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Das Blatt und das Netz. Überlegungen zu einer Medientheorie des Papiers

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Automatisierte Medienanalyse

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Sprachtranskript
P wie ja bei der GEZ wegen Weber so
kleine Pausen haben auch wenn sie nur ganz ganz kurzen haben die oft Öl ganz genau die Bewandtnis dass er dir was neues angeschlossen werden muss USB-Sticks ausgetauscht und
so weiter und so fort bei dem nächsten Namen ist das jetzt nicht so weil wird gesagt mehr gemacht das ganz bewusst nicht so also hier ist jetzt nichts groß was man gleich sehen kann er heißt Luttermühle ist er Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung außerdem Honorarprofessor an der Humboldt Universität hier in Berlin und darum Buch geschrieben also sein letztes auf jeden Fall kam letztes Jahr aus das heißt er weiße Magie die Epoche des Papiers und da stellte sich die Frage ob sie vorbei ist ob das Papier uns noch irgendetwas bieten kann was online nichts geht ich glaube er wird sagen ja es Lothar Müller Applaus bitte war ja guten
Tag meine Damen und Herren sie sehen hinter mir etwas was sie alle kennen und womit viele von Ihnen wahrscheinlich Arbeiten ein weißes Blatt ein weißes Blatt in digitaler Form ich habe extra auch noch das Gegenstück mitgebracht so aus dem analogen
Zeitalter erinnern sich dieses
Blatt hat natürlich Normgröße decken sie 210 mal 207 90 Millimeter und es hat große Vorzüge also man kann es zum Beispiel so falten und dann hat man ein anderes Format dann hat man den nur 5 man kann was auch relativ leicht ist und alle keine im Prinzip das Blatt da hinten auch man kann es zerreißen kann aber 2 der 5 Blätter und man kommt zu dem DIN
A 4 Blatt wenn man einen Diener Dreiblatt veraltet ich würde Ihnen gerne ein bisschen was erzählen über die Hintergründe warum das so ist und warum es sich lohnt obwohl wir offenkundig auf eine digitale Welt zu steuern sich mit dem unmittelbaren Vorgänger zu befassen und das ist eben das Papier in meinem eigenen Beruf würde ich mich nicht als jemand bezeichnen der ausschließlich im digitalen lebt ich arbeite bei einem
Printmedium das Problem ist aber oder das charakteristische für die Zeit in
der wir jetzt existieren dass wir im Prinzip alle als Mischwesen agieren also wenn Sie sich diese leis dir angucken oder oben das man dann sehen Sie die Möglichkeiten die sie mit diesen digitalen wird haben die sind sehr vielfältig und es gibt nun eine eingeführte Medientheorie liegen erläutert wie sich diese beiden zusammen verhalten ich hab nämlich noch mehrere mitgebracht das unendlich geht immer so
weiter dieses Blatt und dieses Blatt in welcher Beziehung stehen zueinander die heute in der Regel gegebene Antwort ist dieses Blatt beerbt dieses Blatt und die eigens die Sie dort sehen sie nicht zuletzt dafür da die Anmutung dieses Blattes in dieses Blatt mit rüber zu nehmen die Medientheoretiker haben dafür die Idee entwickelt dass junge
Medien dazu neigen Mimikry mit den Älteren zu betreiben diese werden weil sie gewissermaßen die Vertrautheit Anmutung mit in die neue Welt in übernehmen wollen ein Beispiel ein ihnen alles bekanntes Beispiel dafür ist dass wenn sie den Lautsprecher einschalten und dieses Blatt Papier dann doch in den Papierkorb legen und löschen dass dann wenn Sie wollen jedenfalls ein Rascheln ertönt das anders zusammenknüllen von analogen Papier erinnert die beiden Papiere dieses hier und das hinter
mir werden in der Regel im Moment in der zeitliche Abfolge gebracht also von zu Beginn vom analogen
ins digitale Zeitalter im Moment ist mein Arbeitsplatz noch geprägt von der Überlagerung beider Technologien und als Hintergrund diese Überlagerung würde ich Ihnen gerne 3 elementare Eigenschaften jetzt dieses Blattes vorführen dass eine es ist leicht das sehen Sie wenn man das hier so unterwirft es ist aber schwerer als Luft das 2. ist das habe ich eben schon gezeigt dass es faltbar und das 3. ist es leer das ist sehr wichtig das Papier und auch das Blatt Papier das die unmittelbare elementare Einheit des Papiers ist es unser unspezifisches Medium und das heißt
