oder man sich die
Bibliothek nicht anbieten kann. Ehrlich gesagt, das ist das, was bei uns den Publikationsfonds in Göttingen wirklich auf Dauer in die Knie zwingen würde, wenn die hochpreisigen Angebote weiter zunehmen und dieser extreme Kampf um Reputation durch Publikation sich eins zu eins auf den Audemars Access Bereich verlagern würde.
Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Mir ist es lieber, wenn Nature so bleibt, wie es jetzt bleibt, denn das Nature Abo kostet weniger, als eine einzelne Publikation dort kosten würde. Garantiert. Könnt ihr das bitte alle twittern?
Wie wollen wir das steuern? Wenn wir die Verlage umzustellen auf Gold Open Access, wie wollen wir dann hergehen und sagen, das gilt für 10.000 Zeitschriften aber nicht für folgende?
Den Punkt, den Sie jetzt gerade gesetzt haben, das ist ja eigentlich ein Benchmarking, was man auch ganz gut kommunizieren kann. Zum Beispiel zu sagen, das gesamte Abo kostet uns wesentlich weniger als die einzelne Publikationsgebühr und wir als Bibliothek können daher das nicht fördern, sondern müssten dann sagen, wenn Sie diese 10.000 Euro
irgendwo in Ihrem Projektportfolio finden, dann tun Sie es. Ich hoffe, dass das, weil das so hoch wird, für den Verlag nicht attraktiv bleibt, denn hoffentlich bestellen die jetzt nicht im großen Stil irgendjemanden Nature Up in der Hoffnung, dass das dann schon irgendwie sich im Open Access wieder findet.
Aber das ist dann nochmal ein anderer Punkt. Ich würde jetzt trotzdem ganz gerne nochmal fragen, wo Sie den Zusammenhang zu dem Forschungsdatenmanagement sehen. Das kam auch nochmal von jemand anders, dass man das eigentlich von Ihnen ganz gerne hören würde. Gut, es wird ja, glaube ich, technisch funktionieren, dass ich jetzt einfach wieder auf die Präsentation schalte.
Ich glaube schon, das liegt hier in Ihrer Hand. Dann mache ich das jetzt. Also, Forschungsdatenmanagement
war meinerseits als Ausblick hier noch vorgesehen unter dem Aspekt, ich möchte den Bibliotheken auch nicht Angst machen mit meinem Vortrag und sagen, hier wird jetzt ganz viel abgebaut. Wenn wir Glück haben, dann kann man ein bisschen was noch retten und umbauen.
Ich bin der Ansicht, es gibt für Bibliotheken auch spannende neue Aufgaben. Und zu diesen zählt das Forschungsdatenmanagement. Zunächst mal auf diese Folie ich soll vermitteln, Forschungsdatenmanagement ist ein Thema, das dramatisch an Bedeutung gewinnt,
denn immer mehr Forschungsförderer, Zuwendungsgeber, verlangen von Projektnehmern, dass sie ein geordnetes Forschungsdatenmanagement betreiben oder auch sogar, dass sie
ihre Forschungsdaten offenlegen. Man braucht schon für das geordnete Betreiben von Forschungsdatenmanagement eigentlich ein Management, mit dem das Ganze aufgesetzt wird, erst recht natürlich, wenn man die Daten für eine Nachnutzung verfügbar machen möchte.
Und es gibt aus unserer Sicht ist zentral, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit haben, fachliche Repositorien zu nutzen. Das sind Community-getriebene Repositorien,
in denen weltweit im Regen Forschungsdaten aus einem bestimmten Forschungsgebiet abgelegt werden. Es muss aber, da es diese Repositorien nicht für alle Fachgebiete gibt, auch eine institutionelle Alternative angeboten werden.
Diese muss da sein, um zu verhindern, was dann sozusagen Plan C wäre, der nicht gut ist, dass die Daten auf einer USB-Festplatte irgendwo im Schrank verschwinden. Und spätestens, wenn die Doktorandin die Einrichtung verlassen hat,
dann kann niemand mehr mit den Daten etwas anfangen. Also es muss institutionell eine Alternative zu Fachrepositorien angeboten werden, auf denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsdaten ablegen und nachnutzbar machen können.
Das ist allerdings kein reines IT-Thema, wie man jetzt vielleicht noch annehmen könnte, wenn ich von institutioneller Alternative spreche. Also es geht nicht nur darum, einen Serverplatz zu bieten, wo man auf irgendeine Rille die Daten schiebt, sondern das ist ein Thema, das mehrere betrifft.