man kann da sehr sehr viele mitmachen die Lehre lässt sich mit sehr vielen Fällen nicht nur mit Schrift sondern auch mit Bild mit
Zahlen im allgemeinsten Sinne ist es ein Datenträger wenn ich das jetzt übersetzen in die Sprache der
Medientheorie dann ist das Blatt Papier und überdies auch in der Form eines kleinen Zettels ein
Zeichenträger ein als Trägermedium vereint es aber 2 Eigenschaften die in der digitalen Welt vorhanden aber schon in der analogen ausgebildet sind Medientheoretiker würde sagen das Papier bis sowohl Speichermedium wenn Sie hier zahlen drauf schreiben dann kann daraus ein Datensatz werden wenn sie in einer noch
nicht definierten Zeitspanne
aufbewahren oder auch dann wieder vernichten können das ist ein Speichermedium das gewissermaßen in derzeit funktioniert und zweitens ist es in Zirkulation Smiley um das im Raum funktioniert diese
beiden Eigenschaften sind jetzt für die Geschichte des Mediums aus dem ich komme nämlich will der Tageszeitung von extrem großer Bedeutung die
Zirkulation Funktionen hat sehr viel zu tun mit der elementaren Eigenschaft des Papiers die ich gezeigt
habe dass es relativ leicht das ist gewissermaßen das nächste
leichte Trägermedium vor den digitalen Zeichen Ström gewesen und wenn sie jetzt sich überlegen dieses Speichermedium was hat das für Entwicklungsmöglichkeiten welche Verwandlungsmöglichkeiten hat es hat sehr viele also die eine durchs Falten angedeutet hab ich das schon getan ist die der Veränderung der Größe dieses Papier ist innerhalb der industriellen Epoche ungeheuer angewachsen ist hat große Plakate hervorgebracht das hat die äußere Seite der Städte mit geprägt
und das hat als Speichermedium sich mit allen möglichen anderen Technologien verbindet die berühmteste ist
natürlich das Buch eine fast genauso berühmte ist die Zeitung in der ich arbeite ich will Ihnen diese ganzen einzelnen Verwandlung Form des Papiers gar nicht im Einzelnen in Erinnerung rufen also etwa den Zettel das Plakat die Buchseiten die Zeitungsseite aber auch die Seite des Briefpapier sondern nur sagen dass es für das Papier als Medium charakteristisch etwas was wir gewohnt sind auch den digitalen Technologien zuzuschreiben nämlich unspezifische Universalität ist kann sehr viel aufnehmen und es kann sehr viele Zeit und Raum Horizonte in sich vereinen ein solcher Zettel manche Leute haben
die auch in klein und gelb an Kühlschränken hat in der Regel relativ kurzen
Überlieferung soll zu und ein hab was eingefügt ist in einem Folianten im Mittelalter hat unter Umständen jetzt
schon im Spätmittelalter also der Überlieferung Site von 600 700 800 Jahren also der Zeithorizont in dem das Papier als Speichermedium agiert ist relativ unbegrenzt und ebenso relativ unbegrenzt ist der Raum in dem das Papier in unserer Industrie der Neuzeit als Trägermedium zirkuliert hat jetzt komme ich auf dem kleinen historischen Exkurs und jetzt kommt doch ein paar kleine Bilder zu malen sehen Sie einmal das den Titel des Buches
dessen Grund die sich hier kurz zusammenfasse Weiße Magie des Oppo Epoche des
Papiers da drunter steht Lesung und Gespräch mit Frieder Schmidt Frieda Schmidt ist der Leiter der Papier historischen Sammlung
im Buch und Schriftmuseum in Leipzig aus diesem Buch und Schrift und Museum in Leipzig hab ich in ein paar Bilder mitgebracht die einfach nur der Erinnerung an etwas dienen was sie selber alle wissen nämlich wie alt das Papier ist das ist nur scheinbar triviale Bemerkung dass das Pech Papier sehr viel älter ist als die Druckerpresse ich rufe ihn aber aus einem bestimmten Grund noch mal in der Runde hrung wir neigen als Europäer immer dazu Ursprungs Vermutungen nach China zu verlagern und das ist auch in diesem Fall nicht falsch sie wissen alle dass das Papier aus China stammt ich hab ein paar Bilder
mitgebracht aus der chinesischen Papierproduktion werden da sehen
Sie einfach die Herstellung des Rohstoffs Papier wächst nicht auf Bäumen Papier wird hergestellt durch einen künstlichen Prozesse aber in China hat man das gewissermaßen auf Basis des sogenannten Papier Maulbeerbaums produziert verkündet einfach so ein bisschen durch diese Bilderfolge durchgehen
sehen Sie der Herstellungsmethode die hat begonnen etwa im 1.
2. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung das ist im Vorlauf gegenüber der Druckerpresse von mehr als Tausend Jahren und in dieser Zeit ist etwas passiert aus dem man bis heute sehr viel lernen kann nämlich dass ein Trägermedium von dieser unspezifischen Universalität wie das Papier sie hatte gewissermaßen welthistorische Testläufe durchlaufen hat als hätte jemand gesagt sie können alles mit dem Papier anstellen was sie wollen sie haben noch keine Drucker Presse das ist über Jahrhunderte sowohl in der chinesischen wie in der arabischen Kultur gemacht worden und die Europäer haben das Papier wie Sie wahrscheinlich auch wissen nicht direkt von den Chinesen sondern durch die Mittler Kultur der arabischen Zivilisation bekommen diese Grund Technologie die es nach Europa eingewandert und hat das neuzeitliche leben aber auch die Entwicklung der
industriellen Revolution aus den Räume entstanden sind wieder in dem wir hier gerade sind sehr nachhaltig geprägt denn jetzt durch diese Bilderfolge weitergehen und dem großen Sprung machen das sind eigentlich nur
Erinnerungsbilder die 7 bis 10 in die vorindustrielle Papierproduktion und
auch in die historische Tiefe erinnern sollen in denen das Medium das Trägermedium Papier wurzelt dann kommt man irgendwann an im 19. Jahrhundert und zwar in einräumen
die nicht zufällig in den Räumen endet
in den wir jetzt hier versammelt die speziell
dieser Halle das ist eine Papierherstellung im 19. Jahrhundert wo noch die Lumpen gesammelt aber dann schon industriell verarbeitet werden die Räume in denen wir sind haben damit unmittelbar zu tun und jetzt komme ich auf die eben schon angedeutet dass Frage ist das wirklich nur einen Prozess in der Zeit also bewegen wir uns tatsächlich in einer Art Einbahnstraße Richtung und nach einer Logik von hier nach da die Grundidee dieser Vorstellung dass Medien sich
gewissermaßen säuberlich ablösen ist die Wahrnehmung der sogenannten Buchdruck-Revolution oder Gutenberg er war seit dem 15. Jahrhundert dafür
gibt es eine Formel die genau diesen Prozess in dem wir jetzt leben nämlich dieses und dieses bezogen auf
das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit zusammengefasst hat das ist die berühmte Formel vom Manuskript zu können also die mittelalterliche Kultur war eine
Manuskript Kulturen die moderne Kultur ist eine durch die Druckerpresse bestimmte Kultur wenn man aber das Papier so anguckt wie ich das hier vorschlage nämlich mit der mit dem Blick auf eine sehr lange Geschichte und mit dem Blick auch auf die Differenz die Altersdifferenz zwischen Drucker Presse und Papier dann war die Erfindung der Druckerpresse im Kern
etwas wie eine nachhaltige und explosive Medien Fusion es sind 2 Medien dort zusammengekommen die jeder ihre eigene Geschichte haben und hatten und die jeden nach unterschiedlicher Logik funktionieren also das Papier hat gewissermaßen eine jahrhundertelange Entfaltung von Fähigkeiten der Zirkulation und Speicherung schon in das Zeitalter der Druckerpresse eingebracht und die Druckerpresse ihrerseits hat in diesem Bündnis mit dem Papier die Rolle des Papiers in einer Weise verstärkt dass manche der Ansicht sind dass ist einer der Schlüssel Industrien auf dem Weg in die
industrielle Moderne westlicher Prägung wäre gewesen diese Prägung Kraft hat nun zu tun
mit diesem Fusions Charakter der beiden Elemente die ich eben angedeutet hab also die Druckerpresse gewissermaßen das maschinelle und das andere ist die Papiere Seite das ist das Trägermedium eine Substanz können wir sagen und das was ich eben meinte nämlich die unspezifische Universalität des Papiers die schon ehe die Druckerpresse auf den Plan trat sehr wichtige Zivilisations Formen und Kultur Routinen in sich aufgenommen hatte die hat sich nach Erfindung der Druckerpresse eben nicht nur nach dieser einen Logik entwickelt vom meines kürte Prinz sondern es hat etwas gegeben was für das Verständnis der heutigen Überlagerung von diesem Blatt und diesem Blatt von erheblicher Bedeutung ist nämlich ein Fortleben der Manuskript Kultur im Zeitalter der Druckerpresse die