Das betrifft natürlich die Wissenschaft, die die Daten produziert hat. Das betrifft aber auch die Bibliothek, zu deren Kernkompetenz es gehört, publizierte Informationen zu sammeln, zu ordnen
und für die Nachnutzung verfügbar zu machen. Und was in der klassischen Definition eben die publizierte Information ist, das sind jetzt auch die publizierten Forschungsdaten. Und man braucht ein gewisses Geschick, um nicht zu sagen, man braucht eine
Bibliotheks-DNA, um zu erkennen, welche Metadaten angelegt werden müssen an die Forschungsdaten, damit ein Zugriff und eine Nachnutzung und ein Verständnis für die Daten nicht nur von denjenigen vorhanden ist, die die Daten selbst erstellt haben und von
unmittelbaren Kollegen, die im Prinzip die gleichen Experimente machen, sondern dass das auch darüber hinaus verwendbar und nutzbar ist. Im Bereich der publizierten Textinformation haben wir eine Historie von mehreren hundert Jahren, wie Publikationen
begieben werden, wie Publikationen verzeichnet werden in verschiedenen Bibliotheksanalogen, inzwischen schon seit einiger Zeit in elektronischer Form. Bei Forschungsdaten steht man da noch relativ am Anfang und es bedarf
auch Anstrengungen seitens der Bibliotheken und Ideen seitens der Bibliotheken, wie diese Daten sinnvoll verzeichnet und nachgewiesen werden können. Es gibt da die zentrale Figur des Datenkurators, der einerseits
die Wissenschaft berät, idealerweise schon, bevor das Experiment aufgesetzt wird, gemeinsam mit der Wissenschaft einen Datenmanagementplan erstellt, der IT-Kenntnisse hat, ohne selbst zwangsläufig ITler im engeren Bereich, im
der Lage ist, mit der IT zu reden und der schließlich Bibliothekskenntnisse besitzt. Idealerweise ist so eine Person am Ende in der Bibliothek angesiedelt, arbeitet in der Bibliothek
als eine einrichtungsübergreifende Stelle. Da ist man dann nicht aus dem jeweiligen Thema, aus dem jeweiligen Ansatz herausgetrieben. Denn Forschungsdaten können ja sehr
unterschiedlich sein. Da gibt es meinetwegen eine Umfrage, die Sozialwissenschaftler machen, und da hat der Datensatz dann eine Größe von einigen Kilobyte bis hin zu Berechnungen an
Hochleistungscomputern, wo wir im Terabyte-Bereich oder noch größer liegen. Das alles muss zusammengebracht werden und das sollte sinnvollerweise jemand machen, der nicht aus einem dieser Bereiche kommt und dann nur das im Bibliothek hat, sondern quasi eine
neutrale Person. Ich plädiere dafür, dass Datenkuratoren Stellen geschaffen werden, und dass diese Stellen in der Bibliothek angesiedelt sind. Letztlich Bibliotheken, die Aufgabe haben, auch die publizierten
Forschungsdaten zu sammeln, zu ordnen und für die Nachnutzung verfügbar zu machen. Ja, dann schließt sich der Kreis wieder. Wir hatten jetzt immer nur Ihre Vielen Dank für die Aufmerksamkeitsfolie, das machte aber nichts.
Es hat keiner protestiert und deswegen habe ich das jetzt so laufen gelassen, denn Sie haben hier noch mal einen sehr interessanten Punkt aufgeworfen, der auch einiges an Schreiberei im Etherpad verursacht hat, dass es hier tatsächlich auch wieder nicht um das reine Verwalten von Daten um Objekte geht, wenn Bibliotheken im Forschungsdatenmanagement tätig werden,
sondern habe ich es jetzt richtig verstanden, dass es auch hier eher um einen Service geht, der dementsprechend auch mit Personalressourcen hinterfangen werden müsste, wie zum Beispiel die Schaffung von
Datenkuratorenstellen in Bibliotheken. Denken Sie, dass Wissenschaftler schon so weit sind, das zu verstehen, denn irgendwo wird das ja zulasten anderer Budgets gehen, wenn solche Stellen in Bibliotheken entstehen. Jetzt mal aus Sicht des Chemikers.
Dazu zwei Antworten. Die eine etwas brutale. Ich versuche jetzt mal doch nochmal die andere Folie zu zeigen. Sehen Sie jetzt gerade meine Präsentation? Ja, ich sehe jetzt das
Dreieck IT Bibliothek Wissenschaft und wenn Sie die davor zeigen wollen, müssen Sie einfach die davor anklicken. Also wir sehen jetzt einfach gerade Ihren Bildschirm. Sehen Sie jetzt Ausblick mit Horizon 2020 beginnend? Nein, das ist die Folie davor. Okay, also lassen wir das.
Oder jetzt? Jetzt. Also, das eine Argumentationsmuster lautet, über kurz oder lang werdet Ihr keine Anträge auf Forschungsförderung irgendwo stellen können, ohne Forschungsdatenmanagement nachzuweisen.
Und die Frage ist, wollt Ihr das alles selbst machen und jedes Mal das Rad selbst neu erfinden, wollt Ihr für jedes Projekt, das Ihr anfängt, eine eigene Lösung kreieren oder wäre es nicht sinnvoll, dafür auch etwas
Zentrales vorzuhalten? Wenn man diese Frage stellt, werden vielleicht manche noch sagen, nein, wir machen das lieber selbst, wir können das schon. Das wird dann eine Einrichtung einschreiten und sagt, wir brauchen hier zentrale Instrumente,
denn das hat Synergieeffekte. Also es käme ja beispielsweise auch niemand auf die Idee, eine Hochschulbibliografie dadurch zu erstellen, dass jede Abteilung eine eigene Bibliografie erstellt und die heftet man dann hintereinander. Das wäre so ja auch nicht sinnvoll.
Und entsprechend ist es nicht wirklich sinnvoll, wenn jeder selbst anfängt. Das ist mal der eine Aspekt. Ein zweiter Aspekt ist, es geht nicht nur darum, eine buchhalterische Pflicht zu erfüllen, sondern es geht auch darum, die
Grundlage zu schaffen für die Generierung neuen Wissens, wenn nämlich Forschungsdaten andere für einen selbst verfügbar sind, möglicherweise sogar in der Form, dass man Daten aus unterschiedlichen Bereichen miteinander verknüpfen kann,
die vorher nicht miteinander in Verbindung gebracht worden waren, wo es für den Einzelnen schwer wäre, solche Daten alleine zu erheben, also beispielsweise die Verbindung von Luftschadstoffmessungen mit
medizinischen Daten. Entweder man ist Atmosphärenchemiker oder man ist Mediziner und Mediziner produzieren medizinische Daten, Atmosphärenchemiker messen Luftschadstoffe. Das zusammenzubringen funktioniert eigentlich erst dann, wenn die ihre Daten in einen Topf werfen und man
in der Lage ist, da ist natürlich auch ein bisschen IT nötig, diese Daten gemeinsam zu untersuchen. Das wäre ein zweiter Aspekt, der für die Wissenschaft denke ich auch intrinsisch Interesse formuliert. Ja, es bringt uns was, wenn Forschungsdatenmanagement betrieben wird.
Wenn es von zentraler Stelle betrieben wird, weil das ist ja die Kunst, die Bibliotheken seit Jahrhunderten vielleicht sogar noch länger betreiben, dass man Daten tatsächlich im Zusammenhang sehen kann und dass man sie übergreifend darstellen kann. Wir sind jetzt bei 10.07 Uhr. Wenn es jetzt keine großen Proteste gibt, beginne ich mit der
Abmoderation. Ansonsten müsst ihr jetzt noch Fragen stellen an Herrn Mittermeier, der ja jetzt noch zur Verfügung steht. Der Bibcast-Chat ist offen und im Etherpad
nehmen wir auch noch Fragen entgegen und ich warte jetzt einfach mal einen kleinen Moment.
Hier ist noch was rein. Momentan keine weiteren Fragen. Das nehme ich mal als Anlass zu sagen, Herr Mittermeier, können wir vielleicht Sie nochmal sehen, dass Sie uns nochmal persönlich verabschieden? Ja, jetzt bin ich irgendwie weg. So, jetzt da. Hoffe ich
zumindest nein. Nein, weiterhin die Folien. Ansonsten müssen sich alle, die zugehört haben, also Sie müssen die Bildschirmfreigabe beenden. Jawoll. Sehr gut. Sie sehen mich. Wir
sehen Sie. Wunderbar. Sie haben die Möglichkeit, der verabschiedenen Worte zu sprechen. Ja, ich danke allen, die an dem Chat teilgenommen haben und im Etherpad
geschrieben haben. Ich werde gleich versuchen, das alles nochmal nachzuvollziehen und natürlich Ihnen vielen Dank für die nette Moderation und dann wünsche ich allen weiteren Vortragenden viel Erfolg beim etwas spannenden Kampf mit der Technik und allen Zuhörerinnen
und Zuhörern viel Freude bei der Verdauung und Umsetzung des Gehörten. Ja, vielen Dank, Herr Mittermeier und ich bin doch ganz zuversichtlich, wenn ich jetzt gesehen habe, wie diese kleine Gemeinschaft hier auf die technischen Unwägbarkeiten reagiert hat. Wenn
wir das hinkriegen, dann kriegen die auch größere Aufgaben, auch wenn das deutlich dickere Bretter sind, die hier zu bohren sind, wie zum Beispiel nationale Verhandlungen. Das war ein sehr guter Punkt, den Sie gemacht haben, dass wir die Author Affiliation letztendlich nicht versuchen sollten, auf Institutionsebene zu klären, sondern tatsächlich auf
nationaler Ebene. Ja, und ich hoffe, dass wir diesen flexiblen Ansatz, den diese kleine Gruppe hier gezeigt hat, auch auf solche großen Aufgaben ausrollen können und damit entlasse ich aus der ersten Sitzung des Bibcast und hoffe, dass um 13 Uhr alle wieder dabei sind. Auf Wiedersehen. Tschüss.