bekanntesten Beispiele dafür sind natürlich der Brief das Tagebuch also Schriftform
in dem die Handschrift und in denen das Manuskript in einem Zeitalter der Druckerpresse eigentlich dominant geblieben ist und wo sich Austauschbeziehungen dadurch ergeben haben dass gewissermaßen Format Veränderungen ständig möglich waren und auch Rück Veränderung vom geführt zu und war in den letzten 300 400 Jahren keine Einbahnstraße sondern etwa in der kulturelle der Gelehrten von ständigen Umkehr Bewegung nämlich vom Print zum 1 gestellt gekennzeichnet ich nenne Ihnen nur ein Beispiel für die Rückwärtsbewegung vom Print das Manuskript das ist eine der wichtigsten Gelehrten Technologien bis ins 20. Jahrhundert gewesen dass exzerpieren das exzerpieren der
Gelehrten ist die systematische Rückverwandlung von gedruckten im um bedrucktes Papier und die Rückverwandlung von gedruckten Büchern in individuellen
Manuskripte die dann wieder eingespeist werden in die Produktion und wieder Druck Form und Druckformat annehmen diese Prozesse sind im Einzel nicht nur in diesem Beispiel relativ komplex und relativ kompliziert und wenn man sie studiert wird man davor bewahrt sich einfach nur darauf zu verlassen dass man dieses Papier dem Vergangenheit Polen und dieses Papier den Zukunfts Pohl zweifelsfrei zuordnen kann ich komm jetzt weil meine Zeit sich dem Ende nähert sich zu einer besonderen Bedeutung des Wortes bleibt im deutschen dass es tatsächlich im Englischen anders wie man ist
das hat das Wort schied gewissermaßen ganz andere Kontexte als den Deutschen das Wort bleibt ich erinnere nur an den wichtigsten Associations Hintergrund der für die Selbstwahrnehmung der literarischen Kultur in Europa eine sehr große Rolle jedenfalls in den deutschsprachigen Region gespielt hat das ist die Nähe des künstlichen Blattes aus Papier zum Papier zum bleibt in der organischen Natur
also Metaphern wie das Rauschen im Blätterwald sind Ihnen vielleicht irgendwo ferner noch im Kopf der Blätterwald ist eine der Metaphern für das Medium in dem ich
arbeite die moderne Tageszeitung die bei eine Tageszeitung ist im
metaphorischen Sinn immer auch das Blatt genannt worden die Süddeutsche Zeitung ist dann bleibt das in München produziert wird aber auch der
Berliner Redaktion hat in der ich arbeite die auf Papier gedruckten Zeitungen die ich Ihnen jetzt mal raus weil die Format Differenzen für die Frage wie Medium funktioniert nicht ganz unwichtig sind sie haben hier die
Darstellung eines Blattes Papier in einer Größe die jetzt von der Darstellung dieses Projektionsverfahren abhängt dieses Blatt ist relativ groß wie sehen
verglichen mit dem DIN A 4 Blatt und es wird noch sehr viel größer wenn ich das jetzt auf weil wir Sie kennen vielleicht diese Figur aus manchen Film das sind wir früher mal so Detektive gewesen den Hotelhallen saßen und irgendwas beobachteten den Agatha Christie Film das ist ein Blatt es ist aber gleichzeitig ein Buch was in der Sprache der Journalisten ist das das 1. Buch wenn Sie
sich das jetzt angucken und fragen wie
funktioniert denn so ein altes Medium dann werden Sie feststellen dass diese Titelseite das ist viele scheinbar triviale Bemerkung mit sich alleine ist und das ist ein großer Unterschied wenn Sie das aufschlagen südwestlich Seite 2 und 3 Jahrbuch geschichtlich ist das so dass die Zeitung da etwas erbt was das Buch ausgebildet hat das so genannte Rektor Verso Prinzip das ist aber keine ungegliederte Abfolge sondern die Frage der journalistischen Bewirtschaftung eines
solchen Produkts wie eine auf Papier gedruckten Zeitung hat sehr sehr viel zu tun mit der physisch-materiellen Form in der sie dem
Leser entgegen dass die Seite 1 keine Gegenwart das sie mit sich alleine ist und dass dies 1 2 und 3 aufeinander bezogen sind hat seine Entsprechung in der journalistischen wiederum dieser Zeitung auf der Titelseite haben sie gewissermaßen
Nachrichten die gegliedert sind in der Darstellung und die aus aller Welt im Prinzip kommen können auf der Seite 2 haben sie in der Regel ein Tages die immer
auf der Seite 3 die Reportage auf der Seite 4 eine Meinung das sind keine zufälligen Anordnung und die sind auch in der konkreten Bewirtschaftung sehr sehr abhängig davon dass das alles in einem physischen Raum stattfindet das heißt wir die Zeitung macht und weist dieses Bild auf der 2 und dieses Bild ist
auf der 3 D wird unter Umständen im Prozess der Bildauswahl dadurch beeinflusst dass eine Änderung des Bildes auf der Seite
3 eine Änderung des Bildes auf der 2 erzwingen weil die entweder nicht zusammenpassen oder zusammen diese gegliederte Abfolge dieser Zeitung im physischen Raum als Seite hat mit dem Zeitungsmachen bis heute sehr viel zu tun und ich betone das auch deshalb weil natürlich jede Zeitung auch die Süddeutsche Zeitung nicht nur ihr Onlineportal hat sondern auch ereignet Version die Idee gealtert Version ist eine unmittelbare Anbindung des digitalen Produkts an das auf Papier gedruckte analoge Medium das ist in der Sprache des Marketings nach wie vor das Premiumprodukt der Süddeutschen Zeitung diese er an Gleichung nämlich das Ei an das auf Papier gedruckte Zeitungsblatt endeten ist in dem was Sie hier im Hintergrund sehen nämlich im Verhältnis von diesem Blatt und diesem bleibt nun gibt es aber eine ganz
elementare Differenz zwischen den Produkten des Onlinejournalismus und den der alten auf Papier gedruckten
analogen Variante des gleichen Mediums Zeitung und das 3. im Grunde erst hervor in der Zeit in der wir jetzt leben vor was so trivial dass niemand darüber nachgedacht hat dass was sich im eben
vorgeführt habe mit diesen Blatt Papier die Teilbarkeit DIW Haltbarkeit die Veränderung der Größe im
Raum die Umgebung mit Zeithorizonten die tief gestaffelt oder eng gestaffelt sein können weil das gilt natürlich
für das Zeitungspapier und wir müssen eigener Vortrag und eigene Geschichte wird mal die Geschichte des Zeitungspapier ist einfacher als man Geschichte zu erzählen wie es das technologisch eigentlich produziert worden hat mit dieser Welt sehr viel zu tun
aber das was nun die entscheidende Differenz ist zwischen der auf Papier gedruckten Zeitung und
etwa den online für Formaten die sich um das Printmedium Anlagen ist die Abgeschlossenheit in Zeit und Raum das was ich Ihnen eben so sein als elementare Eigenschaft jedes Blattes Papier vorgeführt habe die tatsächlich auch für das Blatt Zeitung in diesem
Sinn der Identifikation des Begriffes Blatt mit dem einer großen überregionalen oder auch kleineren regionalen Zeitung die Abgeschlossenheit in Zeit und Raum ist scheinbar trivialen das wird hier einfach auf das wird hier einfach auf das wird hier einfach auf das wird hier einfach auf und wählen diese Ausgabe der Zeitung einmal gedruckt ist dann ist jeder Druckfehler in jedem Exemplar enthalten das in Deutschland davon vertrieben wird es gibt zum Glück die Möglichkeit Zeitung
gestaffelt an zu drucken also es gibt sehr sehr viele Ausgaben dieser Zeitung in denen dann die Fehler ausgemerzt und in denen das
Produkt revidiert werden kann aber nach dem Druckvorgang entsteht immer neue die abgeschlossene Einheit in Zeit und Raum und das heißt dass das hier zu Ende ist kann man in ihre Sprache übersetzt so formulieren es gibt hier keinen Link ich komme hier nicht raus ich
bleibe in diesem Medium drin und da kann man nun sehr lange darüber nachdenkt dass ich es gar nicht tun weil ich nur 2 Minuten ab oder 3 was das für die Zeitungsproduktion nämlich in diesem so genannten alten Medium bedeutet ich will der 2 Gedanken zumindest in Umrissen erläutern wieder mit zu tun haben wenn ich sage Abgeschlossenheit würd ich eben sagen nach Maßgabe meiner Grundidee dass nämlich dass die elementare Einheit jedes Nachdenkens über das Papier als Trägermedium von Information
ist die Abgeschlossenheit ist eine temporale Abgeschlossenheit das heißt ich kann die Zeitung wenn sie einmal produziert ist nur in der
Zeit neue als abgeschlossen das Produkt herstellen und
die andere es gewissermaßen eine quantitative Abgeschlossenheit ich kann es nicht ergänzen und ich kann nicht das machen was im Online Bereich so ungeheuer attraktiv einfach möglich ist nämlich längst setzen die gewissermaßen beim aufschlagen jetzt dieses Papier Produkt das ist theoretisch denkbar dass sich das ändert aber nicht den nächsten 5 Jahren das also wenn sie in einer Festung Kritik über ein Theaterstück oder über eine Musikaufführung oder
auch nur Platten Kurzkritik können Sie in diesem Medium bisher nicht rein zitieren das erwähnte Produkt wenn es nicht
die gleiche mediale Gestalt hat wie die Zeitung selber also Sie können die Schrift hier rein zitieren sie kann nur nicht die Musik ja rein zitieren sie kann ich das Theater herein zitieren und Sie können das Kino hier nicht rein
zitieren und da würde natürlich jeder vernünftige Mensch sagen oh welch ein Nachteil wenn es aber so in den Medien Geschichte dass die exponentielle verfiel T Fertigung von Optionen und das ist eine der möglichen Beschreibung für den Unterschied zwischen diesen auf Papier gedruckten Zeitungsblatt und seinem elektronischen gegenüber im Online Journalismus die Vervielfältigung der Option dem Online Journalismus möglich ist ist eine journalistische Aufgabe die nicht leicht zu bewältigen ist und sie
wird da bin ich sehr sicher in den nächsten 10 Jahren nicht zuletzt daraus bestehen die Zahl dieser Option zu reduzieren und das heißt es ist eine undenkbare Option allen ob Optionen nun auszunützen die sich hier auf der Seite der Verlinkung aber auf der Seite der Aktualisierung ergeben und dass ist für Zeitungen sehr
wichtig denn wenn sie sich überlegen wo die Zeitung mehr kommen dann kommen sie wieder aus der stetigen Bewirtschaftung der Nachrichtenströme und in der 2. Partner den die klassische Zeitung dabei hatte neben der Druckerpresse hat mit diesem Raum sehr sehr viel zu tun dass war nämlich die Post die
Post gewissermaßen als die im industriellen Zeitalter die wichtigste Instanz und Infrastruktur der Erschließung von Zeit und Raum und der Zirkulation von Informationen und Menschen in Zeit und Raum ist der natürliche Nachbar und der natürliche Partner der Zeitung gewesen und sie tragen dem bis heute Rechnung dass viele Zeitungen den Namen der Post
im Titel führen also Washington Post Rheinische Post es gibt viele Beispiele die Sie alle kennen diese Aktualität Seite der Zeitungen dass sie nämlich ich abgeschlossen sind in Zeit und Raum und trotzdem aktuell sein wollen das ist in einer Tageszeitung jetzt unter ganz neuen Bedingungen gestellt und die fortwährende Aktualisierung die stellten und Anforderungen an diesem Typ von der Tageszeitung mit dem sie zurzeit umgeht und da ist es eben nicht so dass die Verspätung automatischen Nachteil ist ist es seltsamerweise so wahrscheinlich deshalb weil dieser Typ von Medium jetzt schon seit 2 3 Generationen zusammen mit schnelleren
Medien koexistiert also der Rundfunk und da ist es so dass die Verspätung gewissermaßen in die
journalistischen Strategien eingearbeitet werden kann und zwar durch Entfernung vom Nachrichtenwert zugunsten von Filterung sag ich jetzt mal etwas salopp formuliert das heißt wenn Sie eine einfache Frage
beantworten wollen die die warum in diesem alten Medium an jeden Montag die Sportseiten noch so gut funktionieren obwohl jeder Bundesliga interessierte die Spielausgänge und sämtliche strittigen Entscheidung schon seit Samstag kennt dann sind sie auf einem ganz guten Weg zu begreifen wie man besteht Verspätung bewirtschaften kann
diese Rivalität und diese Überlagerung sprozesse zwischen diesen verschiedenen also zwischen dem mir und dem mir und die mir und dem was sie
auf ihren elektronischen Medien haben die wird uns in den nächsten 10 Jahren
noch begleiten und ich glaube nicht das dafür das zu verstehen die einfache Formel erreicht die man sozusagen aus der 1. Medienrevolution übernommen hat vom Manuskripte Prinz zu übersetzen denn vom analogen zum digitalen Zeitalter wir werden noch eine Zeitlang Mischwesen bleiben schön das
Bildern sie wieder ein
PAUS
Vorlesung/Konferenz
WINDOWS <Programm>
Computeranimation
USB-Stick
Dienst <Informatik>
Vorlesung/Konferenz
ALT <Programm>
Momentenproblem
Vorlesung/Konferenz
Überlagerung <Mathematik>
Datenträger
Besprechung/Interview
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Zahl
Datensatz
Besprechung/Interview
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Smiley
Medium <Physik>
Funktion <Mathematik>
Strom <Mathematik>
Digitalsignal
Vorlesung/Konferenz
Web Site
Vorlesung/Konferenz
Rundung
Prozess <Informatik>
Computeranimation
Vorlesung/Konferenz
Tiefe
Vorlesung/Konferenz
Richtung
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Kerndarstellung
Bildschirmmaske
Kraft
Koroutine
Vorlesung/Konferenz
Fusion <Programm>
Überlagerung <Mathematik>
Vorlesung/Konferenz
Print <4->
Prozess <Informatik>
Vorlesung/Konferenz
Wort <Informatik>
Vorlesung/Konferenz
Kontextbezogenes System
Besprechung/Interview
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Projektionsverfahren
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Biprodukt
Multimediaprodukt
Vorlesung/Konferenz
Version <Informatik>
Gleichung
Anbindung <Informatik>
Analogieschluss
Vorlesung/Konferenz
Biprodukt
Teilbarkeit
Medium <Physik>
Laufzeitsystem
Vorlesung/Konferenz
Dateiformat
Vorlesung/Konferenz
Vorlesung/Konferenz
Information
Binder <Informatik>
Besprechung/Interview
Besprechung/Interview
Vorlesung/Konferenz
Zahl
Typ <Informatik>
Automat <Automatentheorie>
Vorlesung/Konferenz
Information
Instanz <Informatik>
Strategisches Spiel
Vorlesung/Konferenz
Nachrichtenfaktor
Filterung <Stochastik>
Vorlesung/Konferenz
Überlagerung <Mathematik>
WINDOWS <Programm>

Metadaten

Formale Metadaten

Titel Das Blatt und das Netz. Überlegungen zu einer Medientheorie des Papiers
Serientitel re:publica 2013
Anzahl der Teile 132
Autor Müller, Lothar
Lizenz CC-Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland:
Sie dürfen das Werk bzw. den Inhalt zu jedem legalen Zweck nutzen, verändern und in unveränderter oder veränderter Form vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sofern Sie den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen und das Werk bzw. diesen Inhalt auch in veränderter Form nur unter den Bedingungen dieser Lizenz weitergeben.
DOI 10.5446/33518
Herausgeber re:publica
Erscheinungsjahr 2013
Sprache Deutsch

Inhaltliche Metadaten

Fachgebiet Informatik
Abstract Die Abgeschlossenheit der Zeitung als Printmedium stand nie grundsätz-lich unter Legitimationsdruck. Mochte man ihr auch vorwerfen, sie bringe dieses oder jenes zu spät oder gar nicht, gewichte dies oder jenes zu stark oder zu schwach, so musste sie sich doch nicht dafür rechtfertigen, dass sie überhaupt ein zeitlich wie räumlich fest definiertes, abgeschlossenes Produkt war, das sich wie ein Buch nur durch neuerliche Drucklegung aktualisieren und revidieren ließ. Die Asymmetrien zwischen den miteinander verzahnten, zu Hybriden heranwachsenden Print- und Online-Formaten der Zeitungen beruhen darauf, dass letzteren eine Fülle von Optionen offenstehen, die den Printformaten unzugänglich bleiben. Diese Optionen werden aber,nicht anders als in der Frühgeschichte der Zeitung, zum Rohstoff der Nachrichten, zum Gegenstand redaktioneller Bewirtschaftung, oder anders gesagt: der Verknappung.

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